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Sascha_Kersken

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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Zusammenfassung:

Am Freitagmorgen steht die Göttin Athene am Omonia-Platz und wartet auf den ihr zugeteilten Menschen: Angélique Dugard von der EZB. Während sie wartet, verjüngt sie den alten Bettler Giorgios mithilfe des Nektars und stellt ihn in ihre Dienste. Als Angélique kommt, überredet Athene sie mit sanftem Druck, sie und Giorgios zum Frühstück einzuladen und überzeugt sie währenddessen, die Verhandlungen im Sinne Griechenlands weiterzuführen.

In der kurz darauf stattfindenden Verhandlungsrunde staunt Kostas Mavridis, der für die griechische Regierung daran teilnimmt, darüber, dass Dustin, Norbert und Angélique plötzlich ganz andere Positionen einzunehmen scheinen als zuvor. Nach der Mittagspause bringt Norbert einen Gast mit: Alexandros, ein alter Mann, der als Nachtportier in der Pension arbeitet, in der Aphrodite ihn einquartiert hat. Es stellt sich heraus, dass er als kleiner Junge im 2. Weltkrieg genau das erlebt hat, was Norbert in der Nacht geträumt hat, und er schildert es der Runde mit eindringlichen Worten.

Am späten Freitagnachmittag steht der Wehrdienstleistende Andreas Papadopoulos mit seinem Kameraden und besten Freund Panos Stratigis Wache vor der Kaserne und freut sich auf den Feierabend und das Wochenende mit seiner Freundin Katerina. Doch der plötzlich ankommende Kriegsgott Ares hat andere Pläne: mit dem Versprechen von Ruhm, Ehre und Schlachtgetümmel bringt er die gesamte Garnison unter seine Kontrolle, einschließlich dem stellvertretenden Standortkommandanten, Generalmajor Evangelidis, den er zuvor im Schwertkampf besiegt hat.

Woanders geht der junge Rechtsradikale Apostolos Karydakis, nach einem Streit mit seinem Mitbewohner über Geld und Küchendienst, zum Freitagabendtreffen seiner Ortsgruppe der Goldenen Morgenröte. Er freut sich auf einen Abend voller Hass, Wut und Alkohol, aber die Veranstaltung wird von Hermes und Eris heimgesucht. Diese stellen einige der Mitglieder für ihre so gar nicht nazikonformen privaten Vorlieben bloß und machen anschließend alle Anwesenden zu einer Art willenloser Zombie-Armee, wobei Apostolos merkt, wie ihm geschieht, aber nichts dagegen unternehmen kann.

Unterdessen stellt Athene mit Giorgios den Bettlerkönig Johnny und seine Helfershelfer. Der Verbrecher hat Giorgios und alle anderen Bettler im Viertel zuvor gezwungen, das meiste erbettelte Geld an ihn abzutreten und auch Drogenhandel und Straßenprostitution kontrolliert. Nachdem die Göttin allen eine gehörige Abreibung verpasst hat, versprechen sie, für immer aus Athen zu verschwinden.

Kostas fährt Alexandros in die Pension, wo dieser nicht nur arbeitet, sondern auch wohnt. Der alte Mann hat ihm viel aus seinem Leben erzählt (er war Literaturkritiker in Frankreich und kam erst nach Athen zurück, als seine Frau starb und seine alte Tante krank wurde, die ihn und seine Schwester großgezogen hat). So lernt auch Kostas Aphrodite - und Norbert von einer ganz neuen Seite - kennen.

Apostolos muss, weiterhin hilflos, miterleben, wie die Götter ihn und die ganze Nazibande zunächst in ein Kaufhaus bugsieren, wo sie ihre Kleidung gegen bunte Sommer-Outfits tauschen. Anschließend werden sie in eine Disco geführt, wo sie je einen Buchstaben hochhalten (den gesamten Slogan jedoch nicht lesen können), woraufhin der DJ allen Versammelten sagt, das sei eine Hilfsorganisation und sie sollten reichlich spenden. Schließlich wird die Gruppe auf ein verlassenes Grundstück geführt, in dessen Grenzen sie sich frei bewegen können. Nach dem Abendessen schlafen die meisten erschöpft ein.

Nyansha

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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Meine Eindrücke:

Kapitel 3:
Bisher hat mir dieses Kapitel am besten gefallen. Man bekam ja nun auch einen Rückblick auf eine dieser Götterversammlungen, die in Filmen und Darstellungen meist wenig friedlich verlaufen. Irgendwie glaube ich, dass Athene die Sache am ehesten unter Kontrolle haben wird und es war auch ein schöner Moment, als sie dem Bettler geholfen hat. Das ist doch wirklich mal eine Hilfe, die man gebrauchen kann :D Die dritte, auserwählte Person ist also stellvertretende Abteilungsleiterin bei der Europäischen Zentralbank und heißt Angélique Dugard (Französin). Bisher habe ich bei allen das Gefühl, dass sie ohne den Eingriff der Götter egoistische, eiskalte Handlungen zeigen würden, die den Menschen kein Stück weiterhelfen. Leider recht realistisch.

Kapitel 4:
Kostas Mavridis, Grieche, schildert den Verlauf des internationalen Treffens. Dabei ändert Norbert Voss die Tagesordnung nach der Mittagspause und führt einen alten Mann herein, der genau das wiedergibt, was Voss zuvor durch den von Aphrodite ausgelösten Traum erfahren hat. So, wie es aussieht, soll mal wieder auf Deutschlands Vergangenheit Bezug genommen werden, um daraus einen Vorteil zu ziehen: Diesmal ein Schuldenerlass. Tatsächlich ist das inzwischen wohl eine gängige Vorgehensweise, um deutsche Hilfe zu erzwingen. Ich denke manchmal, dass man dieses düstere Kapitel der deutschen Geschichte noch in einigen Jahrhunderten als Mittel zum Zweck nutzen wird. Nun frage ich mich aber auch, wer dieser Alexandros wirklich ist. Etwas sagt mir, dass er eine Schlüsselrolle innehat.

Kapitel 5:
Es geht weiter mit Andreas Papadopoulos und bei diesem Kapitel war ich richtig belustigt. Genauso habe ich mir Ares vorgestellt, ganz der Kriegsgott, der noch nicht mitbekommen hat, dass man Schlachten heutzutage anders schlägt als in der Antike. Es war abzusehen, dass gerade er es mit der Holzhammermethode versuchen wird. Aber dass es tatsächlich zum Kampf im Büro kommt, war schon erstaunlich. Jedenfalls hatte ich beim Lesen ziemlich viel Spaß.

Kapitel 6:
Ein etwas düsteres Kapitel, aber hier zeigt sich wohl deutlich, dass die Griechen ebenfalls nicht glücklich mit der Situation ihres Landes sind. Sie versuchen, die Schuld für ihre eigene Misere bei den Ausländern zu finden, die ins Land gekommen sind. Dass ausgerechnet Hermes und Eris diesen Leutchen zugeteilt wurden, ist schon bitter genug und ich denke mal, dass dieser Haufen auch für einige Probleme sorgen wird. Immerhin ist Hermes ein Trickser, sodass es schon einiges an Intelligenz benötigt, am Ende nicht selbst als Verlierer dazustehen, wenn man sich auf ihn einlässt. Eris ist mir eher weniger bekannt, aber ich denke, es kann verdammt viel schiefgehen, wenn ausgerechnet die Göttin des Chaos mitmischt.

Kapitel 7:
Wieder ein sehr gutes Kapitel, ich konnte die Genugtuung richtig spüren. Dieser Johnny ist ja eine richtige Kanalratte, gut, dass Athene ihm mal das Handwerk gelegt hat. Wobei so jemand wohl ziemlich schnell trotz der Drohung wieder versuchen wird, andere zu unterdrücken und zu peinigen.

Kapitel 8 + 9:
Hier zeigt sich der Unterschied zwischen den Göttern. Während Aphrodite eher mit den Menschen zusammenarbeitet und mit ihnen auch normal plaudert, ziehen Eris und Hermes es vor, die Menschen komplett zu kontrollieren und ihren Willen zu berauben. Ich sehe schon ein Problem auf Griechenland zukommen, immerhin ist abzusehen, dass die Götter eher für mehr Chaos sorgen werden, als irgendetwas besser zu machen. Insgesamt zieht sich die Geschichte ein bisschen, ich würde mir ein bisschen mehr Spannung und „auf den Punkt kommen“ wünschen. Bisher war es ganz interessant, die Personen kennenzulernen, aber jetzt wünsche ich mir ein bisschen mehr Aufklärung, was das Hauptziel der Götter ist. Ich hoffe, die Geschichte nimmt an Fahrt auf.

UlrikeG-K

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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Da tut sich - generalstabsplanmäßig organisiert! - viel im zweiten Leseabschnitt!
Ein Feuerwerk von tollen Einfällen entfaltet sich vor meinen entzückten Leseraugen, - und der Roman hat mich bereits völlig in seinen Bann gezogen!

Vor allem über Ares' Auftritt in der Kaserne ( in voller prächtiger Montur ) habe ich mich amüsiert, über die Schwertkampfeinlage über Tische und Fensterbänke mit dem Major Evangelidis und das Feuer in dessen Augen, nachdem die Schwertspitze des Kriegsgottes ihn berührt hatte! Sofort stand mir die Szene sehr lebendig vor Augen...

Und dann die Rekrutierung der Rechtsradikalen und deren (willenloser ) Marsch im Stechschritt durch die Stadt - mit anschließender Demonstration einer ihnen aufoktruierten liberalen Gesinnung! Wunderbar!
Schadet garnichts, dass man ihnen den "freien Willen" genommen hat!
Aber ich sehe schon ein, dass dies ein durchaus kritischer Punkt ist - und auch ein Grund für die Götter, sich jahrtausendelang eben NICHT in menschliche Belange einzumischen.

Aber - und das wurde ja auch kurz thematisiert - wohin dieser freie Wille die Menschheit gebracht hat, konnte man ja in der nicht allzu fernen Vergangenheit eindrucksvoll, verheerend und tödlich beobachten. Und exemplarisch im Roman an dem Erlebnis des Alexandros. ( dem man nun noch einige angenehmere Jahre wünscht, nachdem er ziemlich mittellos wieder in seiner Heimat gestrandet ist. )

Auch die anderen Handlungsstränge finde ich natürlich beeindruckend! Und bin sehr neugierig, was die Verhandlungen ( nun unter dem Einfluss einiger Olymp-Bewohner ) ergeben werden...

Nein, aus der Hand legen kann ich den Roman nun wirklich nicht mehr! Und ich habe mir bereits fest vorgenommen, nach dem Lesen wieder einen Blick in die griechische Mythologie Gustav Schwabs zu werfen, die ich auch auf meinen vielen Umzügen immer mitgenommen habe....

Schöne Ostertage noch an alle!
Ulrike

UlrikeG-K

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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Nyansha schreibt:
Hier zeigt sich der Unterschied zwischen den Göttern. Während Aphrodite eher mit den Menschen zusammenarbeitet und mit ihnen auch normal plaudert, ziehen Eris und Hermes es vor, die Menschen komplett zu kontrollieren und ihren Willen zu berauben.

Jeder Gott auf seinem Platz! Wie kann man denn wohl normal mit Rechtsradikalen plaudern?
Nein, das kann man nicht. Schon garnicht mit einer Horde von ihnen.
Ich fand Hermes' und Eris' Vorgehen sehr passend. So halt, wie diese Vollidioten es verdienen. Und ein nettes Schmankerl war definitiv die Entlarvung so manch eines Mitglieds der Morgenrötler....

Nyansha

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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@UlrikeG-K

Bei der Entlarvung stimme ich dir zu. Aber meiner Ansicht nach hat es niemand verdient, seines freien Willens beraubt und gedemütigt zu werden. Denn damit verhält man sich auch nicht besser als diese Horde von - ja, auch da bin ich auf deiner Seite - Vollidioten. Tatsächlich glaube ich aber schon, dass man selbst mit diesen Menschen normal reden kann. Man mag nicht auf einer Wellenlänge liegen und das Vorgehen der Leute wirklich verabscheuen, aber reden kann man glaube ich schon. Spätestens, als Eris und Hermes deutlich gemacht haben, dass sie überlegen sind, wäre das bestimmt machbar gewesen. Persönlich hätte mich auch interessiert, wie die Rechtsradikalen vielleicht versucht hätten, sich aufzulehnen. So verfolgten wir aber im Grunde nur eine Gruppe Marionetten, das war für mich nicht so optimal.

mesu

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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Ja, in diesem Abschnitt geht es wirklich rund. Einige Geschichten z.b. die von Athene dem Götternektar und den bekehrten Politikern, fand ich sehr gelungen.

Doch die Sache mit der Morgenröte... wie die Radikalen im Kaufhaus gezwungen werden, Blumen-T-Shirts anzuziehen, ich fand es doch ein wenig übertrieben, Sorry.. ..

Die Götter sind ja in ihrem Verhalten sehr unterschiedlich, wobei ich dann doch eher Athenes Art bevorzuge, Eris, Hermes und Ares sind da ja richtige Kämpfernaturen.

Obwohl ich Hermes auch eher auf der friedliebenden Seite gesehen hätte.
(Ich muß aber wahrscheinlich mein Götterwissen doch mal überprüfen ;-)

Jedenfalls sind der Phantasie in dieser Geschichte keine Grenzen gesetzt, und ich denke das es so turbulent weitergehen wird.

UlrikeG-K

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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mesu schreibt:
Doch die Sache mit der Morgenröte... wie die Radikalen im Kaufhaus gezwungen werden, Blumen-T-Shirts anzuziehen, ich fand es doch ein wenig übertrieben, Sorry.. .. Jedenfalls sind der Phantasie in dieser Geschichte keine Grenzen gesetzt, und ich denke das es so turbulent weitergehen wird.

Klar ist das übertrieben! Macht doch den Reiz der Sache aus!
Und da ist das aberwitzige Schwertduell in des Majors Büro - göttlich! Aber übertrieben, klar!
Und, wie du selbst schreibst, sind der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt...( übrigens genau das, was ich hier und sonstwo liebe...)

UlrikeG-K

vor 7 Monaten

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Nyansha schreibt:
Tatsächlich glaube ich aber schon, dass man selbst mit diesen Menschen normal reden kann. Man mag nicht auf einer Wellenlänge liegen und das Vorgehen der Leute wirklich verabscheuen, aber reden kann man glaube ich schon.

Ich finde es schön und herzerwärmend, dass du einen solches Vertrauen in die Menschheit hast! Nur so geht's!
Aber - hast du denn mal versucht, mit einem eingefleischten Rechtsradikalen/Neonazi zu reden? Tatsächlich zu reden?
Ich versichere dir ( und tatsächlich weiß ich, wovon ich hier rede ), dass das ein müßiges Unterfangen ist....

Tawananna

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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@UlrikeG-K

Grundsätzlich gibt es zu deiner oder Nyanshas Kapitelbeschreibungen nicht mehr viel hinzuzufügen. Und ich habe beim Lesen auch eher weniger an die Demütigung der Nazis als an satirisch-lustige übertriebene Darstellung gedacht.
Mich stört jedoch auch die extrem einseitige Darstellung der Nazis. Denn wie das Beispiel von Apostolos zeigt gibt es durchaus auch Gründe warum jemand zu solchen Ansichten neigt. Indem wir "Intellektuellen" und überlegen zurücklehnen und mit diesen tumben unbelehrbaren Deppen nichts mehr zu tun haben wollen machen wir diese Menschen zu Menschen zweiter Klasse und überlassen diese den gefährlichen Männern im Hintergrund. Leider ist Takis nicht deutlicher herausgearbeitet worden. Das hätte mir gut gefallen.
Und nicht jeder, der diesen Schwachsinn nachplappert ist nun tatsächlich auch ein Nazi. Wir MÜSSEN im Gespräch bleiben auch wenn wir uns vorkommen als benutzten wir Teelöffel um Betonwände zu öffnen.
Simple Lösungen und schwachsinnige Meinungen haben übrigens auch die "Linken" in ausreichender Menge präsent. Gerade weil wir uns bislang derart erhaben über die "ewig gestrigen" gefühlt haben haben wir nun das AfD-Problem. Und ehrlich, so platt Berlins Bürgermeister vor den Wahlen deren typische Wähler beschrieben hat ist sicher schon aus Protest der eine oder andere in Versuchung gewesen aus Trotz die AfD zu wählen.

Sascha_Kersken

vor 7 Monaten

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Wieder sehr interessante Ausführungen hier, vielen Dank dafür.

Was das Handeln von Eris und Hermes angeht: ich habe mir den Götterboten eigentlich immer als eine Art Trickster vorgestellt und beim Schreiben auch klar an Tom Hiddlestons Darstellung des Loki in den Marvel-Fimen gedacht. Und die Göttin des Chaos passt natürlich zu dieser Interpretation; die beiden geben ein ähnlich infernalisches Duo ab wie der Joker und Harley Quinn. Natürlich werden solche Akteure sich nicht lange mit widerspenstigen Menschen herumärgern, sondern ihnen, wie hier gezeigt, ihren Willen aufzwingen (auch wieder so ähnlich wie Loki in "The Avengers", wobei Erik Selvig und Hawkeye natürlich keine Nazis oder dergleichen sind, sondern halt nützliche Werkzeuge).

So kommt es natürlich auch, dass der Rest der Nazibande als Zombiearmee nicht deutlicher ausgearbeitet werden konnte und wir nur Apostolos' Innenansicht als Point-of-View-Charakter kennen. Dass aber auch die anderen Individuen mit jeweils eigenen Beweggründen sind, dürfte sich aber unter anderem gezeigt haben, als die Götter die Bigotterien vieler von ihnen bloßgestellt haben. Aber ohne hier spätere Kapitel spoilern zu wollen, kann ich schon mal sagen, dass sie im Laufe des Romans in eine Position geraten, in der man in Zukunft noch mehr von ihnen sehen könnte.

Die Figur des Alexandros ist übrigens ein wenig von Argyris Sfountouris inspiriert: https://de.wikipedia.org/wiki/Argyris_Sfountouris

seschat

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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Hier nun meine Eindrücke...
Einmal hinter die Kulissen des Götterrats schauen zu dürfen, war spannend und durchaus witzig. Athena äußert berechtigt ihre Sorgen wegen des Missgeschicks mit Odysseus damals :-) Wie sie Giorgos hilft, fand ich spitze. Dann noch die EZB-Unterhändlerin, die Dugard heißt und mich stark an Frau Lagarde erinnerte.
Die Kriegsverbrechen der Deutschen im Zweiten Weltkrieg sollen nun finanziell zu Buche schlagen, schon spannend, wie die echte Politik hier in der Geschichte verarbeitet wurde. Ares erscheint in spartanischer Kriegstracht, nichts anderes hätte ich auch von im erwartet :-) - einfach ein Klischee auf zwei Beinen...
Nun spielt auch noch die Goldene Morgenröte mit rein, als Leser bekommt man einfach viel geboten und lernt damit auch die aktuelle griechische Lage zu verstehen - gut gemacht. Eris und Hermes, das verspricht hitzige und fintenreiche Auseinandersetzungen.

Ein Rechtschreibfehler auf S. 44 ist mir noch aufgefallen. Dort heißt es: "Die meisten Trainingslager auf dem Olymp kenne ich in- uns auswendig". Richtig wäre "in- und auswendig".

widder1987

vor 7 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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Hab ich nun auch beendet...

Der Erzählstil gefällt mir gut, aber dafür machen mir die Zwischenräume von Absatz zu Absatz zu schaffen, da kommt kein großer Lesefluss zu stande. Auch die Handlungsstänge sind mir zu 'bröcklig' und lassen mich nicht in die Story rein :(

Sascha_Kersken

vor 6 Monaten

Leserunde Teil 2 (Freitag, Kapitel 3-9)
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widder1987 schreibt:
Hab ich nun auch beendet... Der Erzählstil gefällt mir gut, aber dafür machen mir die Zwischenräume von Absatz zu Absatz zu schaffen, da kommt kein großer Lesefluss zu stande. Auch die Handlungsstänge sind mir zu 'bröcklig' und lassen mich nicht in die Story rein :(

Das Technische (Absatzabstände) nehme ich mal in die Liste der Dinge auf, die ich neben einigen kleineren Textfehlern und der U4-Gestaltung in einer künftigen Neuauflage des gedruckten Buchs ändern werde. Das Inhaltliche (Handlungsstränge) ist letztlich Geschmackssache; ich persönlich liebe diese Art des Erzählens (z.B. als großer Fan der "A Song of Ice And Fire"-Bücher von George R.R. Martin), kann aber auch nachvollziehen, wenn andere sie als zu chaotisch empfinden.

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