Saskia Bontjes van Beek

Lebenslauf von Saskia Bontjes van Beek

Saskia Bontjes van Beek, geboren 1958, hat in Hamburg und Paris Romanistik und Kunstgeschichte studiert. Sie übersetzt aus dem Englischen und Französischen und hat unter anderem Colette, Julien Green, Margaret Forster, Denis Thériault, Elene Gorokhova sowie Gertrude Stein ins Deutsche übertragen. Sie lebt in Neustadt an der Weinstraße.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Saskia Bontjes van Beek

Cover des Buches Siebzehn Silben Ewigkeit (ISBN: 9783423217019)

Siebzehn Silben Ewigkeit

 (106)
Erschienen am 13.10.2017
Cover des Buches Goodbye Leningrad (ISBN: 9783423142731)

Goodbye Leningrad

 (18)
Erschienen am 01.12.2013
Cover des Buches Das Lächeln des Leguans (ISBN: 9783423248235)

Das Lächeln des Leguans

 (18)
Erschienen am 01.11.2010
Cover des Buches Die Verlobte des Briefträgers (ISBN: 9783423261647)

Die Verlobte des Briefträgers

 (10)
Erschienen am 08.12.2017
Cover des Buches Isa & May (ISBN: 9783596194728)

Isa & May

 (7)
Erschienen am 22.05.2014
Cover des Buches Miranda (ISBN: 9783596182022)

Miranda

 (3)
Erschienen am 04.02.2011
Cover des Buches Mich gibt es nicht (ISBN: 9783423249478)

Mich gibt es nicht

 (1)
Erschienen am 01.12.2012
Cover des Buches Russisches Tattoo (ISBN: 9783423145602)

Russisches Tattoo

 (0)
Erschienen am 05.05.2017

Neue Rezensionen zu Saskia Bontjes van Beek

Cover des Buches Goodbye Leningrad (ISBN: 9783423248822)engineerwifes avatar

Rezension zu "Goodbye Leningrad" von Elena Gorokhova

Leningrad durch russische Augen betrachtet ...
engineerwifevor einem Jahr

Wow, beeindruckend! Nachdem ich mich anfangs ein wenig wunderte, wie die ganzen Lobeshymnen im Netz so zustande gekommen sind, war es mir spätestens nach dem ersten Drittel klar. Mit klaren Worten und einer unwahrscheinlichen Authentizität lässt uns Lena an ihrem Leben in der ehemaligen Sowjetunion, im speziellen in Leningrad, teilhaben. Während sie sich im ersten, bereits angesprochenen, Drittel auf Erzählungen anderer berufen muss – sie war ja noch ein Kind, bzw. noch gar nicht geboren, nimmt das Buch dann mit ihren eigenen Gedanken und Worten rasant an Fahrt auf. 


Bereits in ihrer frühesten Jugend verliebt sich Lena, die aus einer gebildeten, wenn auch nicht reichen Familie stammt, in die englische Sprache und lässt sie sich schon fast verbissen von verschiedenen Lehrkräften näherbringen. Sie ist, wie auch ihre Mutter und Schwester, sehr ehrgeizig und so schafft sie es schon in der schulischen Mittelstufe als jugendliche Fremdenführerin in die glückliche Lage, Gastschüler durch ihr Leningrad führen zu dürfen. Doch sie spürt dadurch auch schnell den Unterschied zwischen dem Leben in Ost und West. Als sie schließlich viele Jahre später durch wiederum Gaststudenten den Texaner Robert kennen lernt, fasst sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge den Entschluss, nach Amerika zu emigrieren …


Wie habe ich es genossen, durch ihre Augen das wahre Leningrad erleben zu dürfen. Das Leningrad, dass mir und meinem Mann als Touristen verborgen blieb. Viele der beschriebenen Örtlichkeiten habe ich wiedererkannt, vieles war und wird mir wohl immer fremd bleiben. Dennoch habe auch ich mich bei meinem Besuch – genau wie Lena – in die Stadt verliebt, die sich heute wieder stolz St. Petersburg nennen darf!


Eine Autobiografie vom Feinsten für alle, die sich für diesen Teil des Erdballs interessieren. Von mir eine klare Leseempfehlung und Bereicherung. 

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Cover des Buches Goodbye Leningrad (ISBN: 9783423142731)engineerwifes avatar

Rezension zu "Goodbye Leningrad" von Elena Gorokhova

Leningrad durch russische Augen betrachtet ...
engineerwifevor einem Jahr

Wow, beeindruckend! Nachdem ich mich anfangs ein wenig wunderte, wie die ganzen Lobeshymnen im Netz so zustande gekommen sind, war es mir spätestens nach dem ersten Drittel klar. Mit klaren Worten und einer unwahrscheinlichen Authentizität lässt uns Lena an ihrem Leben in der ehemaligen Sowjetunion, im speziellen in Leningrad, teilhaben. Während sie sich im ersten, bereits angesprochenen, Drittel auf Erzählungen anderer berufen muss – sie war ja noch ein Kind, bzw. noch gar nicht geboren, nimmt das Buch dann mit ihren eigenen Gedanken und Worten rasant an Fahrt auf. 


Bereits in ihrer frühesten Jugend verliebt sich Lena, die aus einer gebildeten, wenn auch nicht reichen Familie stammt, in die englische Sprache und lässt sie sich schon fast verbissen von verschiedenen Lehrkräften näherbringen. Sie ist, wie auch ihre Mutter und Schwester, sehr ehrgeizig und so schafft sie es schon in der schulischen Mittelstufe als jugendliche Fremdenführerin in die glückliche Lage, Gastschüler durch ihr Leningrad führen zu dürfen. Doch sie spürt dadurch auch schnell den Unterschied zwischen dem Leben in Ost und West. Als sie schließlich viele Jahre später durch wiederum Gaststudenten den Texaner Robert kennen lernt, fasst sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge den Entschluss, nach Amerika zu emigrieren …


Wie habe ich es genossen, durch ihre Augen das wahre Leningrad erleben zu dürfen. Das Leningrad, dass mir und meinem Mann als Touristen verborgen blieb. Viele der beschriebenen Örtlichkeiten habe ich wiedererkannt, vieles war und wird mir wohl immer fremd bleiben. Dennoch habe auch ich mich bei meinem Besuch – genau wie Lena – in die Stadt verliebt, die sich heute wieder stolz St. Petersburg nennen darf!


Eine Autobiografie vom Feinsten für alle, die sich für diesen Teil des Erdballs interessieren. Von mir eine klare Leseempfehlung und Bereicherung. 

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Cover des Buches Siebzehn Silben Ewigkeit (ISBN: 9783423247436)

Rezension zu "Siebzehn Silben Ewigkeit" von Denis Thériault

Siebzehn Silben mit Tiefgang
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Bilodo ist Ende zwanzig und Briefträger. Er liebt seinen Beruf. Er liebt es alleine und an der frischen Luft zu sein. Noch mehr liebt er es nach Dienstschluss die handgeschriebenen Briefe seiner „Kunden“ für eine Nacht zu sich nach Hause zu entführen, zu lesen und dann am nächsten Tag so als wäre nichts geschehen wieder zuzustellen.

Die abendlichen Stunden sind erfüllt mit der Liebe und Zärtlichkeit anderer Menschen. Doch eines Tages fallen ihm die Gedichte der jungen Ségolène, einer Lehrerin aus Guadeloupe in die Hände. Von diesem Moment an ist er verliebt und regelrecht besessen von der jungen Unbekannten und deren poetischen Gedanken. Ihr „Brieffreund ist Grandpré, ein Professor aus seinem Zustellbezirk. Seine Eifersucht auf diesen nimmt täglich zu, bis ihm das Schicksal eine Gelegenheit bietet, dessen Rolle und sogar dessen Leben zu übernehmen. Das dies nicht ohne Schwierigkeiten vonstatten gehen kann, ist klar…

 

Meine Meinung:

Hält man das Buch in Händen, betrachtet sich den Einband und liest den Klappentext, so könnte schnell der Eindruck entstehen, es handele sich um eine leichte, seichte und auch recht triviale Geschichte, zumal der Roman nur 150 Seiten umfasst.

Beginnt man das Buch zu lesen, wird schnell deutlich, dass Denis Thériault mit „Siebzehn Silben Ewigkeit“ ein besonderer Roman gelungen ist. Er enthält trotz mancher skurriler Gedanken und Situationen sehr viel poetische Wärme und Zärtlichkeit, die nie kitschig erscheint. Diese Wärme und Zärtlichkeit spiegelt sich in der Sprache, den einzelnen Gedichten und besonders in der Zeichnung des Bilodo, der sich dem Leser mit all seinen Gedanken und Gefühlen völlig öffnet, wider.

 

Das besondere an der Geschichte ist sicherlich die Verbindung von Prosa, Lyrik und Sachinformation. Trotz seiner nur 150 Seiten bietet das Buch alles, was der Leser wissen muss. An keiner Stelle hatte ich den Eindruck, mir fehle eine tiefer gehende Information. Der Autor bringt alles so gezielt und kompakt auf den Punkt, dass ich dennoch das Gefühl von Tiefgang habe. Tiefgang vor allem in emotionaler Hinsicht. Dies wiederum ist sicherlich durch die immer wieder eingestreuten Gedichte, die die Form japanischer Haikus und Tankas haben, bedingt.

Ein Beispiel ist seine Wiedergabe eines Briefwechsels der aufgebaut ist wie ein Liebesakt: In einer sehr erotischen und dennoch sehr poetischen Art beschreibt der Autor nur mithilfe dieser Tankas und Haikus den Liebesakt. In der Form habe ich so etwas noch nie gelesen. Es ist weder ordinär noch schlüpfrige und dennoch wird alles deutlich. 

Das nötige Wissen über diese speziellen Gedichtformen streut Thériault so geschickt ein und lässt es auf solch subtile Weise in seinem Buch lebendig werden, dass es ein Genuss ist dies zu lesen. Schreibstil, Aufbau und der Verlauf der Geschichte passen sich dabei immer wieder an die Bedeutung der lyrischen Elemente an. „Theorie und Praxis“ werden eins. Und über allem steht die Geschichte zweier lyrischer Herzen, die das Schicksal in seltsamer Weise miteinander verbindet.

Während des Lesens habe ich hin und wieder darüber nachgedacht, wie der Autor das Buch wohl enden lassen würde. Auf sein Ende kam ich trotz vieler, meinerseits erdachter, Möglichkeiten nicht. Und gerade dieses Ende, das manche als konstruiert empfinden mögen, war für mich ein Kunstgriff. Auch werden Aufbau und Technik der Gedichtform und der damit verbundenen Gedankenwelt in realer Form erfahrbar. Daher musste der Schluss genauso sein! In diesem Buch ist nichts ohne tieferen Sinn oder ohne Bedeutung für den Gesamtzusammenhang geschrieben.

 

Alles in allem ein rundum gelungenes und vor allem abgerundetes Buch der besonderen Art. Für mich war es ein ganz tolles Lesererlebnis.

Daher gebe ich dem Buch 5 Sterne mit Extrastern, wenn das ginge, und lege es all denjenigen ans Herzen, die sich gerne mit Lyrik und deren Wirkung und Sprache beschäftigen.

Aber auch für alle anderen romantisch, aber nicht kitschig veranlagten Leser, wird das Buch sicherlich ein großer Lesegenuss sein.

 


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