Die Juliette Society

von Sasha Grey 
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Die Juliette Society
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Positiv (10):
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Klasse geschrieben. Sehr tolle und authentische Sexszenen. Leider gegen Ende sehr unrealistisch und nervig.

Kritisch (31):
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Hmmm naja.

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Inhaltsangabe zu "Die Juliette Society"

DIE EROTIK-SENSATION

Die Filmstudentin Catherine hat ein Geheimnis: einen lang gehegten Traum, der Ursprung aller ihrer sexuellen Fantasien ist. Einen Traum voller Begierden, für die sie sich schämt. Dieser Traum wird immer lebendiger, er ist erfüllt von wildem, orgiastischem Sex und hält schließlich Einzug in ihren Alltag. Eines Abends trifft sie in einem Club auf einen Mann, der sie in eine fremde Welt entführt. Und bald tritt sie der exklusiven Juliette Society bei, einer Geheimgesellschaft, in der sie ihre tiefsten und dunkelsten Fantasien auslebt. Doch wer dieser Welt beitritt, für den gibt es kein Zurück mehr.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453676831
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:08.12.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.09.2013 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    bauerhepeters avatar
    bauerhepetervor 2 Jahren
    The Juliette Society - das Phänomen Sasha Grey

    Schlechte erotische  Romane  und Filme haben kaum oder nur eine dünne Handlung und reihen viele austauschbare oberflächliche Sexszenen aneinander.  Die  Handlung tragende Charaktere werden nur schwach  ausgearbeitet und hinterlassen wenig bis gar keinen bleibenden Eindruck beim Lesen und  Zuschauen Auch  Figuren von Werken die  nunmal  sexuelles Verlangen  und dessen individuell geartetes Ausleben zum Thema  machen und/oder  breiten Raum zugestehen   haben zusammen mit ihren bezahlenden  Konsumenten  das unbeschriebene Recht  darauf , dass man sich die Mühe  macht sie tiefergründig und lebendig  zu gestalten.Leider gibt es viel zu viele von Ihnen.

    Gute erotische Filme  und Romane haben eine nicht vorgesehene ,  oft spannende und nicht alltägliche Story zu bieten und verbreiten kunstvoll eine prickelnde erotische Stimmung. .Da können Elemente des Krimi und Thrilerhaften mit eingebaut  weden .wir können in  Zeiten der  Zukunft und der Vergangenheit erotisch anziehend  reisen  oder  sexuell attraktiven Fantasiewesen begehnen. Auch einem persönlich befremdlich wirkende sexuelle Aktivitäten  können  interessant und  literarisch  anspruchsvoll und ausgereift  dargestellt werden  und müssen   nicht automatisch gleich abstoßend auf einen wirken . Vielmehr  sind sie  auch Möglichkeiten  Neugier zu wecken,Toleranz zu üben  ,Vorurteile abzubauen  ,seinen Horizont zu erweitern oder auch nur   die  bisherige Ablehnung zu  bestätigen oder gar noch zu verstärken.Leider gibt es viel zu wenig von ihnen.
    Der  Roman "  THe Juliette Society  der amerikanischen Expornodarstellerin SASHA Grey gehört definitiv nicht dazu. denn er kann leider  mit keiner der obengenannten benötigten Vorzügen für einen guten erotischen Roman punkten. Ausserdem enttarnt er sich schnell als  Trittbrettfahrer auf dem Shades of Greyzug .Die Namensgleichheit und der Zeitpunkt boten sich  nahezu an .Auch wenn Shades of Grey heruntergebrochen " nur  " eine  adaptierte Fanfictionfabel ist  so hat sie vielmehr einzunehmende  Klarheit und Dynamik als dieses Buch. Grey und ihr schlaues Management ziehen mal wieder   Bewährtes , unten  noch  genaues Aufgeführtes durch und machen sich damit aber keine neuen Freunde btw Leser die dies  zweifellos  durchschauen.

    "  Was ich mache ist Kunst.Ich bin halt eine Performance - Künstlerin " . Mein Körper und  meine Stimme  sind meine Spielfelder die ich bewußt dafür einsetzte. " Selbstbewußte  Statements  der  Autorin    aus  zahlreichen vorliegenden  Interviews die immer wieder uns  eine für sie  erfolgreich angewandte  Strategie deutlich vorführen . Erotische Filme sind spätestens seit  dem Riesenverbreitungskanal  Internet  Massenware die ruckzuck  heutzutage überall uns erreichen wie Sms   und Emails -.Erotische Romane sind seit dem  Lostreten durch den Erfolg  Shades of Grey ebenso eine " Massenlesebewegung " geworden die an den Hype um Vampirromane nach  dem Auftauchen  von Stephanie Meyer erinnern und  sich ebenso  gut vermarkten lassen . Deswegen ist es  wichtig schon frühzeitig  in vielen Formen und Möglichkeiten  .die die  moderne Vermarktungswelt  jedem  anbietet ,sich bleibend abzuheben aus der Masse damit  man  als Erotikromanschreiberin  mit seinen Ergüssen mitschwimmend  auf der Shades of Greywelle nicht dauernd im Papierkorb der Verlagen  landet. In Zeiten wo 100.00 Dvds aus diesem Genre jährlich einschlägische  Videothekenecken und Pornoseiten erreichen  und Los Angeles Pornoindustrie .die größte der Welt in einem eher prüden  Land , Umsatzzahlen vorlegt  die viele Firmenbosse im benachbarte Hollywood neidisch werden lässt muß es Priorität sein   schnellstmöglichst  sich abhebende Individualität zu zeigen ,egal wie und mit welchen Mitteln , um nicht zu der Masse der  Darstellerinnen zu gehören  .die aufgegabelt  .kaum volljährig in irgendwelchen Discos auf dem Lande, in  dieser  Branche  innerhalb kurzester    Zeit menschenverachtend   verheizt werden. Dieses Bild einer Darstellerin ,die womöglich  noch von ihrem Agenten  betrogen wird, sich Geschlechtskrankheiten  von  egozentrischen Drehpartner einfängt und abends   nach einem Arbeitstag nach hause gefahren werden muss weil  es  ihr schmerzender durchgevögelter Körper nicht  mehr allein zur Bushaltestelle schafft  hatte Sascha Grey nicht vor Augen als sie  gerade 18 geworden  mit  eigenen Jobersparnissen ins Mekka der  Pornoindustrie zog  . Ihr schwebte eher ein rascher Aufstieg zur Bekanntheit  vor der ihr mehr Verhandlungsmacht beim Tauziehen  um Gagen  und beserer Behandlung brachte  und denn erreichte sie auch  dank neuer  Ideen und  medienwirksamer Radikalität.Ihren Arbeitswunsch hatte sie schon sehr früh  in ihrer Teenagerzeit entgegen eines katholischen Umfelds vehement propagiert  angeblich  mit der Erklärung ihre sexuelle Wünsche dort am besten ausleben  zu können . Dort angekommen legte  sie innerhalb von  5 Jahren als Newcomerin  eine beachtliche Karriere hin  immer mit  den bewährten  Mitteln  der aneckenden Radikalität  und dem Versuch ihrem  Treiben einen tiefgründigeren  Anstrich  sogar mit Bezügen zur  Politik ,Philosiphie und Kunst zu geben. Augestattet mit der nötigen Intelligenz und einem guten Schulabschluss sowie  Schauspielunterricht hat man es ihr  bis heute abgenommen dass  in ihren Bücher und Dvdregal  Schwieriges  und Anspruchsvolles      zu stehen scheint und der Branche durch sie  entscheidend  neu definiert wird.Die Branche hat sie natürlich  nicht  revolutioniert aber sie war das dreckige  ,coole und intellektuell vorzeigbare  Pornogirl  von dem sie auch heute nach ihrem  Ausstieg  zehrt. Ein Sinnbild vieler wüsten  erotischen Fantasien der Männer  total versaut  .alles mitmachend und dich dabei Saetre zitierend anschreiend. Etwas verspätete Intellektuelle  Punkretorte für diese Branche.In Zeiten , wo  jedes Tennagergirll bettelnd und nervend  den Eltern  in den Ohren  lag mit  der Bitte endlich ihren Körper trendpassend mit Piercings und Tattoos  schmücken zu dürfen  , kam sie ohne daher. Als es schon überall  üblich   war seine Intimhaaare individuell  wegzurasieren hüpfte sie natürlich   demonstrativ  buschig  durch die  zahlreichen Betten . Es  gab natürlich keine interviews  zu  ihrem Tun  ohne eine   leider nur angerisseene " Kunstperformanceverhüllung. " Nach  einigen Jahren  mit  über 200  Hardcore produktionen ,wo  man natürlich  standesgemäss  gleich mit  Orgien und Analverkehr einsteigen mußte ,war dann vorerst Schluss. Sascha  Grey erinnerte sich wahrscheinlich   an den weisen Satz der besagt daß es besser ist zu gehen wenn   Kenner sagen   wie  schade  es sei  schon so früh aufzuhören als  wenn überal in den Medien  spekuliert  wird , wann  man denn endlich überfällig aufhöre . Solche  Abschiede  sind  oft   mit einem Abstieg einhergehend  der  Medikamentenmißbrauch . Drogen oder Alkohol und Beziehungsscheitern beinhaltet. Heute  ist  sie  abgezogen von der aktiven Pornofront und lebt ihren Porn  halt indirekt  als Autorin ,Schauspielerin  und Musikerin aber mit  den gleichen Methoden und Mitteln wie  in ihrer aktiven  Drehzeit.Auf die  Masse als Konsument abzielend aber nur nicht zur ihr gehören wollend :D

    Kein Grund aber jetzt sich dem Phänomen " SASHA GREY "  nach dem  ernüchternden  Romanausflugr   allgemein abzuwenden  und dabei andere Veröffentlichungen  ihrerseits oder mit  ihr zu übersehen. In ihren Tennagerjahren nahm  sie  nämlich Schauspieluntericht - leider kein  Untericht im Bereich " Kreatives Schreiben " - was ihr es erleicherte  in einigen Filmprojekten - einer Dokumentation und einem Spielfilm von Soderbergh berücksichtigt zu werden.Ob nach ihren soliden Debüts eine längere  anerkannte  Schauspielerkarriere jetzt ansteht werden die  nächsten Jahre uns bestimmt zeigen denn  die erst  jährige wird  auch wie andere  weiterhin  ihr Geld verdienen  müssen.
     "  Girlfriend  Experience - Aus dem Leben eines Luxuscallgirl "  lautet  die  verheißungsvolle  Überschrift ihres  ersten Spielfilms . Viele ,die  sie kennen ,  der männliche  Anteil  wird   definitiv überwiegen ,  werden wahrscheinlich  auf  erotische Szenen wie die folgenden  hoffen : eine  den  Jugendlichen vor Ort überlegene frühreife  Sascha   zieht  ihnen  zur  Entjungferung lieber einen Gangbang mit ihren Lehrern vor. Vor ihrer Abreise nach Los Angeles verabschiedet sie sich gebührend von einigen Nachbarn und  auch die Fahrerin  des Autos das sie mitnimmt , kommt auf ihre Kosten durch einen Cunnilingus während der Fahrt.Weit gefehlt und sowas von weit . denn  beim  Durchschauen der Filminformation haben wir den Namen des federführenden Regisseur übersehen .Steven Soderbergh ,der sich  immerhin  für Ocean Eleven mit George Clooney ,Erin Brockovic mit Julia Roberts und Traffic mit Michael Douglas  verantwortlich zeigt  ,hat auch wie manch andere das rote Schild " Vorsicht Falle " deutlich gesehen.Ein Film mit einer nackten Sacha in  verschiedenen Sexszenen  wenn auch hier  vielleicht autobiograhisch  gefärbt ,der dann  in einer weichgespülten Softpornoversion daherkommen muß ?  Ein Film mit einer  Person ,deren Körper Millionen von Menschen in und auswendig kennen und die es auch mal mit 20 Partner und Partnerinnen treibt und dabei nichts auslässt  ?.Eine Person im Mittelpunkt , die   erst die Grenze bei Sex mit Toten ,Tieren und Kindern  setzt. ? Aber  Sonderbergh wäre nicht erfolgreich wenn er nicht zu einem großen Sprung über die ausgelegte  tückische Falle ansetzten würde und uns mit einen innovativen  kleinen Indiefilm konfrontiert der den Titel nicht  selten zu einem Beziehungsfilm innerhalb  der amerikanischen  Finanz  und Immobilienkrise herunterbricht . Wir sehen eine Sasha die  anstatt Blowjobs innige   freundschaftliche Umarmungen verschenkt und ihre Zunge  mal zum Bereden von Problemen  benötigt.Sie öffnet Ohren für ihre durch die Finanzkrise gebeutelten reichen Kunden  anstatt ihre reizvollen Schenkel. Diese Krise hat die USA voll im Griff , Präsident Obama versucht  zusammenbrechende Banken zu retten , Luxusautohändler warten  gelangweilt auf Kunden, bei Tiffany  ist kaum noch was los und   viele Casinos sind halbleer.Auch das  Luxusgallgirl  und besonders  ihr  weniger verdiendender Freund Chris bekommen dies deutlich zu spüren was   ihre eh schon komplizierte Beziehungsgeschichte noch weiter belastet .Denn  Celsea alias Sasha Grey  bietet einen speziellen Escortservice an . der neben  den üblichen Sexdienstleistungen auch das Komplettpaket  " Freundinsein"  beinhaltet. So  reisen wir automatisch   durch New Yorks Restaurantwelt , lauschen  intimen Gesprächen  mit   verunsicherten Kunden  und Freundinnen, sind dabei wenn gegenseitig therapiert  wird und   erleben schmierige Erotikwebseitenbewerter die ihre Macht versuchen zu mißbrauchen. Insgesamt eine interessante stimmige Sache wobei es anfangs etwas dauert die natürlich vielen auftauchenden Männern richtig zu zuordenen und sich an versteckter Produktwerbung  bei der Buchführung  des Callgirls zu gewöhnen .D
    Stimmig kommt auch  die deutsche Dokumentation " 9 to 5.  Day in  Porn  " rüber  ,die reportagenartig wichtige und  erfahrene Figuren  im Räderwerk der Pornoindustrie  Amerikas wo die meisten Pornos hergestellt werden , breitgefächert vorstellt.Auch hierher hat es natürlich Sasha Grey wie in Musikvideos von Eminem  neben  anderen Darstellern ,Produzenten,Agenten.Kameramänner und Regisseure  gebührend geschafft .
    Resümierend kann man  abschliessend sagen ,dass einige Jahre Schauspieluntericht sowie Arbeit vor der Kamera  mit den richtigen Leuten an  der Seite eigentlich gute Vorraussetzungen  sein sollten seinen  zukünftigen  Arbeitsplatz  bei interessanten Filmprojekten zu sehen und zu finden. Als gute und erfolgreiche Romanschreiberin  an einem Schreibtisch  sehe ich sie leider nicht was   auch  an der vergebenen Punktzahl abzulesen  ist.Ihre anderen Projekten können aber getrost mit dem Dreifachen bewertet werden. Wer aber grundsätzlich bessere erotische Romane finden will  mag sich vvielleicht unserer Lbgruppe EROTISCHE WELTEN  anschließen. Schliesslich geht  bekanntlich gemeinsam vieles leichter und erfolgreicher. :D Danke

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    WNatalieWs avatar
    WNatalieWvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hmmm naja.
    Tolles Buchcover aber die Geschichte undurchsichtig.

    Ich habe mir mehr von diesem Buch erhofft aber leider wurde ich enttäuscht, schade vielleicht wird das nächste zu diesem Thema besser.

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    LeseBlicks avatar
    LeseBlickvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, welches mich leider so gar nicht fesseln konnte. Eine sehr oberflächliche Geschichte! Schade
    Ein erotischer Roman mit wenig Tiefgang

    Inhaltsangabe
    Die Filmstudentin Catherine hat ein Geheimnis: einen lang gehegten Traum, der Ursprung aller ihrer sexuellen Fantasien ist. Einen Traum voller Begierden, für die sie sich schämt. Dieser Traum wird immer lebendiger, er ist erfüllt von wildem, orgiastischem Sex und hält schließlich Einzug in ihren Alltag. Eines Abends trifft sie in einem Club auf einen Mann, der sie in eine fremde Welt entführt. Und bald tritt sie der exklusiven Juliette Society bei, einer Geheimgesellschaft, in der sie ihre tiefsten und dunkelsten Fantasien auslebt. Doch wer dieser Welt beitritt, für den gibt es kein Zurück mehr.

    Meine Bewertung
    In meiner Rezension möchte ich zuerst auf die Protagonistin Catherine eingehen. Catherine ist eine junge Studentin, die das Buch aus ihrer Sicht erzählt und am Anfang ist mir der Erzählstil vor allem deshalb positiv aufgefallen, weil sie Themen anspricht, über die man sich im Allgemeinen eher weniger Gedanken macht. Dazu zählt zum Beispiel das Thema „Cumshot“, was in der Pornobranche Fotos oder Filmausschnitte sind, die den Samenerguss des Mannes festhalten. Catherine machte sich darüber Gedanken, wer bitte auf „Cum“ und nicht auf Come“ (das engl. Wort für kommen) gekommen ist. Ich musste wirklich oft über ihre Herangehensweise an manche Themen schmunzeln. Aber manche Gedankengänge wurden einfach ein wenig in die Länge gezogen und zu eingehend betrachtet. Aber ihre offene Art mochte ich.

    „Wir sind alle Freaks. Insgeheim. Im Bett. Hinter verschlossenen Türen. Wenn niemand zusieht.“ (S. 204)

    Catherine hat einen Freund, hegt aber heimlich sexuelle Fantasien zu ihrem Dozenten. Bei jeder Vorlesung schweifen ihre Gedanken ab. Anfangs ist es interessant zu verfolgen, aber irgendwann flacht es ab. Während der Vorlesung trifft Catherine dann auf Anna, eine Mitstudentin und durch Anna taucht sie ab in eine, ihr bisher unbekannte Welt.

    Anna stellt ihr zwielichte Personen vor, meist tätig in der Sexbranche und daraus resultiert, dass ihr immer klarer wird, dass sie sich nach mehr sehnt, als nur nach der Beziehung zu Jack. Sobald sie alleine ist, schweifen ihre Gedanken in eine Art Tagtraum ab und im Verlauf des Buches war es für mich schwer zwischen Realität und Tagtraum zu unterscheiden. Der Fehler lag nicht an den Übergängen, sondern darin, dass Catherine einfach nur noch geträumt hat! Hinzu kam, dass ihr Freund Jack Abstand von ihr nahm, weil er ihre Veränderungen bemerkte und viele Situationen da waren, in denen Catherine allein war.

    Als Catherine dann das erste Mal mit Anna auf einer Sexparty war, geschah es um sie.

    „Aber die Tatsache ist die: Ich habe meinen Freund betrogen. Den Mann, den ich liebe, den ich heiraten und mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen will. Ich habe ihn nicht mit dem Kopf betrogen. Ich habe ihn mit meinem Körper betrogen. Und es hat sich gut angefühlt.“ (S. 210)

    Den Kontrast den die Autorin hier in Hinsicht auf die Sexpartys bzw. Lokalitäten einbrachte, war meiner Meinung nach nicht geglückt. Zuerst finden wir Catherine in der „Fuck Factory“ wieder. Ein Club mit Technomusik und schmierigen Typen. Und dann haben wir als Gegensatz „Die Juliette Society“, ein Club mit Stil, in dem nur Reiche verkehren und deren Privatsphäre immer, z.B. durch Masken geschützt wird. Und aufgrund des Covers hätte ich mir das ganze Buch über so etwas gewünscht. Denn gerade dieses „mit Stil“ und „geheimnisvolle“ hat seinen Reiz! Leider kam das zu kurz.
    Positiv bleibt, dass Grey einen Bezug zum Titel und auch zum Cover herstellen konnte, denn die Szene auf dem Cover kam haargenau im Buch vor.

    Mit dem Ende konnte ich mich dann so gar nicht arrangieren. Aber hier verrate ich nicht so viel. Catherine fand sich in einer Welt wieder, die sich nicht nur mit dem Thema Sex beschäftigt, einige andere Themen flossen da mit ein.

    Fazit
    Ein erotischer Roman für zwischendurch. Leider mit zu wenigen erotischen Szenen. Die Handlung hatte meines Erachtens wenig Tiefgang und wurde nur sehr oberflächlich erzählt. Gerade, weil die Autorin aus dieser Branche kommt, habe ich mehr erwartet. 

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    Mizuiros avatar
    Mizuirovor 4 Jahren
    Die Juliette Society - "Story of O" für Arme

    Ich mag Sasha Grey. Ich finde, sie wirkt wie eine intelligente Frau und ich dachte, dass sie künstlerisch einiges drauf haben könnte, sozusagen. Ich hatte recht hohe Erwartungen.
    Den Klappentext habe ich vorher nicht gelesen und mich auch sonst nicht über das Buch informiert. Ich dachte wohl auch, die Autorin habe genug von der Pornoindustrie und ich hatte mich auf eine Geschichte gefreut, die mich literarisch anspricht und mitreißt. Und so.

    Und, ich sage es gerade heraus: Meine Erwartungen wurden enttäuscht. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

    Die Handlung ist nur mäßig spannend. Eigentlich passiert so gut wie gar nichts. Es gibt einen Punkt gegen Ende, an dem ich mit einer spannenden Wendung gerechnet habe, damit, dass noch irgendetwas einschlägiges passiert. Aber falsch gehofft. Die Handlung verfolgt ihren eingeschlagenen Weg weiter und das, was von Anfang an bereits klar war, wird eben noch einmal veranschaulicht. Und Punkt und Aus und Ende, einfach so.

    Die Figuren sind auch nicht besonders beeindruckend. Die Protagonistin scheint in Ordnung zu sein, bietet genug Identifikationspotential um nicht während des Lesens einzuschlafen, aber das wars auch schon. Die meisten Figuren bleiben nur oberflächlich beschriebene Randfiguren ohne tiefere Zeichnung. Sie sind für die Handlung (die es eigentlich sowieso nicht gibt), nicht wirklich wichtig.

    Alles scheint darauf ausgerichtet zu sein, Leser und LeserInnen das Gefühl zu vermitteln sie würden einen Pornofilm sehen. Detaillierte und unnötige Beschreibungen von Körperteilen und -flüssigkeiten, von - für manchen vielleicht inspirierende - Ideen und Varianten der körperlichen Liebe. Schriftlicher Porno. Es scheint, als wären die Figuren nur deshalb so langweilig und die Handlung nur deshalb so uninteressant, damit möglichst viel Platz bleibt für solche Beschreibungen. Um zu provozieren, zu inspirieren, sich auszutoben... oder wozu auch immer. Jedenfalls fand ich das eher langweilig und enervierend.
    Und das liegt nicht daran, dass ich prüde bin, ich halte es nur absolut nicht aus, wenn die Sexualität in Büchern über den literarischen Anspruch gestellt wird. Man kann das doch auch kombinieren, Leute! De Sade hat es geschafft, aus seinen Büchern philosophisch relevante Werke zu machen. Die Juliette Society mag das vielleicht versuchen, scheitert aber kläglich, indem die philosophischen Ansätze nur Platitüden sind. Eine Story of O für Arme, mit philosophischen Überlegungen, die auch ein Zehnjähriger hinbekommen könnte. 

    Die intertextuellen Verweise wirken, als wolle die Autorin intelligent und gebildet klingen, spulen dabei aber nur Basiswissen und Klischees ab, wie es schlimmer kaum sein könnte. So wird zum Beispiel Kubrick erwähnt (natürlich im Bezug auf Eyes Wide Shut) und Freud (natürlich nur im Bezug auf seine "frauenfeindliche" Sexualtheorie).. und so weiter und so fort. Die Anspielung auf de Sade im Titel wird gleich auf den ersten Seiten erklärt und es erscheint mir, als würde die Autorin ihren LeserInnen diese Assoziation nicht selbst zutrauen. Deshalb folgt auch gleich eine grausige Beschreibung De Sades angeblicher Persönlichkeit über die man vielleicht schmunzeln muss, aber nicht ohne sich ein bisschen fremdzuschämen.

    Das einzig Positive, was ich dem Buch abgewinnen kann, ist, dass der Schreibstil recht flüssig ist und es sich gut und schnell lesen lässt. Ist aber auch nicht schwer, wo ein durchschnittlicher Satz in Die Juliette Society aus etwa fünf Worten besteht. Ganz gelungen fand ich außerdem die Verschwimmung von Realität und Traum im Roman. Aber das wars auch schon.

    Vielleicht war ich beim Lesen zu sehr auf die Autorin (und das Bild, das ich von ihr hatte) fixiert, vielleicht waren auch meine Erwartungen zu hoch, aber trotzdem. Ich kann dem Buch einfach nicht mehr als einen Stern geben. Dazu war es einfach zu lanweilig.



    Kommentare: 1
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    Ronnes avatar
    Ronnevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Klasse geschrieben. Sehr tolle und authentische Sexszenen. Leider gegen Ende sehr unrealistisch und nervig.
    Entgegen anderer Meinungen

    Da mir Bücher wie Shades of Grey nichts geben, werder inhaltlich, noch sprachlich und erst recht nicht sexuell, bin ich sehr begeistert von der Juliette Society.
    Es geht um Catherine, eine Filmstudentin, die ihre Sexualität nicht so ausleben kann wie sie es gerne möchte, bis sie Anna kennenlernt. Diese führt sie in Kreise, in denen Lust und Sex die Überhand gewinnen und gibt sich dem hin. Die Sexszenen werden äußerst authentisch beschrieben.
    Für einen Erotikroman ist die Sprache sehr gut. Man kann nicht einfach über die Seiten fliegen und weiß trotzdem was darin vorkommt, sondern muss sie lesen, was eindeutig ein Vergnügen ist. Man merkt dass die Autorin selbst viel spaß an sex hat und nicht nur irgendwas schreibt. Auch hat sie eine Ahnung über die Filme und Bücher die in dem Buch beschrieben werden.
    Leider finde ich das Ende dann doch enttäuschend und langatmig. Trotzdem lohnt es sich dieses Buch zu lesen.
    Eher für Heyne Hardcore als für Shades of Grey Fans.

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    Little-Cats avatar
    Little-Catvor 5 Jahren
    Der absolute Reinfall!

    Rezension zu dem Buch „Die Juliette Society“ von Sascha Grey


    Buchdetails

    Erscheinungsdatum Erstausgabe : 23.09.2013

    Aktuelle Ausgabe : 08.10.2013

    Verlag : Heyne HC

    ISBN: 9783453268869

    Fester Einband: 320 Seiten

    Sprache: Deutsch


    Zur Autorin:

    Sasha Grey, geboren 1988 in Sacramento, Kalifornien, arbeitete nach der Highschool als Bedienung und entschloss sich 2005 ins Pornogeschäft einzusteigen. Mit 18 Jahren dreht sie ihren ersten Porno und wurde in der Branche schnell zur erfolgreichsten Porno-Newcomerin aller Zeiten. Mittlerweile hat sie in mehr als 200 Hardcore-Filmen mitgespielt. Außerdem war sie in Jens Hoffmans vielgelobter Kino-Doku „9 to 5 Days In Porn“ zu sehen. Mit ihrer Hauptrolle für Steven Soderberghs „The Girlfriend Experience“ hat sie in den USA endgültig den Wandel zur Schauspielerin vollzogen. Außerdem ist sie als Musikerin unter dem Namen aTelecine aktiv. Für Furore sorgte ihr Engagement als Botschafterin der Tierschutzorganisation PETA, für die sie nackt posierte.

    Quelle: Heyne Verlag



    Zum Inhalt:

    Cathrine hat einen seit langen unerfüllten Traum. Sie schämt sich für Ihren Traum. Denn er ist voller Begierden. Sie träumt von wilden Orgien und Sex.

    Eines Tages trifft Sie einen Mann, der sie in die Juliette Society einführt. Dort kann sie alle Ihre Fantasien ausleben.


    Meine Meinung:

    Das Cover gefällt mir gut. Mann vermutet nicht gleich ein erotisches Buch.


    Mit dem Inhalt allerdings kam ich überhaupt nicht zurecht. Leider war der Schreibstil absolut verwirrend. Ich war mir nie genau sicher was Cathrine gerade träumt und was Wirklichkeit ist. Aber beides konnte mich nicht wirklich fesseln. Ich musste mich wirklich durch das Buch „arbeiten“. Selten das ein Buch so schlecht bei mir ankommt.


    Mit den Charakteren konnte ich mich auch nicht anfreunden, da es ein einziges Wirrwarr war. Ich wurde nicht wirklich warm mit Cathrine. Ich konnte mich nicht in Sie hinein versetzen.


    Die erotischen Szenen haben mir auch nicht wirklich gefallen. Es war für mich sehr ordinär geschrieben. Es war einfach etwas „zu viel“ . Auch die Menge hätte etwas weniger sein können.


    Mein Fazit:

    Dieses Buch war für mich der absolute Reinfall. Ich war selten so enttäuscht von einem Buch. Dabei hatte ich mich sehr darauf gefreut. Da hilft auch kein schön reden. Ich vergebe deswegen auch nur 1 von 5 Sternen!


    Weitere Infos zum Buch findet Ihr hier:

    http://www.randomhouse.de/search/Presse/Buch/Die-Juliette-Society-Roman/Sasha-Grey/pr433803.rhd

    Kommentare: 1
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    Vampir_Addicts avatar
    Vampir_Addictvor 5 Jahren
    Leider nichts meins ...

    Inhalt:

    Catherine, Filmstudentin im sechsten Semester, ist jung, schön und experimentierfreudig. Sie mag Sex und hat unendlich viele Fantasien wie sie ihre Nächte verbringen möchte. Ihre Träume handeln von unerfüllten Wünschen beim Sex mit mehreren Männern und viele begierige Augen, die sie dabei anschauen. Ihren besten Sex hatte sie mit ihrem derzeitigen Freund Jack, der jedoch immer weniger Zeit für sie und ihren Körper zu haben scheint. Catherines Sexfantasien steigern sich ins unendliche und ihre neue Bekanntschaft zu Anna trägt nicht weniger dazu bei, dass sie ihre Nächte in geheimen Sex-Ensembles verbringt.

    Doch Catherine kann nicht ahnen, dass ihr die Reichen und Schönen nicht nur viele unendlich schöne Momente verschaffen wollen.


    Die Charaktere:

    So richtig weiß ich gar nicht, was ich von Catherine halten soll. Schön an ihr fand ich, dass sie immer wieder versucht, sich mit Jack - ihrer großen Liebe – zusammenzuraufen, auch wenn dieser sich oft sehr desinteressiert zeigt. An einigen Stellen, hat die Zurückweisung von Jack wirklich wehgetan und war völlig unverständlich. Dass sie sich dann jedoch auf viele sexuelle Erlebnisse einlässt, kann ich da nicht verstehen, auch wenn sie immer wieder beteuert, dass sie Jack liebt und ihr Leben mit ihm verbringen möchte. Was Catherine hier macht, ist vielleicht für mich betrügen für sie jedoch das Ausleben ihrer geheimen Fantasien. Doch auch sie erkennt im Laufe der Geschichte ihre Fehler, was ich ihr positiv anrechne.

    Ihre Zuneigung zu ihrem Dozenten fand ich überhaupt nicht ansprechend sondern eher widerlich, vor allem nach dem man erfährt auf was er denn beim Sex abfährt. Auch einige andere Dinge, welchen sich Catharine so bereitwillig hingibt, klangen für mich nicht nach erotischer Erfüllung, aber dies sollte jeder Leser für sich selbst bewerten.


    Meine Meinung:


    Als ich das erste Mal den Klappentext zu „Die Juliette Society“ gelesen hatte, war eines sofort klar für mich: Ich muss dieses Buch lesen. Die ersten Seiten, hatten mich auch schon gleich überzeugt, doch nach weiteren zwei bis drei Kapitel, wurde die Geschichte für mich doch etwas langatmig und nicht wirklich interessant.

    Das Buch weist einige tolle erotische Szenen auf, doch genauso viele sind vulgär und für mich persönlich sehr pervers geschrieben, worüber ich nicht lesen muss und möchte.

    Die Geschichte wird aus der Sicht unserer Hauptprotagonistin erzählt, welche mal ganz sympathisch erscheint, dann aber wieder sehr merkwürdig, wo man nicht weiß ob sie träumt oder ob diese Szene jetzt wirklich passiert. Ihre Handlungen konnte ich wenig nachvollziehen.

    Das Ende des Buches, hat mich dann noch einmal wirklich überrascht, da ich mit einem solchen Ausgang der Geschichte nicht gerechnet habe.


    Fazit:

    Ich hatte mir eine völlig andere Geschichte vorgestellt, denn die, welche der Klappentext versprach, kam nicht wirklich zu Tage. Denn dieser Verspricht eine Geschichte über eine geheime Sexgesellschaft, doch die Szenen, in denen es dann tatsächlich um die „Juliette Society“ geht, konnte ich an einer Hand abzählen.

    Mich konnte dieses Buch leider nicht überzeugen und es wird leider was anderes versprochen, als es dann wirklich gibt. Leider nur zwei von fünf Fledermäusen.

    Kommentare: 2
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    thelexxxs avatar
    thelexxxvor 5 Jahren
    Schuster, bleib' bei deinen Blowjobs.

    Ich will gar nicht lang um den oft zitierten heißen Brei herumreden. Eigentlich sollte man Sasha Grey dankbar sein, denn mit "Die Juliette Society" ist der ehemaligen Porno-Actrice ein Denkmal, nein, was sag ich, ein Mahnmal gelungen, erinnert es uns doch schmerzhaft an vieles, das Literatur nicht sein sollte. Jetzt immer nur auf der Vergangenheit Marina Hantzis, so Greys bürgerlicher Name, herumzureiten, mag unfair erscheinen, aber es entspricht doch schließlich genau dem Kalkül, welches sich die Autorin, ihr Management und ihre Verleger selbst zu eigen machen, denn ohne die Pornovergangenheit Sasha Greys hätte diese Sammlung an Papierverschwendung vermutlich nicht einmal einen Platz in der Kummer gewohnten Erotikliteraturlandschaft gefunden.

    Sasha Grey mag, gemessen an den meisten ihrer ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, sicherlich etwas Besonderes sein, interessiert sie sich doch so herzzerreißend für Filmgeschichte, beschäftigt sich mit Philosophie, liest fast ununterbrochen und vergöttert avantgardistische Musik vergangener Jahrzehnte. Der Kunst, der Kunst, ja der Kunst habe sich dieser gebildete Sonderling im Körper eines scharfen Dirty-Girls verschrieben. Und auch ich habe ihr geglaubt, als der Rolling Stone vor ein paar Jahren Sasha Grey mit einem Interview und einer Feature-Story mit einem weltweiten Publikum bekannt zu machen versuchte.

    Und so ist es im Lebenslauf der äußerst ambitionierten Grey nur natürlich, dass nach der Pornokarriere und dem ersten Foto-Buch "Neü Sex" nun mit "Die Juliette Society" auch endlich ein Roman aus ihrer Feder erschienen ist. Ich will ehrlich sein, ich war gespannt! Sofort, nachdem ich davon gehört habe, drängte ich mich bei den Damen und Herren der Random-House-Abteilung "Heyne Hardcore" auf, um ein Rezensionsexemplar zu ergattern - und dank des ganzen PR-Zirkus, ausgelöst durch das Erscheinen Sasha Greys auf der diesjährigen Buchmesse, stand es um die Kapazitäten wohl so günstig, dass mir innerhalb weniger Tage eines zugesandt wurde.

    Doch leider wird bereits nach zwei gelesenen Seiten eines bittere Gewissheit: Ein Image kann kein Buch schreiben, denn nur ein richtiger Mensch mit all seinen Facetten ist hierzu in der Lage. Sasha Grey ist nicht mehr als ein Image. Die fade und völlig von jeglicher Tiefe befreite Story um die Filmstudentin Catherine, die in den Strudel ihrer eigenen Fantasien gerät, während sie sich mit einer ominösen Sex-Geheimgesellschaft einlässt, hätte nun wirklich auch auf die Rückseite eines Sex-Shop-Kassenbons gepasst, stattdessen bekommt der Leser in dieser auf 320 Seiten aufgeblähten Fick-Schmonzette jede Menge angeberisches Namedropping quer durch die Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts, haufenweise aufgesetzen Palahniuk-Slang, Sexszenen, die schocken sollen, die meiste Zeit jedoch eher nerven, und einen so handlungsleeren Plot, wie eher einem von Sasha Greys alten Filmen angemessen wäre. 
    Permanent drängt sich einem das Gefühl auf, man wird beim Lesen dieses Ergusses um sexuelle Unter- und Überwerfung lediglich Zeuge des Versuches vonseiten Greys, das eigene Profil zu schärfen, was hier jedoch meisterlich in die Hose geht, denn die Hülle ist dünn. Zu offensichtlich kokettiert sie mit dem eigenen Image, stets jedoch, ohne wirklich etwas zu sagen zu haben. Laberig, langweilig und eingebildet, vor allem aber ohne jede Leidenschaft, dümpelt "Die Juliette Society" langsam vor sich hin und lässt mich, gerade nach den teilweise doch ganz guten Kritiken, voller Unverständnis zurück. "Die Juliette Society" ist nämlich einfach nur ein schlechtes Buch.

    Ganz zu schweigen von der Prosa Greys, die sich mitunter dann so liest: "Ich sehe Anna, die mitten in einer großen, düsteren, nasskalten, schmutzigen, unheimlichen Lagerhalle an eine Kloschüssel auf einem Betonsockel gekettet ist" oder "Ich weiß nicht, ob ich Anna ficken oder sie retten will". Da muss ich schon fast lachen. Wem hierbei die Hand in die Hose gleitet, der hat es wirklich nicht anders verdient. Und wer hier eine fantastisch künstlerische Meta-Ebene vermutet, der ebenfalls nicht. Ich habe schon schlechtere Bücher gelesen, aber bestimmt nicht all zu viele.

    Auch zu lesen auf: buchpiraten.blogspot.com

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    Anne1984s avatar
    Anne1984vor 5 Jahren
    Die Juliette Society

    Die Juliette Society ist ein exklusiver Sex Club für die upper-Class. Eine junge Filmstudentin gerät durch Zufall über ihre Freundin Anna in diesen Club, grade als es in ihrer eigenen Beziehung kriselt.

    Ohne genau zu wissen wo sie sich sexuell selbst sieht ist der Club eine Mixtur aus Spannung und Erotik in der sie sich erst mühsam einfindet um dann festzustellen, was sie selbst will.

    Leider Gottes langatmig und lahm in der Umsetzung ist das Buch weit hinter den Erwartungen gelandet.

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    chaosbaerchens avatar
    chaosbaerchenvor 5 Jahren
    Sex im Untergrund

    Ich bin total enttäuscht von dem Buch. Ich hatte mir nach dem Videoclip, in dem die Autorin betont, sich von unrealistischen Romanen wie Shades of Grey und Konsorten durch Realismus abzugrenzen, wirklich mehr versprochen als diese wirre Geschichte. Im Grunde geht es um eine Studentin, die fest liiert ist mit einem Gleichaltrigen, der allerdings ihren sexuellen Bedürfnissen nicht mehr gerecht wird. Die Beziehung kriselt, aber das will sie nicht wahrhaben. ganz im Gegenteil zieht sie zunehmend ihr eigenes Ding durch. Zunächst freundet sie sich mit einer Kommilitonin Anna an, die etwas mit dem Professor am laufen hat, für den auch sie sehr schwärmt und der ihre sexuellen Phantasien seit jeher beflügelt hat. Über Anna lernt sie skurrile Typen kennen und lernt eine Art Schattenwelt kennen, in der die Reichen und Mächtigen ihren sexuellen Perversionen freien Lauf lassen, anonym versteht sich. Erst läuft es unter dem Begriff Fuck Factory, später nennt es sich "Juliette Society". Letztlich unterscheiden sich die beiden aber nicht nennenswert, aber da kann ich mich auch irren. Als Anna verschwindet, macht sich die Protagonistin auf die Suche nach ihr und begibt sich selbst in Gefahr. Ich frage mich, ob ich wirklich wissen will, wie es "im wahren Leben" läuft und ob mir da nicht Geschichten wie Shades of Grey besser gefallen. Ich fand die Beschreibungen zum Teil mehr als pervers und brutal und wusste zum Teil nicht mal, ob das jetzt nur ein Traum oder Wirklichkeit sein sollte, so extrem und unwirklich schien es mir. Ich weiß auch nicht, was mir das Buch sagen will. Dass es solche geheimen Zusammenkünfte wie bei "Eyes wide shut" tatsächlich gibt und die wirklich Reichen und Mächtigen dort ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen? Dass es in Wahrheit noch gefährlicher, brutaler, korrupter und perverser zugeht als in dem Film mit Tom Cruise und Nicole Kidman? Wer will denn das wissen?? Naja, für mich war das Buch jedenfalls eine herbe Enttäuschung.

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