Sayed Kashua Da ward es Morgen

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Inhaltsangabe zu „Da ward es Morgen“ von Sayed Kashua

Nach seinem überragenden Debüt Tanzende Araber greift der junge arabische Autor mit der israelischen Staatsbürgerschaft das Thema des Grenzgängers erneut auf und entwirft ein apokalyptisches Panorama seiner zerrissenen Gesellschaft: Ein junger Journalist zieht sich mit Frau und Tochter in das arabische Dorf seiner Kindheit zurück, und eine ungewisse Gegenwart mündet in eine bedrohliche Zukunft.

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  • Rezension zu "Da ward es Morgen" von Sayed Kashua

    Da ward es Morgen

    sabatayn76

    27. December 2012 um 16:11

    'Ein historischer Schritt, dass wir aufgehört haben, ein ganzes Volk zu unterdrücken und sein Land zu besetzen.' Inhalt: Nach 12 Jahren kehrt der Ich-Erzähler in sein Heimatdorf zurück. Er ist Araber israelischer Staatsbürgerschaft, hat in der Stadt als Journalist gearbeitet und bezieht nun mit seiner Frau und seiner Tochter ein Haus neben seinem Elternhaus. Eines Tages wird das Dorf von israelischem Militär umstellt und völlig von der Außenwelt abgeriegelt. Bald beginnt ein Kampf um Essen, Wasser und Gerechtigkeit. Mein Eindruck: Sayed Kashua erzählt eindrücklich und realistisch vom Leben der Araber israelischer Staatsbürgerschaft und zieht Vergleiche zu den Palästinensern in den besetzten Gebieten und zur jüdischen Bevölkerung Israels. Dabei berichtet er von den täglichen Repressalien, der Unterdrückung und Entrechtung der Palästinenser in ihrem eigenen Land und beschwört eine düstere und bewegende Vision herauf, die leider allzu real ist. Der Roman liest sich von Anfang an sehr flüssig und ist spannend, doch im Verlauf entwickelt 'Da ward es Morgen' einen extremen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen Rückblenden, in denen der Ich-Erzähler von seiner Kindheit berichtet und sich an einschneidende Erlebnisse erinnert. So entsteht ein sehr komplexer Roman, der sehr glaubwürdig und lebensnah ist. Mein Resümee: Wer selbst Araber israelischer Staatsbürgerschaft kennt und / oder sich bereits intensiver mit dem Leben der Palästinenser in den besetzten Gebieten und auf israelischem Staatsgebiet beschäftigt hat, wird hier vieles wiedererkennen, was nicht nur Vision, sondern bittere Wahrheit ist. 'Da ward es Morgen' ist ein ebenso spannender wie wichtiger und beeindruckender Roman - sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Da ward es Morgen" von Sayed Kashua

    Da ward es Morgen

    WinfriedStanzick

    19. September 2011 um 16:25

    Nachdem Kashuas Romandebüt „Tanzende Araber“ von der Kritik in Europa sehr positiv aufgenommen wurde, erscheint nun sein zweiter Roman „Da ward es Morgen“ zeitgleich in Israel und in Deutschland. Die Übersetzungen ins Englische und Französische werden – wie beim ersten Buch – sicher folgen. Sayed Kashua, Jahrgang 1975, ist ein arabischer Journalist und Autor mit israelischer Staatsbürgerschaft. Er lebt im palästinensischen Teil des Dorfes Beit Safafa bei Jerusalem. Schon durch diese beiden Angaben wird die ganze Problematik seiner Existenz deutlich: hin- und hergerissen zwischen arabischer und moderat-islamischer Identität und gleichzeitiger Kritik an der Rückständigkeit seiner Glaubensbrüder auf der einen und seiner Identität als israelischer Staatsbürger und gleichzeitiger Kritik an der Palästinenserpolitik der israelischen Regierung auf der anderen Seite, zeichnet er, mit viel biographisch geprägtem Einfühlungsvermögen, seine Hauptfigur. Ein ehemals in der Stadt erfolgreicher Journalist zieht mit seiner Frau und seinem Kind in sein ehemaliges Dorf zurück, das er vor über einem Jahrzehnt zum Studium verlassen hatte. Schon damals haben sich die Bewohner inmitten der jüdischen Bevölkerung als Außenseiter gefühlt. Er findet sich nicht mehr zurecht, denn zu weit hat er sich durch sein Studium und sein Leben in der Stadt von der Kultur seines Dorfes entfernt. Die von Sayed Kashua fiktiv angenommenen Friedensverhandlungen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten und dem palästinensischen Präsidenten nach dem Ende der Zweiten Intifada stürzen das Dorf und seine Bewohner in große Verwirrung, denn es scheint Teil des großen Planes zu sein, das Dorf den Palästinensergebieten zuzuschlagen. Als eines Tages das Dorf komplett von der israelischen Armee abgeriegelt wird, ist das Dorf sogar bereit, von sich aus mehrere hundert Palästinenser aus den besetzten Gebieten des Westjordanlandes und des Gazastreifens an die israelische Armee auszuliefern, um einen Abzug der Soldaten zu bewirken. Besonders in der Schilderung dieses Vorgangs zeigt sich die Kritik und auch die Abscheu des Autors vor der heuchlerischen und verlogenen Haltung seiner Landsleute. Sie, die jahrelang von der billigen Arbeitskraft der Palästinenser gelebt haben, indem sie als israelische Staatsbürger Baufirmen ohne Ende gegründet und ihre Glaubensbrüder als billige Sklavenarbeiter ausgebeutet haben, sind bereit sie um des eigenen Vorteils willen dem sogenannten Feind als Geiseln zu opfern. Das Buch, das sich liest, wie ein Tatsachenbericht aktueller Geschehnisse, ist in seiner Vision voller Sprengkraft. Gleichzeitig atmet es wenig Hoffnung für die Situation der Palästinenser. Es ist, als würden durch den Autor die Ergebnisse des dritten, unter der Ägide der UN verfassten Arab Human Development Report bestätigt, die von einem völligen kulturellen und politischen Versagen der arabischen Welt schreibt. Dies ist umso bemerkenswerter, als die Autoren ausschließlich arabische Intellektuelle und Akademiker sind ( ähnlich wie die Hauptfigur in Kashuas Roman). Zitat: „Fremde Intervention hin oder her – die Freiheit wird von zwei Sorten (innerer) Machtausübung bedroht: von undemokratischen Regimen sowie von Tradition und Tribalismus, die im Gewande des Glaubens auftreten.“ Wer eine weniger wissenschaftliche Beschreibung der Vorgänge, speziell in Palästina vorzieht, dem sei der Roman von Sayed Kashua dringend ans Herz gelegt. Er ist erfrischend undogmatisch, nicht antijüdisch, und doch auf eine schmerzhafte Art und Weise dem Schicksal seines Volkes verbunden. Man wird mit Sicherheit von diesem Autor noch hören.

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  • Rezension zu "Da ward es Morgen" von Sayed Kashua

    Da ward es Morgen

    papalagi

    26. June 2009 um 09:15

    Bedrückender Bericht eines arabischen Journalisten, der in das Dorf seiner Kindheit zurückkehrt und da mit seiner Familie lebt. Die Enge der "Grossfamilie" wird noch enger dadurch, dass das Dorf abgeriegelt wird, und niemand mehr rauskommt.

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