Sasha Abramsky

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Alle Bücher von Sasha Abramsky

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Sasha AbramskyDas Haus der zwanzigtausend Bücher
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Das Haus der zwanzigtausend Bücher
Das Haus der zwanzigtausend Bücher
 (17)
Erschienen am 23.10.2015
Sasha AbramskyMadiba
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Madiba
Madiba
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Erschienen am 29.01.2014
Sasha AbramskyObamas Geheimnisse
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Obamas Geheimnisse
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Erschienen am 21.04.2010
Sasha AbramskyInside Obama's Brain
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Inside Obama's Brain
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Erschienen am 01.12.2009
Sasha AbramskyBreadline USA
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Breadline USA
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Erschienen am 02.04.2011
Sasha AbramskyHard Time Blues
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Hard Time Blues
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Erschienen am 01.01.2002
Sasha AbramskyThe House of Twenty Thousand Books
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The House of Twenty Thousand Books
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Erschienen am 01.09.2015
Sasha AbramskyThe American Way of Poverty: How the Other Half Still Lives
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The American Way of Poverty: How the Other Half Still Lives

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Xirxes avatar

Rezension zu "Das Haus der zwanzigtausend Bücher" von Sasha Abramsky

Interessant, aber unschön zu lesen
Xirxevor 9 Monaten

Chimen Abramsky war ein bemerkenswerter Mann. Klein an Statur, dafür umso größer an Wissen und Gelehrsamkeit. Geboren Anfang des letzten Jahrhunderts in Minsk, erlebte er als Sohn des berühmten Rabbis Yehezkel die Verwerfungen des letzten Jahrhunderts besonders deutlich. Als sein Vater in eines von Stalins Arbeitslagern deportiert wurde, flüchtete die Familie nach London, wo sie nach der Haftzeit wieder zusammenfanden. Yehezkel wurde Vorsitzender des Londoner Rabbinatsgerichtes (Beit Din), einer sehr konservativ ausgerichteten Institution, während Chimen eines der führenden Mitglieder der Kommunistischen Partei Englands wurde, trotz der Erfahrungen in seiner Familie. Doch in den 60er Jahren gelingt es auch ihm nicht mehr, über die Greueltaten und den Antisemitismus der Sowjetunion hinwegzusehen. Er verlässt die Partei schweren Herzens und der neue Schwerpunkt seines Interesses ist nunmehr die Judaica und die jüdische Geschichte.
In dieser gesamten Zeit, also fast sein ganzes Leben, las Chimen nicht nur Alles, was er zu diesen Themengebieten finden konnte, er sammelte auch sämtliche Ausgaben, Manuskripte und Dokumente, deren er habhaft werden konnte. Das Haus von ihm und Mimi, seiner Ehefrau, quoll über von Gedrucktem - und dennoch war immer Platz für Gäste, die jeden Abend zahlreich erschienen und von Mimi verköstigt wurden; Gäste, die von der Aussicht auf geistreiche Diskussionen und Streitgespräche angelockt wurden, aber auch von Mimis guter Küche.
Ein wirklich außergewöhnlicher Mensch, über den sein Enkel Sasha Abramsky, der Autor, dieses Buch geschrieben hat. Es ist keine chronologische Erzählung, stattdessen durchschreitet Sasha A. das Haus Zimmer für Zimmer und berichtet, welche Bücher dort verwahrt wurden. Doch für eine Biographie wäre das etwas wenig und so werden anhand der jeweiligen Bücher Situationen und Abschnitte aus Chimens abenteuerlichem Leben erzählt.
Sasha A. hat einen wirklich schönen Schreibstil, es ist eine Freude seine Worte und Sätze zu lesen. Doch was das Vergnügen deutlich trübt, sind diese endlosen Namen, Fremdwörter und Geschehnisse, die teilweise wie Perlen an einer Kette aufgereiht werden. Beispielsweise auf Seite 143: In 15 Zeilen werden 12 Personen namentlich aufgeführt, von denen 10 nicht wieder im Buch erscheinen. Oder Seite 165: Jarmulkes, Haggadot, Seder. Irgendwo weiter vorne wurden die Begriffe kurz erklärt, aber bei der Vielzahl konnte ich sie mir leider nicht merken. Zudem liebt es der Autor, thematisch hin- und herzuspringen: Von privaten zu geschichtlichen Ereignissen, von kulturellen zu politischen Erklärungen - und das teilweise mit einer solchen Menge von Namen und Jahreszahlen, dass ich die betreffenden Passagen nur noch quer gelesen habe.
Schade, denn so empfinde ich dieses Buch über diesen wirklich interessanten Menschen als lediglich durchschnittlich. Sein Enkel hätte mehr über ihn als beispielsweise über den Kommunismus schreiben sollen ;-)

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BuecherKaterTees avatar

Rezension zu "Das Haus der zwanzigtausend Bücher" von Sasha Abramsky

IN EINEM HAUS VOLLER BÜCHER!!
BuecherKaterTeevor 2 Jahren

–  lebten die Großeltern des britischen Journalisten Sasha Abramsky. Abramskys Großvater hatte einer der größten Privatsammlungen Englands zusammengetragen. Die Bücher, Manuskripte, Handschriften und Briefe in der Sammlung des Großvaters waren ein Abbild der gesellschaftlichen Diskussionen und politischen Verläufe in Europa.

Eine derart umfangreiche Sammlung baute Chimen Abramsky, 1916 in Minsk geboren, Sohn eines bekannten orthodoxen Rabbiners im Laufe seines Lebens auf. Chimen Abramsky musste Revolution, Bürgerkrieg, Pogrom, Diktatur, den 2. Weltkrieg und Emigration erleiden. In England arbeitete er als Antiquariatsbuchhändler, später dann, aufgrund seiner enormen Fachkenntnisse, als Berater bei Sotheby`s. Später lehrte chimen Abramsky als Professor für Geschichte und jüdische Studien.

Sasha Abramsky, in Amerika lebender Autor und Journalist, beschreibt in seinem Buch "Das Haus der zwanzigtausend Bücher" die kleine Doppelhaushälfte im Norden Londons, in der seine Großeltern lebten und beschreibt, dass diese Universalbibliothek mit einzigartigem Inhalt  ein politikgeschichtliches Denkmal war.  Jeder Raum, "mit Ausnahme von Badezimmer und Küche", war vom Boden bis zur Decke mit Regalen mit doppelten Bücherreihen vollgestopft. Der Boden war unter Bücher- und Zeitungsstapeln kaum zu sehen.

Die Sammlung beinhaltete in Vitrinen Hunderte der seltensten sozialistischen Bände und Schriften – Bücher mit Marx‘ handschriftlichen Notizen, Abhandlungen von Trotzki, das Typoskript der Doktorarbeit von Rosa Luxemburg, Dokumente zur Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert. Über die einzelnen Räume verteilten sich vor allem Kostbarkeiten der Bereiche sozialistischer und jüdischer Geistesgeschichte, darunter Erstausgaben von Spinoza und seltene Talmudausgaben.

Chimen Abramsky sagte von sich, als er 90 wurde:

"Mein einziges Vergnügen besteht darin, ohne Unterlass zu lesen."

Sasha Abramsky bringt nicht nur mit der Schriften Sammlung seines Großvater zum Staunen, er verknüpft in der Schilderung seiner jüdischen Familiengeschichte die Stränge gesellschaftlich - politischer Entwicklungen in Europa des vergangenen Jahrhunderts.

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S

Rezension zu "Das Haus der zwanzigtausend Bücher" von Sasha Abramsky

Das Haus der zwanzigtausend Bücher
siseivor 3 Jahren

Chimen Abramsky der 2010 hochbetagt starb, hat im Laufe seines Lebens am die zwanzigtausend Bücher gesammelt  und eine der bedeutendsten Privatsammlungen geschaffen. Sein Enkelsohn führt uns ins dieses Haus am Hillary und beschreibt eindrucksvoll und mit sehr viele Liebe und Respekt die einzelnen Räume in denen sich die vielen Bücher, Manuskripte und Originalausgaben befinden. Viele kluge Köpfe und Denker waren Gäste in diesem Haus, liebevoll bewirtet und bekocht von seiner Großmutter. Wenn man mit Sasha Abramsky durch dieses Haus geht kann man förmlich die alten Bücher riechen. Eine Heimat für das geschriebene Wort. Ein wundervolles Buch und es erweckt die Sehnsucht noch mehr Bücher zu besitzen.

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