In möglicherweise einer nicht allzu fernen Zukunft an der Küste Duisburgs leben Mara und ihr jüngerer Bruder Ben. Eine Flutkatastrophe biblischen Ausmaßes hat weite Landesteile überspült. Die Menschen sind größtenteils heimatlos, jede:r schlägt sich irgendwie durch. Die größte Sorgen gelten der Nahrungsbeschaffung und einem trockenen Schlafplatz. Um jeden Preis trocken bleiben oder vor Einbruch der Nacht trocken werden, lockt Feuer doch andere Menschen und damit Gefahr an.
Mara und Ben sehen keine Zukunft mehr am kargen Duisburger Hafen. Wie so viele machen sie sich auf den Weg nach Osten. Erzählungen über freundliche Gestalten, die Menschen in ihrer Verzweiflung helfen, denen Nächstenliebe noch ein Begriff ist, treiben die Kinder an. Ben ist bereit, an diese Hilfsbereitschaft zu glauben, die in Form eines Mannes namens Noah existieren soll. Maras tiefe Skepsis lässt sie vorsichtig sein gegenüber allen Fremden. Denn irgendwann gilt es, sich zu entscheiden - wem kann man trauen und wem nicht?
Ein Buchhändlerkollege hat mir dieses Buch empfohlen, als ich ihm sagte, dass mir Cormac McCarthys "Die Straße" ungemein gefallen hat. Atmosphärisch nicht ganz zu vergleichen mit dem genannten Titel, liegt der Charme von Sascha Pranschkes "Am Ende der Welt liegt Duisburg am Meer" eher im Regionalkolorit der Reise durch ein Ruhrgebiet, das keiner von uns wiedererkennt. Ein unterhaltsames und empfehlenswertes Buch!
Sascha Pranschke
Alle Bücher von Sascha Pranschke
Kölner Kulissen
Am Ende der Welt liegt Duisburg am Meer
Den Regen lieben
Neue Rezensionen zu Sascha Pranschke
Die Schauspielerin Paula Farkas hatte nicht vor, den Regisseur Vico Cramer zu erschlagen. Und doch ist er nun tot! Paula meint, alle verdächtigen Spuren beseitigt zu haben, aber sie hat nicht mit Hanna Sydow, einer engagierten Hauptkommissarin, gerechnet. Hanna hat das Gefühl, dass Paula ihr nur eine Rolle vorspielt, schliesslich ist sie Schauspielerin. Nicht nur die Polizei interessiert sich für Paula, nein, auch das organisierte Verbrechen…
Erster Eindruck: Ein grüner Brückenpfeiler auf dem Cover, dahinter unscharf der Kölner Dom – für mich ist das Cover zu schlicht.
Es ist für mich ungewohnt, dass schon zu Beginn einer Geschichte der Täter, bzw. in diesem Fall die Täterin, bekannt ist. Doch ich dachte mir, dass das spannend werden könnte. Die Geschichte wird aus mehreren Blickwinkeln erzählt: aus der Sicht von Paula, von Seiten der Polizei und dann noch von der Warte der Drogendealer aus.
Paula teilt wohl das Schicksal so vieler Schauspielkollegen: sie wartet und hofft auf ein neues, umwerfendes Filmangebot. Aber das ist schon lange ausgeblieben. Die Kommissarin Hanna hätte ich aufgrund der Beschreibungen deutlich älter eingeschätzt. Es war dann sehr überraschend für mich, dass sie ein kleines Kind hat und noch keine vierzig Jahre alt ist. Sie scheint unzufrieden zu sein. Zoltan, der Vertreter des organisierten Verbrechers, ist sehr stark kurzsichtig. Witzig, dass sein Hobby Schmetterlinge sind – etwas Liebliches, Filigranes. Er tritt betont höflich auf, was man von ihm nicht unbedingt erwarten. Doch er kann selbstverständlich auch anders…
Es war nicht ganz einfach, dass etliche Personen auftraten, die schlussendlich doch keine grosse Rolle spielten. Manchmal wurden diese zudem mit dem Vornamen genannt, später dann mit dem Nachnamen. Es ist mir nicht gelungen, den Namen immer auf Anhieb der richtigen Person zuzuordnen. Die Hauptthemen sind das Filmwesen, Drogen, Erpressung. Lokalkolorit war meines Erachtens wenig bis gar nicht vorhanden – der Krimi hätte an jedem beliebigen Ort spielen können. Auch fehlte mir die Spannung. Der Ausgang der Geschichte war für mich merkwürdig, vor allem in puncto Hanna. Mehr kann ich dazu nicht sagen, ohne zu spoilern. Von mir erhält der Fall 3 Sterne.
Gespräche aus der Community
Liebe Leserinnen und Leser,
in meiner Leserunde könnt Ihr einen Blick hinter die Kulissen der Film- und Fernsehwelt werfen. Zusammen mit dem Emons Verlag verlose ich 15 Exemplare meines neuen Krimis „Kölner Kulissen“.
Zum Inhalt: Es war nicht Paulas Absicht, den Regisseur Vico Cramer zu erschlagen. Und trotzdem liegt er jetzt tot vor ihr. Zwar kann die Schauspielerin alle belastenden Spuren vom Tatort beseitigen, doch sie hat nicht mit der Hartnäckigkeit con Hauptkommissarin Hanna Sydow gerechnet. Die ehrgeizige Ermittlerin ist ihr schon bald auf den Fersen, aber sie ist nicht Paulas einzige Verfolgerin. Auch das organisierte Verbrechen hat sie im Visier. Als sie schließlich von einem Unbekannten erpresst wird, eskaliert die Situation – und Paula muss die Rolle ihres Lebens spielen...
Der Roman unterläuft das übliche „Who-done-it“-Muster. Im Vordergrund steht nicht polizeiliche Ermittlungsarbeit, sondern die Frage, wie die Täterin mit ihrer Situation umgeht!
Wenn ihr psychologische Thriller mögt und zum Lachen nicht in den Keller geht, bewerbt euch bis spätestens Donnerstag, 28.3., indem Ihr mir euer Lieblingszitat aus einem Film schreibt!
Falls Ihr das Buch schon habt, dürft Ihr natürlich auch gern an der Leserunde teilnehmen.
Ich bin schon sehr gespannt auf eure Meinung und freue mich auf die gemeinsame Leserunde!Viele Grüße
Sascha Pranschke
PS: Wer bei einer Lesung aus "Kölner Kulissen" dabei sein möchte, kann z.B. am 18. April um 20 Uhr ins Hallmackenreuther kommen (Brüsseler Platz/Belgisches Viertel, Köln). Weitere Lesungstermine findet ihr auf meiner Website: www.pranschke-schreibt.com
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