Saskia Jungnikl Papa hat sich erschossen

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Inhaltsangabe zu „Papa hat sich erschossen“ von Saskia Jungnikl

SEIN TOD TEILT MEIN LEBEN IN EIN VORHER UND NACHHER »Am 6. Juli 2008 kritzelt mein Vater etwas auf einen mintgrünen Post-it-Zettel. Er steigt die Wendeltreppe hinunter in die Bibliothek und holt seinen Revolver. Dann geht er durch den schmalen Gang hinaus aus unserem Haus in den Hof. Dort legt er sich unter unseren alten großen Nussbaum. Ich weiß nicht, ob er dabei irgendwann gezögert hat. Ich glaube, er wird noch einmal tief eingeatmet haben, als er da lag. Vielleicht hat er sich noch kurz die Sterne angesehen und der Stille gelauscht. Dann schießt er sich in den Hinterkopf. Sein Tod teilt mein Leben in ein Vorher und Nachher.« Hautnah und unsentimental erzählt Saskia Jungnikl über den Freitod ihres Vaters. Sie schreibt über die Ohnmacht, die ein solch gewaltvoller Tod hinterlässt und wie ihre Familie es schafft, damit umzugehen, über Schuldgefühle, Wut und das Entsetzen, das nachlässt, aber nie verschwindet.

offen - ehrlich - schonungslos! ein wichtiges buch mit leseempfehlung für alle

— Nanni87
Nanni87

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  • eBook Kommentar zu Papa hat sich erschossen von Saskia Jungnikl

    Papa hat sich erschossen
    u.heid

    u.heid

    via eBook 'Papa hat sich erschossen'

    Schade um den Einkauf....Grundschüler schreiben spannendere Geschichten! Eine Zumutung...

    • 4
  • Wenn der Himmel einstürzt

    Papa hat sich erschossen
    Babscha

    Babscha

    31. July 2015 um 22:18

    Im Sommer 2008 erhält Saskia Jungnikl einen Anruf ihrer Mutter. Diese teilt mit, dass der Vater sich am Vortag im Garten des elterlichen Hauses erschossen hat. Ohne Abschiedsbrief. Nur ein paar Worte auf einem Zettel. Die Welt der jungen Frau gerät aus den Fugen. Sechs Jahre später setzt sich die Autorin mit dem Schicksalsschlag, der ihre ganze Familie tief getroffen und nachhaltig verändert hat, noch mal intensiv auseinander. Sie erlaubt dem Leser, sie auf ihrer Spurensuche, ihrer Aufarbeitung des Geschehens, ganz nah zu begleiten und gewährt ihm dabei intensive und sehr intime Einblicke in ihr Innerstes. Fair und abwägend setzt sie sich sowohl mit dem Thema Suizid als solchem wie auch mit dem Entsetzlichen, selbst Erlebten auseinander und versucht eine Deutung, eine Analyse, warum ihr Vater, sein Leben lang eine toughe, durchsetzungsstarke Persönlichkeit, meinte, so und nicht anders handeln zu müssen. Wer war ihr Vater wirklich? Ihr selbst wie auch dem Leser formt sich dabei das Bild eines zunehmend depressiven Mannes, der sowohl mit der jahrelangen Trauer über den Verlust seines behinderten Sohnes wie auch der Erkenntnis des mit dem Alter zunehmenden Bedeutungsverlustes der eigenen Person nicht mehr umzugehen wusste. Und das Bild einer Frau, die durch den Freitod des Vaters selbst komplett aus der Bahn geworfen wird, es aber nach Jahren voller Agonie und Selbstzweifel schafft, wieder Boden unter die Füße zu kriegen und den Blick erneut nach vorne zu richten. Viele nette, traurige, interessante und teils berührende Episoden aus dem quirligen Leben von Saskia, ihren Brüdern und Eltern sichern dem Buch einen nachhaltigen und sehr persönlich geschriebenen Unterbau. Ein aus dem Grunde eines Herzens geschriebenes, ehrliches Buch, das die volle Punktzahl ganz klar verdient hat.

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  • Ein gutes Buch über ein wichtiges Thema, das viel zu wenig in den Köpfen der Menschen ist

    Papa hat sich erschossen
    Nanni87

    Nanni87

    09. April 2015 um 10:00

    "Papa hat sich erschossen" genauso direkt und klar wie der Titel verspricht beschreibt die Autorin ihre eigene Geschichte rund um den Suizid ihres Vaters. Das beste Buch das ich bisher zum Thema "was macht ein Suizid mit Angehörigen / Hinterbliebenen" gelesen habe. Es ist offen und ehrlich - schonungslos und nicht beschönigt, niemand wird heroisiert oder verurteilt, es ist emotional ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Das Thema ist sowohl sehr authentisch mit eigenen Erfahrungen der Familie aber auch mit gut recherchierten Fakten hinterlegt! Ich denke das Buch kann eine Hilfe sein für Menschen, die ähnliches erleben mussten, für Menschen die nicht wissen wie sie mit Freunden / Bekannten / Kollegen umgehen sollen, denen so etwas passiert ist aber auch für jeden der einen Einstieg in das Thema Suizid sucht. Aber ich persönlich würde das Buch jedem Leser ans Herz legen, es ist wichtig sich mit diesem Thema auseinander zu setzen

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  • Lesen!

    Papa hat sich erschossen
    Schelmuffsky

    Schelmuffsky

    20. March 2015 um 17:46

    Dieses Buch hat mich sprachlos gemacht. Ich werde hier nicht viel schreiben. Aber doch möchte ich es allen empfehlen. Allen! Punkt. Saskia Jungnikl schreibt über das Schlimmste, das einem widerfahren kann (und das mir ganz ähnlich widerfahren ist). Sie tut dies behutsam, offen alle Gefühle benennend, die über einen herfallen, die Verzweiflung, die Stigmatisierung durch die Umwelt, darüber, wie es ihr immer wieder und auch nach Jahren völlig unvermittelt den Boden unter den Füßen wegriss, sie ins Bodenlose fiel, wie sie sich immer wieder aufrappelt, darüber, dass man doch nie ganz damit fertig wird, für immer gezeichnet ist, die ständigen Fragen, warum es passieren konnte und ob es nicht zu verhindern gewesen wäre. Sie teilt das Leben in ein Davor und Danach ein. Der Blitz, der vom Himmel fällt und erst einmal alles, alles kaputtschlägt. Alles. Und sie gibt Hinweise, was helfen kann, was die Medien dazu beitragen können, um Selbsttötungen zu verhindern, und welche Berichterstattung gegebenfalls sogar das Gegenteil bewirkt. Ein sehr bewegendes Buch. Ein ausgesprochen wichtiges Buch. In Deutschland wie fast überall in der Welt sterben jedes Jahr dreimal mehr Menschen durch Suizid als durch Autounfälle. Die Hinterbliebenen sind meist schwer traumatisiert.

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