The Stranger - Wer bist du wirklich?

von Saskia Sarginson 
3,7 Sterne bei21 Bewertungen
The Stranger - Wer bist du wirklich?
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Positiv (12):
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Ein Thriller ruhigerer Gangart, mit erstaunlich gesellschaftskritischen Themen. Mir hat das sehr gut gefallen!

Kritisch (4):
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Muss man nicht gelesen haben.

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Inhaltsangabe zu "The Stranger - Wer bist du wirklich?"

Seit ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, stellen sich Eleanor unzählige Fragen: Wieso ist William zu schnell gefahren? Wieso war er so spät noch unterwegs, obwohl er eigentlich zu Hause bleiben wollte? Was verheimlicht er ihr?

Eleanor beginnt nachzuforschen, um die Hintergründe von Williams Tod herauszufinden - als dann auch noch ein Fremder vor ihrer Tür steht, beginnt ihr sicheres Leben in dem idyllischen englischen Dörfchen endgültig zu bröckeln ...

Ein atmosphärisches Setting in einem kleinen englischen Dorf, in dem jeder seine Geheimnisse hat.

eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783732547173
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:325 Seiten
Verlag:beTHRILLED by Bastei Entertainment
Erscheinungsdatum:01.06.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Thriller ruhigerer Gangart, mit erstaunlich gesellschaftskritischen Themen. Mir hat das sehr gut gefallen!
    Unerwarteter Tiefgang

    Die Handlung beginnt mit zwei Todesfällen: einer ein schrecklicher Unfall, der andere die Folge einer heimtückischen Krankheit. Da in beiden Fällen kein Fremdverschulden vorzuliegen scheint, gibt es auch keinen Grund für Ermittlungen, und die jeweiligen Hinterbliebenen müssen versuchen, mit ihrem Leben so gut wie möglich weiterzumachen.

    Eleanor ist die Witwe des Unfallopfers, William. Ein halb vollendeter Brief, eine Tasche mit Frauenkleidung, die sie in seinen Hinterlassenschaften findet, und die Barabhebung einer großen Summe lassen sie daran glauben, dass ihr Mann sie betrog und im Begriff stand, sie zu verlassen. Sie schweigt darüber, denn sie kann sich nicht überwinden, es jemand anderem gegenüber auszusprechen und dem Verdacht dadurch Wahrheit zu verleihen.

    Dennoch stehen zunächst nicht Williams Tod, sondern Eleanors Weiterleben und ihr neuer Alltag im Fokus der Ereignisse. Einige Monate vergehen, sie beginnt zaghaft, sich auf eine neue Beziehung einzulassen, als der Fremde auf einmal in ihr Leben tritt…

    Die Autorin verwebt mehrere Handlungsstränge auf verschiedenen Zeitebenen geschickt, ohne dass man zu früh erahnen kann, wohin die Reise geht. Jeder, so stellt sich schnell heraus, hat hier seine Geheimnisse. Mal mehr, mal weniger unheilvolle.

    Dabei steht der Fremde im Zentrum, weil er in dem eingeschworenen Dorf, in dem Eleanor lebt, vieles verkörpert – vor allem Fremdenhass und Bigotterie. Er ist Rumäne, ehemaliger Trapezkünstler und hat seine Wurzeln im Volk der Roma, und damit ist er in den Augen der Dörfler automatisch verdächtig. Als Eleanor ihm Arbeit und Unterkunft anbietet, zieht sie einen Teil des Zorns und der Angst auf sich, denn sie und ihr Mann waren ohnehin nur ‘Zugezogene’, nicht weit entfernt von Fremden.

    »Wir mögen hier keine Ausländer«

    Das wird ihr ganz unverblümt gesagt, und als sie darauf nicht wie gewünscht reagiert, wird daraus ‘Keiner will dich hier’. Während die braven Christenmenschen des Dorfes gegen Ausländer wettern, veranstalten sie eine Tombola zugunsten von syrischen Waisenkindern und fühlen sich dabei mildtätig und aufgeschlossen, ohne an ihrer Doppelmoral zu ersticken.

    Ich war überrascht davon, was für ernste, gesellschaftskritische Themen in diesem Roman angesprochen werden, aber ich zögere, näher darauf einzugehen, um nicht die ein oder andere Überraschung schon vorweg zu nehmen. Der Autorin gelingt es jedenfalls wunderbar (und ganz ohne erhobenen Zeigefinger!), diese Themen in eine vielschichtige, komplexe Handlung einzubauen, die eines Thrillers würdig ist.

    Allerdings ist es die Art von Thriller, die ohne viel Gewalt und Blutvergießen Spannung aufbaut.

    Mir hat das sehr gut gefallen – ein Thriller kann für meinen Geschmack gerne auch mal ruhiger oder sogar langsamer verlaufen, ohne dass es langweilig wird. Hier war es die Mischung aus Geheimnis und Gesellschaftskritik, die mich überzeugt hat.

    Auch die Charaktere gefielen mir gut, vor allem Elli, aus deren Sicht wir die Ereignisse sehen. Ich konnte ihre Gefühle gut nachvollziehen und ich habe bewundert, sie sie für das einsteht, was sie glaubt. Es wäre für sie viel einfacher gewesen, den Fremden einfach beim ersten Gegenwind rauszuschmeißen.

    Gerade die zwiespältigen Charaktere fand ich aber auch gut geschrieben.
    Man weiß wirklich lange nicht, wem man trauen kann und wem nicht – dass es die ein oder andere romantische Entwicklung gibt, ändert daran nichts, aber der Zwiespalt sorgt dafür, dass es nicht zu kitschig werden kann.

    Der Schreibstil hat mich ebenfalls angesprochen, er ist locker, hat aber viel Atmosphäre und baut auch Spannung auf.

    FAZIT

    Will verunglückt volltrunken mit seinem Auto. Seine Frau versteht die Welt nicht mehr, denn erstens trank ihr Mann keinen Alkohol, zweitens findet sie in seinen Hinterlassenschaften Frauenkleider und einen angefangenen Brief, der sie glauben lässt, dass er sie für eine andere Frau verlassen wollte.

    Aber das Leben geht weiter, irgendwann wagt sie eine neue Beziehung, und dann tritt ein Mann in ihr Leben, der als Ausländer in ihrem Dorf nicht erwünscht ist, und das bringt alles wieder ins Rollen.

    “The Stranger” ist ein Thriller ruhigerer Gangart, mit erstaunlich gesellschaftskritischen Themen. Mir hat das sehr gut gefallen, aber ich denke, es kommt darauf an, was man sich von einem Thriller erwartet – Blut, Gewalt und Action machen sich hier eher rar.

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    Anis avatar
    Anivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Hätte für meinen persönlichen Geschmack etwas spannender sein dürfen
    Hätte etwas spannender sein dürfen

    Eleanor ist mit dem Fahrrad unterwegs, als sich ein Wagen mit hoher Geschwindigkeit näher. Sie kann sich gerade noch in Sicherheit bringen. Wenig später kommt der Wagen von der Straße ab. Eleanor eilt zur Unfallstelle und stellt fest, dass es sich bei dem Fahrer um ihren Ehemann William handelt, der diesen Unfall nicht überlebt hat. Offensichtlich hatte er zu viel Alkohol getrunken. Eleanor kann das kaum glauben, da William sonst kaum Alkohol trinkt. Doch schon bald stellt sie fest, dass sie ihn offenbar nicht richtig gekannt hat. Denn sie bemerkt eine hohe Barabhebung auf dem Konto, für die sie keine Erklärung hat. Außerdem findet sie eine Tasche mit Frauenkleidern und einen angefangenen Brief von William. Wollte er Eleanor verlassen? Eleanor weiß nicht, was sie glauben soll und beginnt nachzuforschen. Als sie einen Fremden auf ihrem recht abgelegenen Grundstück entdeckt, wirft sie alle Bedenken über Bord und bietet ihm Arbeit und Unterkunft an. War das die richtige Entscheidung?

    Die Handlung startet vielversprechend, da man den Unfall von William beobachtet und deshalb sofort mitten im Geschehen ist. Eleanor weiß nicht, was sie glauben soll, denn es scheint so, als ob William nicht der Ehemann war, für den sie ihn immer gehalten hat. Sie beginnt nachzuforschen, allerdings kommt dabei zunächst nicht viel heraus.

    Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich das kleine englische Dorf und die Charaktere, die man beim Lesen kennenlernt, lebhaft vorstellen. Besonders die Stimmung der Dorfbewohner, die gerne Klatsch und Tratsch verbreiten und den Fremden, den Eleanor bei sich arbeiten lässt, äußerst voreingenommen und kritisch beurteilen, wird sehr gut vermittelt. Die Hauptprotagonistin Eleanor ist eine entschlossene Frau, die durchaus sympathisch wirkt. Dennoch bleibt man beim Lesen etwas auf Distanz. Denn stellenweise reagiert sie recht emotionslos, deshalb fällt es schwer, richtig mit ihr mitzufiebern.

    Die Geschichte ist durchgehend interessant, da man, genau wie Eleanor, zunächst nicht richtig einordnen kann, wem man vertrauen kann, welches Geheimnis William hatte und wie sich das auswirken wird. Obwohl die Geschichte interessant erzählt wird, plätschert die Handlung eher gemächlich vor sich hin. Man hat das Gefühl, dass man ein wenig auf der Stelle tritt und die erhoffte Spannung stellt sich, obwohl es durchaus Szenen gibt, die diese hervorrufen könnten, leider auch nur in ziemlich geringem Maße ein. Man bekommt recht bald einen Verdacht, wem Eleanor vertrauen sollte. Doch zu diesem Zeitpunkt ahnt man noch nicht, was wirklich hinter dem Ganzen steckt. Beim großen Finale überschlagen sich die Ereignisse und am Ende wird alles schlüssig zusammengeführt.

    Ich habe mich beim Lesen recht gut unterhalten, nicht weniger - aber leider auch nicht mehr. Auf mich wirkte die Geschichte zwar durchgehend interessant und flüssig zu lesen, doch spannende Momente waren eher rar gesät. Da hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Gut hat mir gefallen, dass alles schlüssig zusammenlief und dass das gesamte Ausmaße der Hintergründe nicht sofort vorhersehbar war. Da man über Geschmack ja bekanntlich streiten kann, empfehle ich, sich selbst ein Bild zu machen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich allerdings "nur" drei von fünf möglichen Sternen.  

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    Thalas avatar
    Thalavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Kein typischer Thriller, sondern eher ein Beziehungsroman mit mysteriösen Ereignissen. Dennoch sehr lesenswert!
    Emotionaler Thriller

    Als Will, ihr Ehemann, plötzlich angeblich trunken am Steuer Selbstmord begangen haben soll, kommt Ellie stark ins Zweifeln. Sie wohnt in einem abgelegenen Cottage mit einem riesigen Grundstück und plötzlich fühlt sie sich sehr allein. Als ihr Nachbar David sich ihr annähert, gibt sie seinem Werben nach..doch welches Geheimnis hütet David? Und welches Geheimnis trägt Ellie in sich?

    Meine Meinung: Das Buch ist in der Ich-Perspektive im Präsens geschrieben worden, eine eher ungewöhnliche Erzählperspektive für einen Thriller. Mir hat das Buch aber gerade deswegen, da es nicht so genretypisch ist, gut gefallen. Ellie ist für mich eine symphatische Protagonistin, die natürlich als Witwe mutterseelenallein auf dem Land und ohne Kontakt zu ihren Eltern oder engen Freunden gelegentlich in einer gewissen Melancholie und Traurigkeit versackt. Aber das ist vollkommen okay.  Schmerz muss verarbeitet werden und es braucht Zeit, um die Wunden der Seele zu heilen. Im Verlauf der Geschichte geschehen mysteriöse Ereignisse, deren ich unbedingt auf den Grund gehen wollte. Neben dem Thrill und der Beschreibung des Rassismus in einem kleinen englischen Dorf entwickelt die Autorin hier auch eine Liebesgeschichte. Ellie entscheidet sich für die Liebe, ungeachtet aller Vorurteile.

    Fazit: Das Buchcover hat mich optisch nicht wirklich überzeugt, aber die Geschichte ist auf jeden Fall lesenswert!

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    AberRushs avatar
    AberRushvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Leider nur mittelmäßig
    geht so ...

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich schon etwas gehadert habe, ob ich „The Stranger“ überhaupt lesen möchte. Ich bin so ein typischer Coverkäufer und fahr meistens richtig gut damit. Aber dieses Cover ist doch wirklich 08/15. Tut mir leid, aber es sieht schon billig zusammen geschustert aus. Deshalb auch meine Bauchschmerzen, ob es mir überhaupt gefallen wird. Genau so unschlüssig bin ich jetzt bei der Bewertung. Es ist kein schlechtes Buch, es hat interessante Ansätze, diese sind aber zu rar gesät und auch zu schnell abgehandelt. Die Story gibt schon einiges her, aber es mangelt leider an einer spannenden Umsetzung. Leise Töne sind nicht verkehrt, aber wenn nur phrasiert wird und die Geschichte nicht in die Gänge kommt, dann ist das Thema eindeutig verfehlt, denn es ist kein spannender Thriller. Das ein oder andere Kapitel konnte mich aber doch überzeugen und deshalb tue ich mich echt schwer wie ich dieses Buch einschätzen soll. Ich vergebe spontan 3 Sterne, weil der Schreibstil leicht verständlich und nachvollziehbar ist und ich keine Logiklöcher entdeckt habe.

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    Luilines avatar
    Luilinevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Anders als erwartet aber trotzdem gut! Sehr guter Schreibstil und interessantes Thema.
    Kein Thriller, aber dennoch gut!

    Heute gibt es eine Rezension zu dem Roman 
    "The Stranger - Wer bist du wirklich?" von Saskia Sarginson.

    Das E-Book habe ich im Rahmen der "NetGalley-Challenge 2018" erhalten.

    Verlag: beThrilled (Bastei Lübbe) / Seitenzahl: 325 / Erscheinungsjahr: Juni 2018 / Originaltitel: "The Stranger" (2016) / ISBN: 978-3-7325-4717-3/ Preis: 6,99€ (E-Book)

    Inhalt:  
    Seit dem tödlichen Autounfall ihres Mannes, stellen sich Eleanor unzählige Fragen: Wieso war William spät nachts noch unterwegs? Weshalb war er so schnell unterwegs? Und warum saß er betrunken am Steuer, obwohl er eigentlich nie Alkohol trank?
    Eleanor sucht nach Antworten. Sie stößt dabei auf einen Brief ihres Mannes, den er nie vollendet hat, und eine Tasche voller Frauenkleidung. Was wollte William ihr mitteilen? Wollte er sie verlassen? Wem gehören die Kleider?
     Da tritt plötzlich ein fremder Mann in Eleanors Leben, und sie öffnet ihm die Tür zu ihrem Haus und zu ihrem Herzen. Doch ihr Vertrauen wird sie in tödliche Gefahr bringen. Schon bald gerät ihr Leben in dem kleinen englischen Dorf vollkommen aus den Fugen. Wem kann Eleanor wirklich noch trauen? 


    Meine Meinung: 
    Vorab muss ich sagen, dass der Klappentext andere Erwartungen an das Buch geweckt hat. Dies konnte ich auch bereits bei anderen Rezensionen lesen. Es geht nämlich nicht in erster Linie um den tödlichen Unfall, sondern die Hauptgeschichte ist eine ganz andere.
    Diese war aber deswegen nicht schlecht! Das Buch ist daher aber eher ein Roman, auch wenn es die eine oder andere spannende Stelle gibt.

    Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Eleanor.
    Mir hat sie als Protagonistin sehr gut gefallen und ich fand ihre Figur von der Autorin sehr gut ausgearbeitet. Besonders überzeugt hat mich auch der bildhafte Schreibstil von Saskia Sarginson. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen.
    Die Geschichte hat mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint und auch die generelle Thematik ist sehr aktuell. 

    Zwischendurch habe ich mich gefragt, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Am Ende werden aber alle Fäden zusammengeführt und die Geschichte zu einem runden Abschluss gebracht. 

    Fazit:
    Trotz anderer Erwartungen an das Buch konnte mich die Geschichte am Ende überzeugen. Ich hätte mir noch den ein oder anderen spannenden Moment gewünscht.

    Daher gibt es von mir 4 Sterne!

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    Galladans avatar
    Galladanvor 4 Monaten
    Anderes Thema als ich erwartet habe

    The Stranger - Wer bist du wirklich? von Saskia Sarginson, erschienen im beTHRILLED by Bastei Entertainment Verlag am 1. Juni 2018.

    Eleanor ist ganz in der Nähe als ihr Mann William bei einem Autounfall ums Leben kommt. Sie hatten sich in einem kleinen englischen Dorf ein Cottage gekauft und wollte dort ihr bescheidenes Glück erleben. Eleanor merkt schnell, dass ihr Mann Geheimnisse vor ihr gehabt hat. Kurz vor seinem Tod hat er 5000 Pfund abgehoben die einfach verschwunden bleiben. Als sich ein ehemaliger Zirkusarbeiter mit Migrationshintergrund bei ihr verdingt, schlägt die Stimmung im Dorf schnell gegen sie um. Keiner will hier Fremde. Wie gut, dass sich David, ein reicher Witwer sich um sie bemüht.

    Das Buch ist flüssig geschrieben und verbreitet dieses Cosy Crime Gefühl. Leider ist von Spannung nicht wirklich viel zu spüren. Ganz im Gegenteil, weite Teile der Geschichte sind vorhersagbar und sowas von Klischee …


    Worum es eigentlich geht kann man sich in der Anmerkung der Autorin durchlesen. Eigentlich wollte sie eine Geschichte schreiben, in der es um versklavte Migranten geht. Ich habe nach dem Klappentext eine spannende Geschichte um einen toten Ehemann mit einigen Verwicklungen erwartet und wurde doch sehr enttäuscht als mir das beliebte „unser Dorf soll schöner werden und im Übrigen haben wir was gegen Fremde, und noch mehr, wenn es welche aus dem Ausland sind“ Geschichte erzählt wurde. Eleanor ist in weiten Teilen unselbständig und auf der Suche nach Liebe, dabei fehlen bei ihr oft Gefühle und mal etwas Selbstbewusstsein. Beim Thema Migranten kommt dann auch noch ein Knäul Emotionen mit Standpunkt raus, ohne sich dann wirklich mit dem Thema auseinander zu setzen oder zu versuchen über den Tellerrand zu schauen. Da blieb das mit dem Cosy für mich auch noch auf der Strecke.

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    Peanut91s avatar
    Peanut91vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Aufgrund der Kurzbeschreibung hatte ich mit etwas völlig anderem und auch ruhigerem gerechnet, jedoch wurde ich positiv überrascht.
    Mal was anderes

    Mir wurde freundlicherweise das Buch von netgalley.de zur Verfügung gestellt.

    Das Cover spiegelt wunderbar die Grundstimmung wieder. Gefühlt regnet es die ganze Zeit und es zeigt auch die Schlüsselszene, die direkt zu Beginn des Buches einen Stein im Leben von Eleanor ins Rollen gebracht hat.

    Durch die wunderbaren Beschreibungen läuft alles wie ein Film vor dem inneren Auge ab. Die Grundstimmung ist durchgehend düster und beängstigend.

    Der Handlungsverlauf ist sehr rash und an sich ist es definitiv ein fesselnder Thriller. Es gibt viele teils doch sehr unerwartete Wendungen, die den Spannungsbogen konstant oben halten.

    Die Charaktere sind sind gut durchdacht und vor allem vielschichtig. Vor allem Luca fand ich sympathisch. Die Dialoge und die Charakterentwicklung fand ich auch gut ausgearbeitet und vor allem nachvollziehbar.

    Vor allem fand ich die Flashbacks toll, die mehr von Ellis Vergangenheit preisgegeben haben und somit konnte man auch verstehen warum ihr das alles so nahe geht. An sich ist das auf jeden Fall an den richtigen Stellen gut ein- als auch umgesetzt wurden.

    Im letzten 1/4 nimmt die Story noch einmal so richtig Fahrt auf und wird unglaublich spannend. Die Ereignisse überschlagen sich förmlich und alles wird noch eine Spur tragischer. Vor allem der Klimax/Höhepunkt fand ich überraschend.

    Das Ende hat mich richtig schockiert und mitgenommen.


    Was mich jedoch irritiert hat ist die ständige Erwähnung von Gerüchen.


    Das Buch zeigt die Schattenseiten von Gier und was passiert wenn alle weggucken bzw. Angst vor dem Unbekannten haben und nicht hinter Fassaden blicken wollen, da man so etwas ja nicht macht.

    Im Gegensatz zu anderen Psychothrillern ist das Buch nicht ganz so brutal und es gibt keine brutal zugerichteten Leichen, außer eventuell die im Autowrack. Es werden auch keine Leichen und Morde bis ins letzte Detail beschrieben. Der Fokus liegt hier eher darauf was ihr Ehemann nun aufgedeckt hat.

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    Sidnys avatar
    Sidnyvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Muss man nicht gelesen haben.
    Aha-Momente? Leider Fehlanzeige.

    Als Ellie eines Nachts Zeugin wird, wie ihr verlässlicher, bodenständiger Ehemann Will volltrunken und mit tödlicher Folge mit dem Auto verunglückt, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie haben keine Kinder, also lebt sie jetzt ganz alleine in ihrem einsam gelegenen Cottage, nur die Arbeit in ihrem Café im nahegelegenen Dorf garantiert, dass sie nachwievor unter Menschen kommt. Es passt einfach nicht zu Will, dass er unterwegs ist, obwohl er zuhause arbeiten wollte, dass er sich betrunken ans Steuer setzt und dann auch noch wie ein Irrer über kurvige Landstraßen rast. Was ist an Williams letztem Abend geschehen?

    Leider stellt sich Protagonistin Ellie diese alles entscheidende Frage lange nicht. Obwohl sie zwanzig Jahre mit William verheiratet war und ihn besser kannte als irgendjemand sonst, nimmt sie es als gegeben hin, dass er an diesem Abend komplett aus der Rolle fiel - und denkt nicht einmal eine Sekunde darüber nach, dass an diesem Unfall etwas faul sein könnte. Im Gegenteil, obwohl die beiden eine gute, glückliche Ehe führten, ist sie sofort bereit, das Schlimmste von ihm anzunehmen. Diese Illoyalität ihrem Mann gegenüber machte mir Ellie schon vom Start weg sehr unsympathisch, ich konnte einfach nicht nachvollziehen, wie schnell sie die vielen guten Jahre über Bord geworfen hat. Dazu kam dann auch noch ihre kaum zu überbietende Naivität gegenüber anderen Menschen, bei denen sie etliche Warnzeichen bereitwillig ignorieren konnte.
    Wie man vermutlich merkt, konnte mich die Figurenzeichnung schon mal nicht überzeugen, leider betrifft das nicht nur die Protagonistin, auch bei den meisten Randfiguren blieb die Glaubwürdigkeit ihrer Motive auf der Strecke.

    Der Handlungsverlauf ist nicht annähernd so fesselnd, wie ich es bei einem Thriller gerne hätte. Über weite Strecken plätschert Ellies nicht gerade aufregender Alltag vor sich hin, und als sie nach Williams Tod einem anderen Mann näher kommt, liest sich das Buch über weite Strecken wie ein Liebesroman, unterbrochen von kleinen Spannungsspitzen, wenn tatsächlich die eigentliche Handlung mal wieder aufgenommen wird.
    Bereits im ersten Drittel war mir klar, vor wem sich Ellie in Acht nehmen sollte. Ich war an keiner Stelle hin- und hergerissen oder habe eine andere Figur auch nur in Erwägung gezogen, weil es meiner Meinung nach offensichtlich war. Und ich befürchte, dass es den meisten Lesern, die halbwegs regelmäßig zu einem Thriller greifen, ebenso ergehen wird.
    Nachdem ich mich also über zwei Drittel wenig begeistert durch das Buch geschleppt hatte, wurde ich gegen Ende mit einem gewaltigen Showdown konfrontiert, bei dem sich die Ereignisse förmlich überschlugen, die Bösen ihr wahres Gesicht zeigten, und die Guten sich endlich als Helden offenbaren konnten. Das war dann alles etwas drüber und wollte auch nicht so recht zum vorhergehenden Handlungsverlauf passen - in etwa so, als ob die erste und die zweite Hälfte eigentlich zu verschiedenen Büchern gehören würden.

    Ich weiß nicht recht, wem man dieses Buch ans Herz legen könnte - am ehesten vielleicht Lesern, die selten zu diesem Genre greifen, und es nicht allzu brutal mögen. Thrillerfans haben sicher schon einige Bücher mit einer ähnlichen Thematik gelesen, die deutlich spannender waren und mit glaubhafteren Figuren und einem weniger durchsichtigen Ende aufwarten konnten. Dadurch, dass die Autorin anscheinend auf Biegen und Brechen die Thematik der Flüchtlingskrise einbauen wollte, hat sie leider einiges an Spannungspotenzial verschenkt. Da besonders die Dorfbewohner nur so vor Klischees strotzen und ausnahmslos als nicht reflektierende, tumbe Fremdenhasser gezeichnet werden, taugt das Buch am Ende aber auch nicht als Roman über ein wichtiges gesellschaftliches Thema.
    Den zweiten Stern gibt es, weil ich bis zum Ende durchgehalten habe, empfehlen kann ich "The Stranger" aber dennoch nicht.

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    Honigmonds avatar
    Honigmondvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: spannend und schockierend
    Was ist wirklich passiert?

    Zum Klappentext:
    Seit ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, stellen sich Eleanor unzählige Fragen: Wieso ist William zu schnell gefahren? Wieso war er so spät noch unterwegs, obwohl er eigentlich zu Hause bleiben wollte? Was verheimlicht er ihr?

    Eleanor beginnt nachzuforschen, um die Hintergründe von Williams Tod herauszufinden - als dann auch noch ein Fremder vor ihrer Tür steht, beginnt ihr sicheres Leben in dem idyllischen englischen Dörfchen endgültig zu bröckeln ...

    Mein Leseeindruck:
    Das Buch startet sehr spannend und lässt die Emotionen sogleich Achterbahn fahren. Man erfährt kurz etwas über die Hauptprotagonistin Eleonor "Elli" und ihren verunglückten Mann. Doch war es tatsächlich ein Unfall? Elli will die Wahrheit herausfinden und stößt immer mehr auf Widersprüche. Die Autorin beschreibt sie als eine sehr starke Persönlichkeit, die sich wacker durchs Leben schlägt. Durch zwei verschiedene Handlungsstränge, Gegenwart und Vergangenheit, gibt sie dem Leser einen guten Einblick in Ellis Geschichte. Auch wird ihr Zuhause, das Cottage, so gut beschrieben, dass man meint, man wäre selber dort.  Der Autorin gelungen alle übrigen Protagonisten sehr gut zu beschreiben und lässt die Phantasie des Lesers dabei richtig schön in Fahrt kommen, denn so richtig weiß der Leser nicht, ob die Person tatsächlich die ist, für die sie sich ausgibt. Die Handlung selbst greift neben der eigentlichen Handlung um den verunglückten Ehemann auch ein toptaktuelles Thema auf und lässt es für den Leser sehr schockierend aufleuchten. Der Spannungsbogen hält sich bis zum Ende und auch der romantische Touch bleibt bis zum Schluss erhalten. Alles in allem ein sehr gelungener Roman, mit dem es der Autorin geschickt gelingt, den Leser ordentlich emotional werden zu lassen und die Wahrheit immer wieder ins Wanken bringt.

    Mein Fazit:
    Ein sehr interessanter Roman, in dem alles steckt, was man für spannende Lesestunden braucht und einen teilweise in Schockstarre versetzen kann. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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    mrs-luckys avatar
    mrs-luckyvor 5 Monaten
    zu wenig Thrill, zu sehr Beziehungsgeschichte

    Bei Saskia Sarginsons neuem Buch „The Stranger - Wer bist du wirklich?“ habe ich aufgrund der Veröffentlichung im Verlag beTHRILLED by Bastei und der Beschreibung einen spannenden Thriller erwartet, es handelt sich jedoch in erster Linie um ein emotionales Beziehungsdrama mit einigen rätselhaften Ereignissen, selbst für die Einstufung als romantischer Thriller fehlt es meiner Meinung nach an Tiefe und Spannungsmomenten. 

    Angesiedelt ist die Geschichte in einem kleinen, beschaulichen englischen Dorf, in dem allerdings die Idylle trügt und einiges nicht so ist wie es scheint.

    Gleich zu Beginn gibt es eine dramatische Szene, als Eleanor Zeugin wird, wie ihr Ehemann William bei einem Autounfall ums Leben kommt. Eleanor ist verunsichert, denn es passt so gar nicht zu Williams Charakter, dass er derart über die Landstrasse rast und dabei auch noch große Mengen Alkohol im Blut hat. Hinweise, dass William sie betrogen haben könnte, erschüttern ihr Bild von ihrem Ehemann. Hatte er noch weiteres vor ihr verborgen? Aber auch Eleanor selbst trägt seit vielen Jahren ein Geheimnis mit sich herum. Trost findet sie in der Arbeit in ihrer Bäckerei und wenig später in dem kurz nach ihr verwitweten Gutsbesitzer David Mallory. Auch der Wanderarbeiter Luca, der sich um den Garten ihres Cottages kümmert, wird zu einem wichtigen Begleiter.

    Zwar flicht die Autorin in die Geschichte einige Ungereimtheiten ein und sät Zweifel an der Integrität einiger Charaktere, das wirkt aber insgesamt zu bemüht, um Nervenkitzel zu erzeugen. Eleanor als Hauptfigur handelt zu gleichmütig, auf auf Anfeindungen ihr gegenüber, ihre Emotionen wirken nicht glaubhaft, es kommt keine Atmosphäre auf.

    Erst auf den letzten gibt es ein paar dramatische Entwicklungen, die Auflösung kann jedoch nicht wirklich überraschen, dazu fehlt dem Buch die Raffinesse, es ist zu vorhersehbar, wer hier zu den Bösen und we zu den Guten gehört. Das Buch ist flüssig zu lesen für meinen Geschmack aber zu seicht gehalten.

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