Scherrenbacher Wolfgang A. Das war's Serge

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Inhaltsangabe zu „Das war's Serge“ von Scherrenbacher Wolfgang A.

Dies ist die Geschichte des Serge Scherriver, sein Leben, das er mit 74 Jahren aufgeschrieben hat. Früh schon trachtet ihm seine Halbschwester nach dem Leben und nur den Bäumen in seinem Garten hat er es zu verdanken, dass er die Kindheit lebend überstanden hat. Seine junge Mutter, eine Kriegerwitwe und »Hausiererin mit Dessous«, kann ihn nicht schützen. Sie lehrt ihn allerdings, welch wunderbare Wesen junge Frauen sind. Nach knapp acht Jahren Volksschule lernt er den Beruf des Goldschmieds und Juwelenfassers, der ihn siebzehnjährig, von Fernweh gepackt, in eine kleine Stadt nach Dänemark führt, wo er in wundervoller Weise das Leben und die Liebe zu den Mädchen kennenlernt und über seine Wirkung auf diese staunen muss. Dort schafft er die Skulptur eines jungen Mädchens und entdeckt an sich eine Sinnlichkeit, welche ihn ein Leben lang für junge Frauen begehrenswert machen wird. Auf der Fahrt nach Island überlebt er im Nordatlantik die Jahrhundertsturmflut; doch dann gerät sein Leben erneut in Gefahr, als ihm in einem kleinen Hafenstädtchen an der Ostküsteder USA unter mysteriösen Umständen ein Chip in seine Lende eingepflanzt wird. Dieser wurde zuvor mit dem Stimulationshormon eines jungen Gorillamännchens beschichtet, wovon er nichts wusste und wodurch er unfrei wird, weil sich nun sein ganzes Leben einem süchtig-libidinösen Verlangen nach allem Weiblichen unterordnen muss. In diesem Zustand schwängert er die damals noch minderjährige Ulla-Kira in seinem Zimmer in London, und in dem Moment, als ihm seine Tochter Genevive in die Hände gelegt wird, erfährt sein Leben einen Sinn. Das Wunder ihres Entstehens bringt ihn dazu, die Geschicklichkeit seiner Hände dem Charisma seines Wesens unterzuordnen – er entscheidet sich, Arzt zu werden. Er, der bis dahin das Wort »Medizin« nicht fehlerfrei schreiben konnte, besteht wenige Jahre später das Abitur mit Auszeichnung, um anschließend das Studium der Humanmedizin erfolgreich mit einer Promotion abzuschließen. In dieser Zeit kann er sich von der süchtigen Wirkung des animalischen Stoffes lösen, der hochkonzentriert in seinem Blut zirkuliert, um allerdings erkennen zu müssen, dass er nach einem anderen Stoff süchtig ist, welcher ihm zwar willkommen ist, der ihn aber auch unfrei macht: die Sucht nach immerwährender Arbeit. Er legt eine atemberaubende Karriere hin, wird mehrfacher Facharzt, »Erster Leitender Notarzt« und schließlich als »Leitender Direktor« zum Chef einer der ganz großen Einrichtungen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes der Republik berufen, geachtetes Vorstands- und Kuratoriumsmitglied in unzähligen, sich der gemeinnützigen, humanitären oder sozialen Idee verpflichteten Vereinen und Verbänden. Und darüber vergisst er, wem er all dies zu verdanken hat; er verliert Ulla-Kira früh an einen anderen Mann. Und dann ereilt ihn ein Schicksalsschlag, der schlimmer nicht hätte kommen können: Er vergisst, was ihm vorbestimmt war, verliert in seinem 66. Lebensjahr Genevive und fühlt sich an ihrem Tod schuldig, weil er ihn hätte verhindern können. In seiner Trauer lernt er, schon im 71. Lebensjahr stehend, die 40 Jahre jüngere S. kennen, mit der er eine kurze Zeit nie gekannten Glücks erlebt, um dann eine lange Zeit nie gekannter Verletzungen und Demütigungen zu ertragen. Und S. verlässt ihn, weil sie in ihm zwar den richtigen Mann gefunden hatte und die Stimulationshormone eines jungen Gorillamännchens in seinem Blut als angenehm empfand, aber er keinen Zugang zur Seele ihres Kindes finden konnte und sie in ihm nicht den Arzt, der ihr eigenes Leiden hätte heilen können. Und irgendwann wollte er nicht mehr um sie kämpfen, weil er eingesehen hatte, dass das Wohlergehen eines kleinen, geistig behinderten Mädchens, das seine junge Mutter zum Leben braucht, wichtiger ist als das egoistisch-libidinöse Verlangen eines alten Mannes, dessen Herz vernarbt und dessen Leben bereits am Ende ist.

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