Saskia Jungnikl

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BettinasBuecherecks avatar

Rezension zu "Papa hat sich erschossen" von Saskia Jungnikl

Ein starkes Buch über ein ernstes Thema
BettinasBuechereckvor einem Jahr


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Rezension zu "Papa hat sich erschossen" von Saskia Jungnikl

Umgang mit dem Freitod des Vaters
Frenx51vor einem Jahr

An einem Tag im Juli schreibt ihr Vater seine letzten Worte auf einen kleinen Post-it, legt sich in den Garten unter den großen Nussbaum und schießt sich in den Hinterkopf. Für die Autorin Saskia Jungnikl ändert sich ihr Leben von da an und teilt es in das Leben mit und ohne Vater-ein davor und danach ein. Sie beschreibt ehrlich über den Freitod ihres Vaters; die Ohnmacht, die sie danach befällt; die Schwierigkeiten, Ängste und Wut, die der Tod mit sich bringt und wie sie und ihre Familie es schaffen mit der Trauer umzugehen.

Das Thema Freitod ist bislang ein Thema, über welches immer wieder gesprochen wird, aber das noch stark tabuisiert ist, vor allem weil es für viele Menschen sehr schwer ist, die Gründe für den Freitod nachzuvollziehen oder zu verstehen. Dieses Buch bietet einen Einblick aus der Sicht von einer betroffenen Tochter, die die Gründe für den Freitod ihres Vaters nicht versteht bzw. nie ganz verstehen wird. Aber sie versucht ihn zu verstehen, um so einen Weg aus der Trauer und Ohnmacht zu finden. Es ist ein wichtiges Buch, das dem Leser das Thema näher bringt, zum Nachdenken anregt und die Gefühle der Hinterbliebenen auf sehr nahe Art und Weise darstellt. Ebenso beschäftigt das Buch sich mit Einblicken in das Leben vor dem Freitod des Vaters, den schönen Momenten aber auch den schwierigen Ereignissen, z.B. den Tod des Bruders.

Saskia Jungnikl schreibt das Buch in einem sehr einfachen, aber nahen Schreibstil. Manchmal wirkt es etwas abgehakt aber gleichzeitig sehr stark und bedeutend. Sie schreibt unsentimental, aber gleichzeitig an vielen Stellen sehr berührend, da ihre Gefühle die zentrale Rolle in diesem Buch spielen. Das Buch wird aus ihrer Sicht geschrieben, ihren Erfahrungen und Veränderungen in den folgenden Jahren, die Schwierigkeiten aber auch Fortschritte die, die Familie und vor allem die Autorin im Laufe des Buchs im Umgang mit der Trauer macht. Ebenso werden Dialoge und kleine Texte und Gedichte des Vaters eingefügt.


Die Autorin schafft mit ihrem Buch einen Einblick in ihre persönliche Trauerarbeit nach dem Freitod des Vaters. Das Buch ist authentisch, nah und in vielen Momenten berührend. Es ist ein sehr wichtiges Buch, vor allem für die Autorin, welches gleichzeitig Mut machen soll, denn auch nach dem größten Verlust findet man irgendwann wieder in das Leben, auch wenn es steinig und schwer erscheint.

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KymLucas avatar

Rezension zu "Papa hat sich erschossen" von Saskia Jungnikl

Papa hat sich erschossen
KymLucavor einem Jahr

Ein sehr bewegendes Buch über die Verarbeitung unerwarteter Schicksalsschläge und deren Folgen.
 
Saskia Jungnikl beschreibt die Tiefen in die sie und ihre Familie nach dem Tod ihres Bruders und dem vier Jahre danach stattfindendem Suizid des Vaters fallen, gibt aber auch Hoffnung darauf, dass Glück wieder zu finden.

Empfehlenswert!

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