Schwester Jordana

 3.8 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Auf einen Tee in der Wüste, Ente zu verschenken und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Schwester Jordana

Auf einen Tee in der Wüste

Auf einen Tee in der Wüste

 (11)
Erschienen am 01.03.2013
Ente zu verschenken

Ente zu verschenken

 (2)
Erschienen am 30.10.2015
Ente zu verschenken

Ente zu verschenken

 (0)
Erschienen am 21.01.2016

Neue Rezensionen zu Schwester Jordana

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Rezension zu "Ente zu verschenken" von Schwester Jordana

Ein interessanter Einblick in ihr Leben mit und für Gott
peedeevor 3 Jahren

Schwester Jordana, geb. 1969, erzählt – unterstützt von der Journalistin Iris Rohmann – ihre Geschichte: Ihr Weg vom weltlichen ins klösterliche Leben. Zuerst vier Jahre im Zisterziensierkloster in Dänemark und seit 1994 bei den weltoffeneren Dominikanerinnen von Bethanien. Seit 2012 ist sie Kinderdorfmutter von fünf Kindern.

Erster Eindruck: Eine sympathische, strahlende Ordensschwester an die titelgebende Ente (2CV) anlehnend. Ein humorvoller Titel.

Schwester Jordana heisst nicht seit ihrer Geburt so. Ihr Taufname ist nicht erwähnt; bei den Zisterziensierinnen hiess sie Schwester Franziska und bei den Dominikanerinnen wählte sie sodann den Namen Jordana von Jesus. Die Autorin erzählt von ihren Beweggründen, ins Kloster zu gehen, und auch von Menschen, die für ihren Lebensweg wichtig waren und sind. Sie äussert auch Kritik an der Kirche oder erzählt von ihren persönlichen Zweifeln – sie hat sich sogar kurz vor Ende ihres Studiums verliebt und sich ernsthaft überlegt, wie ihr Weg weitergehen soll. Sie spürte jedoch, dass der von ihr eingeschlagene Weg der für sie richtige ist. Was für mich (nicht nur in diesem Buch) schwer nachzuvollziehen ist, dass eine Schwester quasi mit Jesus verheiratet ist.

Schwester Jordana hat in ihrem ersten Kloster schwere Zeiten durchgestanden. Am Anfang so euphorisch und dann hat sich durch Machtmissbrauch der Priorin die Situation dort immer mehr verschlimmert, sodass Schwester Jordana schlussendlich diesen Orden verliess.
„Es ist eine grosse Fähigkeit, zu bemerken, wann der Punkt erreicht ist, wo man gehen sollte. Und dann auch zu gehen.“
Der Orden der Dominikanerinnen von Bethanien erscheint mir als völliges Kontrastprogramm zum anderen (sogenannt beschaulichen) Orden der Zisterziensierinnen. Bei den Dominikanerinnen ist zum Beispiel telefonieren erlaubt, bei den anderen wird ausserhalb der sieben Gebetszeiten vorwiegend geschwiegen. Kontakte nach aussen oder zu anderen Mitschwestern sind bei den Dominikanerinnen der „Normalfall“, bei den Zisterziensierinnen hingegen nicht erwünscht.

Warum habe ich dieses Buch gelesen? Mich interessieren Menschen, die ihre Berufung im kirchlichen Umfeld sehen. Ich habe gelernt, dass eine Nonne und eine Ordensschwester nicht das Gleiche sind. Für mich waren das jeweils Synonyme, aber dem ist nicht so: Eine Nonne lebt kontemplativ (vereinfacht gesagt bleibt sie im Kloster und betet); eine Ordensschwester hingegen übt einen Beruf aus (und geht auch aus dem Kloster hinaus). Ich habe Schwester Jordana als weltoffene, kritische und humorvolle Frau kennengelernt. Ein interessanter Einblick in ihr Leben mit und für Gott.

Kommentare: 2
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Caillean79s avatar

Rezension zu "Auf einen Tee in der Wüste" von Schwester Jordana

Lehrreiche Reise durch den nahen Osten und 3 Weltreligionen
Caillean79vor 4 Jahren

Das Buch (eine Art Road-Movie zum Lesen) vermittelt einen guten Eindruck davon, wie das Alltagsleben im Nahen Osten sich abspielt und welche Schwierigkeiten die grundverschiedenen Anschauungen der Weltreligionen Islam, Judentum und Christentum mit sich bringen. Schwester Jordana bereist mit ihrem Team zum Beispiel die Türkei, den Libanon und Israel. Teilweise werden die Wurzeln der Nahost-Konflikte erklärt – auch wenn ich sagen muss, dass ich auch nach dem Lesen dieses Buches vieles noch nicht 100%ig verstanden habe. Aber das wäre vielleicht auch zuviel verlangt, zumal die Konflikte vielschichtig sind und weit in die Vergangenheit zurückreichen.

Schön zu erfahren ist allerdings, dass es sehr viele Menschen im Nahen Osten gibt, die sich trotz unterschiedlicher Weltanschauungen für ein friedliches Zusammenleben einsetzen. Von wegen alles Fundamentalisten – keineswegs. Von einigen Gruppierungen, die im Buch erwähnt werden, hatte ich vorher noch nie was gehört – umso interessanter war die Lektüre.

Jordana und ihre Co-Autorin erzählen flüssig und anschaulich. Allerdings bringt es die schwierige Materie mit sich, dass man ab und zu einen „Informationskoller“ bekommt und das Lesen eben nicht ganz so schnell vorangeht. Da das das Leseerlebnis etwas ins Stocken geraten ließ, habe ich einen Stern abgezogen.

Insgesamt kann ich das Buch aber jedem empfehlen, der auf unterhaltsame Weise etwas über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Religionen lernen und sich ein Bild von der aktuellen Situation im Nahen Osten machen möchte.

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