Sascha Macht

 2.9 Sterne bei 8 Bewertungen

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Der Krieg im Garten des Königs der Toten

Der Krieg im Garten des Königs der Toten

 (8)
Erschienen am 15.02.2016

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thursdaynexts avatar

Rezension zu "Der Krieg im Garten des Königs der Toten" von Sascha Macht

Es mundet nicht
thursdaynextvor 2 Jahren

Optik und Klappentext waren äußerst lockend, hielten aber nicht was ich mir von dem Roman versprach. Der Humor fängt mich nicht ein, Stil und Sprache sind gelungen, dennoch plätschert das Geschehen um den antriebslosen jugendlichen Protagonisten der miese Horrorfilme liebt, uninteressant daher. Skurrilität reicht nicht um zu fesseln, man sollte auch an die Leser, denken beim Erzählen, sie erfreuen und umwerben, ihnen zumindest Appetithäppchen hinwerfen. Hier bin ich vorzeitig, hungrig vom Tisch aufgestanden, ohne Interesse dafür was der Autor mir noch servieren wird. 

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Bücherwurms avatar

Rezension zu "Der Krieg im Garten des Königs der Toten" von Sascha Macht

einfach schräg
Bücherwurmvor 2 Jahren

Also als Debüt wünsche ich mir immer mal eine neue Erfahrung!
In "Der Krieg im Garten des Königs der toten" von Sascha Macht ist nicht nur der Titel außergewöhnlich, sondern gleich der gesamte Plot.
Protagonist ist Bruno, grade 17 Jahre alt geworden, auf einer Insel wohnend, die offenbar irgendwo liegt und vulkanischen Gesteins, dem Untergang entgegensieht.
Seine Eltern sind mit dem Bus in die Stadt gefahren und nie wiedergekehrt und wer jetzt glaubt, es starte eine Suche und es entfalte sich ein spannender Thriller, der irrt.
Bruno kommt gar nicht auf die Idee zu suchen, zu sehr ist er mit seinen Horrorfilmen beschäftigt, und wenn dieses buch eins getan hat, dann mein Interesse an Horrorfilmen zu wecken.
War mir nie bewusst, dass so viel Psychologie in oft tumben Angststreifen steckt, Bruno hat ein Wissen und ein Einblick, wie ich es nie erwartet hätte.
Und so gestaltet sich der Roman. 
Sehr gut geschrieben, das Lesen machte mir wirklich großen Spaß, entpuppte sich das Buch als ein großer schräger Roman!
Man bekommt Einblick in einer reale Fantasiewelt, nichts ist so abstrus, dass es unwirklich wird, und trotzdem hatte ich oft das Gefühl, ich lese das Buch durch eine Brille der Drogenfantasien.
Nichts wird greifbar, alles bleibt an den Rändern verschwommen und trotzdem tummeln sich sehr interessante Themen in den wenigen Kapiteln.
Ich fand das Buch sehr faszinierend! Der Schreibstil ist toll, es hat auch eine gewisse Spannung, tauchen bei Bruno doch verschiedene Menschen auf. Seine unverblümte, kindlich- unerschrockene Art, mit gewissen Themen umzugehen, hat er doch eine recht einseitige Bildung durch die Horrorfilme, war schon hier und da eine Bereicherung.
Ich glaube, dieses Buch eignet sich für diverse Re-reads, man wird immer neue Facetten entdecken.

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Jetztkochtsies avatar

Rezension zu "Der Krieg im Garten des Königs der Toten" von Sascha Macht

Alles andere als trivial...
Jetztkochtsievor 2 Jahren

Puhu...einmal tief durchatmen und nachdenken, bevor ich mitteile, was mir zu dem Buch so einfällt. Denn erstmal ist das nicht viel oder doch eine Menge, ehrlich, ich weiß es nicht. Sascha Machts Roman hat mich verwirrt, verstört, brüskiert und läßt mich am Ende ratlos zurück.

Aber beginnen wir vorne. Zunächst bin ich bei dem Klappentext eigentlich von einem irgendwie abgefahrenen Coming of Age Roman ausgegangen, etwas ähnlich abgedrehtes wie Augusten Burroughs "Krass", eher weniger hatte ich dieses hochanspruchsvolle und wirklich komplizierte Stück Text erwartet, das ich letztlich geliefert bekam.

Bereits auf den ersten Seiten wurde klar, Coming of Age spielt hier keine Rolle, hier hat sich jemand sprachlich und gedanklich ausgetobt und testet aus, wie weit er gehen kann. Nun dafür schätze ich den Dumont Buchverlag, dass er eben auch solchen Autoren eine Möglichkeit zur Veröffentlichung bietet, Autoren, die sicher nicht die breite Masse ansprechen, sondern die verstören, irritieren und die nicht in der Lage sind einfach eine Geschichte von Anfang bis Ende zu erzählen, sondern die Kapriolen drehen müssen, rückwärts sprechen und dazu eine brutale harte und sexualisierte Sprache benutzen, die ganz bestimmt nicht bestsellertauglich ist. Sascha Macht ist ein solcher Autor, nicht eine Seite dieses Buches konnte ich lesen, ohne dass sich meine Augenbrauen hoben und ich dachte: "och wirklich?" Zeitweise verlangte es mir nach den Genußmitteln, die der Autor beim Schreiben hoffentlich intus hatte, einfach um den Kopf nach diesen verschwurbelten Textstücken wieder in die Reihe zu bekommen. Interessanterweise hatte ich das Gefühl den Text besser zu verstehen, als ich gestern und vorgestern mit fast 40 Fieber im Bett lag.

Die Ottonormal-Leser steigen hier dann aus und sagen, warum tut man sich das an, eine Geschichte, die nicht richtig erzählt wird, eine Welt, die man nicht erklärt bekommt, Figuren, die man nicht begreifen kann, das wollen wir nicht. Gut, bitte gebt auf, zieht eurer Wege.
Ich schätze sowas ab und an wirklich sehr... es fordert mich heraus, es zieht meinen Geist beim Lesen auf eine andere Ebene, es gibt mir das Gefühl aus mir selbst heraus zu treten und in ein solches Buch zu schlüpfen. Dabei muß ich gar nicht begreifen, wie das alles sein kann, was Bruno erlebt, ob er träumt oder wach ist, ob er, diesen Gedanken konnte ich während des Lesens einfach nicht abschütteln, in Wirklichkeit gar tot ist und seine Erlebnisse einfache erdachte Begebenheiten, es reicht mir, mich an der Sprache und der Verrücktheit und Abgefahrenheit des Textes zu erfreuen. Dabei fällt mir jedoch niemand in meinem Freundes- oder Bekanntenkreis ein, der an diesem Buch die gleiche Freude hätte wie ich.
Diejenigen, die es genießen könnten, verstecken sich leider hinter einem gewissen Dünkel und verbieten jungen aufstrebenden Autoren ein solch experimentelles Stück Text, sie sollen erstmal was ordentliches Schreiben, bevor sie einen auf Kafka oder Joyce machen, musste ich mir schon bei meiner Empfehlung zu Dorothee Elmigers "Schlafgänger" anhören.
Warum sollte das so sein?

Warum sollte nicht auch ein junger Autor einfach mal Sätze bauen, die lang wie Autobahnen sind, Begebenheiten schildern, die surreal und hart sind, sich einer Sexualität bedienen, die abstoßend und keineswegs romantisch ist, eine Geschichte bauen, die gegen jede sinnvolle Regel des Schreibens verstößt?

Mir hat das Buch wirklich einiges abverlangt, zwischenzeitlich wollte ich immer mal kurz aufgeben, zuklappen, weglegen, interessiert mich nicht sagen und trotzdem hab ich weitergelesen. Ich möchte nicht behaupten, verstanden zu haben was Sascha Macht ausdrücken wollte, ich frage mich auch, ob er selbst wirklich einen tieferen Sinn hinter seinen Worten sieht, oder ob er grinsend mit einer Banane in der Hand irgendwo steht und sich über die Leser kaputt lacht, die versuchen, das da zu interpretieren, zu analysieren, zu verstehen.

All das ist aber egal, denn dieses Buch hat trotz aller Enttäuschung, eben keinen Coming of Age Roman in den Händen zu halten, irgendwie Spaß gemacht. Noch mehr Freude hätte es mir vermutlich bereitet, wenn meine cineastische Bildung im Bezug auf Horrorfilme etwas tiefergehender wäre, aber so ist mir vermutlich so manche Anspielung einfach durchgegangen.

Fazit: Keine Empfehlung für Leser von schönen Geschichten, aber eine Empfehlung für Wortakrobaten und Leser, die es zu schätzen wissen, wenn sie auch mal etwas nicht begreifen.

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