Das Buch „Wie Staaten bankrott gehen“ wurde von Ray Dalio geschrieben und ist in der 1. Auflage im FinanzBuch Verlag erschienen. Die englischsprachige Version ist ebenfalls 2025 aufgelegt worden.
In der Finanzbranche ist Ray Dalio eine Leuchtfigur in etwa vergleichbar mit Warren Buffet, aber mit anderem Ansatz. Er ist Gründer des größten Hedgefonds weltweit und bekannt für seine meist zutreffenden Analysen zum Weltgeschehen. Seine Bücher sind weltweit nachgefragt und seine Stimme wird gehört.
Ray Dalio schildert in seinem Buch in vier Kapiteln wie die Wirtschaft eines Landes implodieren kann. Erst geht er auf den Schuldenzyklus an sich ein und widmet sich dann der Thematik, welche Abfolgen passieren müssen, damit Zentralbanken und Regierungen pleitegehen können.
Persönlich hat mir das dritte Kapitel „Rückblick“ am besten gefallen, weil Dalio darin auf bereits stattgefundene Ereignisse aus der meist nicht zu fernen Vergangenheit eingeht. Er streift dabei u. a. das Fiat-Währungssystem, die Auswirkungen der Pandemie, aber auch das, was Japans Wirtschaft und Verschuldung so einzigartig machte.
Das vierte Kapitel blickt in die von ihm erwartete Zukunft. Er analysiert anhand seiner Modelle die amerikanische Wirtschaft, vergleicht diese mit anderen Wirtschaftsräumen und zieht daraus seine Schlüsse. Viele dieser Schlüsse haben sich bereits als richtig herausgestellt, nicht immer zum Vorteil für die Welt.
Das Buch ist m. E. für Laien nur schwer verständlich. Ein ordentliches Maß an Wirtschaftskenntnissen sollte der Leser daher schon mitbringen, ansonsten wird die Lust am Lesen wahrscheinlich recht schnell abnehmen. Aber es ist ja auch ein Fachbuch. Für diejenigen denen die Wirtschaft grundsätzlich nicht fremd ist, ist es aber ein Buch, welches man gelesen haben sollte, um die aktuellen Geschehnisse besser einordnen zu können.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Der Autor arbeitet mit vielen Hinweisen, um die komplexe Thematik gut nachvollziehbar zu gestalten. Ich empfehle das Buch sehr gern weiter.




