Oftmals sind Dokumente aus KZ´s für LeserInnen jüngerer Generationen dem menschlichen Kontext enthoben, d.h. dass es sich schwer vorstellen lässt, welchen Lebensbezügen diese Menschen entrissen wurden, als sie misshandelt und getötet wurden. - Dieses Büchlein setzt mit seinem Bericht an anderer Stelle an: es wird ausführlich beschrieben, wie eine wohlhabende, jüdische Familie gelebt hat in ihren Bezügen der Verwandtschaft, des finanziellen Wohlstands, der Arbeit, des vollzogenen Alltags. Anhand der Beschreibung, wie die beschriebene Familie eines wohlhabenden Milieus ihre Lebensbausteine Stück um Stück verliert und schließlich in verschiedene KZ´s abtransportiert wird, wird die Dimension der Vernichtung deutlich, wie selten. Die Beschreibungen der menschlichen Entwürdigung durch die SS, der Willkür, der Qualen, des allgegenwärtigen Todes sind Mahnmale, die dieses Dokument liefert. Die Schilderung, wie die Mutter der Autorin überlebt in verschiedenen KZ´s und die Tochter an ihrer Seite ständig schützt, während links und rechts andere Menschen sterben, vollbringt diese durch unbeirrtes Arbeiten. Wo auch immer diese Mutter war, spürte sie das Tätigsein auf, im tiefsten Sumpf menschlicher Abgründe. Damit überlebte sie mit ihrer Tochter diese unvergleichliche Todeswelt. *** für TW
Schoschana Rabinovici
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Dank meiner Mutter
Dank meiner Mutter
Neue Rezensionen zu Schoschana Rabinovici
Susie Weksler ist 11, als die Gestapo das jüdische Getto in Wilna auflöst. Bei der Selektion wird über Leben und Tod entschieden. Normalerweise ist Susie zu jung und gehört auf die Seite der Toten. Aber ihre Mutter schafft es sie auf die Seite der Lebenden zu schleusen. In den folgenden Jahren kämpft Susie im KZ darum, nicht als Kind erkannt zu werden. Ihre Mutter findet immer neue Wege und Mittel, damit sie älter und kräftiger aussieht. Als die Befreiung naht ist Susie bis aufs Skelett abgemagert und krank. Wird sie überleben?
Es ist erschreckend, wie die Zustände damals waren und wie die Leute mit allen Mitteln versucht haben zu überleben. Mehrmals liefen mir die Tränen. Nicht zwingend eine Bettlektüre, aber sollte unbedingt gelesen werden.
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