Der alles entscheidende Kampf steht bevor. Fieberhaft bereiten sich die Menschen in Or auf den Angriff des Erhabenen vor, während Mikail in Wolnosch um Hilfe bittet. Doch wieder einmal haben sie ihren Feind unterschätzt: Tiru zeigt nicht nur seine List, sondern auch seine Rücksichtslosigkeit. Alle Vorbereitungen scheinen umsonst – ein Blutbad scheint nicht zu verhindern.
Eine lange Reise geht zu Ende – und hinterlässt Spuren
Ein weiterer Untertitel des Buchs und das gilt nicht nur für Loris, Mikail und ihre Gefährten – auch für mich ging mit dem 12. Band der Reihe die Reise zu Ende.
Der Tyrann Tiru hat eine riesige Armee um sich versammelt, um die Städte zu unterwerfen. Ohne die Unterstützung der Freien sind diese dem bevorstehenden Angriff hilflos ausgeliefert. Mikail lässt nichts unversucht, um den Großen Rat in Wolnosch davon zu überzeugen, Hilfe nach Or zu senden – keine ganz leichte Aufgabe, denn die Freien halten sich für sicher, weiß Tiru doch nichts von der Existenz Wolnoschs und die Clans können sich in den Weiten des Landes verbergen. Dann erreicht sie die Nachricht, dass Tirus Armee nicht nach Or zieht.
Was diesen Abschluss so besonders macht, ist die wichtige Botschaft, die Sascha Raubal immer wieder mitschwingen lässt. Es geht nicht nur um Krieg und Überleben, sondern vor allem um Toleranz, Freundschaft und Vergebung.
Ein Satz, der mich besonders berührt hat und den der Autor von Dr. Michael Blume übernehmen durfte, bringt die wichtigste Botschaft der Geschichte auf den Punkt:
„Wir haben eine gemeinsame Zukunft, oder wir haben gar keine.“
Gerade in diesen Worten steckt die ganze Bedeutung der Reihe – und sie sind heute genauso wichtig für die reale Welt wie für die Waldländer, Freie und Städter. Zusammen bereichern sie sich, gegeneinander steht jeder im Notfall für sich allein.
Gerade wenn es Verrat und Verlust gibt, merkt man, wie schwer es ist, zu vergeben. Doch genau darin liegt die große Stärke dieser Geschichte: Sie erinnert uns daran, dass in jedem Menschen ein Funke Güte steckt, der entdeckt werden will. Sascha Raubal zeigt aber auch die dunklen Seiten des Menschen – Rache, Hass und Zweifel begleiten einige Protagonisten ständig, zu tief sitzt der Schmerz über erlittenes Unrecht und anerzogene Verhaltensweisen. Das macht die Geschichte so glaubwürdig und echt.
Die Freundschaft zwischen den Gefährten, ihr gegenseitiges Vertrauen und ihre Bereitschaft, füreinander da zu sein aber sind das Herz der Geschichte. Sie zeigen, dass Zusammenhalt und Mitgefühl auch in den schwersten Zeiten Hoffnung geben können.
Für mich ist dieser Abschlussband ein würdiges, gefühlvolles und nachdenklich machendes Ende, das nicht nur die Geschichte rund macht, sondern auch die wichtigen Themen des Lebens anspricht. Wer sich auf diese Reise einlässt, erlebt nicht nur spannende Abenteuer, sondern lernt auch viel über Menschlichkeit, Vergebung und die Kraft des Guten.















