Schulamit Meixner

 3 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von ohnegrund, ohnegrund: Roman und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Schulamit Meixner

ohnegrund

ohnegrund

 (10)
Erschienen am 01.02.2012
ohnegrund: Roman

ohnegrund: Roman

 (5)
Erschienen am 20.02.2012
Bleibergs Entscheidung

Bleibergs Entscheidung

 (1)
Erschienen am 16.02.2015

Neue Rezensionen zu Schulamit Meixner

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Rezension zu "Bleibergs Entscheidung" von Schulamit Meixner

"Gesegnet sei das Streichholz, das sich verbraucht, indem es die Flamme entzündet"
Barbara62vor 3 Jahren

Als Leopold Bleiberg 1938 mit einem Transport der zionistischen Jugendbewegung von Wien nach Palästina auswandern darf, soll es eine Reise in die Freiheit werden. Doch die schwierigen Umstände elternlos im „Land der Väter“ machen es ihm nicht leicht: Das Leben im Kinderheim, später im Kibbuz, erinnert mehr an Indoktrination und Umerziehung als an Freiheit. Sein Lichtblick ist Ofra, die die Kinder auf dem Schiff von Triest nach Haifa begleitet hat, in die sich der Junge sofort verliebt, und die ihn auch nach der Ankunft noch besucht. Doch dann verschwindet Ofra spurlos, als sie einen weiteren Transport begleiten soll, und lässt Leopold, der sich inzwischen Schraga nennt, endgültig alleine zurück. Sie hat in Wien ihren Pass an ihre alte Freundin Lisl weitergegeben, die damit nach Palästina ausreisen kann. Gerade 18 geworden, meldet Schraga sich bei der Royal Air Force als Fallschirmspringer, offiziell als Widerstandskämpfer gegen die Wehrmacht, im Herzen jedoch in der Hoffnung, Ofra wiederzufinden...

Die 1968 geborene Autorin Schulamit Meixner hat in Wien Judaistik und Theaterwissenschaften studiert. In ihrem zweiten Roman schildert sie eindringlich, wie schwierig es für die entwurzelten Einwanderer, die das „Eretz Israel“ aufbauen sollten, war, dort Fuß zu fassen. Daneben erinnert sie an das Schicksal der jungen Israeli, die aus dem sicheren Palästina nach Europa zurückkehrten, um in britischer Uniform und an der Seite von Partisanen in Jugoslawien, Ungarn und in anderen Ländern gegen die Deutschen zu kämpfen. Gleichzeitig ist ihr Roman die Geschichte einer großen Liebe, die trotz aller Bemühungen Schragas nach allem, was Ofra von den Nazis angetan wurde, nicht wahr werden kann. 

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Rezension zu "ohnegrund" von Schulamit Meixner

Rezension zu "ohnegrund" von Schulamit Meixner
carooolynevor 6 Jahren

Inhalt
Amy ist Anfang 20 und beschließt zum Studieren nach Tel Aviv zu gehen. Dort angekommen trifft sie den Sozialarbeiter Nimrod, zieht bei ihm ein, verliebt sich und heiratet ihn wenig später. Ihren Eltern, mit denen sie ein eher angespanntes Verhältnis hat, sagt sie von dieser Heirat nichts und auch ihre Schwangerschaft verschweigt sie.
Zehn Jahre später ist Amy alleinerziehende Mutter von Sharona und lebt wieder in London.
Doch warum?

Meine Meinung
Um die Frage des "Warum?" dreht sich im Prinzip der komplette Roman.
Am Anfang steht Sharona, die immer wieder von ihrem Vater als Helden träumt und sich ihre eigene Geschichte zurechtlegt. Dem Leser wird dann von Amys Leben in Tel Aviv erzählt.

Ich muss leider sagen, dass ich mich persönlich wenig mit Amy identifizieren konnte. Sie geht regelrecht planlos in ein Land, in dem zwar ihre Wurzeln liegen, sie aber außer einem Verwandten niemanden kennt. Und dieser Verwandte schafft es dann auch nicht sie vom Flugzeug abzuholen. Kurzerhand zieht sie in ein Motel und lernt auf einer Party einen jungen Israeli kennen, bei dem sie dann spotan einzieht.
Für mich wirkte das alles als einzige Trotzreaktion, weil sie von ihren vielbeschäftigten Künstler-Eltern ihr lebenlang vernachlässigt wurde.
Amys späteren Ehemann Nimrod mochte ich auch eher nicht so gern. Er scheint zwar ein hilfsbereiter junger Mann zu sein, aber Amy muss schon sehr nach seiner Pfeife tanzen.
Sehr verwirrend fand ich außerdem die vielen Verwandtschaftsbeziehungen, die erwähnt wurden. Ich habe zeitweise kaum durchgeblickt, wie Person xy nun zu Amy steht.
Positiv war der Glossar am Ende des Romanes, indem jüdische Begriffe, die im Buch Verwendung fanden, näher erklärt wurden. Das war sehr hilfreich, wenn man sich mit der jüdischen Religion eher weniger auskennt, so wie ich.
Fazit: Die Geschichte plätscherte so dahin, ist leicht zu lesen, aber hat mich leider nicht besonders gefesselt.

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Sue71207s avatar

Rezension zu "ohnegrund" von Schulamit Meixner

Rezension zu "ohnegrund" von Schulamit Meixner
Sue71207vor 6 Jahren

ohnegrund beginnt 2009. Die Autorin gewährt uns in zwei Kapiteln einen kurzen Einblick auf Amys heutiges Leben. Danach lässt sie uns an Amys Vergangenheit teilhaben. Welche Beweggründe sie hatte nach Tel Aviv zu gehen und wie schnell sich für sie alles dort geändert hat. Amy empfinde ich als sehr naiven Charakter (in der Vergangenheit). Sie weiß nicht was sie will (was sie auf ihre Erziehung schiebt) und versucht es jedem recht zu machen. In Tel Aviv trifft sie Nimrod. Ihre große Liebe. Er scheint ein sehr hilfsbereiter Charakter zu sein, aber irgendwie habe ich ihn nicht als sehr sympathisch empfunden. Ich fand das er nicht sehr nett und zudem sehr bestimmend mit Amy umgegangen ist. Ich hatte das Gefühl das sie bei ihm auch nicht herausfinden konnte wer sie eigentlich ist und was sie möchte. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl das sich Amy unter ordnen würde, deswegen konnte ich Amys Rückschluss warum Nimrod nicht mehr da ist auch nicht nachvollziehen. (Da ich hier keine Spoiler einbauen möchte, werde ich darauf nicht näher eingehen.) Amy in der aktuellen Zeit finde ich sehr anstrengend. Sie meckert die ganze Zeit mir ihrer Tochter rum und hat kaum ein gutes Wort für sie. Sie lebt in ihrer eigenen Welt und lässt ihre Tochter gar nicht an sich ran. Sharona tut mir in dieser Situation mehr als Leid. Zudem kann ich Amys Verhalten ihrer Tochter gegenüber absolut nicht verstehen. Sie hat sich von ihren Eltern entfernt, weil diese nie Zeit für sie hatten. Umgedreht hat sie allerdings auch nicht wirklich Zeit für Sharona. Auch wenn dies zwei unterschiedliche Hintergründe sind ist es im Endeffekt für mich doch das selbe.
An manchen Kapiteln hat die Autorin noch Wetterberichte angefügt. Diese hat mich das ganze Buch über total verwirrt. Die Auflösung fand sich aber doch am Ende des Buches. Im großen und ganzen fand ich das Buch eher mittelmäßig. Die Geschichte war für mich an keiner Stelle wirklich spannend. Für mich war es eine kurze Erzählung eines Lebens ohne großen Tiefgang. Zeitweise fand ich es sogar schwierig der Geschichte zu folgen wenn von Amys Familie berichtet wurde wer mit wem verwandt ist und wer mit wem in welchem Verhältnis stand.
Da es der erste Roman von Schulamit Meixner ist, bin ich dennoch gespannt was von ihr als nächstes erscheint. Vielleicht überzeugt mich der nächste Roman etwas mehr.

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