Saul Frampton Wenn ich mit meiner Katze spiele - woher weiß ich, dass sie nicht mit mir spielt?

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Inhaltsangabe zu „Wenn ich mit meiner Katze spiele - woher weiß ich, dass sie nicht mit mir spielt?“ von Saul Frampton

„Hier erwacht jener Montaigne zum Leben, der mir beim Übersetzen der Essais vor Augen stand. Ein hervorragendes Buch.“ Hans Stilett

Dass der Tod alles durchdringt, hat Michel de Montaigne viel zu früh lernen müssen. Wahrscheinlich weiß er deshalb am besten, was Leben wirklich heißt. Montaigne spürt dem Leben nach, riecht, schmeckt, hört es. Er findet es in Freundschaft und Eros, im Spiel mit seiner Katze, in Wassermelonen und Wein. Sein Werk ist die Tür zu einer vor Leben strotzenden Welt – Saul Frampton liefert mit diesem außergewöhnlichen Buch den Schlüssel dazu und verführt, sich gemeinsam mit Montaigne aufs Leben einzulassen.

„Wenn du einen Freund hast, den du sehr schätzt, dann triff dich mit ihm. Wenn du jemanden liebst, dann rücke ganz nahe an seine Seite“ – und wenn du wahres Glück finden willst, dann lass dich von Saul Frampton zu Montaigne verführen. Frampton, der britische Montaigne-Kenner, hat „eines der besten Bücher, die jemals über Montaigne geschrieben wurden“ (The Telegraph) verfasst. Hans Stilett, der deutsche Montaigne-Experte und Schöpfer der hochgelobten Gesamtübersetzung der Essais hat es ins Deutsche gebracht. Herausgekommen ist ein Meisterwerk. Wer Montaigne liebt, findet all die Gründe dafür in diesem Buch vereint – alle anderen wird Saul Frampton mit seiner Leidenschaft für den lebensnahsten aller Philosophen anstecken.

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  • Wunderbare Biographie und Darstellung der persönlichen Entfaltung

    Wenn ich mit meiner Katze spiele - woher weiß ich, dass sie nicht mit mir spielt?

    michael_lehmann-pape

    12. May 2013 um 15:14

      Alleine schon das sprachliche Vermögen, die empathische Darstellung und der sehr eingängige Stil lohnen bereits die Lektüre dieser Biographie und „inneren“ Lebensdarstellung Michel de Montaigne´s durch Saul Frampton.   Kenntnisreich nimmt er sich des Lebens dieses französischen Adeligen der ausgehenden Renaissance an, der, dokumentiert in seinen „Essays“ einer der ersten und tiefgehenden „Betrachter seiner selbst und des Lebens“ geworden ist. Ein „grenzenlos Neugieriger“, der sich, der Zeit gemäß, zunächst ganz im äußeren Rahmen des „christlichen Stoizismus“ wieder fand, der sich ab einem gewissen Zeitpunkt fast ganz von der „Welt da draußen“ in seinen Turm zurückzog und nichts anderes tat, als grundlegend und immer tiefer gehend nachdachte.   Die Essenz dieses Nachdenkens, die „Essays“, sind bis heute berührende, in die Tiefe reichende, von einer intensiven Entwicklung zeugende und zu einer solchen anregende und anleitende Schriftstücke, die nichts an menschlicher Aktualität eingebüsst haben.   Ein Mann, der persönliches Leid erlebte, das ihn „für das Leben“ erschüttert hat. Die Kinder, die starben, der Vater, der dahinsiechte, vor allem aber der frühe Tod seines „Seelenverwandten“ und Freundes Etienne de la Boetie. Montaigne selbst drückte aus, das er wohl die Essays nur deswegen schrieb, um seine „Gedanken zu teilen“, weil eben keiner mehr da war, mit dem auf rein sprachlicher Ebene solche „Vertiefungen des Lebens“ hätte betreiben können. Wunderbar arbeitet Frampton im Buch diese menschlichen Beziehungen heraus, die Bedeutung der Freundschaft im Rahmen ihrer immer stärker werdenden Entwicklung zueinander und die Folgen des Freundestodes für Montaigne.   Wie er auch ansonsten empathisch der „inneren Welt“ Montaignes nachgeht und diese in treffende Worte zu fassen versteht. Beileibe keine rein äußere Abhandlung biographischer Stationen ist es, die Frampton vorlegt, sondern eine breite, emotional  treffende und Emotionen transportierende Hinführung zu Montaigne in Leben, Denken und Werk.   „Den Geist bei sich einkehren zu lassen“ und dann zu jedem nur denkbaren Thema, zu allem, was Montaigne begegnete und betraf (von einfachen körperlichen Erscheinungen wie Blähungen über Betrachtungen der Tierwelt bis zu tief reichenden, ganz existentiellen Gedanken „über die Freundschaft, die auch heute noch dem Leser sehr nahe kommen).   Dass „der Geist aufs Engste an den Körper gebunden ist“, dass der Mensch letztlich nur sich hat, dass jede Religion und Dogmatik, die rein jenseitig sich orientiert und den diesseitigen Körper außer Acht lässt, so sehr am „eigentlichen Leben“ vorbeigeht, das ist die Wandlung, die Entwicklung, die Montaigne innerlich genommen hat und die Frampton im Buch genau auch auf den zeitlichen Punkt hin treffend schildert. Mitsamt der dann immer klareren Erkenntnisse Montaignes über die „Schönheit des Lebens“ und die vielen kleinen und größeren Dinge, die dieses Leben ausmachen und lebenswert halten.   Und damit steht auch eine geisteswissenschaftliche „Zeitenwende“ im Raum. Der Vollzug eines Prozesses der „Selbstanalyse“, der konträr zur damaligen Forderung allein zur „Gotteserkenntnis“ und der Abwertung des körperlich-irdischen steht. Strömungen, die Frampton genauso klar aufzeigt.   „Neige mich keiner Seite zu“, da alles relativ und subjektiv ist. Und man sich in all dem selbst zu finden und zu erforschen hat. Eine Grundhaltung Montaignes, die Frampton hervorragend herausarbeitet und dem Leser damit eindrucksvoll mit auf den eigenen Weg gibt.   Eine ganz hervorragende Darstellung des Lebens Michel de Montaignes, seiner inneren Entwicklung und Entfaltung und einer ebenso hervorragende Einführung in das Denken und Werk Montaignes.

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