Scott Adams

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Autor von Das Dilbert-Prinzip, Dilbert Future und weiteren Büchern.

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Das Dilbert-Prinzip

Das Dilbert-Prinzip

 (23)
Erschienen am 24.03.2005
Dilbert. Muskelkraft durch Mausgebrauch.

Dilbert. Muskelkraft durch Mausgebrauch.

 (2)
Erschienen am 01.08.2002
Wie man sie alle rumkriegt!

Wie man sie alle rumkriegt!

 (1)
Erschienen am 14.05.2018
Die richtige Einstellung

Die richtige Einstellung

 (1)
Erschienen am 01.10.2008
Dilbert - Computerfreaks

Dilbert - Computerfreaks

 (1)
Erschienen am 01.06.2003
Meetings und andere Grausamkeiten

Meetings und andere Grausamkeiten

 (1)
Erschienen am 01.01.2001

Neue Rezensionen zu Scott Adams

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Wie man sie alle rumkriegt!" von Scott Adams

"Der Mythos des rationalen Verstandes"
R_Mantheyvor 5 Monaten

Einen anderen Menschen mit rationalen Argumenten überzeugen zu wollen, gelingt eher selten. Dafür gibt es einen ganz einfachen Grund: Überforderung. Wenn Überzeugungen höchst selten auf einer rationalen Basis aufbauen oder durch logische oder andere schlüssige Überlegungen entstehen, dann kann man sie auch nicht auf diesem Wege ändern.

Es ist nämlich oft genau umgekehrt: Am Anfang war die Überzeugung und erst danach kam der Versuch, sie plausibel zu begründen. Macht man sich den Spaß und hinterfragt bei anderen deren Überzeugungen, dann kann man oft miterleben, in welche Schwierigkeiten sie kommen, wenn sie zu einer Begründung aufgefordert werden. Würde eine Überzeugung auf schlüssigen Argumenten beruhen, dann hätte man auch keine Probleme, sie sofort anzuführen.

In diesem Buch geht es um das Überzeugen anderer. Man kann es auch Manipulieren nennen, wenngleich der Autor dieses böse Wort tunlichst vermeidet. Scott Adams erlangte mit seinen Dilbert-Comics Berühmtheit, was ihn wohl auch vermögend machte. Gelegentlich verspürt er im Buch das Verlangen, diesen Umstand zu betonen und dem Leser mitzuteilen, er würde gerade Teile des Manuskripts am Strand schreiben. Leider merkt man das manchmal auch, denn das Buch wurde nicht auf einem beständig gleichen Niveau verfasst. Es kommt zu Wiederholungen und einigen recht flachen Abschnitten. Dazu gesellt sich das irgendwann nervige Klopfen auf die eigene Schulter.

Nun ja, Adams sagte zu einer Zeit den Wahlsieg Trumps voraus, als man dafür noch für ziemlich bescheuert gehalten wurde. In Europa gilt der jetzige Präsident der USA als leicht minderbemittelt und irgendwie gestört. Man verpackt das gerne in das Wort "unberechenbar". Macht man sich hingegen die Mühe, Trump und seinen Durchmarsch verstehen zu wollen, dann lohnt das Lesen dieses Buches auf jeden Fall. Denn nicht der US-Präsident ist peinlich, sondern das komplette Unverständnis seines Erfolges durch das europäische Establishment. Es offenbart nicht nur eine irritierende Ignoranz der Realität, sondern auch das Fehlen von analytischem Vermögen. Wer die Hälfte der amerikanischen Wähler überzeugen konnte, kann wohl kaum ein Volltrottel sein.

Der zweite Grund, der für dieses Buch spricht, sind die Konzepte, die der Autor zum Thema Manipulation darlegt. Gewiss kann man sie auch anderswo ähnlich nachlesen. Doch hier werden sie speziell auf das Verhalten Trumps angewandt. Daraus entsteht ein ganz anderes Bild als das, was in europäischen Medien verbreitet wird. Offenbar fällt es den Köpfen hinter diesen Medien extrem schwer, die politisch völlig inkorrekte Herangehensweise dieses Präsidenten zu verstehen, noch seine Art, Deals zu erreichen. Adams erklärt einige von Trumps Manövern im Wahlkampf. Vielleicht führt das zu einem Verständnisprozess. Aber halt! Diese Leute werden das Buch keineswegs lesen, denn das würde ja nicht zur Bestätigung ihrer Überzeugungen führen. Auch Fakten interpretieren sie anders als objektiv. Sie suchen in ihnen nur den Teil, der sie bestätigt oder den sie so drehen können.

Das ist völlig normal, ebenso wie andere Dinge, die Scott Adams über Überzeugungen und ihre Evolution im Kopfe eines Menschen erklärt.

Es macht oft tatsächlich Spaß, dieses Buch zu lesen. Entweder man weiß vieles bereits aus eigener Erfahrung oder man beobachtet anschließend mit Freude, wie wahr Scotts Darlegungen sind, indem man sie einfach im persönlichen Umfeld überprüft. Dabei sollte man allerdings Vorsicht walten lassen, wenn man seine Freunde behalten möchte. Niemand steht gerne blank da.

Um die Brisanz des Textes zu verdeutlichen, möchte ich lediglich die Kapitelüberschriften nennen: Warum Fakten überbewertet werden. Eine zweckmäßige Sichtweise der Wirklichkeit. Wie Präsident Trump das macht, was andere nicht können. Überzeugungen in Beruf und Politik. Warum Gruppenzugehörigkeit Sie mächtig und blind macht.

Scott Adams ist übrigens nach eigener Aussage eher liberal eingestellt, also kein Trump-Anhänger. Dennoch fasziniert ihn offenbar dessen Durchsetzungsvermögen. Einige der erfolgreichen Trump-Techniken werden im Text gut erklärt. So entsteht ein Bild der Fähigkeit dieses Menschen, das nicht in die deutsche Medienlandschaft passt. Natürlich kann man Trump unsympathisch finden. Das hilft jedoch beim Verständnis nicht wirklich weiter, sondern versperrt eher die Sicht auf die Realität. Schließlich ist auch das eine Überzeugung, die zu zahlreichen Filtern führt.

Allerdings besitzt das Buch neben den oben bereits genannten Defiziten noch einen grundsätzlichen Mangel: Sein Autor versteht nämlich nicht, dass es neben Trumps Fähigkeiten auch äußere Umstände waren, die zu seinem Wahlsieg beigetragen haben. Jedenfalls benennt er sie nicht und sieht lediglich das geschickte Verhalten Trumps. Auch das ist ein Filter, denn beim Autor dreht sich alles um Manipulation und Methoden, ihnen zu begegnen. Alles andere wird ausgeblendet. Irgendwie ist es doch lustig, dass man den Autor dabei erwischt, wie auf seine eigenen Filter hereinfällt.

Versteht man erst einmal die in diesem Buch offenbarten Hintergründe und begreift man, dass dieser Präsident keineswegs wenig intelligent ist, dann kann man sich sehr darüber amüsieren, wie die sich überlegen fühlenden europäischen Politgrößen in seine medialen und andere Fallen tappen. Denn nicht sie sind es, die die Agenda bestimmen, sondern er. Das sagt sehr viel darüber aus, wer hier tatsächlich wem überlegen ist.

Wenn man die genannten Schwächen dieses Buches hinnimmt, dann kann man viel aus ihm lernen. Insbesondere bringt es ein ganz anderes Trump-Bild hervor, als man das von den hiesigen Medien gewöhnt ist.

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Claudias-Buecherregals avatar

Rezension zu "Dilbert 2014" von Scott Adams

Dilbert 2014
Claudias-Buecherregalvor 5 Jahren

Fast jeder, der einen Chef und zahlreiche Arbeitskollegen hat, wird es kennen: Man kann nicht mit jedem "Best Friends" werden. Das Schöne ist, Dilbert wird es wahrscheinlich immer noch eine Stufe schlimmer treffen, dagegen sieht der eigene Bürowahnsinn schon wieder ganz harmlos aus. Ein Chef der stets andere Ansichten hat und ein übergroßes Ego besitzt und Kollegen, die keine Arbeitsmoral besitzen, impulsiv oder naiv handeln, quälen Dilbert im Alltag - zur Belustigung aller, die diesen Kalender (vorzugsweise auf der Arbeit) hängen haben.

Bereits 1989 hat Scott Adams die Figur "Dilbert" entwickelt. Sie und die gleichnamigen Comicstrips scheinen auch schon seit längerem zum Kultobjekt geworden zu sein - auch wenn ich erst durch diesen Kalender auf den Software-Entwickler, der sein Dasein in einem in kleine Zellen unterteilten Großraumbüro fristen muss, aufmerksam geworden bin. Sein Markenzeichen ist übrigens seine rot-schwarz gestreifte Krawatte, die -aus mir unbekannten Gründen- immer hochsteht. Wenn man von seiner eigenen Arbeit, dem Chef oder den Kollegen genervt sein sollte, reicht ein kurzer Blick auf diesen Kalender und die eigenen Probleme werden wieder ins rechte Licht gerückt, denn Dilbert hat von allem das Extremste abbekommen. Dilberts Arbeitsalltag, der nur als Bürowahnsinn bestehen zu scheint, wird mit reichlich Humor, Satire und Sarkasmus präsentiert.

Der Kalender bietet 12 farbenfrohe Kalenderblätter, die Dilbert, seinen Chef oder seine Kollegen in Höchstform zeigen. Im unteren Bereich eines jeden Kalenderblattes befindet sich entweder ein Comicstrip aus 6 Bildern oder zwei Comicstrips mit je 3 Bildern. Diese sind in schwarz-weiß gehalten. Eins dieser Bilder wurde jeweils als Monatsbild ausgewählt und farbig abgebildet. Der Kalender hat zugeklappt die Größe 30x30cm. Da das Motiv sich immer auf der Rückseite des letzten Blattes befindet, muss der Kalender in der "aufgeklappten" Version hingehängt werden und benötigt somit eine Fläche von 60x30cm. Im unteren Bereich befindet sich pro Tag ein weißes Kästchen für Notizen. Des Weiteren werden die Tage des vorherigen und des nächsten Monats in einer kleinen Monatsübersicht gezeigt. Am Ende des Kalenders befindet sich eine Jahresübersicht für 2013 sowie für die kommenden Jahre 2014 und 2015. Des Weiteren ist dort noch Platz für kurze Notizen für das Jahr 2015. Warum es sich dabei nicht um 2014 handelt, hat sich mir nicht erschlossen, aber womit diese Fläche gefüllt wird, bleibt ja jedem selbst überlassen.

Fazit: Der Kalender ist für alle geeignet, die manchmal im Büro denken, sie wären im falschen Film. Dilbert hat es wirklich nicht leicht, aber das bedeutet mehr Spaß für die Kalenderbesitzer. 2014 wird dieser Kalender jedenfalls mein Büro schmücken. Das steht fest!

Kalender: 24 Seiten
Verlag: Redline Verlag (10. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868815198
ISBN-13: 978-3868815191
Größe und/oder Gewicht: 30,6 x 30 x 0,6 cm

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Alus avatar

Rezension zu "Das Dilbert Prinzip" von Scott Adams

Rezension zu "Das Dilbert Prinzip" von Scott Adams
Aluvor 9 Jahren

Auch wenn viele Anspielungen auf amerikanische Verhältnisse gemünzt sind, ist es doch beinahe erschreckend, wie treffend viele überspitzte Geschichten und Anmerkungen die Realität auch in deutschen Büros beschreiben. Und wie skurril auch die Wirklichkeit ist, die bei Dilbert nur karikiert wird.
Also teilweise zum brüllen komisch, teils verdammt nah an der bitteren Wirklichkeit.
Lästig ist die manchmal schwer lesbare Schriftgröße der Comics, die etwa die Hälfte des Buches ausmachen.

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