Sascha Lobo

 3,4 Sterne bei 39 Bewertungen
Autor von Strohfeuer, Realitätsschock und weiteren Büchern.
Autorenbild von Sascha Lobo (© Jan Bölsche)

Lebenslauf von Sascha Lobo

Das 1975 in Berlin geborene Allround-Talent, Sascha Lobo, fällt nicht nur durch seine farbenfrohe Frisur auf, sondern auch durch seine Texte, die er als Blogger, Journalist, Werbetexter und natürlich Autor schreibt. Seine Haupthemen sind neue Technologien und das Internet und wie sich diese auf die Gesellschaft auswirken. Für den Blog riesenmaschine.de wurde er 2005 sogar mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet. Bekanntheit erlangte er auch durch Fernsehsendungen wie neues bei 3sat oder als Mitglied des Online-Beirats bei der SPD.

Neue Bücher

Cover des Buches Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin (ISBN: 9783499007316)

Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin

 (74)
Erscheint am 12.04.2022 als Taschenbuch bei ROWOHLT Taschenbuch.

Alle Bücher von Sascha Lobo

Cover des Buches Wir nennen es Arbeit (ISBN: 9783453600560)

Wir nennen es Arbeit

 (32)
Erschienen am 07.07.2008
Cover des Buches Realitätsschock (ISBN: 9783462053227)

Realitätsschock

 (14)
Erschienen am 12.09.2019
Cover des Buches Strohfeuer (ISBN: 9783499254802)

Strohfeuer

 (17)
Erschienen am 02.04.2012
Cover des Buches Wortschatz (ISBN: 9783499628238)

Wortschatz

 (8)
Erschienen am 01.11.2011
Cover des Buches Riesenmaschine (ISBN: 9783453610019)

Riesenmaschine

 (2)
Erschienen am 02.07.2007
Cover des Buches Realitätsschock (ISBN: 9783837149111)

Realitätsschock

 (0)
Erschienen am 16.09.2019

Neue Rezensionen zu Sascha Lobo

Cover des Buches Realitätsschock (ISBN: 9783462053227)C

Rezension zu "Realitätsschock" von Sascha Lobo

Die wichtigen Themen unserer Zeit und der Zukunft
CocuriRubyvor 2 Jahren

Ich mag den Stil von Lobo – er verbindet sachliche Information mit dem angebrachten Nachdruck. Es ist sprachlich auf den Punkt und mit Witz (gerne auch mal trocken oder sarkastisch). 


Lobo ist übrigens einer der wenigen Menschen bei denen Sarkasmus in Schriftform immer funktioniert. 

Außerdem hat der Humor die Funktioniert, dass man nicht durchdreht – das Geschilderte ist nicht selten doch recht krass und kann einen ziemlich runter ziehen die Erkenntnis, dass es sogar noch ein wenig schlechter steht, als man ohnehin schon dachte. 

Wenn man dann denkt „alles klar, ich gehe einfach nicht mehr vor die Tür“, kommt ein Witz um die Ecke und zieht einen aus die Depression. 


Trotzdem habe ich immer nur ein Kapitel auf einmal gelesen, weil man das gelesene einfach mal sacken lassen muss und manches lässt sich nur schwerlich schlucken – der Titel ist da gut gewählt.

Manchmal ist man geneigt den Glauben an die Menschheit zu verlieren – nicht dass das der Job des Autors gewesen wäre, aber hier und da hätte ich mir fast schon eine Art Anleitung gewünscht, was man denn als Einzelperson tun an. 


Obwohl ich mich mit den meisten Themen bereits auseinander gesetzt hatte, habe ich neuen Inputt erhalten – Zahlen, Infos die mir neu waren. 

Es gibt übrigens eine Homepage zum Buch, auf der u.a. alle Links zu den Quellen sind, auf die Lobo sich in seinen Aussagen stützt. 


Die Themen sind sehr vielseitig und hängen doch irgendwie zusammen. Gemeinsamer Nenner ist z.B. die Digitalisierung – natürlich Lobo ist schließlich auch „unser aller digitaler Vater“, wie es Sophie Passmann mal sagte (bzw. schrieb).


Die Themen die einen erwarten sind: Klima, Migration, Integration, Rechtsruck, China, künstliche Intelligenz, Gesundheit, Soziale Medien, Wirtschaft, die Jugend und einem geheimen Kapitel. 


Ich halte Sascha Lobo für einen sehr intelligenten und reflektierten Menschen. Das bildet sich sowohl in seinen Vorträgen, Kolumnen, Podcast oder in diesem Buch ab. 

Was man ihm aber schon vorhalten muss ist, dass er (natürlich) aus einer privilegierten Bubble heraus spricht, mit stark digitaler Brille, die manchmal auch etwas blind macht. 

Wenn er z.B. schreibt, dass „Flexibilität“ früher das kapitalistische Schreckgespenst an den Arbeitnehmer meinte als verfügbare Verschiebemasse, heute aber eine Forderung an die Unternehmen sei – muss vermutlich jeder AN aus dem Einzelhandel mal kurz trocken lachen.
In den Spären in denen Lobe verkehrt, mag das anders aussehen – Stichwort Bubble.


Nichts desto trotz kann man viele Erkenntnisse und Denkanstöße aus dem Buch mitnehmen. Es bietet einen eine Möglichkeit der Interpretation des Geschehens um uns herum. 

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Cover des Buches Realitätsschock (ISBN: 9783462053227)L

Rezension zu "Realitätsschock" von Sascha Lobo

Akribisch in den Details, flüssig im Stil, politisch klar orientiert
Lesefreund6203vor 2 Jahren

Akribisch in den Details, flüssig im Stil, politisch klar orientiert

Natürlich ist Sascha Lobos erste Kompetenz „das Digitale“. Wobei in den letzten Jahren deutlich ein allgemein politischerer Unterton hinzugetreten ist samt entsprechendem Blick auf die „allgemeine Lage“ des Zeitgeschehens. Mit dem Lobo nie einen Hehl daraus machte, dass er eher den progressiven Kräften zuzuordnen ist denn den reaktionären Überzeugungen.

In seinem neuen Werk nun wird der Autor überaus grundsätzlich und nutzt die „Symptome“, die konkreten Themen und detaillierten Fakten als Ausgangspunkt für eine sehr grundsätzliche Überlegung, was all diese Dinge „in Bewegung“ versetzt hat, welche Kräfte politisch nun aufeinanderprallen und, vor allem, was denn überhaupt Lösungsansätze für die Vielzahl an sozialen und technischen Herausforderungen der Gegenwart sein könnte.

„Haben Sie auch das Gefühl, die Welt sei irgendwie aus den Fugen geraten“?

Es ist jenes „irgendwie“, das dem Buch seine Struktur und seinen roten Faden verleiht.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir…..einen Realitätsschock erlitten haben“.

Mit starken, gesellschaftlichen Dimensionen und globaler Bedeutung. Was sich überaus stimmig am Beispiel des „Klimas“ vor Augen führen lässt. Wie dieses gibt es Kipppunkte, das zum einen, und wie bei diesem Thema gibt eine plötzliche Initialzündung, die ein zwar seit langem schwelendes Thema plötzlich in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, aber auch der Handlungen, führt.

„Das Alte funktioniert nicht mehr und auch herkömmliche Methoden der Analyse geraten an ihre Grenzen“.

Neusortierung, Neubedenkung und eine neue Ausrichtung sollten und müssten logischerweise die Folge auf solche „Schock-Momente“ sein. Demgegenüber ein System steht, dass nur sehr schwerfällig zu bewegen ist und zudem seit einiger Zeit auch intensiv bremsende, „nach hinten“ gewandte Kräfte aufweist, die in ebendiesem „Blick nach hinten“ vermeinen, die Blaupause für das Morgen zu finden.

Kräfte und Konstellationen, die Lobo durchweg flüssig im Stil und locker im Ton vorträgt, bei denen er selbst aber durchaus differenziert verbleibt und auch keine „unüberwindbaren Grenzen“ zwischen den „Lagern“ postuliert. Populistisch argumentiert Lobo in diesem Werk eher nicht.

„Realitätsschock bedeutet, dass wir jahrzehntealte Gewissheiten aufgeben müssen, unter anderem, weil wir mit einer Überdosis Weltgeschehen und Komplexität konfrontiert werden“.

Dass dabei Vereinfachungen und rückwärtige Orientierungen für Lobo zwar verstehbar sind (das führt er immer wieder klar aus und erläutert auch die Gründe und Ursachen für die einzelnen Haltungen und „Bewegungen“), aber in keiner Form zur Lösung führen werden, ja dies auch nicht können, das allerdings stellt Lobo ebenfalls durchgehend und argumentativ überzeugend dar.

Ob Klima, Migration, Rechtsruck, China, ob KI, Medizin, soziale Medien oder die Wirtschaft, alle wesentlichen Themen sind im Buch aufgenommen und werden nicht nur einer Analyse unterzogen, sondern auch mit konstruktiven Blicken nach vorne und Ansätzen von Lösungen präsentiert.

Und trotz vieler „Gegenreaktionen“, letztlich muss man Lobo zustimmen:

„Nicht, dass die Jugend immer recht hätte……, aber man kann nicht nur, man muss sie ernst nehmen“.

Und als manifestes Zeichen der Hoffnung auch im Versuch- und Irrtum unterstützen. Denn ein Verharren in überkommen Strukturen trifft nicht nur einzelne oder Gruppen, sondern den ganzen Planeten. In viel mehr Bereichen, als nur im gerade zentrierten Thema des Klimas.

Eine anregende, wichtige und interessante Lektüre.

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Cover des Buches Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin (ISBN: 9783867173650)-

Rezension zu "Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin" von Kathrin Passig

Entspricht nicht den Erwartungen, bietet aber Humor
-BuchLiebe-vor 3 Jahren

Ich habe das Hörbuch gehört.

Also es war überhaupt nicht das, was ich erwartet habe. Der Titel suggeriert, dass das Hörbuch hilft die Dinge besser geregelt zu bekommen. Das ist in keinster Weise der Fall. Im Hörbuch wird nichts geregelt und nichts erledigt. Im Gegenteil, es wird erklärt wie man die Dinge einfach nicht erledigt und wie man dann damit klar kommt. Es gibt einige Erklärungen warum das so ist, wie und wo das her kommt. Aber helfen tut es nicht. Im Gegenteil, die Vorschläge und Empfehlungen sind absurd und nicht praktikabel oder zielführend. Das habe ich relativ schnell gemerkt und bin dazu übergangen das Hörbuch nicht ernst zu nehmen sondern eher ironisch zu nehmen. Mit dieser Einstellung lies es sich ganz gut hören. 
Daher musste ich einige Male Schmunzeln und auch mehr wie einmal laut lachen. 
Am Besten hat mir das Kapitel "Alles was Sie über Zeit-Management wissen müssen" gefallen. Da hatte ich dann richtig gute Laune. *lach*

Wenn das Hörbuch einen anderen Titel hätte und unter Humor statt Sachbuch laufen würde, wäre es viel besser. Denn dann hat man einfach eine andere Erwartung mit der man an das Buch heran geht.

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Gespräche aus der Community

Lieber Sascha Lobo, ich muss gerade feststellen, dass die Buchfrage nicht so viel Platz bietet, wie ich gerne hätte, daher muss ich jetzt meine Kritik an der Strohfeuer-Feuilleton-Kritik mit indirekter, wenn auch nicht unkritischer Lobhudelei überspringen und gleich zur Frage kommen: Mir ist bei Formulierungen wie "eine Hof gewordene Aufforderung zum Grillen" u. ä. aufgefallen, dass ich diese wohl in einem Blog oder Tweet recht lustig fände, im Roman aber drüber gestolpert bin, weil sie irgendwie deplatziert wirkten. Das war manchmal etwas heterogen. Ich will damit gar keine Opposition "Literatur vs. Internet" aufmachen, weil Literatur natürlich auch im Netz stattfinden kann. Es geht mir eher um unterschiedliche "Sprach-Systeme", Stile, Ebenen - so in der Art. Mich würde interessieren, inwieweit du beim Schreiben das Gefühl hattest, eine neue/andere Sprache finden zu müssen und ob das ein Problem war bzw. wie du damit umgegangen bist. Hoffe das ist verständlich... Viele Grüße!
3 Beiträge
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 11 Jahren
Hm, was hab ich denn da geschrieben? Bißchen durcheinander. Man sollte manchmal einfach ins Bett gehen. Ich wollte sagen: Alles andere als eine einfache Aufgabe wäre wohl langweilig. Und dass das ja auch an vielen Stellen gelungen ist. Und dass die Kritik z.T. gar nichts mit dem Buch zu tun hatte und überzogen war. So. Viele Grüße!
Zum Thema
Hi, ich frag mich immer, ob es nicht Parallelen zwischen den New Economy Unternehmen der 90er Jahre und aktueller Web2.0-Unternehmen gibt. Da werden zB Millionen von Dollar in Twitter investiert und dann händeringend nach Erlösmodellen gesucht... wie seht ihr das? Kommt da auch noch ein Platzen einer "Blase"?
3 Beiträge
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 11 Jahren
Die Ausgangssituation ist, trotz Ähnlichkeiten bei Twitter, anders,. Der "Neue Markt" brachte es in dem schon erwähnten NEMAX 50 innerhalb von 2 1/4 Jahren vom zurückgerechneten Stand von 1.000 auf 9.666 Punkten, dies entsprach einem Kapitalisierungswert von über 200 Mrd. €. Hiervon ist man heute meilenweit entfernt. Gegenüber Twitter zeigen sich Geschäftsmodelle wie Google, als durchaus erfolgreich. Nur am Rande, Ende der 90er Jahre wollte die Frankfurter Börse mit der Londoner fusionieren, der "Alte Markt", also der heutige DAX oder MDAX, sollte in London gehandelt werden, der "Neue Markt" in Frankfurt. Der NEMAX-Nachfolger TecDAX steht heute bei etwa 815 und der "alte" DAX bei 6.700 Punkten. Die Blasenbwegungen haben sich über Immobilien u.a. zuletzt den Rohstoffen zugewandt. Dotcom ist z.Z. nicht das große Thema.
Zum Thema
"Die grauen Zahlen im Text entsprechen den Seitenzahlen der im Impressum genannten Buchausgabe." Toll dass ich auf der letzten seite das rätsel gelöst bekomme, was die geheimen grauen zahlen bedeuten. Hatte unzählige male draufgeklickt und gedacht es wären fussnoten oder fragen der leser. :-) Mir hat dein roman gut gefallen, sascha. Ich hab ihn gerade eben, wie versprochen als test am strand, auf einem fast unertäglich spiegelnden ipad, zuendegelesen. Ich spüre immer noch flashback-schauer auf meinem leicht sandigen rücken. Du hast den aufreibenden aber auch faszinierenden agenturalltag gut getroffen. Auch die dualität von einerseits ausgenutzten milchkuhkunden und andererseits skrupellosen auftrag(an)gebern, die ohne vertrag agenturen trotzdem zur vorleistung bringen, ist treffend. Zum börsengang irrsinn und speziell zu inkubatoren, die dotcomics (sehr gut) mit geschäftszweck "börsengang" züchten sollten, hätte ich mich gerne noch ein wenig mehr amüsiert. Strandgrüsse von av.
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Zusätzliche Informationen

Sascha Lobo wurde am 11. Mai 1975 in Berlin geboren.

Sascha Lobo im Netz:

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