Saul Bellow Humboldts Vermächtnis

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Inhaltsangabe zu „Humboldts Vermächtnis“ von Saul Bellow

'Komisch, lebendig, ironisch, spöttisch und klug, ein absolut wunderbarer Roman.' San Francisco Examiner
Wie vergänglich der Ruhm in einer sensationslüsternen und geldorientierten Welt ist,  erfahren die Schriftsteller Von Humboldt Fleisher und Charlie Citrine auf tragikomische Weise. In seinem vielschichtigen Roman erzählt Saul Bellow von ihrem Leben und Schreiben, von Liebe und Leid.
'›Humboldts Vermächtnis‹ ist die frechste von Bellows Komödien. Hinter der amüsanten Komödie des ›schwachsinnigen Infernos‹, wie Bellow es nennt, verbirgt sich im Buch der dramatische Kampf zwischen weltlicher Begierde und Angst vor dem Tod.' Philip Roth  

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  • Rezension zu "Humboldts Vermächtnis" von Saul Bellow

    Humboldts Vermächtnis

    Wolkenatlas

    12. March 2009 um 15:08

    Saul Bellows Vermächtnis Saul Bellows (neu übersetzter) Roman „Humboldts Vermächtnis“ ist ein großartiger Roman. Ein Roman, dessen Protagonist Charles Citrine den Leser an seiner Geschichte, seiner Freundschaft und darauf folgender Hassliebe mit dem Autor Von Humboldt Fleisher teilhaben lässt. Zuerst Freunde, dann bittere Feinde. Charles Citrine erzählt auch von seinen Frauen, seinen Erfolgen und Misserfolgen. Einerseits geht es in diesem Buch um die Geschichte zwischen Humboldt und Citrine, die eine dann doch eher überraschende Wendung nimmt. Andererseits geht es in diesem Buch um die Frage nach der Vergänglichkeit und der Wichtigkeit des Ruhms. „Humboldts Vermächtnis“ ist eine Komödie, oder wie Saul Bellow einst in einem Interview zu diesem Buch meinte, ein „schwachsinniges Inferno“. Neben Charles Citrine und Humboldt Fleisher gibt es noch eine kuriose Gruppe von Protagonisten; da gibt es den aufbrausenden und mafiosen Bösewicht, die schmierigen Rechtsanwälte, eine geldgierige Exfrau, die in einem Flugzeugabsturz gestorbene Exfreundin Demmie Vonghel, dämliche Polizisten, kuriose Gestalten in der Sauna, Inhaber von Bestattungsfirmen, die absolute Kontrahenten um die Gunst der schönen, erotischen, wenn auch etwas vulgären Renata sind und einen Freund aus Los Angeles, der zwar kein Geld hat, das Geld von Charles Citrine jedoch gut in ein literarisches Großprojekt steckt. Charles Citrine, möglicherweise mehr Alter Ego als man vermeint, ist ein Künstler, der von geschäftlichen Dingen keine Ahnung hat, der Berater um sich hat, die scheinbar keinen blassen Schimmer haben. Ein Künstler, der immer noch von einem Erfolg in jungen Jahren zehrt. Als Charles Citrine nach Humboldts Tod von einem Vermächtnis erfährt, beginnt für Citrine die größte Reise seines Lebens, eine Reise in sein Innerstes. Mehr möchte ich zum Plot eigentlich nicht verraten. „Humboldts Vermächtnis“ ist ein wirklich großartiger Roman, in bester jüdischer Erzähltradition stehend, bissig, witzig, herrlich komisch (man beobachte die Namensgebung, speziell der italienischen Namen), voll von subtiler Erotik (man lese die Beschreibung von Renatas Busen, nur wenige Worte, aber welche), weise und in erster Linie, eine überzeugend erzählte Geschichte. Saul Bellow war Vorbild und Vaterfigur einer ganzen Reihe von amerikanisch-jüdischen Schriftstellern, man merkt seinen Einfluss bei Philip Roth, Jonathan Safran Foer und vielen anderen. So deutlich, wie in „Humboldts Vermächtnis“, habe ich aber die literarische Herkunft Philip Roths noch nie erlebt. Absolute Empfehlung.

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