Scott Bergstrom Cruelty

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Inhaltsangabe zu „Cruelty“ von Scott Bergstrom

Ein Buch wie ein Blockbuster: Scott Bergstroms erster Roman erscheint in 20 Ländern und wird in Hollywood verfilmt – von Kinohit-Produzent Jerry Bruckheimer ('Fluch der Karibik', 'Armageddon'). Vor zehn Jahren wurde Gwens Mutter ermordet, nur ihren Vater hat sie noch. Doch kurz nachdem er zu einer Geschäftsreise nach Paris aufgebrochen ist, stehen zwei Unbekannte vor Gwens Tür und erzählen eine unglaubliche Geschichte: Ihr Vater ist eigentlich CIA-Agent – und bei einem Einsatz spurlos verschwunden. Wurde er entführt? Wollte er dem Geheimdienst den Rücken kehren? Als die Ermittlungen eingestellt werden, macht Gwen sich selbst auf die Suche. Eine gefährliche Reise über mehrere Kontinente beginnt, immer dem Zentrum der Gefahr entgegen. Und Gwen erkennt: Wenn man seine Gegner besiegen will, muss man mindestens so hart und grausam werden wie sie!

Abbruch trotz des guten Stils und der Idee. Mir waren es schon zu Beginn zuviele Zufälle... Die Geschichte ist einfach nicht meins.

— AnjaSc

Unrealistisch aber ganz gut :D

— KatiKeks

Das Cover und der Titel versprechen mehr, aber dennoch spannend und fesselnd.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Anfangs spannend, danach wurde es mir zu unrealistisch und abstrus

— lenisvea

Young Adult meets James Bond

— sajo1606

Düster und phänomenal

— buecherwuermchenxlara

Intresante Idee, mit leider unrealistischen Hintergrund

— Sagittaria

Spannung pur

— schreibwasueber

Anfangs rasant, dann flacht es etwas ab

— Sunny0105

Das Ende lässt mich ein wenig einsam zurück.

— ChrissisFederecke

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    Cruelty

    fraeulein_lovingbooks

    27. August 2017 um 14:22

    Inhalt Vor zehn Jahren wurde Gwens Mutter ermordet, nur ihren Vater hat sie noch. Doch kurz nachdem er zu einer Geschäftsreise nach Paris aufgebrochen ist, stehen zwei Unbekannte vor Gwens Tür und erzählen eine unglaubliche Geschichte: Ihr Vater ist eigentlich CIA-Agent – und bei einem Einsatz spurlos verschwunden. Wurde er entführt? Wollte er dem Geheimdienst den Rücken kehren?Als die Ermittlungen eingestellt werden, macht Gwen sich selbst auf die Suche. Eine gefährliche Reise über mehrere Kontinente beginnt, immer dem Zentrum der Gefahr entgegen. Und Gwen erkennt: Wenn man seine Gegner besiegen will, muss man mindestens so hart und grausam werden wie sie!(Quelle: Amazon )  Meine Meinung Gwen hat vor zehn Jahren ihre Mutter verloren und lebt aktuell mit ihrem Diplomatenvater in New York. In der Schule fühlt sie sich nicht wohl und wird gemobbt. Eines Tages verschwindet der Vater und er wird wenig unternommen, ihn zu finden – es wird sogar vermutet, das er sich gegen sein Heimatland gestellt hat. Gwen kommt bei den Nachbarn unter, der Mann ist ein ehemaliger Geheimagent und verschafft ihr einen Flug nach Paris, zu einer seiner Kontaktpersonen, Yael. Die Reise von Gwen beginnt…Zu Beginn war mir Gwen sympathisch, aber im Laufe der Geschichte begann eine Veränderung, die man nicht nachvollziehen konnte. Je mehr sie sich Osteuropa näherte, umso kühler, kaltblütiger und unsympathischer wurde sie mir. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.Erzählt wird nur aus der Sicht von Gwen, was natürlich einen guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt gibt, aber auch sehr eintönig ist. Ich hätte mir gewünscht, das entweder der Vater oder „Weggefährten“ einen kleinen Anteil aus ihrer Sicht erzählt hätten. Als ich mit „Cruelty“ begonnen habe, war ich vollkommen begeistert und habe die Abschnitte bis nach Berlin in einem Zug gelesen. Es war bis dahin genau die richtige Menge an Aktion und verständlichen Handlungen von Gwen. In Berlin beginnt eine Veränderung von Gwen innerhalb der Geschichte, die mir nicht gefallen hat. Auf den Weg nach Prag und die Kapitel, die darauf folgen, wird Gwen und ihre Handlungen immer unglaubwürdiger. Ein Mädchen in dem Alter, mit dem Hintergrundwissen und Training, das sie von Yael in Paris erhält, kann nicht plötzlich zu einer so mörderischen Waffe werden, die als „unausrottbar“ dargestellt wird.Der Jugendthriller wurde zum Agententhriller, was in meinen Augen zu schnell und realitätsfern abgelaufen ist. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen. Von mir gibt´s keine Lese- oder Kaufempfehlung.  Sterne

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  • Aufregend und temporeich

    Cruelty

    Streiflicht

    05. August 2017 um 15:15

    Aufgrund der vielen verschiedenen Bewertungen war ich sehr neugierig auf dieses Buch. Jetzt bin ich begeistert und warte schon voller Spannung auf Teil 2, der hoffentlich bald erscheinen wird. Das Buch ist anfangs ruhig und relativ gelassen und erzählt von Gwendolyns Schulalltag in New York. Doch das Mädchen ist nicht gewöhnlich, sie ist die Tochter eines Diplomaten und hat daher schon jede Menge Erfahrungen hinter sich. Auch sehr unschöne, wie den Tod ihrer Mutter als sie noch ein kleines Mädchen war. Dennoch hat sie sich einigermaßen mit ihrem Leben arrangiert, auch wenn sie ihre Schule nicht mag. Doch dann verschwindet ihr Vater, alles, was sie noch an Familie hat, und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Von da an nimmt die Geschichte unglaublich an Fahrt auf und wird sehr temporeich. Viele haben sich darüber beschwert, dass die Geschehnisse nicht sehr realistisch sind, aber mich stört das nicht. Dass James Bond immer wieder überlebt, ist ja auch „normal“. ;o) Ich fand die Verwandlung von Gwen von der relativ braven Schüler hin zur jungen Frau, die ihren Vater retten will und der dafür jedes Mittel recht ist, unglaublich gelungen beschrieben und sehr packend, aufregend und mitreißend. Der Schreibstil des Autors ist gut lesbar und verführt zum Weiterlesen, auch wenn man schon längst ins Bett gegangen sein sollte. Danke für diese aufregenden Stunden mit diesem ungewöhnlichen Mädchen, das über sich hinauswächst, um ihren Vater zu finden und zu retten. Ich freu mich auf den zweiten Teil!

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  • Ein Buch genau wie ein Blockbuster

    Cruelty

    maliterature

    22. July 2017 um 15:53

    Als ich im Rahmen der Berufsschule im März den Rowohlt Verlag besuchte, wurde uns dort „Cruelty – Ab jetzt kämpfst du allein“ von Scott Bergstrom mit den Worten „Das Buch liest sich wie ein Blockbuster“ ans Herz gelegt. Gekauft habe ich Cruelty allerdings erst wenige Tage vor meiner mündlichen Abschlussprüfung. Und was soll ich sagen? Es liest sich wirklich wie ein Blockbuster, aber das wird schließlich auch in der Inhaltsangabe versprochen. Doch, das Buch hat auch den typischen Nachteil eines Blockbusters, es ist nicht weltbewegend und auch kleinere Ungereimtheiten haben sich für mich ergeben. Beispielsweise hatte sie plötzlich ein Handy, obwohl ich das Buch so verstanden hatte, dass sie es zuvor entsorgt hatte (obwohl andere Male im Buch beschrieben wurde, wenn sie sich eine neue SIM-Karte besorgte) oder ich überrascht war, dass sie plötzlich einen gesicherten Chat mit Terrance hatte (dieser war allerdings super schön gestaltet – es gab sogar eine extra Schriftart um ihn vom Fließtext abzuheben). Zudem kommt, dass ich das Cover zwar wirklich cool finde, aber nach dem Lesen irgendwie unpassend. Ich nehme an, dass es Gwendolyn sein soll, doch zum einen wird immer davon geredet, dass sie Doc Martens trägt, weil sie komfortable Schuhe bevorzugt und die Schuhe auf dem Cover sehen zwar cineastisch aus, aber nicht wirklich praktisch. Ich meine so lose wie sie aussehen, ist es nicht gerade das Schuhwerk, dass man wählt, wenn Kämpfe bevorstehen. Auch irritiert mich der Dolch etwas, schließlich benutzt sie eigentlich ein Klappmesser. Sehe ich davon allerdings ab und sehe das Cover als die Werbefläche, die hilft das Buch zu vermarkten, gibt es einem noch mehr von dem Blockbuster-feel. Es sieht schon irgendwie aus wie ein Filmplakat, nicht wahr? Zudem setzt sich der Thriller noch durch den orangenen Anschnitt von anderen Büchern ab. Wo es sich noch von anderen Büchern absetzt ist, wie ich finde, dass die Hautfarben der Charaktere erwähnt werden. Vielleicht bin ich da etwas sensibel, aber nachdem ich einmal gelesen habe, dass man sich die Hautfarbe aus Gewohnheit weiß vorstellt, finde ich es gut, dass Terrance als schwarz beschrieben wird. Insbesondere, da er als Gwens Freund und Hacker eine sehr wichtige positive Rolle einnimmt. Trotzdem wird er wegen seiner Hautfarbe von ihren Klassenkameraden diskriminiert, da diese davon ausgehen das seine Familie sich die Schulgebühren der privat Schule Danton, die auch Gwen als Diplomatenkind besucht, niemals leisten könnte, obwohl er sehr wohlhabend ist. Nur bei Gwen hat es mich etwas irritiert. Sie wird zu Beginn für eine „Griechin oder so“ gehalten, geht aber später als Russin durch. Zudem fand ich es schade, dass der einzige Homosexuelle in diesem Thriller einer der „Bösen“ war und seine Beziehung ein schlechtes Ende nimmt. Um jedoch bei den Böse zu bleiben: Sie waren wirklich gut beschrieben. Trotz ihrer Verbrechen und Gewalttätigkeit, waren sie immer noch menschlich mit Wünschen und Geschichten. Dadurch war es bei ihnen beinahe Traurig, sie sterben zu „sehen“. Insbesondere, da der Roman sehr eindrücklich geschrieben wurde, was durch die Verwendung der Ich-Perspektive nur verstärkt wurde. Es war einfach sich einzufinden, auch wenn der Roman in New York beginnt, was die einzige der vier Städte (New York, Paris, Berlin, Prag) ist, in der ich noch nicht war. Es werden zwar ihre düsteren Ecken beschrieben, jedoch ist dies anschaulich und man erkennt seine Touristenecken wieder. Zuletzt sei auch gesagt, dass ich auch die Entwicklung von Gwen’s Charakter verständlich und nachvollziehbar finde. So begann sie ihr Training in Krav Maga mit einer bereits vorhandenen Kenntnis ihres Körpers durch jahrelange Übung im Kunstturnen und ist auch nach ihrer Ausbildungszeit von drei Wochen noch nicht fähig ihre Trainerin mit jahrelanger Krav Maga Erfahrung zu besiegen. Mein Lieblingszitat? „Als nächstes kommen die Accessoires, die ich für diesen Kostümball benötige. Taubgraue, ellenbogenlange Handschuhe aus Paris. Eine schwarze, perlenbesetzte Clutch aus Mailand. Braun, gelber Kapseln mit Rattengift aus Nordkorea.“ von Seite 388 natürlich. Somit ist der Roman wunderbar für „zwischendurch“, wenn man einfach Lust auf ein fesselndes Buch mit Spionage hat.

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  • Spannende Geschichte , aber das Cover und der Titel versprechen mehr

    Cruelty

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. June 2017 um 19:52

    Vor zehn Jahren wurde Gwens Mutter ermordet, nur ihren Vater hat sie noch. Doch kurz nachdem er zu einer Geschäftsreise nach Paris aufgebrochen ist, stehen zwei Unbekannte vor Gwens Tür und erzählen eine unglaubliche Geschichte: Ihr Vater ist eigentlich CIA-Agent – und bei einem Einsatz spurlos verschwunden. Wurde er entführt? Wollte er dem Geheimdienst den Rücken kehren? Als die Ermittlungen eingestellt werden, macht Gwen sich selbst auf die Suche. Eine gefährliche Reise über mehrere Kontinente beginnt, immer dem Zentrum der Gefahr entgegen. Und Gwen erkennt: Wenn man seine Gegner besiegen will, muss man mindestens so hart und grausam werden wie sie! Die Geschichte ist sehr gut, aber eher unrealistisch . Die Romanheldin ist gerade mal 17 Jahre jung. Aber durch den Schreibstil des Autors konnte ich mich gut in die Story einfinden. Und das meiste ist nicht vorhersehbar, so das man wirklich lang am Buch ,also ohne Unterbrechung lesen muss. Etwas mehr Spannung noch , dann wären es 5 ***** geworden .  Das Cover und der Titel , waren der ausschlaggebene Punkt warum ich es unbedingt haben musste :-) Find ich persönlich einfach mega.  Weitere Folgebände  mit der Protagonistin Gwendolyn Bloom würde ich mir holen .  Dieses Buch soll auch verfilmt werden von Jerry Bruckheimer . Darauf freue ich mich sehr !  

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  • Cruelty - Ab jetzt kämpfst du allein

    Cruelty

    lenisvea

    08. May 2017 um 20:31

    Preis: € 14,99 Seitenzahl: 432 rororo ISBN: 978-3-499-27266-0 17.02.2017 Erhältlich als:Paperback, e-Book Zum Buch: https://www.rowohlt.de/suche/alle/Cruelty Ab jetzt kämpfst du allein Gwendolyn Bloom Ein Buch wie ein Blockbuster: Scott Bergstroms erster Roman erscheint in 20 Ländern und wird in Hollywood verfilmt – von Kinohit-Produzent Jerry Bruckheimer («Fluch der Karibik», «Armageddon»). Vor zehn Jahren wurde Gwens Mutter ermordet, nur ihren Vater hat sie noch. Doch kurz nachdem er zu einer Geschäftsreise nach Paris aufgebrochen ist, stehen zwei Unbekannte vor Gwens Tür und erzählen eine unglaubliche Geschichte: Ihr Vater ist eigentlich CIA-Agent – und bei einem Einsatz spurlos verschwunden. Wurde er entführt? Wollte er dem Geheimdienst den Rücken kehren? Als die Ermittlungen eingestellt werden, macht Gwen sich selbst auf die Suche. Eine gefährliche Reise über mehrere Kontinente beginnt, immer dem Zentrum der Gefahr entgegen. Und Gwen erkennt: Wenn man seine Gegner besiegen will, muss man mindestens so hart und grausam werden wie sie! Meine Meinung: Ich bin durch den coolen Buchschnitt und auch durch den Titel auf das Buch aufmerksam geworden. Der Einstieg in das Buch ist mir gut gelungen und ich fand die Geschichte anfangs auch sehr interessant und spannend. Es geht hier um Gwendolyn, deren Mutter vor einiger Zeit bei einem Attentat ums Leben gekommen ist und nun mit ihrem Vater alleine zusammen lebt. Dann wird ihr Vater entführt. Sie macht sich allein auf die Suche nach ihm. Sie gerät in ein Netz aus Menschenhändlern, Drogenbossen und auch Waffenhändlern. Je weiter die Geschichte vorangeschritten ist, muss ich aber sagen, um so unrealistischer und absurder wurde sie für mich. Ich fand es z.B. sehr unrealistisch, dass sie, wie es der Zufall will, gleich die richtigen Leute trifft, die etwas mit der Entführung ihres Vaters zu tun haben und sie es auch mit ihnen aufnehmen kann. Für mich passte auch die plötzliche Umwandlung des Charakters vom braven Schulmädchen zur Verbrecherin so gar nicht. Positiv anmerken möchte ich, dass der Schreibstil sehr flüssig zu lesen war, es war auch recht actionreich, daher nicht langweilig. Aber hier wäre einfach weniger mehr gewesen. Alles in allem kann ich das Buch leider nur bedingt empfehlen. Mir persönlich hat es u.a. aufgrund der genannten Gründe nicht so gut gefallen. Daher bekommt es von mir leider nur 3 Sterne.

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  • Action für Jugendliche

    Cruelty

    MoniUnwritten

    22. April 2017 um 10:27

    Das Buch ist so geschrieben, als würde man sich im Kopf der 17-jährigen Gwen befinden. Dadurch ist das Buch wahrscheinlich vor allem für Jugendliche interessant, die sich mit dem Schreibstil wohl eher identifizieren können. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt hatte.Gwen macht im Buch eine große Veränderung durch. Dabei legt sie ihr naives, liebevolles Wesen ab und wird zu einer fast skrupellosen Frau, die knallhart ihr Ziel verfolgt. Auch ihr mehrmals wechselndes Umfeld kann diese Veränderung wahrnehmen. Ich fand es interessant zu sehen, wie die Umstände und ein fester Wille einen Menschen formen können. Gwen war mir nie so richtig sympathisch, aber da man von ihr am meisten weiß und sie diejenige ist, die am ehesten zu den Guten gehört, war ich trotzdem auf ihrer Seite und habe auf ein Happy End für sie gehofft. Ich konnte ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen, auch wenn alles in sich schlüssig begründet war. Allerdings wird das vor allem daran liegen, dass ich die hier geschilderten Extremsituationen nie durchmachen musste.Es dauert etwa fünfzig Seiten, bis etwas passiert, doch auch denn geht es eher schleppend los. Vorher lernt man Gwen, ihren Vater und ihre Schule kennen. Außerdem trifft sie einen Jungen, Terrence, mit dem sich der zarte Beginn einer Teenagerromanze entwickelt. Dann jedoch ist mit einem Mal nur noch das Verschwinden ihres Vaters wichtig. Alles, was Gwen ab da tut, ist darauf ausgerichtet, ihn zu finden, weil sie sich nicht mit der Situation abfinden kann. Und obwohl alle um sie herum ihr offenbar helfen wollen, nimmt sie sie nur als Mittel zum Zweck wahr.Es tauchen viele weitere Figuren auf, die alle mehr oder weniger miteinander verknüpft werden. Da man sie alle aus Gwens Sicht erlebt, sind ihre wahren Absichten oft im Dunkeln. Dadurch erlebt man auch die ein oder andere Überraschung und muss seine Prognosen neu aufstellen. Vor allem das, was Gwen über ihren Vater zu wissen glaubt, wird radikal in Frage gestellt.Die Geschichte konnte mich lange nicht begeistern, war aber auch nicht so schlecht, dass ich sie hätte abbrechen wollen. Währenddessen habe ich gezielt nach Fehlern gesucht. Da ist zum Beispiel die Tatsache, dass Gwen sagt, sie könne niemandem mehr vertrauen, kurz darauf aber Terrence, den sie gerade erst kennen gelernt hat, wichtige Informationen überlässt. Oder dass er ihr mehr als 2000 Dollar gibt, ohne zu wissen, wofür und ob er sie jemals wiedersehen wird.Irgendwann aber hat es mich dann doch gepackt und ich war drin. Von da an habe ich nur noch mitgefiebert und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das war so etwa nach der Hälfte, als die Handlung endlich ordentlich Fahrt aufgenommen hatte. Da ist es dann auch eine richtige Actionstory voller Verfolgungen, Spionage und filmreifen Prügeleien und Schießereien. Dabei war immer alles so gut beschrieben, dass ich es mir wunderbar vorstellen konnte.Das Buch spielt nicht nur in verschiedenen Ländern, sondern Gwen spricht auch mehrere Sprachen. Deshalb tauchen immer wieder Begriffe in Französisch oder Russisch auf. Das ist jedoch überhaupt kein Problem, sondern verleiht den Dialogen zusätzliche Authentizität. Auch ohne Sprachkenntnisse war für mich alles verständlich, weil immer eine Übersetzung oder Erklärung dabei war.Ich möchte nicht zu viel verraten, aber das Ende war eher unbefriedigend. Zwar werden viele Zusammenhänge aufgeklärt und Gwen erreicht ihr Ziel gewissermaßen auch, doch es bleiben auch einige Fragen offen. Für mich wirkt es so, als müsste da noch eine Fortsetzung kommen, denn wenn nicht, dann ist da mehr unklar, als meine Fantasie auf die Schnelle füllen kann. Am Ende bleibt für mich vor allem der Gedanke hängen, ob all das wirklich passieren kann.Fazit:Wer spannende Thriller mit ungewöhnlichen Hauptdarstellern mag, kann hier ruhig zugreifen. Man darf nicht gleich aufgeben, wenn es nicht sofort losgeht. Am Ende wird man doch noch einmal gewaltig überrascht, vor allem von Gwen selbst.

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  • Ganz nett für zwischendurch

    Cruelty

    DesireeMe

    04. April 2017 um 17:15

    Kurz zur Handlung:Vor zehn Jahren wurde Gwens Mutter ermordet, nur ihren Vater hat sie noch. Doch kurz nachdem er zu einer Geschäftsreise nach Paris aufgebrochen ist, stehen zwei Unbekannte vor Gwens Tür und erzählen eine unglaubliche Geschichte: Ihr Vater ist eigentlich CIA-Agent – und bei einem Einsatz spurlos verschwunden. Wurde er entführt? Wollte er dem Geheimdienst den Rücken kehren? Als die Ermittlungen eingestellt werden, macht Gwen sich selbst auf die Suche. Eine gefährliche Reise über mehrere Kontinente beginnt, immer dem Zentrum der Gefahr entgegen. Und Gwen erkennt: Wenn man seine Gegner besiegen will, muss man mindestens so hart und grausam werden wie sie!Nun meine Meinung dazu:Das Buch ist sehr leicht zu lesen, man wird in die Geschichte quasi eingesaugt und ehe man sich versieht ist man schon bei der Hälfte. Gwen ist mir sofort sympathisch - sie erlaubt es einem, sich in sie hineinzuversetzen und sieht sie mit jedem Kapitel wachsen. Auch die Städte, die Schauplatz ihres Abenteuers sind, werden anschaulich beschrieben und man gewinnt den Eindruck, selbst durch Prags alte Gassen zu schlendern oder Mitten in der Berliner Szene zu sein. Alles in Allem ein Buch, welches man für Zwischendurch als leichtere Kost "verdrücken" kann. 

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  • guter Anfang und danach unglaubwürdig

    Cruelty

    Gwhynwhyfar

    04. April 2017 um 15:58

    Der Anfang: »Die Jungen warten jetzt gespannt auf die Hinrichtung. Sie sitzen ganz verzückt da, gierig wie die Schakale, und warten darauf, dass das Beil fällt.«Das Buch ist flott gelesen, du wunderst dich, ganz schnell die Hälfte durchgelesen zu haben. Der Plot bietet allerdings nichts, was man schon zigmal gelesen hat., passt auf einen Kinderfahrschein. Gwendolyn Blooms Mutter ist seit 10 Jahren verstorben. Als Diplomatenkind ist Gwen häufig umgezogen, hat in Moskau, Paris usw. gelebt, spricht fließend Französisch, Russisch, Arabisch, Englisch und ein wenig Deutsch. Derzeit leben die beiden wohnen in New York. Gwen wird in der Schule gemobbt, wehrt sich nicht, hat im Allgemeinen Probleme mit dem Selbstbewusstsein und nimmt häufig Psychopharmaka gegen Depressionen. Der Vater muss für drei Tage beruflich nach Paris reisen, wie so häufig. Doch diesmal kommt er nicht zurück, er ist in Paris verschwunden. Das CIA steht vor der Tür und Gwen erfährt, der Vater hat keinen Bürojob, wie er ihr vorgaukelte, er arbeitet für den CIA. Die Wohnung wird auf den Kopf gestellt. Irgendetwas suchen die Agenten. Gwens Tante aus Texas kommt, will das Mädchen mitnehmen, das noch nicht volljährig ist. Wie alt sie ist, erfährt man erst am Ende, man weiß lediglich, ihr Schulexamen steht bevor. Gwen entschließt sich, auf eigene Faust nach Paris zu fliegen, den Vater zu suchen. Ein Freund des Vaters, der früher beim Mossad gearbeitet hat, ist behilflich, vermittelt ihr eine Kontaktfrau. Wir erfahren die Geschichte aus Gwens Ich-Perspektive. Bis zur Mitte des Romans dachte ich, nach einem Jugendroman gegriffen zu haben. Doch dann gab das Buch eine Wende, die ich anfänglich nachvollziehen konnte, zum Ende allerdings nur noch mit dem Kopf schütteln konnte. Das Buch ist spannend, temporeich, es liest sich gut, aber man darf nicht darüber nachdenken ... Mir ging es so, dass der Denkprozess erst am Ende einsetzte und im Nachgang. Und dann blieb für mich nichts mehr übrig von dem Buch, als Absurdität und eine billige, klischeehafte Geschichte, tausendmal bereits erzählt. Für meinen Geschmack hat sie das Rätsel um die Aufzeichnungen ihres Vaters zu schnell gelöst, aber nun ja, dachte ich. In Paris wird sie von einer ehemaligen Mossad-Agentin aufgenommen und trainiert. Das fand ich interessant, denn sie lernt den Straßenkampf, lernt, mit weiblichen Methoden zu punkten. Sie schlägt sich nicht mit irgendwelchen Kampfattacken, sondern bedient sich Dreh- und Hebebwirkung, Gelenke drehen, Finger drehen, auf bestimmte Punkte treten, den Hals angreifen. Wer ein wenig Kampfsport gemacht hat, weiß, so kann man Ungeübte flachlegen, Finger und Arme brechen. Bis hierhin hat mir das Buch gefallen. Allerdings empfand ich die Auferstehung der depressiven, schwächelnden Gwyn zum Kampfsporttiger etwas schnell, zu unwahrscheinlich.»Irgendwas Komisches geht in meinem Bauch und meinem Kopf vor, all der Schrecken, den ich von dem Moment an erlebt habe, ich herausfand, dass mein Dad gekidnappt worden ist - tut was? Verändert sich?«Alles was jetzt kommt ist energiegeladen, schnell, spannend, aber psychologischer Humbug, triviale Klischees, ein nicht glaubhaftes Geschehen. Gwyn fährt von Paris weiter in andere Städte Europas, und findet, oh welcher Dusel, oh, welcher Zufall ... immer gleich die richtigen Hinweise und die richtigen Personen. Sie verkloppt reihenweise schwergewichtige Muskelpakete, weil diese Zuhälter und Gangster auch so fürchterlich kampfunerfahren sind ... och nö. Und was sie zum Ende vollbringt, ist einfach nur noch eine Lachnummer, erinnert an einen Alien, nicht an einen Menschen. Der Autor hätte sich besser durch einen Psychologen beraten lassen sollen. Was als Jugendbuch anfängt, endet als Massaker. Ich weiß nicht genau, für welche Zielgruppe das Buch geschrieben ist. Jugendlichen sollte man es nicht in die Hand geben, für den Actionfan ist der Anfang zu seicht. Die sympathische Gwyn mutiert zum Monster, unglaubwürdig, unsympathisch, gaga Superfrau. Lieber Herr Bergstrom, im letzten Drittel haben sie die Story voll verbockt!»Ich bleibe einen Augenblick auf dem Boden liegen und fokussiere mich auf das Blut. ›Ich bin hart genug‹, sage ich. ›Hart genug wofür?‹ ›für das, was zu tun nötig ist.‹«In der Verlagsankündigung las ich von korrupten Machenschaften aus Waffenschmuggel, Dogenmafia, Menschenhandel, Mord, Raub, Verschwörung und Auftragsmorde. Ja, das kommt am Ende auch mal vor. Das organisiertes Verbrechen, »Mafia«, betreibt Menschenhandel mit Frauen und Waffengeschäfte, Informationen, die ich ohne dieses Buch nie bekommen hätte? Die Figuren ist so was von klischeehaft, dass ich am Ende nur noch schmunzeln konnte. Und Gwen? Eine Figur, bei der der Anfang nicht zum Ende passt. Der Polt insgesamt völlig unglaubwürdig, mit einer Heldin, die Flügel und Fäuste bekommt, der alles gelingt, allein oder mit daherfliegenden Helferlein, die ihr gerade im passenden Moment über den Weg laufen. Kein Stein, nicht mal ein Stöckchen liegt Gwen im Weg. Nachgedacht oder Krach-Bum-Zack- Problem gelöst oder eliminiert.Das Buch ist spannend, eine nette Unterhaltung. Wer gern Supermann liest und auf geladene Action steht, dabei nicht nachdenken mag, für den ist dieses Buch genau das richtige Lesefutter. Zack- bum - krach - knack. Zumindest haben wir hier eine weibliche Heldin, die zackig und ohne Gewissen erkämpft, was sie haben will. Als Bond*ine verfilmt könnte es ganz nett werden mit Special Effekts ... +++++ Spoiler +++++ +++++ Spoiler +++++ +++++ Spoiler +++++Nicht lesen, wenn du das Buch lesen willst!!!Am Anfang bricht Gwen in ein Lagerhaus ein, ihr kluger Freund löst schwer knackbare Cods ... na ja, dachte ich, hoffentlich geht es nicht so einfach weiter für Gwen. Aber es wurde immer absurder ...Die ganzen Kerle, die Gwen verhaut, Geheimagenten, Zuhälter und Gangster, sind alle nicht im Kampf ausgebildet? Lassen sich von einem Mädel verhauen? Am Ende des Buchs kommt heraus, Gwen ist in der Zeit auf der Suche nach dem Vater volljährig geworden. Der Zeitabschnitt wird über den Daumen gerechnet drei bis maximal fünf Monate gedauert haben. Und das Jugendamt entscheidet, die Gwen unbekannte Tante darf das Mädchen, fast volljährig, kurz vor der Prüfung stehend, mit nach Texas nehmen? Das, obwohl im gleichen Haus ein Ehepaar wohnt, das Gwen aufnehmen würde, gute Freunde. Gwen wird erst gar nicht gefragt. Das ist unvorstellbar. Die Verwandlung von der ängstlichen Jugendlichen Gwen in eine stahlharte Kämpferin, die absolut keine Gewissensbisse kennt, ist auf keinen Fall psychologisch stimmig. Und was sie zum Ende abzieht ... sperrt 6 Typen in einen LKW und jagt sie mit einer Panzerfaust in die Luft, kurz danach vergiftet sie einen Trupp Millionäre mit einem Shot ... Ich dachte, ich spinne, als ich das las. Sie geht drüber wie ein Waldschrat über eine Distel, völlig gefühlskalt? Die Gangster legen alles um, was ihnen vor die Füße kommt, aber den Vater von Gwen sperren sie ein? Warum erschließt sich bis zum Ende nicht ernsthaft. Er kannte Kontonummern. Gut, aber die hätten die Gangster aus ihm herausgepresst ... Sie hätten ihn auch an die Amerikaner verkaufen können, alles nicht logisch. Gwen schießt im Industriegelände auf dem Firmengelände der Firma den LKW mit Insassen in die Luft. Das hört niemand und den Rauch bemerkt niemand? Bis zum Abend haben die Gangster nicht mitbekommen, was dort ablief, keine Kommunikation dorthin, wo doch die Waffenlieferung angekommen war? Das Ende erscheint mir zusammengezimmert, was nicht zusammenpasst, eine Unlogik folgt der nächsten. Und dann die Vergiftungsaktion, hurra! Da schlägt man an Ende nur noch die Hände über dem Kopf zusammen. Und dann taucht die bekannte Dame vom Mossat auf ... Was hat die mit der ganzen Sache zu tun? 

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  • Angenehme Geschichte

    Cruelty

    merle96

    02. April 2017 um 22:32

    Inhalt
 Als Gwendolyns Vater plötzlich verschwunden ist, erfährt sie, dass er eigentlich ein Agent der CIA war. Sie schwört sich ihren Vater und die Wahrheit zu finden, egal was es koste wolle. Und so entwickelt sich auf einmal aus der normalen Schülerin eine gnadenlose Frau 
Den Schreibstil des Autors fand ich angenehm , da alle Figuren ganz in Ordnung waren, aber nicht so richtig interessant. Was mir am meisten an diesem Buch gefallen hat ist die Orte die der Autor beschrieben hat.Das Buch konnte man ganz in Ordnung flüssig lesen und wahrnehmen Die Veränderungen der Figuren ging mir persönlich einfach zu schnell. Ich habe irgendwie nicht so richtig den Verlauf der Figuren mitbekommen, was ich sehr schade finde Fazit Allgemein ist es ein interessantes Buch mit einer mal anderen Geschichte, die mich aber trotzdem gar nicht umhauen konnte.Hatte viele Hoffnung in das Buch, aber es konnte mich einschließlich einfach nicht überzeugen.3/5 Sterne

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  • Young Adult meets James Bond

    Cruelty

    sajo1606

    02. April 2017 um 16:33

    Als Gwen’s Vater von einem Tag auf den anderen verschwindet, ändert sich das Leben der 17jährigen auf kaum vorstellbare Weise. Auf der Suche nach ihm begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise rund um den Globus und stolpert von einer gefährlichen Situation in die nächste.Im Gegensatz zu manch anderen Lesern/Leserinnen hat mir ‚Cruelty‘ richtig Spaß gemacht. Ich fand es spannend zu verfolgen, wie aus der naiven Gwen innerhalb kürzester Zeit eine Art weiblicher James Bond wird – inklusive ‚Kampfausbildung‘, Identitätswechsel, usw. Klar ist das alles nicht realistisch – vor allem nicht in der kurzen Zeit – aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Bergstrom’s Schreibstil ist so eingängig, dass sich beim Lesen regelrecht ein Film in meinem Kopf abspielte. Und sollte ‚Cruelty‘ wirklich verfilmt werden, würde ich auf jeden Fall ins Kino gehen Neben den obligatorischen Actionszenen hat mir vor allem die Beschreibung der Städte, die Gwen im Laufe ihrer Reise besucht, sehr gut gefallen. Ob Paris, Berlin oder Prag – Bergstrom führt den Leser an Orte, Straßen und Plätze weitab der touristischen Attraktionen und beschreibt diese so eindrücklich und dicht, dass ich das Gefühl hatte, gemeinsam mit Gwen dort zu sein. Das Ende ist, wie es höchstwahrscheinlich auch bei einem Film sein würde, recht offen und auf einen Folgeband ausgelegt – und ich bin gespannt, ob es diesen nächsten Teil auch geben wird. Ich würde ihn lesen.

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  • Düster und phänomenal

    Cruelty

    buecherwuermchenxlara

    31. March 2017 um 19:34

    ,,Und zum ersten Mal, seit ich sieben war, falte ich die Hände und bete zu einem Gott, von dem ich weiß, dass er nicht existiert.'' Schon als ich begonnen habe Cruelty zu lesen, war es in etwa wie reinste Poesie. Lange, verkapselte Sätze, detailverliebte Beschreibungen und tiefgängige Gedanken einer sympathischen und vielseitigen Protagonistin – vom Lieblingsbuchpotenzial gepackt war ich sofort und auch die Story hat es wirklich in sich.  Es passiert selten, dass ein Thriller es schafft, mich so sehr in den Bann zu ziehen, gerade weil man als Leser oft schnell herausbekommt, wer der Kopf hinter der Thematik (sei es Mord, Vergewaltigung oder anderes) ist. Ganz anders ist es hier gewesen – zusammen mit Gwen jagt man den spärlichen Information hinterher; ob nun durch Städte, Länder oder Kontinente. Dieses Prinzip des Umherreisens hat mir gut gefallen, da man immer wieder einen kleinen Absatz in der Story hatte um alles Neue ein wenig sacken zu lassen, eine kurze Pause einzulegen und dann weiter in ein neues Gebiet zu reisen, neue Eindrücke zu sammeln und dem fertigen Puzzle ein Stück näher zu kommen.  Auch spannungstechnisch kann ich definitiv nichts bemängeln. Mit jeder neuen Information geraten Gwen und der Leser tiefer in ein dunkles Netz, mit neuen Geheimnissen, Verschwörungen, Verbündeten und Feinden, wobei man nie so genau weiß, wem man wirklich trauen kann. Sowohl Gwen, als auch die Handlung sind unvorhersehbar, sodass man gar nicht anders kann als weiterzulesen. Ich jedenfalls war von Anfang bis Ende gepackt, woran auch die zahlreichen Actionszenen sicherlich ihren Anteil haben. Cruelty lebt gewissermaßen durch harte Kämpfe, was mich nie gestört hat, immerhin gehören sie dazu und auch, wenn ziemlich oft jemand zusammengeschlagen wird, habe ich nie das Gefühl gehabt, dass diese Gewalt zu sehr im Vordergrund stand, sodass ich es als störend empfinden hätte können.  Hingegen gestört hat mich tatsächlich der teilweise definitiv zu dreckige Umgangston. Gerade durch die ersten Kapitel hatte ich mich schon an den einfühlsamen und wirklich wunderschönen Schreibstil gewöhnt, wodurch ich sowohl überrascht, als auch enttäuscht war, dass dieser etwas nachgelassen hat. Natürlich hat sich mit Gwen auch die Sprache weiterentwickelt, allerdings ist es einfach übertrieben, wenn man in drei Sätzen fünf mal das Wort 'ficken' verwenden muss, auch, wenn der Roman in dunklen und dreckigen Ecken spielt.  Zudem ist mir oft aufgefallen, dass es Gwen sehr leicht fiel, auf neue Spuren zu stoßen, indem sie scheinbar belanglose Informationen kombiniert hat oder ihr schlicht und einfach etwas in den Schoß gefallen ist. Für mich persönlich gab es noch zu wenig Hindernisse, die ein wirkliches Problem hätten werden können, schließlich ist sie doch gerade erst ganz neu in ihrer Rolle als Racheengel und hatte trotzdem ständig alles in ihrer Gewalt.  Neben dem, sonst wirklich fabelhaften, Schreibstil hat mich Gwendolyn, die Protagonistin, fasziniert. Man merkt bereits zu Beginn, dass sie etwas ganz Besonderes ist, bzw. etwas in sich hat, dass sie von anderen abhebt. Sie war mir wirklich von der ersten Seite an sympathisch und auch die Frau, zu der sie am Ende geworden ist, habe ich noch immer ins Herz geschlossen. Während des Romans entwickelt sich unser anfänglich recht schüchternes Mädchen nämlich zu einer wahren Meisterkämpferin. Und auch wenn diese Weiterentwicklung manchmal ganz schön schnell geht, hatte ich keinerlei Probleme damit, sie nachvollziehen zu können.  Neben Gwen sind ebenso alle anderen Charaktere sehr gut ausgebaut. Mir persönlich fiel es immer schwer, herauszufinden, wer Freund und wer Feind ist, was sicherlich auch der Sinn hinter dem vielseitigen Ausbau der Protagonisten war.  Aber vor allem mit Gwen habe ich stets gefühlt und gelitten – vor allem natürlich habe ich sie bewundert. Für ihren Mut und ihre Disziplin, und ich bin wirklich traurig, dass unsere gemeinsame Reise durch die Welt (vorerst) schon ein Ende hat.Fazit:,,Cruelty'' kann mit viel Spannung, einem wundervollen Schreibstil und einer ebenso fantastischen Protagonistin in einem düsteren und dreckigen Teil der Welt überzeugen. Zwar sehe ich noch kleine Schwächen; an der Tatsache, dass dieser Thriller eine absolute Leseempfehlung ist, ändert sich jedoch nichts. Schau doch auch mal auf meinem Blog vorbei! :Dhttp://buecherxwuermchen.blogspot.de/

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  • Intressante Idee, mit leider unrealistischen Hintergrund

    Cruelty

    Sagittaria

    31. March 2017 um 14:29

    Das Buch "Cruelty" von Scott Bergstrom behandelt die Geschichte von Gwen, die als Adoptivtochter eines Diplomaten in verschiedenen Ländern aufwächst. Zur Zeit befindet sich in New York und besucht dort eine teure Privatschule. In dieser Schule stellt Sie eine Aussenseiterin dar, die von den größtenteils aus sehr wohlhabenden Schülern und Schülerinnen kritisiert und gemobbt wird. Ihr Verhalten in diesen Situationen scheint distanziert und teilweise emotionslos. Sie beleidigt zwar eine Mitschülerin, aber ihr Verhalten gegenüber der Diskriminierung, wirkt oberflächlich und, wie bereits erwähnt emotionslos. Diese Emotionslosigkeit, vielleicht besser beschrieben als Distanziertheit an die Umwelt, eine Eigenartige Abgehobenheit von der Gesamtsituation zieht sich durch das gesamte Buch. Ich persönlich glaube ihr keine emotionalen Ausbrüche, oder generelle Gefühlsregungen ab.Ihr Vater reist nach Frankreich zu einem Gespräch nach Paris und wird bei diesem Entführt. In folge dieser Entführung, erfährt Gwen, dass Ihr Vater kein Diplomat, sonder ein Geheimagent war. Sie wird von seinen Kollegen ausgefragt (Wollte ihr Vater aussteigen? Hat er irgendwas zu ihr gesagt?) Sie scheint mit der Situation überfordert zu sein (vielleicht die einzige Situation im gesamten Buch, in dem ich ihr Ihre emotionale Gefühlsverfassung ernst nehme). Nach bereits kurzer Zeit stellen die Kollegen Ihres Vaters die Suche ein und Gwen steht ohne Antwort dar. Nun setzt die Haupthandlung der Geschichte ein. Der Nachbar von Gwen ist (was für eine Überraschung) ein ehemaliger Geheimagent, mit dessen Hilfe Sie einen Kontakt in Paris aufbaut. Mit der weiteren Hilfe von ihrem Freund/Junge für den sie sich interessiert, auch hier für mich persönlich habe ich in keinster Weise das Gefühl das Ihre Gefühle in irgendeiner Weise echt sind, der Überraschung, Überraschung ein Mathe Genie und Hacker ist noch weitere Informationen, die Ihr im späteren Verlauf helfen.Nachdem sie in Paris ankommt, wird sie unter die Fitiche von Yeal genommen. Ein Mitglied des israelischen Geheimdienstes. Yeal, wie auch Gwen spiegelt eine Gefühlskälte und Distanziertheit an der Gesellschaft wieder. Ich empfand Sie als zu tiefst unsympathisch. Von Yeal wird Sie in Krafmaga unterreicht, einer Kampfsportart. Und hier setzt nun die Übertreibung der Unglaubwürdigkeit noch einen drauf. Allein die Vorstellung (selbst mit dem vorherigen Kunstturnen) das ein Teenager in so kurzer Zeit zur skruppellosen Kampfmaschine ausgebildet wird ist in meinen Augen, und Verzeihung für die Verwendung dieses Wortes, Lachhaft. Die gesamte Ausbildungsphase und die 'Fähigkeiten' die Gwen dadurch erhält waren mehr als unrealistisch für mich. Natürlich kann man argumentieren, dass Bücher immer einen Funken Unrealismus wieder spiegel, aber bei einem, nicht in einer Fantasiewelt gelegenen Thriller, sollte man jedoch ein gewisses Mass an Realismus bewahren.Nachdem Yeal und Gwen die letzte Kontaktperson Ihres Vaters aufspüren kommt es zu einer Verfolgungsjagt mit mehreren Toten. Auch wieder an dieser Stellen, die Reaktion von Gwen erscheint emotionslos und unrealistisch. Nach dem Gwen eine weitere Spur nach Berlin hat (hier ein Lob an den Autor, dass er die Tristlosigkeit und die Abgründe der Stadt sehr gut darstellt), wo Sie nach einem kleinen Rollenspiel Ihrerseits, nach mehrern absolut skrupellosen Handlungen, eine weitere Spur nach Prag verfolgt. Dort kommt es dann zu einem Showdown und einer Wendung am Ende (wer steckte hinter dem Verschwinden von Gwen´s Vater), welches mich doch etwas erstaundt hat.Fazit (eigene Meinung):Die Emotionslosigkeit, Gefühlskälte und Abgesetztheit von allem die Gwen zu Tage legt, ließen mich in keinster Weise Sympathien für die Hauptfigur aufbauen. Ich verabscheute sie in einigen Situationen fast schon. Die Handlung können sicherlich mit ihrem Hintergrund zu tun haben (wie Ihre Mutter umkam, die Gefahr in der Sie sich befindet und die Verzweiflung wegen Ihres Vaters), jedoch war alles an Ihrem Verhalten für mich einfach nur fremd und seltsam. Die Darstellung von Gwen´s Verhalten in Situationen wirkte häufig (fast immer) unrealistisch und vollkommen unglaubwürdig (Beispiel: Die Reaktion nach dem Mord an dem Agenten im Zug).Die Aneignung der Fähigkeiten und der Ausübung (Training mit Yeal) war überzogen und realitätsfern. Es ist für mich in keines weise erklärbar, dass sich ein Teenager, der kein Psychopath ist, so verhalten würde. Es ist zu sagen, dass auch das Ende für mich einen bitteren Beigeschmack aufweist. Es stellt keine Antwort da, es wirkt unausgegoren und abgehackt.Im ganzen hat mir diese versuchte Mischung aus YA und Thriller nicht zu gesagt. Logikfehler, Unsympathien gegen die Hauptfigur und unglaubwürdige Verhaltensweisen waren für mich nicht tragbar. Nur die (einigermaßen) Überraschende Wendung am Ende, und die einzige Realistische Darstellung von Gefühlen beim Verlust des Vaters rechtfertigen für mich 2 Sterne. Vielleicht wäre eine 1 1/2 Stern Bewertung jedoch besser angebracht. 

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  • Cruelty

    Cruelty

    angelj222012

    30. March 2017 um 22:32

    Das Buch Cruelty ist eine interessante Addition zum YA genre. Der Hauptcharackter ist zwar sehr stark, allerdings stimmen für mich einige Charackterpunkte nicht zusammen. Es wirkt als wenn sich der Charackter den Buchabschnitten anpasst, anstatt eine wirkliche Veränderung durchzumachen. Wenn man dies aber außer Acht lässt ist das Buch sehr unterhaltsam. Es ist sehr spannend und man macht eine kleine Reise durch die Unterwelten verschiedener Länder. Das Ende kam sehr plötzlich und hat mich ein bisschen überrascht. Letzten Endes habe ich am Ende mehr Fragen als am Anfang.

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  • Thriller oder nicht - auf jeden Fall unterhaltsam

    Cruelty

    scarlett59

    22. March 2017 um 21:30

    Zum Inhalt:Die 17jährige Gwen ist eine Einzelgängerin, da sie durch die Beruf ihres Vaters ständig umziehen muss du so immer „die Neue“ an der jeweiligen Schule ist. Ihre Mutter ist vor 10 Jahren gestorben, am Geburtstag des Vaters. Insofern ist dieser Tag für Vater und Tochter immer ein wenig zwiespältig. Und dieses Mal teilt ihr Vater ihr mit, dass er am darauffolgenden Tag für ein paar Tage beruflich nach Paris muss. – Er kommt jedoch nicht wie angekündigt zurück! Vielmehr tauchen CIA-Beamte auf, die Gwen informieren, dass ihr Vater wahrscheinlich entführt wurde. Auch erfährt sie, dass ihr Vater nicht Botschaftsangestellter ist, sondern für die CIA arbeitet. Als diese die Suche nach ihrem Vater mehr oder weniger einstellen, fasst Gwen den -etwas naiven- Entschluss selbst nach ihm zu suchen und bekommt Hilfe von unerwarteter Seite. Die Suche nach ihrem Vater führt sie durch Europa und sie erkennt. „Wenn man diese Gegner besiegen will, muss man so hart du grausam werden wie sie.“Meine Meinung: Zunächst einmal finde ich die Aufmachung des Buches gelungen: Das Cover an sich ist in Grau- und Lilatönen gehalten, die Beschriftung in weiß und nur der Titel „CRUELTY“ ist leicht erhaben in knalligem Orange gedruckt. Und genau dieses Orange findet sich auch im Buchschnitt sowie den inneren Umschlagseiten wieder. Der Autor verwendet einen klaren Schreibstil, der aber an den passenden Stellen sehr bildhaft wird. Die Story wird vollkommen aus der Sicht von Gwen erzählt, teils in „tatsächlichen“ Handlungen und teils in ihrer Gedankenwelt. Dies fühlt sich jedoch „richtig“ an, da der Leser so an der Entwicklung teilhaben kann, die Gwen im Laufe der Geschichte durchlebt. Diese Entwicklung ist recht drastisch und vielleicht nicht immer glaubwürdig, aber zur Story passend. Insgesamt hat mit das Buch gut unterhalten, auch wenn so manches ein wenig zu glatt und problemlos ablief.

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  • Empfehlenswert!

    Cruelty

    leonaxe

    22. March 2017 um 16:32

    Hallo, In dieser Geschichte geht es um die 17 - jährige Gwendolyn Bloom, deren Mutter kaltblütig ermordet wurde und sie deshalb nur mehr ihren Vater hat. Wenn sie doch nur gewusst hätte, das ihr Vater nicht das ist was er vorgibt, sondern ein CSI - Agent, der sich hin und wieder in Lebensgefährlichen Situationen begibt. Doch als Gwen erfährt als was er beruflich tätig ist, ist alles schon zu spät. Denn als er kurzfristig zur einer Mission nach Paris ausbrechen muss und Gwen allein in New York sitzt, kommt er nicht mehr zurück und es gibt keinerlei Lebenszeichen von ihm. Da sich niemand um sein Verschwinden kümmert, beschließt Gwen die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Vor ihr liegt eine lange Reise, aber das ist es ihr Wert. Sie beginnt in Paris, wo sie schnell lernt sich selbst zu verteidigen und allein klar zu kommen. Doch die Entführer ihres Vaters bekommen schnell von ihrer Mission mit und machen Jagt auf sie. Doch mit ein bisschen Hilfe kommt Gwen auf eine erste Spur, welche sie nach Deutschland führt, wo sie die grausamen Seiten der Menschlichkeit kennen lernt. Sie lernt Menschen kennen die mit allen Mitteln um Macht und Rum kämpfen. Sie wird erfahrener, was sich bei ihrem letzten Ziel auszahlt, denn in Prag geht es nicht mehr nur um Macht und Geld, sondern auch um Mord. Denn hier wird vor nichts mehr gescheut. Doch die eigentlichen Fragen sind doch, wo ist ihr Vater? Wer ist der Entführer? Fazit: Scott Bergstrom zeigt uns mit einer fantastischen Geschichte, wie die Welt an vielen Seiten wirklich aussieht und lässt uns in Gwens Situation an allen möglichen Ereignissen teilhaben. Meiner Meinung war in der Geschichte an manchen Stellen zu viel Glück im Spiel, doch im großen und ganzen sollte man das Buch einfach mal gelesen haben. Lg leonaxe

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