PopCo

von Scarlett Thomas 
3,4 Sterne bei36 Bewertungen
PopCo
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BluevanMeers avatar

Spannende Idee, aber enttäuschendes und simplifizierendes Ende, das den angerissenen Themen kaum gerecht werden kann.

W

Verrückte, intelligente Ideen, einfach mal anders und weg von typischen Charakteren und bekanntem Aufbau eines Plots. Für mich meisterhaft!

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Inhaltsangabe zu "PopCo"

Der Schlüssel zur Vergangenheit liegt in den Zahlen

Alice Butler gehört zum kreativen Kern von PopCo, einem hypermodernen, erfolgreichen und auch etwas unheimlichen Spielwarenkonzern. Ohne große Lust nimmt sie an einem 'Inspirations-Camp' in ländlicher Abgeschiedenheit teil; entwickelt werden soll das ultimative Produkt für Teenager. Das Wochenende nimmt eine dramatische Wendung, als Alice codierte Botschaften von einem Unbekannten erhält. Haben sie etwas mit der Vergangenheit ihrer Familie zu tun? Ihr Vater, ein Kryptologe, ist seit vielen Jahren spurlos verschollen.

'Dieses Buch wird vielleicht Ihr Leben verändern.' (Independent on Sunday)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499252532
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:704 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:02.01.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    Nessie1980vor 4 Jahren
    Holzhammer

    Gesellschaftskritik? Coming-of-Age-Roman? Mathematik-Lehrbuch? Dechiffrierungsnachschlagewerk? Verschwörungsthriller? ... Es scheint, als habe sich Scarlett Thomas nicht entscheiden können, was sie schreiben will, und kurzerhand alles miteinander vermixt und es in diesem Buch blockweise nebeneinander gestellt. Je nachdem, welchen "Block" ich gerade gelesen habe, schwankte ich zwischen 2 und 4 Sternen für diese Geschichte über eine so genannte Kreative in einem Spielzeugkonzern, die während eines Workshops beginnt, ihr Engagement für die Firma zu hinterfragen. Die Abschnitte über ihr Medaillon mit geheimnisvoller Inschrift, die Schilderung der Arbeit ihrer Grosseltern auf der Suche nach der Entschlüsselung grosser Geheimnisse und auch Teile ihrer Kindheit und ihre Erfahrungen während des Kreativ-Workshops konnten mich durchaus fesseln. Die ausufernde Schilderung verschiedener Kodierungstechniken, das seitenlange Gerede über Prim- oder Erdös-Zahlen und das aufgesetzt wirkende Ereifern über die Ungerechtigkeiten der Welt hingegen nicht. Zum Schluss verkommt der Roman zu einem kindischen Aufruf, die Welt zu retten, indem man Veganer wird und die Grosskonzerne "von innen heraus" zerstört. Die Absicht dahinter mag edel sein, die dafür gewählte Holzhammermethode ist es nicht. Schade.

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    Archibald Pynchon-Lights avatar
    Archibald Pynchon-Lightvor 8 Jahren
    Rezension zu "PopCo" von Scarlett Thomas

    Alice ist eine leicht exzentrische Entwicklerin bei einem riesigen und geheimnisvollen Spielzeugkonzern. Zuvor hatte sie die Kreuzworträtsel für eine große Sonntagszeitung entwickelt, jetzt entwirft sie Geheimagenten-Spielzeug für Kinder, ähnlich den Gimmicks aus den Yps-Heften, nur qualitativ hochwertiger. Zusammen mit einigen Kollegen nimmt sie an einem Workshop in einer abgelegenen Gegend teil. Ihr Kumpel Dan und sie wollen das Treffen möglichst schnell hinter sich bringen, doch der Aufenthalt zieht sich in die Länge. Ihre Aufgabe ist es, eine Zielgruppe zu erreichen, die bisher weder mit Computerspielen, Sammelkarten oder anderen PopCo-Produkten zu ködern war: weibliche Teenager. Gerade weil sie statistisch gesehen über mehr Geld verfügten als ihre männlichen Altersgenossen ein unhaltbarer Zustand.

    Alice wird ein geheimnisvoller Code zugespielt, den sie anfangs für einen Streich ihrer Kollegen hält, dann für eine Nachricht ihres verschwunden Vaters. Der war ein berühmter Kryptologe und verschwand, als Alice neun Jahre alt war. Sie lebte danach bei ihren Großeltern, einer angesehenen Mathematikerin und einem genialen Querdenker, der kniffelige Rätselaufgaben entwickelt und seit 35 Jahren an einem bahnbrechenden Buch schreibt. Seit ihrer Kindheit versucht sie den Code auf einem Medaillon zu entschlüsseln, das ihr Vater ihr hinterlassen hat, und hinter dem sie den Grund für sein Verschwinden vermutet.

    Das ganze Buch dreht sich um Spiele und Rätsel, alles wird in die Handlung verwoben. Spielkonzepte und Hintergrundgeschichten werden entwickelt und diskutiert, man erhält einen Crashkurs über gängige Verschlüsselungsmethoden, kann sich an ein paar Knobelaufgaben die Zähne ausbeißen, bevor im nächsten Kapitel die Lösung verraten wird, und erfährt die historischen Ereignisse, die hinter einen verlorenen Schatz stecken. Darüber hinaus darf sich der Leser über die gruppendynamischen Übungen amüsieren, mit denen man versucht das Kennenlernen der Workshop-Teilnehmer zu fördern und ihr Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Doch das ist gar nichts, verglichen mit den Kapriolen, die das Management schlägt, um die Kreativität seiner Mitarbeiter anzuregen.

    In einer Rezension wurde PopCo als „Thomas Pynchon für Mädchen“ bezeichnet, das ist nicht völlig von der Hand zu weisen, in Inhalt und Stil ist der Roman allerdings dichter an den letzten Büchern von William Gibson. Sehr unterhaltsam, sehr informativ, aber wenig spannend. Die Geschichte, die der Klappentext verspricht, kommt nur sehr langsam in Gang und hat leider einige unnötige Längen, was vor allem an den oben aufgezählten Einschüben und Abschweifungen liegt. Was dagegen gefällt, sind der charmante Plauderton der Erzählerin und die interessanten Einblicke in moderne Gesellschaftstrends, Marketingstrategien und Unternehmensphilosophien.

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    banditsandras avatar
    banditsandravor 8 Jahren
    Rezension zu "PopCo" von Scarlett Thomas

    So, bin gerade fertig geworden und muss sagen bin etwas hin und hergerissen. Die Geschichte hat gute Ansätze aber ich habe das Gefühl es wurde etwas aufgebaut aber nicht richtig zu Ende gebracht. Saß erstmal da und dachte...und das war´s jetzt muss da nicht noch was kommen. Als hätte sie gemerkt, oh das Buch wird zu dick ich bring jetzt einfach schonmal das Ende...merkürdig.
    Sie hat zwar die letzendlichen Erklärungen gebracht aber ich hatte und habe trotzdem das Gefühl es fehlt noch was.
    Auch dieses wir können und müssen jetzt die Welt verbessern war mir ein bischen too much...
    Vielleicht hab ich auch einfach nicht alles verstanden *g*

    Auf jeden Fall hat es mir Spaß gemacht zu lesen und mit zu knobeln und dabei etwas über die Geschichte des Code knacken zu erfahren. Über das Ende war ich entäuscht aber das hat dem allgemeinen Lesespaß nicht viel genommen.

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    robbinetts avatar
    robbinettvor 8 Jahren
    Rezension zu "PopCo" von Scarlett Thomas

    Schräges Buch - Mischung aus Cryptonomicon und Naomi Klein !

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    BluevanMeers avatar
    BluevanMeervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Spannende Idee, aber enttäuschendes und simplifizierendes Ende, das den angerissenen Themen kaum gerecht werden kann.
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    Will-ein-Buchvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Verrückte, intelligente Ideen, einfach mal anders und weg von typischen Charakteren und bekanntem Aufbau eines Plots. Für mich meisterhaft!
    Hechizarones avatar
    Hechizaronevor 10 Monaten
    Burgkelfes avatar
    Burgkelfevor 2 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    S
    Sajonvor 3 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

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