Saygin Ersin Der Meisterkoch

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Inhaltsangabe zu „Der Meisterkoch“ von Saygin Ersin

Istanbul um 1600, Blütezeit des Osmanischen Reichs. Im Topkapi-Palast kommt ein außergewöhnliches Kind zur Welt, der junge Pascha verfügt über einen absoluten Geschmackssinn. Als der Sultan all seine männlichen Verwandten ermorden lässt, überlebt der Junge das grausame Massaker mithilfe des Küchenchefs. Ihm gelingt die Flucht, und er beginnt seine Lehrjahre. In Bagdad studiert er Sternen- und Naturheilkunde, auf der Insel Hormus unterweist ihn die Herrin der Aromen in Gewürzkunde, und die symbolische Meisterschaft verleiht ihm ein Bibliothekar in Alexandria. Als Meisterkoch kehrt er zurück nach Istanbul, wo er seine große Liebe Kamer, die begnadete Tänzerin, wiederfinden will. Und er hat sich geschworen, Rache zu nehmen für die Ungerechtigkeiten, die ihm als Kind widerfahren sind. Schließlich wähnt er sich am Ziel seines Strebens: die legendäre Palastküche, Inbegriff aller kulinarischer Wonnen, raffiniertester Intrigen und gefährlicher Eifersucht …

märchenhaft, nicht ganz meine Sparte

— NBiermann

Mischung aus historischen Roman und Märchen, mit etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil

— Engel1974

Ein tolles Buch!

— gedankenlabor

Wie ein Märchen aus 1001 Nacht

— tardy

Ein Genussbuch, ein Meisterwerk für uns Leser!

— Monika58097

Einfach sagenhaft, wie farbenprächtig und opulent es hier zugeht! Fallenlassen und in der Geschichte schwelgen!

— TochterAlice

Orientalisches Märchen über einen Geschmacksbeherrscher,der meinen aber nicht vollkommen getroffen hat.

— hannelore259

Orientalisch, bunt, voller Esprit und Lebensfreude, machtvoll und märchenhaft. Ein Roman der die Kraft der Herzenswünsche propagiert.

— jenvo82

Märchenhafte Geschichte aus dem Orient. Spannend und gut zu lesen.

— Wichella

Eine spannende Reise in die Welt wie in 1001 Nacht

— katrin297

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  • Leserunde zu "Der Meisterkoch" von Saygin Ersin

    Der Meisterkoch

    AtlantikVerlag

    In diesem Buch steckt eine große Prise Wunder: Beim Lesen wirst du den Duft von Zimt riechen können, die Farbe gebratener Auberginen sehen und vielleicht sogar das Klappern der Kochtöpfe hören. Der Meisterkoch ist ein Roman für alle Sinne – mit köstlichen Speisen, gefährlichen Rezepten und der großen Liebe ... ein kulinarisches Märchen! Zum Buch Istanbul um 1600, Blütezeit des Osmanischen Reichs. Im Topkapi-Palast kommt ein außergewöhnliches Kind zur Welt, der junge Pascha verfügt über einen absoluten Geschmackssinn. Als der Sultan all seine männlichen Verwandten ermorden lässt, überlebt der Junge das grausame Massaker mithilfe des Küchenchefs. Ihm gelingt die Flucht, und er beginnt seine Lehrjahre. In Bagdadstudiert er Sternen- und Naturheilkunde, auf der Insel Hormus unterweist ihn die weise Itılar in Gewürzkunde, die Lehre der Geschmacksrichtungen, und die symbolische Meisterschaft verleiht ihm ein Bibliothekar in Alexandra. Als Meisterkoch kehrt er zurück nach Istanbul, wo er seine große Liebe Kamer, die begnadete Tänzerin, wiederfinden will. Und er hat sich geschworen, Rache zu nehmen für die Ungerechtigkeiten, die ihm als Kind widerfahren sind. Schließlich wähnt er sich am Ziel seines Strebens: die legendäre Palastküche, Inbegriff aller kulinarischer Wonnen, raffiniertester Intrigen und gefährlicher Eifersucht ... Zum Autor Saygın Ersin, 1975 in Manisa/Westanatolien geboren, studierte Soziologie und arbeitete anschließend als Journalist. Heute lebt er als Drehbuchautor und Schriftsteller in Izmir.Wir möchten mit Euch gemeinsam und exklusiv vor Veröffentlichung am 5. Oktober Der Meisterkoch lesen und diskutieren. Dafür stellen wir Euch 20 Exemplare zur Verfügung.Ihr könnt Euch bewerben, indem Ihr uns in einem Kommentar folgende Frage beantwortet:Welche Zutat gibt deinen Gerichten eine Prise Wunder?Viel Glück!

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  • Der Geschmacksbeherrscher

    Der Meisterkoch

    Cupcakes2

    19. November 2017 um 15:24

    Als der Sultan all seine männlichen Verwandten ermorden lässt, gelingt es dem Küchenmeister, als kleiner Junge zu fliehen. Er findet Zuflucht in der Sultansküche. Meister Isfendiyar packt den Knaben und versteckt ihn in einem grossen Kessel. Dem Meister war damals bereits bekannt, dass der Junge eine außergewöhnliche Begabung hat, denn er ist ein Geschmacksbeherrscher. Sofort lässt er ihn zu Meister Âdem bringen, bei dem der Meister selbst einmal in die Lehre ging. Von diesem Tag an, durchlief der Küchenmeister verschiedene Stationen seiner Ausbildung. In dieser Zeit verliebt er sich in eine schöne Tänzerin, die hinter den Haremmauern unerreichbar für ihn ist. Wird es ihm gelingen, als Küchenmeister mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten sich seiner grossen Liebe zu nähern?Mit dem Roman befinden wir uns um 1600 in Istanbul. Der Autor Saygin Ersin hat den Schreibstil der Zeit angepasst. Dies ist ihm sehr gut gelungen. Es ist eine märchenhafte Geschichte, in denen man die einzelnen Handlungen direkt vor Augen hat. Die Schauplätze werden gut beschrieben. Das Kochen und Backen ist auch meine Leidenschaft. Hier wird der Leser von den vielen Aromen und Gewürzen regelrecht überrascht. Leider sind keine Rezepte im Buch vorhanden, was ich sehr schade finde. Gerne hätte ich ein Rezept vom begabten Küchenmeister nachgekocht. Ich kann den Roman gut weiterempfehlen, denn hiermit kann man in eine andere Welt eintauchen. 

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  • Die Liebe geht durch den Magen...und vieles andere auch

    Der Meisterkoch

    hannelore259

    10. November 2017 um 12:56

    Der Klappentext ließ mich hier vermuten dass es sich um einen historischen Roman, spielend im osmanischen Reich um 1600, handelt, weswegen ich ihn auch prompt lesen wollte!Inhalt (Klappentext):Zur Blütezeit des osmanischen Reiches kommt im Topkapi-Palast ein außergewöhnliches Kind zur Welt: Der junge Pascha verfügt über einen absoluten Geschmackssinn. Als der Sultan all seine männlichen Verwandten ermorden lässt, überlebt der Junge das Massaker mit Hilfe des Küchenchefs. Ihm gelingt die Flucht, und er beginnt seine Lehrjahre. Im Tempel der Genüsse, wo er sein Handwerk erlernt, verliebt er sich in die schöne Kamer, eine begnadete Tänzerin. Doch Kamer ist hinter Haremsmauern unerreichbar für ihn. Um zu vergessen, studiert er in Bagdad Sternen- und Naturheilkunde, auf der Insel Hormus unterweist ihn die Herrin der Aromen in Gewürzkunde, und den symbolischen Meisterschlag verleiht ihm ein Bibliothekar in Alexandria. Als Meisterkoch kehrt er zurück, wo er alles daran setzt, Kamer wiederzufinden.Doch wenn man in die Geschichte eintaucht, wird deutlich, dass man ein Märchen vor sich hat. Kein schlechtes, doch für meine Erwartungshaltung war es einfach zu märchenhaft. Anfangs war ich noch total hingerissen. Der Autor versteht es mit seiner Sprache Bilder von köstlichen Speisen zu erschaffen, einem den Orient näherzubringen, so dass man sich oft fühlte als wäre man ein Mäuschen in der Küche und würde den Geruch der Köstlichkeiten in der Nase haben. Teilweise habe ich mir gewünscht, dieser begnadete Koch würde in meiner Küche stehen und mir seine Gerichte kredenzen.Doch als der Meisterkoch beginnt, mit zauberhaften Formeln sein Essen zu beschwören, wurde es mir doch eine Prise zuviel Magie. Außerdem hat mich die Art, wie der Meisterkoch seinen Plan geschildert hat, doch etwas genervt. Diese Andeutungen, ohne konkret zu werden, das hätte man meiner Meinung nach auch weglassen können, da ja im weiteren Verlauf sowieso die gesamte Geschichte erzählt wurde.Was mir allerdings sehr gefallen hat, waren die verschiedenen Ausflüge in die Wissenschaft. Dabei werden vor allem die Astrologie und Naturheilkunde angesprochen, die beiden Gebiete die der Küchenmeister für seine Gabe als Geschmacksbeherrscher am meisten benötigt. Teilweise wird das Buch sogar ein bißchen spirituell, was mich als Skeptiker dann doch wieder zurückgehalten hat, meine Wertung höher ausfallen zu lassen.Trotzdem ist es eine Geschichte, die ich gern gelesen habe und der ich viele märchenbegeisterte Leser wünsche, die auch als solche an den Roman gehen.

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  • Rezension zu "Der Meisterkoch" von Saygin Ersin

    Der Meisterkoch

    aba

    10. November 2017 um 11:12

    Eine Geschichte, die nie zu Ende gehen sollDie Osmanen waren dafür bekannt, dass sie alles andere als geizig waren. Am Essen vor allem haben sie nicht gespart, aus der einfachsten Mahlzeit haben sie ein Fest gemacht. Von ihren Köchen haben die Sultane alles und noch mehr verlangt. Das Beste vom Besten war für sie nicht gut genug. Um den Ansprüchen des Sultans gerecht zu werden und die Produktion gigantischer Mengen von Speisen zu garantieren - 4000 Serailbewohner mussten satt zu kriegen sein -, hatte die Residenz des Sultans, der Topkapı-Palast, mehrere Küchen und hunderte von Köchen. Allein dem Sultan standen 32 unterschiedliche Gerichte pro Mahlzeit zu.Eines Tages kommt ein Mann in die Palastküchen. Mit seinen Kochkünsten verschafft er sich spielend leicht Zugang zu diesen heiligen Räumen. In kürzester Zeit gelingt ihm etwas, worauf andere ein ganzes Leben lang hinarbeiten müssen: für den Sultan persönlich zu kochen. Allerdings verfolgt dieser Mann ein ganz anderes Ziel, als nur für den Monarch kochen zu dürfen.Wer ist dieser begabte Küchenmeister und was sind seine Pläne?Der türkische Schriftsteller Saygın Ersin erzählt in "Der Meisterkoch" die Geschichte von einem hochtalentierten Koch, der eine ungewöhnliche Karriere macht und nach Größerem strebt.Istanbul ist das Zentrum des Osmanischen Reichs. Hier steht der Topkapı-Palast, aus dem der Sultan über dem Orient herrscht. Der Küchenmeister hat sein eigenes Reich: die Geschmäcke. Er kennt ihre Geheimnisse und ihre Wirkung auf die Menschen. Sein Talent möchte er gezielt einsetzen, um seine Pläne durchzusetzen.Saygın Ersin ist mit dem Küchenmeister eine unglaublich faszinierende Romanfigur gelungen, die er mit einer starken, zielstrebigen und unbeugsamen Persönlichkeit ausgestattet hat. Obendrein hat er diesem Küchenmeister ein besonderes Charisma verliehen - eine Mischung aus Charme und enigmatischer Anziehungskraft -, mit dem er andere Menschen dazu bringt, nach seinen Vorstellungen zu handeln.Dieser Roman ist eine spannende und fesselnde Geschichte. Vieles bleibt im Dunkeln, der Leser muss ständig über die Beweggründe des Küchenmeisters rätseln, und darauf warten, ob der Plan Erfolg hat. Man fragt sich immer wieder, wie weit der Küchenmeister bereit ist zu gehen, um diesen in die Tat umzusetzen.Weitere Qualitäten dieses Romans sind das Märchenhafte und das Magische. Qualitäten, die in keiner orientalischen Geschichte fehlen dürfen und die das Leben und den Beruf des Küchenmeisters prägen. Denn dieser Koch ist nicht einfach nur ein Koch, er ist ein "Geschmacksbeherrscher", der eine lange und komplizierte Ausbildung absolvieren musste, um diesen Titel tragen zu dürfen, denn ein Geschmacksbeherrscher kann über Schicksale entscheiden.Saygın Ersin schildert den Weg des Küchenmeisters zum Geschmacksbeherrscher sehr ausführlich. Elemente aus der Wissenschaft, der Spiritualität und der Naturheilkunde werden in ihrer ganzen Komplexität dargestellt, es wird deutlich, dass der Küchenmeister Macht und Wissen besitzt, und dass er nicht ganz ungefährlich ist.Meine Lieblingsszenen aber waren die, in denen der Küchenmeister, der während der ganzen Geschichte namenlos bleibt, Speisen zubereitet, die ihm als Werkzeug, manchmal sogar als Waffen, in der Umsetzung seiner Pläne dienen. Da ich mich nicht immer mit übersinnlichen Wahrnehmungen identifizieren kann, habe ich mich jedes Mal sehr gefreut, wenn er gekocht hat. Für mich hätte das ganze Buch aus nur solchen Passagen bestehen können. Ich habe immer wieder die Augen zugemacht und mir vorgestellt, dass ich dem Küchenmeister bei der Zubereitung der sultanswürdigen Speisen zusehe. Geträumt habe ich sogar davon, dass er für mich kocht und ich in der Lage bin, seine majestätischen Gerichte zu schätzen."Der Meisterkoch" ist eine emotionale, mitreißende und intelligente Geschichte, die mit dem Küchenmeister als Hauptcharakter starbesetzt ist, und deren magische und geheimnisvolle Atmosphäre zum Träumen verleitet.Es ist ein wunderbarer Roman, von dem man sich wünscht, dass er nie zu Ende geht.

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  • Ein orientalisch-kulinarisches Lese-Highlight!

    Der Meisterkoch

    Nabura

    07. November 2017 um 22:01

    Im Haus des Kaufmanns Zumrützade hat sich für den Abend hoher Besuch angekündigt: Der Waffenmeister des Sultans, bekannt für seine hohen und unberechenbaren Ansprüche beim Essen. Nach den ersten köstlichen Gängen kommt es zum Eklat: Es wird Lauch serviert, den der Waffenmeister, wie alle wissen, verabscheut. Umso erstaunlicher ist es, dass er probiert, bevor er davonstürmt, und den Koch am nächsten Tag in den Sultanspalast beordert. Dort soll er ihm fortan zwei Mahlzeiten täglich zubereiten. Für den Meisterkoch bedeutet es, das alles nach Plan verlaufen ist: Der junge Mann, der angeblich über den absoluten Geschmack verfügt, ist jetzt dort, wo er sein will. Doch er strebt noch etwas viel Größeres an – nicht aus Machtstreben, sondern aus Liebe.Das orientalische, golden schimmernde Cover des Buches ist ein echter Hingucker, der dafür sorgte, dass ich mehr über die zwischen den Buchdeckeln wartende Geschichte erfahren wollte. Diese spielt in Istanbul um 1600 und die goldenen Motive des Covers zeigen schon, dass es vor allem um das Kochen geht. Schon auf den ersten Seiten werden die servierten Speisen, die beim Besuch des Waffenmeisters im Haus des Kaufmanns serviert werden, so köstlich beschrieben, dass man am liebsten selbst davon gekostet hätte.Doch die erste dramatische Wendung lässt nicht lange auf sich warten. Der Waffenmeister probiert den ihm verhassten Lauch, der ihm zu schmecken scheint, und poltert dann hinaus; der Schatzmeister, der ihn begleitet hat, erleidet nach einigen Löffeln eine merkwürdige Lähmung, und im Nu findet sich der Meisterkoch im Sultanspalast wieder. Ich war erstaunt, dass er scheinbar genau das bezwecken wollte und war gespannt, mehr über seine Pläne und seine Begabung zu erfahren.An der Seite des Meisterkochs in das Leben in der Küche des Sultanspalasts einzutauchen war eine wundersame Erfahrung. Sie war zu jener Zeit als die größte Küche der Welt bekannt, und in ihr geht es zu wie in einem Bienenstock. Ich fand es interessant, mehr über die dort herrschende Hierarchie zu erfahren und wie sie organisiert ist. Jedes Mal, wenn der Meisterkoch zu seinen Messern greift, wird in einer anschaulichen Sprache absolut schmackhaft beschrieben, wie er die Speisen zubereitet und dafür sorgt, dass sie ganz besondere Wirkungen entfalten. Doch was will er damit bezwecken?Diese Frage wird bald mittels Rückblenden beantwortet, welche abwechselnd zur Handlung im Sultanspalast erzählt werden. Man erfährt, woher er stammt, von wem seine Begabung entdeckt wurde, wo er diese zu nutzen gelernt hat und wie er sich schließlich verliebt hat. Wehmütig blickt er immer wieder auf die Jahre zurück, die ihn zu einem tragischen Charakter gemacht und ihm schließlich ein klares Ziel gegeben haben, dem er sich vollends verschrieben hat. Die Rückblicke erklären auch, woher er über bestimmte sehr hilfreiche Kontakte verfügt, die ihm seine Hilfe anbieten. Was genau er bereit ist zu tun, wird meist erst verraten, wenn das gewünschte Ergebnis eingetreten ist oder eben nicht, sodass man gespannt bleibt, was die nächsten Schritte sein werden. Einige Auswirkungen sind durchaus drastisch, doch der Meisterkoch konnte mich mit seinem ungebrochenen Willen beeindrucken. Der Hauch Magie, welcher der Gabe des Meisterkochs innewohnt, führt zu manch überraschender Entwicklung, die mich staunen ließ.In „Der Meisterkoch“ kommt der gleichnamige Protagonist als Koch des Waffenmeisters in die Küche des Sultanspalasts, wo er einen größeren Plan nicht aus Machtstreben, sondern aus Liebe verfolgt. Die schmackhafte Beschreibung seiner Arbeit mit ein wenig Magie, seine tragische Geschichte und sein starker Wille ließen mich tief in die Geschichte eintauchen. Auch ohne kosten zu können wurde ich von den Künsten des Meisterkochs bezaubert. Dieses orientalisch-kulinarische Märchen war für mich ein echtes Lese-Highlight!

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  • Mischung aus historischen Roman und Märchen, mit etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil

    Der Meisterkoch

    Engel1974

    07. November 2017 um 09:33

    „Der Meisterkoch“ ist ein historischer Roman aus der Feder des 1975 in Manisa / Westanatolien geborenen Autoren Saygin Ersin. Um was geht es? Istanbul um 1600, in der Küche des Sultans zieht ein neuer Koch ein. Da er soviel Talent hat und genau herausschmecken kann welche und wie viele Gewürze in die jeweiligen Speisen gehören wird er von Allen nur der „Meisterkoch“ genannt. Mit seinen Speisen verzaubert er regelrecht die Menschen, doch nicht sein kulinarischer Ehrgeiz hat ihn in die Küche des Sultans geführt, seine Absichten sind ganz anderer Natur. Meinung: Das Cover in rot- und Gold-Tönen ausgestattet ist wunderschön und erinnert an ein Märchenbuch aus „1001 Nacht“. Und so wie dieses Buch an ein Märchenbuch erinnert ist auch die Handlung eine Mischung aus historischen Roman und Märchen, es wird mit viel Poesie, „Zauber“ und am Ende Fantasy aufgewartet. Dennoch ist die Lektüre nicht einfach so nebenbei zu lesen, der Roman ist schon aufgrund des schwerfälligen und gewöhnungsbedürftigen Schreibstiles keine „leichte Kost“. Der Protagonist ist so wie die Handlung anfangs sehr geheimnisvoll. Leider wird er bis weit über den Mittelteil hinaus nur als der „Meisterkoch“ bezeichnet. Einen Namen bekommt er erst später. So blieb er mir leider sehr „Gesichtslos“, es viel mir schwer mir ein Bild von ihm zumachen, geschweige denn mich richtig in ihn hineinzuversetzen. Im ganzen Roman blieb er mir leider sehr farblos und fern. Was dem Autoren hervorragend in diesem Roman gelungen ist, mich, als Leser von kulinarischen Gerichten träumen zu lassen. Immer wenn von kochen, Speisen und Gerichten die Rede war, konnte ich den Duft dieser förmlich in der Luft riechen. Fazit: Mischung aus historischen Roman und Märchen, mit etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil

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  • "Der Meisterkoch" von Saygin Ersin

    Der Meisterkoch

    gedankenlabor

    02. November 2017 um 18:34

    DER MEISTERKOCH von SAYGIN ERSINIstanbul um 1600, Blütezeit des Osmanischen Reichs. Im Topkapi-Palast kommt ein außergewöhnliches Kind zur Welt, der junge Pascha verfügt über einen absoluten Geschmackssinn. Als der Sultan all seine männlichen Verwandten ermorden lässt, überlebt der Junge das grausame Massaker mithilfe des Küchenchefs. Ihm gelingt die Flucht, und er beginnt seine Lehrjahre. In Bagdad studiert er Sternen- und Naturheilkunde, auf der Insel Hormus unterweist ihn die Herrin der Aromen in Gewürzkunde, und die symbolische Meisterschaft verleiht ihm ein Bibliothekar in Alexandria. Als Meisterkoch kehrt er zurück nach Istanbul, wo er seine große Liebe Kamer, die begnadete Tänzerin, wiederfinden will. Und er hat sich geschworen, Rache zu nehmen für die Ungerechtigkeiten, die ihm als Kind widerfahren sind. Schließlich wähnt er sich am Ziel seines Strebens: die legendäre Palastküche, Inbegriff aller kulinarischer Wonnen, raffiniertester Intrigen und gefährlicher Eifersucht … „Der Meisterkoch“ von Saygin Ersin hat mich von der ersten Seite an verzaubert und nach dem ersten Kapitel hatte ich richtig Appetit! Das lag mitunter an dem bildhaften Schreibstil des Autors, man kann die Köstlichkeiten förmlich sehen, schmecken, riechen … einfach große Klasse! Neben dem kulinarischen Aspekt entführt das Buch einen in eine märchenhaft, dennoch vom Schreibstil her modern erzählte Geschichte, die mich an 1001 Nacht erinnert und von Anfang bis Ende begeistert hat. Mein Fazit zum Buch „ Der Meisterkoch“ von Saygin Ersin ist ganz klar - ein absolut lesenswertes Buch, das nicht nur den Appetit anregt sondern auch mit einer zauberhaften Geschichte, einzigartigen Charakteren und mit unheimlich viel Liebe zum Detail das lesen zum echten Genuss werden lässt!  

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  • Magische Genüsse

    Der Meisterkoch

    buecherwurm1310

    02. November 2017 um 14:39

    Schon der Einband ist optisch sehr ansprechend, aber auch die Geschichte ist einfach nur wunderschön. In Istanbul ist um 1600 ein mächtiger Sultan an der Macht. Er läst alle männlichen Verwandten töten. Aber der junge Pascha, der einen absoluten Geschmackssinn hat, kann dem mit Hilfe des Küchenchefs entkommen. Er geht in zu einem Koch in die Lehre. Er verliebt sich in eine Tänzerin, eine aussichtslose Liebe, denn sie lebt im Harem, zu dem er keinen Zutritt hat. Daher macht er sich auf eine Reise, um sein Können zu vervollkommnen. Aber er vergisst seine Liebe nie. Als er nach Istanbul zurückkehrt, ist er ein Meisterkoch. Aber er hat auch noch anderes im Sinn, er will die Tänzerin wiederfinden und Rache nehmen für die Ungerechtigkeit, die er erlitten hat. Dann bringt ihn der Zufall zurück in die Küche des Topkapi-Palast – oder ist es gar kein Zufall, sondern ein sorgsam ausgearbeiteter Plan? Der Meisterkoch sieht sich seinem Ziel nahe. Es ist eine märchenhafte Geschichte, die uns der Autor Saygin Ersin hier erzählt. Die Sprache ist blumig und sehr poetisch. Es ist ein Buch, das man nicht einfach so herunterliest, man muss sich völlig in diese Geschichte hineinfallen lassen. Es ist die Blütezeit des Osmanischen Reiches, eine Zeit, in der Astrologie eine große Rolle Spielte und die Medizin der des Abendlandes überlagen war. Es ist eine ganz besondere Welt, die wir hier erleben dürfen und ich hatte beim Lesen den Eindruck, die Aromen zu riechen und auf der Zunge zu spüren. Genauso schillernd und vielfältig wie die orientalische Welt geschildert wird, so sind auch die Charaktere beschrieben. Es geht immer wieder um das Essen, aber es ist auch eine Geschichte die erzählt, dass man Widrigkeiten entkommen kann und trotz Hindernissen seinen Weg machen kann, wenn man nur beharrlich genug ist und sein Ziel nicht aus den Augen verliert. Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gepackt und mir schöne und unterhaltsame Lesestunden bereitet. Eine märchenhafte Geschichte voller Magie, die einen verzaubert.  

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  • Der Meisterkoch

    Der Meisterkoch

    tardy

    02. November 2017 um 09:22

    Blütezeit im osmanischen Reich. Der Sultan lässt, wie es Tradition ist, alle männlichen Verwandten ermorden. Durch Hilfe des Küchenchefs überlebt ein Junge dieses blutige Massaker und wird, da er den absoluten Geschmackssinn besitzt, zu einem Koch in die Lehre gegeben. Im Tempel der Genüsse verliebt er sich in eine junge Tänzerin, namens Kamer. Diese Liebe jedoch ist aussichtslos, da sie im Harem für ihn tabu ist. Um zu vergessen, tritt er eine lange Reise an, deren einzelne Stationen aus ihm einen Meisterkoch machen. Vergessen hat er Kamer nicht und sein letztes Ziel ist der Sultanspalast.Das wunderschöne Cover hat mich sofort neugierig gemacht. Schon hier kamen erste Erinnerungen an meine heiß geliebten Märchenbücher hervor. Passend zur Geschichte ist es in Gold und Rot gehalten und zeigt stilisierte, orientalische Ornamente, die sich bei näherem Hinschauen als Kochutensilien erweisen. Einige sind schwarz gehalten und haben eine besondere Bedeutung im Buch. Die Sprache ist wunderbar blumig, sehr detailliert und voller Poesie. Sie schafft es den Leser mitten hinein in das Geschehen zu versetzen. Man spürt richtig die Hitze in der Küche, die hektische Unruhe, hört das Klappern der Töpfe und wenn man die Augen schließt, schmeckt man die verschiedenen Gewürze auf der Zunge. Die liebevolle, genaue Beschreibung der Gerichte und des Kochvorgangs haben mich sehr fasziniert und ich musste aufpassen das Buch nicht hungrig zu lesen. Aber es geht um noch viel mehr, als nur um Essen, obwohl es in diesem Roman eine sehr große Rolle spielt. Es geht um Liebe und Hoffnung, um Verlust und vor allem um Durchhaltevermögen, um die Kunst sein Leben so zu gestalten, wie man es möchte, auch wenn es aufgrund vieler Widrigkeiten nicht immer einfach ist. Im Roman taucht man tief ein, in eine bunte, sinnliche, unbekannte Welt. Lernt die unterschiedlichsten Gewürze kennen, erfährt vieles über Astrologie und Medizin, sehr Wissenswertes über die Heilkraft der Natur und natürlich davon, wie man durch das richtige Essen einen Menschen glücklich machen kann. Vieles in diesem Buch ist nicht unbedingt realistisch, man weiß nicht, ob es sich nicht nur in den Köpfen der Protagonisten abspielt, ein Märchen eben. Aber was für eines! Der Meisterkoch hat mich verzaubert und mich direkt in meine Kindheit zurückversetzt. Zu meinem Glück fehlt nur noch eines: Ich hätte gerne die passenden Rezepte zu den wundervoll beschriebenen Gerichten gehabt.

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  • Ein Genussbuch, ein Meisterwerk für uns Leser!

    Der Meisterkoch

    Monika58097

    29. October 2017 um 09:44

    Saygin Ersin entführt den Leser nach Istanbul Anfang des 17. Jahrhunderts. Von Anfang an liest sich der Roman wie ein Märchen aus 1001 Nacht. Der Sultan lässt alle männlichen Verwandten ermorden. Nur einer überlebt, ein kleiner Junge, ein Prinz mit einer außergewöhnlichen Gabe. Der Küchenchef versteckt und rettet ihn. Der Junge ist ein sogenannter Geschmacksbeherrscher, wie es sie nur äußerst selten gibt. Er wird zum Küchenmeister ausgebildet und verliebt sich in Kamer, doch diese ist Tänzerin im Harem des Sultans und somit unerreichbar für ihn. Um seine Gabe zu vervollkommnen, wird der junge Mann auf eine weite Reise geschickt. In Bagdad geht er bei einem Zwillingspaar in die Lehre, lernt dort die Sternen- und Naturheilkunde. Bei der Herrin der Aromen wird ihm die Gewürzkunde zuteil und in Alexandria bei einem alten Bibliothekar bekommt er den letzten Schliff. Schließlich kehrt der Geschmacksbeherrscher zurück in den Topkapi-Palast und tritt eine Stelle als Koch an. Wird er hier seine große Liebe Kamer wiedersehen? "Der Meisterkoch" - schon der Buchumschlag in Rot und Gold besticht mit seiner Einzigartigkeit. Der Autor versteht es mit seiner poetischen Sprache meisterhaft, die Figuren aus 1001 zum Leben zu erwecken. Es ist ein sehr gefühlvoller, einfach ein großartiger Roman, mitreißend und sehr atmosphärisch. Als Leser befindet man sich als Beobachter, als stiller Betrachter in der Palastküche und schaut dem Geschmacksbeherrscher bei seiner Arbeit zu. Man hört das Klappern von Geschirr, man riecht den Duft der orientalischen Gewürze.  "Der Meisterkoch" - ein Genussbuch, das man so schnell nicht vergessen wird. Ein Meisterwerk für uns Leser!

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  • Sagenhaft

    Der Meisterkoch

    TochterAlice

    26. October 2017 um 23:19

    geht es zu in dieser Geschichte über den Meisterkoch, der einen bestimmten Weg geht. Es steckt nämlich so manch Geheimnis hinter diesem Geschmacksbeherrscher, wie er schon in ganz jungen Jahren genannt wird, auch wenn er noch einen weiten Weg vor sich hat. Einen weiten Weg, um Kamer, seine Liebste, seinen Augenstern zu finden, wie es einem Märchen ansteht, aber nicht nur! Denn in diesem opulenten orientalischen Drama schwelgt der Leser nicht nur in sagenhaften Elementen, nein, auch historische Elemente - märchenhaft verpackt natürlich - kommen zum Tragen und geben der Geschichte zeitweise eine nahezu explosive Spannung!Es ist mehr als ein Märchen und viel mehr als ein historischer Roman, es ist einfach etwas ganz Besonderes. Der Autor Saygin Ersin mixt auf das Geschickteste Märchenhaftes mit Elementen aus des Historie - wahren oder auch solchen, die es sein könnten. Und so wird die Geschichte des Meisterkochs zu etwas ganz Eigenem und Besonderen!Einfach sagenhaft, wie farbenprächtig und opulent es hier zugeht! Fallenlassen und in der Geschichte schwelgen - fast auf jeder Seite eröffnen sich neue Welten mit Geschmäckern und Düften, in denen man so richtig schwelgen kann, ohne ein Ende zu finden. Ein wunderschönes opulentes Buch mit einem mehr als runden Ende, das ich von Herzen weiterempfehle!

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  • Kulinarisch, magisch und märchenhaft ...

    Der Meisterkoch

    SharonBaker

    22. October 2017 um 14:47

    Im Istanbuler Haushalt des Kaufmanns Zümrützade wird hoher Besuch erwartet, nämlich der Waffenmeister des Sultans. Nur für ihn sollen die erlesensten Speisen aufgetragen werden und nur sein Koch soll sie zubereiten. Die Zusammenkunft fällt trotzdem anders aus, als erwartet und am Ende ist der Kaufmann seinen Koch los. Dieser Küchenchef ist ein Künstler seines Berufs, er beherrscht die Zubereitung wie kein anderer und soll im Topkapi-Palast nun für Genuss sorgen. Sein Ruf ist ihn vorausgeeilt und sein kulinarischer Ehrgeiz wird in der Sultanküche vorausgesetzt. Hier steht ihn die ganze Palette an Lebensmitteln und Gewürzen zur Verfügung und hier kann er, fasst an seinem Ziel, mit seinem Talent wirken. Denn dieser Koch hat nicht nur Gaumengenüsse zu bieten, sondern auch eine ganz andere Absicht im Kopf. Er möchte nämlich seine große Liebe wieder finden. Wie will das der Meisterkoch anstellen? Welche Macht hat sein Essen? Und für wem schlägt sein Herz? Allein diese Gestaltung ist ein wahrer Augenschmaus und der Inhalt verspricht doch wirklich vielversprechende Lesestunden in einer ganz anderen Welt. Ich finde es großartig, das der Atlantik Verlag diese türkische Geschichte veröffentlicht, obwohl wir doch momentan mit Sorge unsere Blicke in diesem Land schweifen lassen. Denn dieser Ort hat so viel zu bieten und gerade Istanbul ist so ein weltlicher Platz in denn Moderne und Altes zusammen harmonieren. Der Oxident mit dem Orient verschmilzt und die Kulturen so lebendig sind und doch herrscht jetzt Unbehagen in der Welt. Da ist doch ein bisschen Zauber angesagt und was verbindet Völker am meisten, gutes Essen.Wir steigen auch direkt beim Essen ein, denn im Hause des Kaufmanns gibt es eine wahre Festtafel und eine Speise, wird von der nächsten übertroffen. Es wird geschlemmt, gelacht und dann passiert es, der Koch hat etwas zubereitet und das, obwohl bekannt ist, dass der Waffenmeister dieses Mahl auf den Tod nicht ausstehen kann und da wird einem beim Lesen schon bewusst, das unser Küchenmeister mehr ist, als nur ein Koch. Denn das Erstaunen bricht nicht ab, als die Wache kommt und ihn mit in den Palast nimmt und er schon mit gepacktem Bündel wartet und noch mehr werden die Augen groß, als der Meister der Sultansküche, den neuen Koch beiseite nimmt und ihn kennt. Sofort ist die Neugier beim Leser geweckt und man ahnt, hier stimmt was ganz und gar nicht, was heckt dieser Koch aus.Damit fängt die Geschichte an und wir erfahren nun in jedem Kapitel vorab,  woher der Koch kommt, wie sein Leben verlaufen ist und welche Beweggründe ihn zu seinem jetzigem Handeln führen. Und es ist eine wahre Abenteuerreise, denn unser junger Mann ist ein Beherrscher der Geschmäcker. Er beherrscht es wie kein Zweiter, ein Essen wohlschmeckend zu machen, aber nicht nur das, er verwendet auch ein bisschen Magie, denn er weiß, mit welchen Lebensmitteln und Gewürzen er die Gefühlswelt des Essensverkosters beeinflussen kann. Somit hat er eine unglaubliche Macht, über den Mann und den Palast. Nun fragt man sich unweigerlich, was hat er genau vor und wie will er seine Aufgabe erfüllen. Spannend und magisch kocht man sich mit ihm durch die Kochtöpfe, schnuppert dabei Gewürze, spürt die Hitze und watet durch den Dampfnebel der Küche.Ich finde, Saygin Ersin hat ein wahres Märchen geschaffen, was einen in eine Zeit führt, die noch voller Magie bespickt ist. Da ich selbst schon in Istanbul war und auch einen kleinen Teil des Topkapi-Palastes besucht hatte, habe ich sofort ein Gefühl dafür gehabt. Diese riesige Anlage, mit ihren bunten Fliesen und ihren unglaublich schönen Bauten, ließen wahrhaft einen vor Augen, die Figuren der alten Zeit erscheinen. Die bunten Stoffe, das Wilde schnattern der Haremsdamen und die einheitliche Palastgarde. Ein wahrer Film aus Farben und Gerüchen, der Autor hat hier wirklich einen zauberhaften Blick ins Istanbul um 1600 geschaffen und einen unglaublich in diese Zeit hineingezogen. Aber nicht nur Istanbul ist ein Schauplatz seines Geschehens, nein, der Meisterkoch muss ja erst mal Meister werden und dafür auf Reisen gehen. Für mich sprüht dieser Roman nur so von Magie und Märchenhaftem. Der Autor Saygin Ersin schafft mit seiner bildhaften Sprache eine wahre Farbenpracht und mit seinen Beschreibungen über das Essen, sorgt er ständig für Hunger. Seine Geschichte ist nicht nur der Weg eines Meisterkochs, sondern auch der Weg zu sich selbst und natürlich, sorgt er auch für die große Liebe. Ich habe dieses Schmuckstück unheimlich gern gelesen und finde, jetzt ist die perfekte Zeit dafür.

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  • Außen ein Augenschmauß - innen eine Genuss!

    Der Meisterkoch

    tinstamp

    22. October 2017 um 13:41

    Dieser Roman lässt sich etwas schwer in ein Genre einordenen. Er ist nicht wirklich ein historischer Roman, auch wenn er im Jahre 1600 spielt. Es ist mehr oder weniger eine (Märchen-)Erzählung mit einer kleinen Prise Magie und auch einer Spur Fantasy. Trotzallem spielt die Geschichte im Topkapi Palast Anfang des 17. Jahrhunderts.Wie ein Märchen aus 1001 Nacht beschreibt der türkische Schriftsteller Saygin Esin die Geschichte des Küchenmeisters. Den Namen unseres Hauptprotagonisten erfahren wir erst ganz am Schluss, aber in Rückblenden erzählt uns der Autor vom Schicksal des Meisterkoches. Diesem gelang als kleiner Junge als Einziger die Flucht, als eines Tages der machthungrige Sultan anordnete, alle männlichen Verwandten zu ermorden. Der alte Küchenchef erkennt das große Talent des kleinen Jungen, der ein "Geschmacksbeherrscher" ist. Von nun an geht der angehende Küchenmeister in die Lehre angesehener Köche. Danach wird er zum Studium der Astrologie und der Heilkunst geschickt und erlernt das Geheimnis von Aromen und Gewürzen.Mit seinem perfekten Geschmacksinn, dem exellenten Studium und ein bisschen Magie vermag er die Menschen zu verzaubern und mit seinem selbst zubereitetes Essen den Willen dieser zu lenken.Das Ziel des Küchenmeisters ist es zurück ins Serail zu schaffen. Dabei hat er allerdings nicht die Macht außerhalb eines Kochtopfes im Auge, sondern er möchte seine große Liebe Kamer aus dem Tempel der Genüsse befreien. Wie er das schaffen will, bleibt bis zum Ende ein Geheimnis....Beginnend mit der Gegenwart und einem besonderen Festessen im Hause eines Kaufmannes, erleben wir die Fertigkeiten des Küchenmeisters. Er verzaubert mit seinen Gerichten wichtige Staatsmänner und überzeugt sogar den gefürchteten Waffenmeister mit seinen Kreationen. Als er in den Palast des Sultans, als einer von vielen Küchenmeistern gelangt, ist er seinem Ziel näher gekommen.Die Schilderungen der vielen Küchen und Angestellten im Serail und für wie viele Menschen hier gekocht wird, hat mich nur Staunen lassen. Während die Töpfe klappern und man die verschiedenen Gewürze riechen kann, wird immer wieder in die Vergangenheit zurückgeblendet. Dem Leser wird die beschwerliche Kindheit und die Reise des Küchenmeisters, die ihm schlussendlich zum Palast zurückführen wird, märchenhaft erzählt. Ich wähnte mich in einer der vielen Geschichten von 1001 Nacht. Man sollte diesen Roman auch nicht hungrig lesen, denn obwohl die meisten Speisen fremdländisch und mir unbekannt waren, läuft einem sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammen.Schreibstil:Der Schreibstil des Autors ist blumig und voller Poesie. Obwohl der Roman im 17. Jahrhundert spielt ist die Sprache nicht historisch, wie in vielen Romanen dieses Genres, sondern wirkt eher modern. Dies störte mich hier allerdings gar nicht, wobei ich dies normaler Weise bei historischen Romanen gerne beanstande. Vermisst habe ich allerdings ein Glossar für die vielen Begriffe und fremdländischen Namen.Cover:Leider habe ich weder den Originaltitel des Romans, noch das Orginalcover im Internet gefunden. Auch im Buch selbst und beim Verlag ist nichts vermerkt, was ich sehr schade finde. Gerne hätte ich euch das Originalcover gezeigt!So möchte ich einige Worte zum Cover des Romans aus dem Atlantik Verlag sagen, das ich einfach traumhaft schön finde. Die Farben rot-gold und die schönen Ornamente samt Abbildungen von Obst, Gemüse, Löffel und einer Teekanne, sowie eine tanzende Frau im linken unteren Teil, stimmen auf den orientalischen Inhalt ein und vermitteln ein besonderes Flair. Ein wunderschönes Cover - außen ein Augenschmaus, innen ein Genuß!Fazit:Ein außergewöhnlicher Roman voller Magie, der uns ins Reich der Sinne führt. Ein philosphisches Märchen, bei dem wir den Küchenmeister auf seiner abenteuerlichen Reise zu sich selbst begleiten, während man den Geschmack der Speisen auf der Zunge spürt und die Gerüche der Aromen riecht. Wie ein Märchen aus 1001 Nacht.

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  • Ein magischer Roman

    Der Meisterkoch

    pallas

    17. October 2017 um 12:11

    Der Roman "Der Meisterkoch" spielt in Istanbul um das Jahr 1600. Im Topaki Palast wohnt der mit großer Macht ausgestattete Sultan. Seine wichtigsten Verwandten befinden sich ebenfalls am Hof dieses Herrschers. Eines Tages kommt im Palast ein sehr begabter Junge zur Welt. Als Nachkomme von Verwandten des Sultans trägt er mit seiner Geburt bereits den Titel eines Paschas. Seine besondere und sehr seltene Fähigkeit ist sein außergewöhnlich feiner Geschmackssinn, der ihm den Ehrentitel "Geschmacksbeherrscher" einbringt. Der machtbesessene Sultan erlässt eines finstren Tages den Befehl alle seine männlichen Verwandten zu ermorden. Doch das hoch begabte Kind kann jedoch gerettet und aus dem Palast gebracht werden. Der kleine Junge kommt bei besonders begabten Köchen unter, die seine außergewöhnliche Fähigkeit entdecken und dementsprechend fördern. Sein turbulentes Leben führt den Knaben zu den Zwillingsbrüdern, wobei der eine ein Arzt, der andere ein Sterndeuter ist. Schließlich findet der Junge im Tempel der Genüsse, wo Meister Adem ihn in der "Hohen Schule des Kochens" unterweist, seine einzige wahre große Liebe kennen: das Mädchen Kamer. Das Schicksal trennt die beiden und von nun an träumt er von einem Wiedersehen. Das Leben führt den jungen Mann in viele fremde Länder des Orients und begegnet dort vielen Menschen, die ihm wertvolle Einblicke in die Geheimnisse seines Berufes ermöglichen. So gibt ihm die Herrin der Aromen einen tiefen Einblick in die Kunde rund um exotische Gewürze und Düfte. Am Ende seiner Reise wird er nun als Erwachsener in die Palastküche des Sultans als Küchenmeister aufgenommen, wodurch sich ein großer Lebenszyklus schließt. Doch seine Speisen sind gefährlich. Sie können das Gute und die Gesundheit fördern, oder aber den Tod bringen..."Der Meisterkoch" von Saygin Ersin ist eine bezaubernde Geschichte wie aus einem Märchen von Tausend-und-einer Nacht. Die blumige Sprache des Romans unterstreicht diesen netten orientalisch-märchenhaften Charakter. Ihr Thema leuchtet nahezu magisch und betört dabei die Sinne des Lesers auf phantasievolle Weise. Die vielen interessanten Speisen werden so geschickt und detailliert beschrieben, dass man meint die Aromen und Düfte würden aus dem Buch verströmt. Schon meint man sie fast zu schmecken und zu riechen. Schade, dass im Anhang nicht einige der köstlichen Rezepte zum Nachkochen angehängt sind. Auch ein Glossar für die vielen, für mich fremden, arabischen Ausdrücke wären als Anhang sehr hilfreich gewesen. Interessant waren auch die im Roman erwähnten orientalischen Interpretationen der Astrologie und dem damit verbundenen Einfluß der Sterne auf die Bekömmlichkeit der jeweiligen Speisen. Das sehr geschmackvolle Cover des Buches unterstreicht perfekt den hinreißend-märchenhaften Inhalt über seine rot-goldenen Ornamente.Die Lektüre von "Der Meisterkoch" aus der Feder von Saygin Ersin bereitete mir große Freude - es ist ein schöner Roman der besonderen Art.Ein Dankeschön an Atlantik Verlag und Lovelybooks für das wunderschöne Erlebnis.

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  • Märchenhaftes Flair, das in den Orient entführt

    Der Meisterkoch

    Wichella

    14. October 2017 um 11:20

    Zum Cover: Es fällt ins Auge und es passt wunderbar zur Geschichte. Nicht nur weil es orientalisch anmutet, sondern auch wegen der eingebauten Handwerksutensilien eines Kochs.Inhalt:Ein exzellenter Meisterkoch im Orient um 1600 , löst bei den Geniesern seiner Speisen Verzückung aus. Er kann aber weitaus mehr als meisterlich kochen. Geheimes Wissen um die Kochkunst ermöglicht es ihm, ganz spezielle Ergebnisse hervorzubringen.In Rückblenden erfährt man, wie der Meisterkoch zu seinem Beruf und seinem Wissen kam. Warum er unbedingt in die Sultansküche aufgenommen werden wollte. Was in der Gegenwart der Geschichte spielt  und seine genauen Ziele und deren Umsetzung bleiben lange ein Rätsel.Meinung:Schon nach den ersten Seiten fühlt man sich in eine orientalisches Märchenwelt versetzt. So liest sich dann auch das ganze Buch wie ein Märchen.Anfangs steht das Kochen im Mittelpunkt. Achtung! Man sollte das Buch nicht mit leerem Magen zu lesen beginnen. Wenn auch immer weiter gekocht wird, geht es dann um den Koch, seine Geschichte, sein Leben, sein Schicksal.Anfangs tut man sich schwer, mit den fremden Namen und Gerichten. Die Namen werden weniger, bzw. es werden auch andere Bezeichnungen  zu den Personen hinzugefügt, die die Zuordnung erleichtern. Fußnoten oder ein Glossar,  was unter  den einzelnen Speisen zu verstehen ist, wäre schön gewesen.Leider verrät der Klappentext und die Rückseite des Buches schon um was es dem Meisterkoch geht. Schade, denn ohne dieses Wissen wäre die die Spannung und das anfängliche Rätselraten noch intensiver gewesen.Fazit:Ein gut zu lesendes Buch mit einem interessanten Protagonisten. Die märchenhafte Geschichte hat einen besonderen Flair. Zwischendurch ließ die Spannung mal etwas nach und das Schlußgeschehen hätte etwas detaillierter sein dürfen. Das Buch bekommt verdiente 4 Sterne von mir.

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