Scott Bradfield Die Geschichte der leuchtenden Bewegung

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Inhaltsangabe zu „Die Geschichte der leuchtenden Bewegung“ von Scott Bradfield

Für den siebenjährigen Philipp Davies ist die Kindheit eine endlose Autofahrt durch Kalifornien. Gemeinsam mit seiner Mutter ist er ständig unterwegs. Solange die Mutter nur nah ist, fühlt er sich in dieser Bewegung geborgen; verschwindet seine Mam einmal kurz mit einer Zufallsbekanntschaft, deren Kreditkarte dann die Weiterreise garantiert, versucht Philipp sich einen Planeten zurechtzuträumen, auf dem die Mutter-Kind-Einheit nie endet. Die leuchtende Bewegung kommt erstmals zum Stillstand, als Pedro, ein Liebhaber von Mam, ihr und Philipp ein Zuhause anbietet. Die Wonnen eines "normalen" mittelständischen Familienlebens verträgt das frühreife und hochbegabte Kind aber so schlecht, daß es auf die bizarre Idee verfällt, seinen Möchtegern-Vater zu beseitigen. Und gemeinsam mit seiner Mutter ist Philipp wieder on the road. Doch als diese ein weiteres Mal versucht, eine feste Bleibe zu finden und sich zudem noch der leibliche Vater einstellt, gleitet Philipps destabilisierte Welt hinüber in einen apokalyptischen Albtraum, in dem er versucht, sein ödipales Paradies zu retten. (Quelle:'Flexibler Einband')

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    Die Geschichte der leuchtenden Bewegung

    rallus

    Philipp ist acht und reist mit seiner Mutter durch Amerika. Sie sammelt von ihren Liebhabern die Kreditkarten, klaut, betrügt und zieht so mit ihrem Sohn durch das Land. Nachdem sie Pedro trifft, wird sie sesshaft, doch Philipp gefällt dies nicht und so bringt er Perdo um, nachdem ihm dies eine innere Stimme befahl. Seine Mutter flieht mit ihm und mietet sich ein Haus um ihm eine Schulzeit und eine unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Er freundet sich mit Rodney und Beatrice an, zieht um die Häuser kifft, trinkt Alkohol und räumt die Häuser leer. Doch all dies kann die Leere in seinem Kopf nicht befriedigen. "Scheiß auf die Liebe, Mann, sagte Rodney später im BUrger King. Scheiß auf die Familie. Scheiß auf Leute und Sachen. Ich will was Echtes, Mann. Ich will Bargeld, ich will Sex. Gib mir das Echte und spar Dir das Gelaber. Mir kommts zu den Ohren raus, das ganze Gelaber, Philipp. Ich habs satt in Ethels lausigem Haus zu verschimmeln. Es wird Zeit, dass ich anfange, mein eigenes Leben zu leben. Eins kann ich Dir sagen, Junge. Leben, das ist etwas, was man tut. Das , was man hat, das ist nur Gelaber." Scott Bradfield hat eine magische, sogartige Art seine Geschichte zu erzählen. Philipps Gedankenwelt entspricht überhaupt nicht eines Achtjährigen, auch die Aussenwelt reagiert überhaupt nicht auf ihn, als wäre er ein Kind. Rodney und Beatrice beide 12 sind ihm gedanklich weit hinterher, aber auch sie sind erwachsener als ihr Alter. Die Dialoge der drei entwickeln eine düstere Atmosphäre, in denen der Horror lauert. "Du bist ein Mann, Philipp. Deine Welt, das sind Waffen, Theorien, Verträge. Das ist die Technik. Deine Mam, das ist die Erde. Die Wälder. Deine Mam, die ist der Regen und der Wind. Deine Mam ist die Natur. Deine Mamm ist das, was die Worte der Männer zerstören. Deine Mam ist das, was die Worte der Männer zerstören. Deine Mam ist der Überfluss, und Männer sind kalt und hungrig. Deine Mam ist Leben, und Männer sind nicht einmal der Tod, sie sind einfach nichts. Sie sind einfach nur das kalte graue Nichts, das der Tod immer behauptet zu sein. " Nachdem sein Vater noch ins Spiel kommt, eskaliert die Situation. Das Buch lässt mich etwas ratlos zurück, einerseits, fasziniert die geschliffene Sprache, andrereseits kann man die Diskrepanz zwischen dem Achtjährigen Kind was nicht wie Kind reagiert, seinen Gedanken, seinem Tun, nicht abschalten, so dass beim Lesen immer eine Art Irritation zurückbleibt. Ist dies eine Art Allegorie zur Mutter Erde, Gesellschaftskritik, Kritik am American Way of Life? So ganz bin ich aus dem Buch nicht schlau geworden, es zieht einen beim Lesen jedenfalls in den Bann, deswegen nur unentschiedene 3 Sterne.

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