Saskia Trögeler Blut ist sein Schicksal

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Inhaltsangabe zu „Blut ist sein Schicksal“ von Saskia Trögeler

Die Tür des Sportwagens öffnete sich langsam. Auf einmal schien die Welt verkehrt herum zu stehen. Als Spike auftaucht, reißt er Irina in eine völlig neue Welt. Eine Welt voller Gefahren. Spikes Feinde werden nun auch eine Gefahr für sie. Im stetigen Kampf verliert sie nicht nur ihre beste Freundin, sondern auch der Tod holt sie schneller ein, als erwartet. Jetzt ist es besiegelt – ihr Schicksal hat sich erfüllt.

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    Blut ist sein Schicksal
    ConstanzeBudde

    ConstanzeBudde

    23. June 2013 um 16:59

    Eigentlich ist Irina fest dazu entschlossen, nicht den gleichen Hype um den neuen Mitschüler zu machen, wie ihre Mitschüler. Als sie das erste mal auf Spike trifft, merkt sie sogleich, dass sie ihn nicht leiden kann. Doch aus irgendeinem, für Irina unerklärlichen Grund, sucht Spike ständig ihre Nähe, und wirft Irina so schließlich in einen Strudel von unglaublichen Ereignissen, Gefahren und Gefühlen. Schon wieder ein Vampirroman. Schon wieder eine dieser dramatischen Romanzen zwischen coolem Vampir und unscheinbaren Mädchen. So mag man denken, wenn man den Titel dieses Buches und den Klappentext liest. Und doch hebt sich Saskia Trögelers Roman von den einschlägig bekannten Vampir-Stories der Bestseller-Listen ab. (...) Saskia Trögeler vermischt geschickt alt hergebrachte "Vampir-Fakten" mit neuen Trends, wodurch der Leser einerseits die moderne Ebene erlebt, auf der er sich fragen kann, wie er auf eine Person wie Spike reagieren würde. Auf der anderen Seite ergibt sich eine dunkle und zwischenzeitlich durchaus brutale Ebene, wenn es um Spikes Jagdverhalten geht. Spike bleibt jedoch nicht das einzige Fabelwesen in dem Roman. Auch Werwölfe spielen eine wichtige Rolle. In der Beziehung zwischen Spike, dem Vampir und Marco, dem Werwolf, beschreibt die Autorin eindringlich ein Wechselbad der Gefühle, in dem es um den oftmals schmalen Grad zwischen Rivalität, inniger Freundschaft, Vertrauen und Verrat geht. Die überraschenden Zeitsprünge, die oftmals nur durch einen Nebensatz gekennzeichnet sind, treiben die Geschichte nahezu rasant vorwärts, ohne dass man als Leser merkt, wie die Zeit vergeht. Durch plötzliche Wechsel der Erzählperspektive ermöglicht Saskia Trögeler dem Leser, an unterschiedlichen Geschehnissen und Gefühlen aktiv teilzuhaben und erweitert so den Erzählhorizont.. Die lakonischen und ironischen Spitzen, die Irina und Spike sich gegenseitig zuwerfen, lassen die düstere Handlung zwar nicht vergessen, rücken die Figuren aber in ein realistisches und charmantes Licht. Schade ist, dass ein paar Dinge, wie Spikes Vergangenheit und insbesondere seine "Vampirwerdung" nur kurz angesprochen werden, wodurch spannendes Potenzial verloren geht. Auch aus dem Mythos der Elementnationen hätte noch mehr gemacht werden können. So bleiben beim Leser doch ein paar ungeklärte Fragen zurück, die durch zwei Extrakapitel noch hätten erläutert werden können und noch mehr Spannung verursacht hätten. Überzeugend dargestellt ist jedoch der innere Kampf der Hauptpersonen, wem sie trauen können, was sie fühlen dürfen, und was der richtige Weg ist. Die ungeschönte Wahrheit über Vampire und (böse) Werwölfe, rückt durch die Brutalität weit weg vom "Friede, Freude, Eierkuchen" der amerikanischen vegetarischen High-School Vampire. Spike ist ein Vampir ohne Glitzer, dafür aber mit langen Eckzähnen - ein richtiger Vampir eben! Auch das überraschende Ende, mit dem in keiner Weise zu rechnen ist, überzeugt durch die Spontaneität und lässt dem Leser noch genug Freiraum für eigene Spekulationen. Insgesamt ein gelungener Roman, der mit dem momentanen Vampir-Hype vor allem eines gemeinsam hat: den Sucht-Faktor. Einmal angefangen, lässt sich Blut ist sein Schicksal nicht mehr aus der Hand legen und schneller als gedacht, sind die 260 Seiten gelesen. Und das Schicksal von Spike, Irina - und dem Leser ist besiegelt.

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