SchwarzRund

 5 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Quasi, Biskaya und weiteren Büchern.

Lebenslauf von SchwarzRund

SchwarzRund kam als Schwarze Deutsche Dominikaner*in mit drei Jahren nach Bremen, lebt seit über einem Jahrzehnt in Berlin. Seit 2013 publiziert sie auf ihrem Blog schwarzrund.de und in diversen Magazinen. Mehrdimensionale Lebensrealitäten inner- und außerhalb von Communitys verhandelt sie in Performance-Texten, Vorträgen und der Novelle >Quasi< (2015).  Sie forscht in ihrer akademischen Arbeit zu künstlerischen Interventionsstrategien. Essays, Kurzgeschichten, Zeitungsartikel und Gemälde wurden in diversen Anthologien veröffentlicht.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von SchwarzRund

Cover des Buches Quasi (ISBN: 9783947720682)

Quasi

 (2)
Erschienen am 18.12.2020
Cover des Buches Biskaya (ISBN: 9783902902450)

Biskaya

 (1)
Erschienen am 10.11.2016
Cover des Buches Biskaya (ISBN: 9783750451285)

Biskaya

 (0)
Erschienen am 18.02.2020

Neue Rezensionen zu SchwarzRund

Cover des Buches Quasi (ISBN: 9783947720682)
June_Thalia_Michaels avatar

Rezension zu "Quasi" von SchwarzRund

Relevant, intensiv, ungeschönt.
June_Thalia_Michaelvor 2 Jahren

Ich schleiche oft sehr lange und sehr ausdauernd um Bücher herum, ehe ich sie mir dann kaufe. Meist merke ich sie mir schon vor dem Erscheinen vor und brauche dann doch wieder ein paar Monate (bis Jahre). Besonders bei Büchern, bei denen ich einen gehörigen Respekt vor dem habe, was drinstehen könnte, sodass eine gewisse Scheu mit im Spiel ist.

Werde ich diesem Buch überhaupt gewachsen sein?

"Quasi" ist eine solche Lektüre. Eine, die trotz der Kürze einen gewissen Grundrespekt erzeugt und eine gewisse Scheu.


Und ja, als ich fertig mit dem Buch war, musste ich erst einmal weinen.


Die Novelle beginnt sehr nüchtern. Zunächst eine Einordnung, zeitlich und geschichtlich. Dann ein paar Literaturempfehlungen. Mit einer gewissen sachlichen Distanz.

Dann erst beginnt die eigentliche Geschichte und hat mich.


Mein eigenes Erleben ist nicht vergleichbar (ich werde weiß gelesen und habe allein dadurch einige Privilegien, auch wenn Antisemitismus und Antislawismus a thing ist), aber liefert genug Anknüpfpunkte, dass die Geschichte schmerzhafte Enterhaken in mich schlagen kann.

Spätestens ab dem zweiten Kapitel sowieso nicht mehr.

Distanzhalten unmöglich.


Situationen werden aufgebaut und dann nicht aufgelöst. Die Figuren bleiben lange mit ihren Hürden, ihren Problemen, ihren Missverständnissen alleine. Ich habe beim Lesen gemerkt, wie ich gerne erklären würde. Also den Figuren die scheinbar unverständlichen Reaktionen der jeweils anderen. Dass es inmitten einer riesigen Katastrophe manchmal der aberwitzigste Aspekt ist, der gerade den Boden unter den Füßen am nachhaltigsten wegzieht.

Das geht natürlich nicht.


Am Ende saß ich da und habe mehrere Minuten einfach nur geweint.


Die Geschichte ist ungeschönt. Hier wurde nicht einmal versucht, die Geschichte so umzuschreiben, dass sie für weiße Menschen, in einigen Aspekten auch für cis Menschen, leichter verdaulich wäre oder irgendwie besser konsumierbar. 

So, dass wesen das Buch am Ende weglegt, denkt "Hach, die armen Leute da drüben, die haben es schon irgendwie schwer" und mit dem Gefühl, allein schon durch das Kaufen und Lesen wunderwas für die Menschen getan zu haben, wieder in den eigenen (privilegierten) Alltag zurückgeht.

Das ist hier nicht passiert.

Und das ist gut. Davon braucht die Welt mehr. Geschichten, die nicht für den privileged Gaze zurechtgestutzt wurden, sondern die beim Lesen kratzen und stecken bleiben und so.


Ich erwische mich jedenfalls sehr oft dabei, wie ich mich frage, was die Figuren nun eigentlich machen, wie es weiterging nach einem ungeheuerlichen, alles verändernden Ereignis.

Und ich merke, wie ich allein beim Versuch, das Buch zu rezensieren, wieder weinen möchte.


Sehr wichtiges, sehr intensives Buch über einen mir bisher unbekannten Aspekt der neueren Weltgeschichte.

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Cover des Buches Quasi (ISBN: 9783947720682)
J

Rezension zu "Quasi" von SchwarzRund

Eine emotionale queere Geschichte
Jade_S_Kyevor 2 Jahren

Es geht unter anderem um Entfremdung und Identität.

Zum Schluss hatte ich Tränen in den Augen. Ich wünsche mir, dass mehr solche Romane und Novellen geschrieben werden.

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