Sascha Macht Der Krieg im Garten des Königs der Toten

(8)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 6 Rezensionen
(2)
(2)
(0)
(1)
(3)

Inhaltsangabe zu „Der Krieg im Garten des Königs der Toten“ von Sascha Macht

Was tun, wenn man siebzehn ist und die Eltern über Nacht spurlos verschwinden, ohne eine Nachricht zu hinterlassen? Man übernimmt selbst den Abschluss seiner Erziehung – mithilfe der miesen Horrorfilme, die man vom 'schönen Hans' im Dorfladen geschenkt bekommt. Bruno Hidalgo hat jedoch noch ganz andere Probleme. Denn er lebt nicht nur in einem Provinznest, sondern auf einem riesenhaften Eiland, das infolge von Atomtests aus dem Ozean aufgestiegen ist. Die glanzvollen Gründerjahre sind vorbei, nun liegt die Inselgesellschaft am Boden. Rebellen marodieren, ausländische NGOs versuchen, die Bewohner mit dem Nötigsten zu versorgen, Antilopen weiden in der Savanne zwischen den Müllbergen einer zerbrochenen Utopie. Sascha Macht schickt seinen jungen Helden auf eine Reise durch diese schillernde, kühn erträumte Welt, die doch bedrohlich nah an unserer Realität gebaut ist. Er erzählt eine Geschichte über das Erwachsenwerden, die langen Schatten der großen Ideologien und die heilsame Kraft des Horrorfilms: sprachmächtig, klug und irre witzig. 'Wie hier einer mit der Eleganz des Motorsägenspezialisten aus dem Weltgeäst wilde, wilde, anarchische Literatur entastet, wie frei hier einer in das Realistische reinsägt, in das Symbolische, in das Absurde und Fantastische, ohne dass die Kette geölt werden müsste, ohne Rückschlag und auch ohne selbst die Bodenhaftung zu verlieren – das ist grandios, das ist doch grandios!' Saša Stanišić

Schräg, schräger, am schrägsten

— Bücherwurm

Abgebrochen nach knapp 80 Seiten, das war so gar nicht meins

— Bibliomania

Wirr und konfus

— Buecherlabyrinth

Verwirrt ins Buch gestartet und ebenso verwirrt beendet. Die obskure bis skurrile Geschichte hat sich mir gänzlich nicht erschlossen.

— seschat

Stöbern in Romane

Das Haus ohne Männer

Anfangs war ich doch verwirrt &skeptisch, aber im Laufe der Geschichte war die Verbindung der Frauen sehr wichtig. Ich liebe es.

Glitterbooklisa

Acht Berge

Welch ein berührendes Buch, das alle Fragen des Lebens so eindringlich und schön gearbeitet verhandelt - ein ganz große Empfehlung!

hundertwasser

Und jetzt auch noch Liebe

Eine gute Geschichte, an manchen Stellen etwas unrealistisch.

Traubenbaer

Lügnerin

Ein tolles Buch, ein merkwürdiges Ende

naninka

Birthday Girl

3.5 Sterne

AlinchenBienchen

Underground Railroad

Eine grandios geschriebene Abrechnung!

RubyKairo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Es mundet nicht

    Der Krieg im Garten des Königs der Toten

    thursdaynext

    16. April 2017 um 09:49

    Optik und Klappentext waren äußerst lockend, hielten aber nicht was ich mir von dem Roman versprach. Der Humor fängt mich nicht ein, Stil und Sprache sind gelungen, dennoch plätschert das Geschehen um den antriebslosen jugendlichen Protagonisten der miese Horrorfilme liebt, uninteressant daher. Skurrilität reicht nicht um zu fesseln, man sollte auch an die Leser, denken beim Erzählen, sie erfreuen und umwerben, ihnen zumindest Appetithäppchen hinwerfen. Hier bin ich vorzeitig, hungrig vom Tisch aufgestanden, ohne Interesse dafür was der Autor mir noch servieren wird. 

    Mehr
    • 3
  • einfach schräg

    Der Krieg im Garten des Königs der Toten

    Bücherwurm

    26. January 2017 um 23:12

    Also als Debüt wünsche ich mir immer mal eine neue Erfahrung!In "Der Krieg im Garten des Königs der toten" von Sascha Macht ist nicht nur der Titel außergewöhnlich, sondern gleich der gesamte Plot.Protagonist ist Bruno, grade 17 Jahre alt geworden, auf einer Insel wohnend, die offenbar irgendwo liegt und vulkanischen Gesteins, dem Untergang entgegensieht.Seine Eltern sind mit dem Bus in die Stadt gefahren und nie wiedergekehrt und wer jetzt glaubt, es starte eine Suche und es entfalte sich ein spannender Thriller, der irrt.Bruno kommt gar nicht auf die Idee zu suchen, zu sehr ist er mit seinen Horrorfilmen beschäftigt, und wenn dieses buch eins getan hat, dann mein Interesse an Horrorfilmen zu wecken.War mir nie bewusst, dass so viel Psychologie in oft tumben Angststreifen steckt, Bruno hat ein Wissen und ein Einblick, wie ich es nie erwartet hätte.Und so gestaltet sich der Roman. Sehr gut geschrieben, das Lesen machte mir wirklich großen Spaß, entpuppte sich das Buch als ein großer schräger Roman!Man bekommt Einblick in einer reale Fantasiewelt, nichts ist so abstrus, dass es unwirklich wird, und trotzdem hatte ich oft das Gefühl, ich lese das Buch durch eine Brille der Drogenfantasien.Nichts wird greifbar, alles bleibt an den Rändern verschwommen und trotzdem tummeln sich sehr interessante Themen in den wenigen Kapiteln.Ich fand das Buch sehr faszinierend! Der Schreibstil ist toll, es hat auch eine gewisse Spannung, tauchen bei Bruno doch verschiedene Menschen auf. Seine unverblümte, kindlich- unerschrockene Art, mit gewissen Themen umzugehen, hat er doch eine recht einseitige Bildung durch die Horrorfilme, war schon hier und da eine Bereicherung.Ich glaube, dieses Buch eignet sich für diverse Re-reads, man wird immer neue Facetten entdecken.

    Mehr
    • 2
  • Alles andere als trivial...

    Der Krieg im Garten des Königs der Toten

    Jetztkochtsie

    20. August 2016 um 16:14

    Puhu...einmal tief durchatmen und nachdenken, bevor ich mitteile, was mir zu dem Buch so einfällt. Denn erstmal ist das nicht viel oder doch eine Menge, ehrlich, ich weiß es nicht. Sascha Machts Roman hat mich verwirrt, verstört, brüskiert und läßt mich am Ende ratlos zurück.Aber beginnen wir vorne. Zunächst bin ich bei dem Klappentext eigentlich von einem irgendwie abgefahrenen Coming of Age Roman ausgegangen, etwas ähnlich abgedrehtes wie Augusten Burroughs "Krass", eher weniger hatte ich dieses hochanspruchsvolle und wirklich komplizierte Stück Text erwartet, das ich letztlich geliefert bekam.Bereits auf den ersten Seiten wurde klar, Coming of Age spielt hier keine Rolle, hier hat sich jemand sprachlich und gedanklich ausgetobt und testet aus, wie weit er gehen kann. Nun dafür schätze ich den Dumont Buchverlag, dass er eben auch solchen Autoren eine Möglichkeit zur Veröffentlichung bietet, Autoren, die sicher nicht die breite Masse ansprechen, sondern die verstören, irritieren und die nicht in der Lage sind einfach eine Geschichte von Anfang bis Ende zu erzählen, sondern die Kapriolen drehen müssen, rückwärts sprechen und dazu eine brutale harte und sexualisierte Sprache benutzen, die ganz bestimmt nicht bestsellertauglich ist. Sascha Macht ist ein solcher Autor, nicht eine Seite dieses Buches konnte ich lesen, ohne dass sich meine Augenbrauen hoben und ich dachte: "och wirklich?" Zeitweise verlangte es mir nach den Genußmitteln, die der Autor beim Schreiben hoffentlich intus hatte, einfach um den Kopf nach diesen verschwurbelten Textstücken wieder in die Reihe zu bekommen. Interessanterweise hatte ich das Gefühl den Text besser zu verstehen, als ich gestern und vorgestern mit fast 40 Fieber im Bett lag.Die Ottonormal-Leser steigen hier dann aus und sagen, warum tut man sich das an, eine Geschichte, die nicht richtig erzählt wird, eine Welt, die man nicht erklärt bekommt, Figuren, die man nicht begreifen kann, das wollen wir nicht. Gut, bitte gebt auf, zieht eurer Wege. Ich schätze sowas ab und an wirklich sehr... es fordert mich heraus, es zieht meinen Geist beim Lesen auf eine andere Ebene, es gibt mir das Gefühl aus mir selbst heraus zu treten und in ein solches Buch zu schlüpfen. Dabei muß ich gar nicht begreifen, wie das alles sein kann, was Bruno erlebt, ob er träumt oder wach ist, ob er, diesen Gedanken konnte ich während des Lesens einfach nicht abschütteln, in Wirklichkeit gar tot ist und seine Erlebnisse einfache erdachte Begebenheiten, es reicht mir, mich an der Sprache und der Verrücktheit und Abgefahrenheit des Textes zu erfreuen. Dabei fällt mir jedoch niemand in meinem Freundes- oder Bekanntenkreis ein, der an diesem Buch die gleiche Freude hätte wie ich.Diejenigen, die es genießen könnten, verstecken sich leider hinter einem gewissen Dünkel und verbieten jungen aufstrebenden Autoren ein solch experimentelles Stück Text, sie sollen erstmal was ordentliches Schreiben, bevor sie einen auf Kafka oder Joyce machen, musste ich mir schon bei meiner Empfehlung zu Dorothee Elmigers "Schlafgänger" anhören. Warum sollte das so sein?Warum sollte nicht auch ein junger Autor einfach mal Sätze bauen, die lang wie Autobahnen sind, Begebenheiten schildern, die surreal und hart sind, sich einer Sexualität bedienen, die abstoßend und keineswegs romantisch ist, eine Geschichte bauen, die gegen jede sinnvolle Regel des Schreibens verstößt?Mir hat das Buch wirklich einiges abverlangt, zwischenzeitlich wollte ich immer mal kurz aufgeben, zuklappen, weglegen, interessiert mich nicht sagen und trotzdem hab ich weitergelesen. Ich möchte nicht behaupten, verstanden zu haben was Sascha Macht ausdrücken wollte, ich frage mich auch, ob er selbst wirklich einen tieferen Sinn hinter seinen Worten sieht, oder ob er grinsend mit einer Banane in der Hand irgendwo steht und sich über die Leser kaputt lacht, die versuchen, das da zu interpretieren, zu analysieren, zu verstehen.All das ist aber egal, denn dieses Buch hat trotz aller Enttäuschung, eben keinen Coming of Age Roman in den Händen zu halten, irgendwie Spaß gemacht. Noch mehr Freude hätte es mir vermutlich bereitet, wenn meine cineastische Bildung im Bezug auf Horrorfilme etwas tiefergehender wäre, aber so ist mir vermutlich so manche Anspielung einfach durchgegangen.Fazit: Keine Empfehlung für Leser von schönen Geschichten, aber eine Empfehlung für Wortakrobaten und Leser, die es zu schätzen wissen, wenn sie auch mal etwas nicht begreifen.

    Mehr
    • 2
  • Ein ungwöhnlicher Roman

    Der Krieg im Garten des Königs der Toten

    Girdie

    03. April 2016 um 20:02

    Bruno Hildalgo, 17 Jahre alt, lebt auf einer Insel, die sich erst vor ungefähr 70 Jahren aus dem Ozean erhoben hat. Seine Eltern gehörten einer New-Age-Gruppe an und gründeten gemeinsam mit Gleichgesinnten am Ende der 1980er Jahre am Rand der großen Savanne das kleine Dorf Kajagoogoo (die 1980er Popwelt lässt grüßen) um sich den ständigen Wechseln in den politischen Machtverhältnissen zu entziehen. Vor mehr als einem Jahr sind Brunos Eltern über Nacht verschwunden. In der Folgezeit beschäftigt er sich mit dem aktuellen Tagesgeschehen. Sein großes Hobby ist das Filmen. Ein Bekannter von ihm schenkt beziehungsweise verkauft ihm Videokassetten mit Horrorfilmen, die er anderweitig in seinem Geschäft nicht verwenden kann. So wird Bruno zum Fan des Genres. Eines Tages begegnet er einer Familie, die in die Hauptstadt der Insel zu den Republikanischen Filmfestspielen reist. Fortan wächst bei Bruno der Wunsch es ihnen gleichzutun und er macht sich mit einer Tasche voller Horrorfilme auf den Weg.   Ob er dort ankommen wird, erfährt der Leser im Buch „Der Krieg im Garten des Königs der Toten“, dem Debütroman von Sascha Macht. So bunt illustriert wie das Cover ist auch der Inhalt des Buchs. Hier sei noch verraten, dass sich auch unter dem Schutzumschlag ein dekoratives Buch verbirgt. Mit einer überbordenden Fantasie erzählt der Autor die aberwitzigsten Szenen. Der Schreibstil lässt sich durchgehend flüssig lesen. Dem Erzählstrang hinterher zu kommen, erfordert jedoch eine gewisse Aufmerksamkeit des Lesers. Bruno erzählt seine Geschichte in der Ich-Form. Der Leser verfolgt seine jugendliche Wahrnehmung in vielen Dingen. Seine Gedanken ziehen oftmals Parallelen zu Horrorfilmen, die er gesehen hat und hin und wieder driftet er dadurch in eine Traumwelt ab. Sein Bekanntenkreis ist klein. Doch immer wieder begegnet er Personen, die ohne erkennbaren Grund plötzlich da sind, manchmal verschwinden Figuren auch einfach so. Natürlich interessiert Bruno sich dafür, wie und warum sie plötzlich in sein Umfeld geraten sind oder wieder fortgehen. Manchmal gibt es dafür vom Autor aber bewusst keine Erklärung und der Leser kann sich die Lücke nach eigener Vorstellung gestalten. Im Roman gibt es kaum etwas, was themenmäßig nicht ausgefüllt wird. Brunos Welt ist bunt und facettenreich, von der alltäglichen Lebensweise über politische Gesinnungen hin zu Liebe und Machtspielen. Manches Mal nimmt er kein Blatt vor den Mund ohne jedoch vulgär zu wirken. Seit seine Eltern verschwunden sind hat er gelernt, für sich selbst zu sorgen. Als er sich auf seine Reise begibt, beginnt für ihn ein wichtiger Lernprozess, wem er sein Vertrauen schenken kann. Freude und Enttäuschung liegen für ihn nahe beieinander, während um ihn herum verschiedene politische Gruppierungen der Inselbewohner um ihre Vormachtstellung kämpfen. Brunos Anliegen ist es, mit der Kunstform des Horrorfilms den Menschen Hoffnung auf eine Zukunft zu geben. Obwohl sich die Umgebung in der er aufwächst im Laufe der Zeit als unbeständig erweist und ihn eigentlich verzweifeln lassen sollte, stellt er sich seinem Schicksal mit stoischem Eigensinn und mutig entgegen. In den ungewöhnlichen Charakteren die der Autor schafft, glaubt man so manche bekannte Persönlichkeit und seine Handlungsweise ansatzweise zu erkennen oder auch nicht. Die Gedankenwelt Brunos ist teils so bizarr, die Situationen so ungewöhnlich und verdreht, dass sie den Leser auch erheitern und amüsieren. Man muss sich hierauf einlassen können und jedem wird die Geschichte nicht gefallen. Ich habe dieses wortgewandte und bildhafte Debüt gerne gelesen und empfehle es gerne an interessierte Leser ungewöhnlicher Roman weiter.

    Mehr
  • Wirr und konfus

    Der Krieg im Garten des Königs der Toten

    Buecherlabyrinth

    13. March 2016 um 22:01

    Bruno lebt auf einer Insel. Eines Tages kommen seine Eltern nach einem Ausflug nicht mehr nach Hause zurück. Er macht sich keine Sorgen und es scheint ihm auch komplett egal zu sein. Er schaut die miesesten Horrorfilme, die er auftreiben kann und die Zeit vergeht für ihn wie im Fluge. Wahrscheinlich ist dieses Buch genial, und nach einem ausgiebigen Literaturstudium würde ich es auch verstehen. Mehr noch würden ein paar anständige Flaschen Wodka helfen. Aber so konnte ich mit diesem Buch nicht viel anfangen. Für mich als nüchternen Laien hat das Buch sich wie die wirre Traumerzählung eines Kindes gelesen. Der Autor schiebt immer konfusere und unzusammenhängende Ideen nach. Nichts ist logisch. Es gibt nicht nur ein paar Ungereimtheiten, es passt gar nichts. Dabei ist es nicht so, dass es sich um fantastische Elemente handeln würde, oder sich die Geschichte mit Science-Fiction erklären könnte. Es bleibt nur die komplett chaotische und unzusammenhängende Welt der Träume. Dabei ist der Schreibstil durchaus sehr leicht verständlich. Nur der rote Faden oder die Logik hinter den Sätzen, die ist nicht so leicht zu finden. Spannend war die Geschichte nicht, wie sollen diese verworrenen Sätze auch fesseln, sie quälen höchstens und schläfern ein. Das Buch "Der Krieg im Garten des Königs der Toten" richtet sich an Freunde von wirren, konfusen Geschichten. Ich kann es nicht empfehlen.

    Mehr
  • Rausgeworfenes Geld

    Der Krieg im Garten des Königs der Toten

    seschat

    29. February 2016 um 12:33

    Ich habe schon viele Bücher aus verschiedenen Genres gelesen. Doch Sascha Machts Fiction-Werk "Der Krieg im Garten des Königs der Toten" hat alles Bisherige in den Schatten gestellt; leider nicht im positiven Sinne. Das ausgesprochen interessant gestaltete Cover, das stark an eine Landkarte erinnert, hat mich ehrlich gesagt dazu verführt, dieses Buch zur Hand zu nehmen. Die Geschichte des 17-jährigen Bruno Hidalgo, der eines Tages von seinen Eltern im südafrikanischen Dorf Kajagoogoo zurückgelassen wird, ist mehr als merkwürdig, um nicht zu sagen, ungemein obskur. Er flüchtet sich in die Welt der Horrorfilme, als seine Ersparnisse aufgebraucht sind, beginnt er nicht zu arbeiten, sondern reist in die Stadt und gabelt einen schwer verwundeten preußischen Soldaten auf, der ihn dann finanziell über Wasser hält. Weder Nachbarn noch der revolutionäre Staat helfen Bruno, der später mit einer irischen Familie in einen Wohnwagen steigt, um zum Filmfestival in der Großstadt zu gelangen. Doch vorher begegnet er einem einsilbigen Mexikaner, der ihn aus dem städtischen Kriegsherd befreit und mit ihm durch die Lande zieht... Mehr als einmal habe ich mir während der Lektüre ungläubig die Augen gerieben und mich zwingen müssen, das Buch nicht abzubrechen. Der Hauptprotagonist und Ich-Erzähler Bruno agierte mir insgesamt zu passiv und zu kindisch. Seine Sucht nach Horrorfilmen, die sich durch den gesamten Plot zieht, konnte ich nicht nachvollziehen und diese ödete mich regelrecht an. Alles gipfelte in dem Aha-Erlebnis in der Großstadt, als auf dem Filmfestival Brunos Film gezeigt wurde, für den bisher nur Skizzen entworfen wurden, den Bruno also gar nicht selbst gedreht haben kann - hä? War alles nur ein Traum? Bei Fiction-Texten kann man dies nicht immer so genau sagen. Den roten Faden habe ich bis zum Schluss vermisst. Zu vieles geriet durcheinander bzw. wiederholte sich. Wenn dieses Werk als Persiflage auf die Horrorfilmszene verstanden werden sollte, so kann ich mit dieser leider nichts anfangen. Sprachlich konnte ich dem Buch leider auch nichts abgewinnen. Der Stil war mir zu unpersönlich und zu verwaschen, also nicht wirklich greifbar. Die Dialoge waren lahm bis nichtssagend. FAZIT Ein Buch, mit dem ich bis zum Ende kämpfen musste und das sich mir trotzdem nicht erschlossen hat. Mehr noch, ich bin verwirrt zurückgeblieben und kann daher keine Leseempfehlung aussprechen. Das hätte ich von einem preisgekrönten Autor nicht erwartet.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks