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Berlin_Verlag

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Liebe LovelyBookers,

diesmal wollen wir etwas Neues probieren:

Wir verlosen 20 Exemplare von Sayed Kashuas Debütroman TANZENDE ARABER – und 20 FREIKARTEN für den Film MEIN HERZ TANZT, der auf Kashuas Roman beruht und am 21. Mai in die deutschen Kinos kommt. Dafür wollen wir von euch eine Doppelrezension, eine vom Buch, eine vom Film.

In seinem mutigen ersten Roman erzählt Sayed Kashua von der schmerzhaften Erfahrung einer gescheiterten Assimilation: weder in der arabischen noch in der jüdischen Welt, in ihren Traditionen, ihrem Alltag, findet der Held — ein junger israelischer Palästinenser — eine Heimat. Von israelischen Kritikern, unter ihnen die Autorin Batya Gur, als große Entdeckung und »Shooting Star« der hebräischen Gegenwartsliteratur gefeiert.

Aufgewachsen ist er in dem arabischen Dorf Tira, mit der Legende seines 1948 ums Leben gekommenen Großvaters und einem ehrgeizigen Vater, der in seiner Jugend die Universitätscafeteria in die Luft gejagt und dafür zwei Jahre im Gefängnis gesessen hat und nun hofft, dass sein Sohn Pilot wird oder zumindest der erste Araber, der eine Atombombe baut. Der Sohn stellt sich allerdings als »Feigling« heraus, genau wie seine Brüder: »Mein Vater versteht nicht, warum ich und meine Brüder so geworden sind. Wir können nicht einmal eine Fahne zeichnen. Er sagt, dass andere Kinder — manche sind sogar jünger als wir — durch die Straße marschieren und dabei »PLO — Israel NO« singen, und dann wirft er mir vor, dass ich wahrscheinlich nicht einmal weiß, was PLO heißt.« Der Erzähler flüchtet sich hinter eine Vielzahl von Masken und muss doch verzweifeln an dem unauflösbaren Konflikt der Identitätsfindung — weder in der arabischen noch in der jüdischen Welt findet er eine innere Heimat. Ein mutiges und hellsichtiges Buch, dessen sanfte Selbstironie und melancholischer Witz überraschen.

Und das müsst ihr tun, wenn ihr dabei sein wollt:

Guckt euch den Trailer zum Film an, lest die Leseprobe, und sagt uns dann, warum ihr dabei sein wollt. 

Trailer:


Leseprobe: www.berlinverlag.de

Herzliche Grüße aus dem Berlin Verlag

Autor: Sayed Kashua
Buch: Tanzende Araber

cyrana

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Ich habe mir gerade den Trailer angeschaut (die Leseprobe muss ich noch suchen und ergänze das später) und diesen Film möchte ich auf jeden Fall sehen! Ich habe vor einiger Zeit als Hörbuch "Der Verräter von Bethlehem" von Matt Beynon Rees gehört, in dem es um einen palästinensischen Ermittler geht, der zwischen Christen, Juden und Palästinensern (v)ermittelt. Schon da dachte ich, dass ich mich unbedingt näher mit diesem Teil der Geschichte und Politik beschäftigen möchte.
Die Leseprobe hat mir auch sehr gefallen und mich noch neugieriger auf die Problematik gemacht.
Der Protagonist dieses Filmes/Buches muss auch seinen eigenen Weg finden zwischen Palästinensern und Juden, die leider immer noch eine so schwierige und verfahrene Beziehung zueinander haben, an der die Europäer nicht unschuldig sind. Aber es scheint in diesem Film auch witzige Momente zu geben, die erst im zweiten Moment nachdenklich stimmen, was mir an dem Trailer sehr gefallen hat. Ich gehe sehr gerne ins Kino und lese natürlich sehr gerne und viel.
Ich stelle mir bei diesem Buch auch gut eine Diskussion über die aktuelle Situation in Israel und Palästina vor.
Und wenn Batya Gur dieses Buch empfiehlt, dann spricht es natürlich auch für das Buch.
Ich lasse mich gerne auf das Experiment dieser doppelten Lese- und Filmrunde ein und wäre sehr gerne dabei.

seschat

vor 2 Jahren

Bewerbung/Ich möchte mitlesen

Eine starke, berührende Story!
Der Trailer macht unheimlich Lust auf den Film und den Roman. Es geht um einen Palästinenserjungen zwischen zwei religiösen Welten - Islam und Judentum. Von beiden Seiten wird er herumgeschubst und nicht akzeptiert. Er hadert mit sich, verliebt sich als Araber in eine Jüdin und findet einen jüdischen, behinderten Freund, was eine Menge Konfliktpotenzial im Staat Palästina, der einem revolutionären Pulverfass gleicht, bietet. Hier ist eine normale, vorurteilsfreie Jugend nicht möglich. Gerade deshalb finde ich den Ansatz der Geschichte/des Films mutig, er will aufklären, ohne zu belehren und Menschen mit verschiedener Konfession zusammenführen, weil sie nun einmal Menschen sind, unabhängig ihres Glaubens.
Auch die Leseprobe ist wie der Film sehr beeindruckend.
Vor allem der Teil, als der Protagonist das Familiengeheimnis hinter dem blauen Koffer der verstorbenen Großmutter kennenlernt.
Ich verspreche mir von dieser Lese-/Filmrunde mehr Wissen über den sog. Nahostkonflikt zu erwerben und dadurch ein besseres Verständnis über die israelischen Verhältnisse zu erlangen.

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Orisha

vor 2 Jahren

Leseabschnitt 5: S. 221 – Ende
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So nun auch endlich zu Ende gelesen. Der letzte Abschnitt ist etwas weniger melancholisch. Ich verstehe Yama aber auch nicht so richtig. Er hasst seine Frau, wie l sie ihn arabisch aussehen lässt. Warum hat er sie denn dann geheiratet. Er hatte doch die Wahl und wenn ihm ein nicht-arabisches Aussehen so wichtig ist, dann hätte er sich doch nicht auf sie einlassen sollen. Er wird, je erwachsener er wird, immer unsympathischer. Den Zwiespalt seiner zerrissenen Identität kann ich ja durchaus verstehen. Jeder sucht seinen Platz im Leben, aber er findet ihn eben gar nicht und reduziert sich aus meiner Sicht, aus zu sehr auf diese eine Identität (ich glaube ja das man mehrere besitzt) und er macht auch so gar nichts daraus, weshalb ich den Unmut seines Vaters durchaus verstehen kann.

Orisha

vor 2 Jahren

Fazit / Rezensionen: Buch

Lieber Berlin-Verlag,

vielen Dank für diese besondere Leserunde, für Buch und Film, die mich zu Nachdenken angeregt haben.

http://www.lovelybooks.de/autor/Sayed-Kashua/Tanzende-Araber-145034090-w/rezension/1161141510/

Kein leichtes fröhliches Buch, aber ein wichtiges Buch, wie ich finde!

kruemelhino

vor 2 Jahren

Fazit / Rezensionen: Film
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Der junge Palästinenser Eyad bekommt die einmalige Chance ein angesehenes Internat in Jerusalem zu besuchen. Eyad fällt auf. Nicht nur aufgrund seines Namens, sondern auch aufgrund seiner Aussprache und seines allgemeinen Benehmens. Als er sich auch noch Hals über Kopf in die jüdische Mitschülerin Noemi verliebt, sind Ausgrenzungen vorprogrammiert. Durch den im Rollstuhl gefangenen Yonatan, mit dem Eyad schließlich Freundschaft schließt, eröffnen sich Eyad mit der Zeit unerwartete Möglichkeiten. Eyad bedient sich Yonatans Identität und erlangt dadurch Gelegenheiten, die ihm zuvor als Araber verwehrt geblieben sind...

Regisseur Eran Riklis hat mit seiner Buchverfilmung zu 'Tanzende Araber' seine eignen inhaltlichen Schwerpunkte herausgebildet und mit der Darstellung von zwischenmenschlichen Beziehungen auf die breite Masse gesetzt.

Die Beziehung zwischen Noemi und Eyad erinnert schon sehr stark an eine Geschichte à la Romeo & Julia in Jerusalem. Dabei wird Noemis Zerrissenheit gut eingefangen. Der Ausgang dieser Beziehung erscheint dem Zuschauer verständlich. Anders verhält es sich zu der Freundschaft zwischen Eyad und Yonatan. Als tiefgründig kann man deren Verhältnis kaum bezeichnen, denn dafür wird ihr viel zu wenig Spielzeit geboten. Ein wenig Dark-Wave-Musik, die eine entsprechende Stimmung passend zu Yonatans Krankheit erzeugen soll, reicht mir allerdings nicht aus, um eine tiefere Bindung zwischen den beiden aufzuzeigen.

Aufgrund der optischen Ähnlichkeit zwischen Yonatan und Eyad ist die Identitätsübernahme durch Eyad eigentlich schon wieder logisch und konsequent. Dem Zuschauer wird damit seine eigene fehlende Identität und kulturelle Zugehörigkeit als offensichtlich vermittelt.

Dennoch, filmisch fehlt es einfach zu einem ganz großen Kinoereignis. Der angepriesene Witz ist nur zu Beginn des Films, Eyads Kindheit, zu finden. Mit dem Internatsbesuch fällt der Film zunehmend ernst aus. Ist man mit dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser nicht bestens vertraut, so können auch hier einige Verständnisschwierigkeiten beim Zuschauer auftauchen. Nicht jeder Dialog / jede Anspielung erschließt sich beim ersten Hören.

Fazit: Eine leicht überdurchschnittliche Verfilmung eines schwierigen Buchs, welche bei mir aber keine großen Emotionen hervorgerufen hat.

Anchesenamun

vor 2 Jahren

Fazit / Rezensionen: Buch

Vielen Dank, dass ich mitlesen durfte. Leider hab ich keinen Bezug zu dem Buch gefunden und habe mir wirklich schwer damit (und auch mit der Rezension) getan.

Meine Rezension

auf meinem Blog
http://schatzichwilleinbuchvondir.blogspot.de/2015/06/rezension-tanzende-araber-von-sayed.html

auf LB
http://www.lovelybooks.de/autor/Sayed-Kashua/Tanzende-Araber-145034090-w/rezension/1161853009/1161857841/

auf "Was liest du?"
http://wasliestdu.de/rezension/wichtiges-thema-aber-fuer-mich-nicht-gut-umgesetzt-langweilig-trist-verwirrend

Ich kann die Rezi auch auf Amazon hochladen, das mache ich aber bei Bewertungen unter 3 Sterne nur, wenn es wirklich gewünscht wird.

irismaria

vor 2 Jahren

Dank Poststreik ist mein Buch erst heute angekommen. Ich fange dann demnächst damit an.

irismaria

vor 2 Jahren

irismaria schreibt:
Dank Poststreik ist mein Buch erst heute angekommen. Ich fange dann demnächst damit an.

Habe das Buch im Urlaub gelesen. Rezi folgt demnächst.

irismaria

vor 2 Jahren

Fazit / Rezensionen: Buch

Ich habe das Buch nicht gewonnen, sondern ertauscht. Hier ist meine Rezi:

http://www.lovelybooks.de/autor/Sayed-Kashua/Tanzende-Araber-145034090-w/rezension/1170843377/

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