Sascha Lange

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Interview mit Sascha Lange

Dieses Interview führte Sascha Lange mit dem LovelyBooks-Team um dem Leser etwas mehr über die Person zu verraten:

1) Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Eigentlich wollte ich ja Popstar werden und habe in den 90ern vor allem Songtexte geschrieben, aber auch immer mal Kurzgeschichten, letztere jedoch nur für mich. 2005 hatte ich dann während dieses grässlichen Ostalgie-Hypes im TV die Idee, ein Buch über meine Zeit in der DDR, konkret in Leipzig, zu schreiben. Ich wollte anhand meiner Erlebnisse zeigen, dass ich vor allem in den 80er Jahren aufgewachsen bin und die Jugendkulturen und die Musik dieser Zeit mich kulturell und sozial viel stärker geprägt haben als FDJ-Gruppennachmittage. Und glücklicherweise stieß ich mit dieser Idee beim Aufbau Verlag gleich auf Interesse. So ist 2007 „DJ Westradio“ erschienen. Mit meinem zweiten Buch „Das wird mein Jahr“, welches gleichzeitig mein erster Roman ist, habe ich eine heiter-melancholische Coming-of-Age-Gesichte in die Wendezeit 1989/90 gelegt. Und Musik spielt dabei natürlich auch wieder eine große Rolle.

2) Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Da könnte ich viele nennen. Als Kind war ich großer Fan von den Kinderbüchern von Erich Kästner, die ich heute auch noch fantastisch finde. Die Bücher, die mich selber zum schreiben gebracht haben, sind zum einen Milena Moser „Gebrochene Herzen“ und Selim Özdoğan „Trinkgeld vom Schicksal“.

3) Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ich habe ja das Glück zu der Generation zu gehören, die beim Mauerfall 18 Jahre alt waren. Die DDR habe ich noch bewusst miterlebt, aber zum Glück nicht ihre Grenzen so stark spüren müssen. Die Schule war vorbei und die Mauer war plötzlich offen. Ein System, welches noch Tage vorher glaubte, ewig an der Macht zu sein, war über Nacht demontiert worden. Das ist ein Erfahrungsschatz, aus dem ich definitiv meine ersten beiden Bücher geschrieben habe. Die zweite Sache ist, dass ich aufgrund meiner freiberuflichen Situation den Luxus gönne, viel nachzudenken und Ideen zu entwickeln. Und mit der richtigen Musik als Soundtrack für eine Geschichte lässt es sich ganz gut an Büchern arbeiten.

4) Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Dafür ist das Internet perfekt. Ich bin dort schon recht lange unterwegs. Durch die sozialen Netzwerke im Web ist ein schneller Austausch so einfach geworden. Zum anderen kommt man nach Lesungen oft noch zwanglos ins Gespräch.

5) Wann und was liest Du selbst?

Belletristik lese ich aus Zeitgründen meist nur im Urlaub. Ansonsten habe ich in den letzten Jahren viel Fachliteratur gelesen, da ich eine Dissertation über Jugendwiderstand gegen das NS-Regime geschrieben habe. Als geistigen Ausgleich habe ich dann meist nur Comics gelesen.