Scott Lynch

 4.4 Sterne bei 383 Bewertungen
Autor von Die Lügen des Locke Lamora, Sturm über roten Wassern und weiteren Büchern.
Scott Lynch

Lebenslauf von Scott Lynch

Von unvergesslichen Fantasy-Helden: Der 1978 geborene US-amerikanische Autor erfüllte sich mit der Publikation seines Erstlingswerks „The Lies of Locke Lamora“ im Jahr 2006 seinen Traum vom Autordasein. Der Auftakt der „Gentleman Bastards“- Reihe erschien ein Jahr später in Deutschland unter dem Titel „Die Lügen des Locke Lamora“ und erfreute sich durchweg positiver Kritiken. Bei den Locus Awards 2007 erreicht der Debütroman über den lügenden Helden mit guten Manieren den zweiten Platz in der Kategorie First Novel. Mit seiner Bande bewegt sich Locke Lamora in den Kanälen und engen Gassen des Herzogtums Camorr, um die Nobilität à la Robin Hood um ihre Schätze zu erleichtern. Zusätzlich zu seinen gedruckten Romanen, veröffentlicht der Erstgeborene von insgesamt drei Brüdern seit 2006 auf seiner Homepage den Onlineroman „Queen of the Iron Sands“. Scott Lynch, der des Weiteren Kurzgeschichten wie „The Effigy Engine“ (2013) schreibt, lebt in Massachusetts.

Alle Bücher von Scott Lynch

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Die Lügen des Locke Lamora

Die Lügen des Locke Lamora

 (169)
Erschienen am 02.04.2007
Sturm über roten Wassern

Sturm über roten Wassern

 (97)
Erschienen am 02.06.2008
Die Republik der Diebe

Die Republik der Diebe

 (45)
Erschienen am 14.04.2014
Das Schwert von Emberlain

Das Schwert von Emberlain

 (0)
Erschienen am 13.04.2020
Die Lügen des Locke Lamora

Die Lügen des Locke Lamora

 (9)
Erschienen am 01.07.2014
Die Republik der Diebe

Die Republik der Diebe

 (3)
Erschienen am 16.10.2014
The Lies of Locke Lamora

The Lies of Locke Lamora

 (35)
Erschienen am 01.06.2007

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Neue Rezensionen zu Scott Lynch

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zwergundelfs avatar

Rezension zu "Die Lügen des Locke Lamora" von Scott Lynch

Räuberpistolen, Masken und Kanäle
zwergundelfvor 2 Monaten

Scott Lynch ist ein mindestens so komplizierter Fall wie sein Titelheld, der sympathische aber wankelmütige Gentleman-Ganove und Gangleader Locke Lamora, denn er pendelt offenbar ständig zwischen Perfektion und Pustekuchen. Sieben Bände wurden vollmundig versprochen, bislang aber nur drei verwirklicht – seit 2006! So ein Faulpelz gehört in keine Bestenliste, oder? Und ob. Locke Lamora, seine Freunde, Verbündeten, Rivalen und Feinde, seine sich nach und nach entfaltende Vergangenheit und die verzwickten Räuberpistolen in einer Welt voller Masken und Kanäle sind so charmant und geistreich inszeniert, dass man Scott Lynch am Kragen packen, schütteln, anschreien und -betteln möchte, sich endlich wieder an den Schreibtisch zu setzen.

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missNaseweiss avatar

Rezension zu "Die Lügen des Locke Lamora" von Scott Lynch

Potenzieller Fantasyliebling!
missNaseweisvor 5 Monaten

Zum Inhalt: Locke Lamora mausert sich von jungen Jahren an zu einem waghalsigen, aber raffinierten Dieb, der zusammen mit seiner Bande den Adel des Herzogtums Camorr um viel Geld erleichtert. Eine Operation droht ihn allerdings zunehmend in beachtliche Schwierigkeiten zu bringen, denen Locke nicht wie sonst so einfach entwischen kann.

Ich kann mein Glück mit diesem Buch immer noch nicht fassen. War ich vor knapp zwei Wochen noch todunglücklich, weil der Dämonenzyklus von Peter V. Brett sein Ende fand, bin ich nun äußerst optimistisch gestimmt. Scott Lynch hat mir bewiesen, dass es noch so viele andere großartige Fantasybücher gibt – ich muss sie nur finden. Die Lügen des Locke Lamora ist der Auftakt zu einer umfangreichen Reihe, die momentan drei Bände umfasst. Band vier erscheint Ende des Jahres und insgesamt sind wohl sieben Bände geplant. Ihr könnt euch hier also auf eine längere Lesereise freuen.

Überzeugen konnte mich das Buch schlicht in allen Punkten. Es handelt sich um ein stimmiges Rundumpaket, das mit jeder Seite besser und besser wird. Während man die ersten 200 Seiten vor allem ein Gespür für das Setting und die Charaktere bekommt, spitzt sich die Geschichte mehr und mehr zu bis sie einem im letzten Drittel keine ruhige Minute mehr lässt.

Der Aufbau des Buches zeichnet sich dabei besonders dadurch aus, dass die Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Die meiste Zeit liegt der Schwerpunkt auf der Gegenwart, aber gerade am Anfang und dann auch immer wieder zwischendurch macht man kleine Exkurse in die Vergangenheit. Diese Rückblicke helfen einem vor allem dabei, den Protagonisten Locke, aber auch die anderen Figuren besser kennenzulernen. Hin und wieder dienen diese Unterbrechungen auch dazu, die Sitten und Gebräuche der Gesellschaft und die Geschichte der Stadt Camorr zu beleuchten.

Außerdem empfand ich es als unheimlich angenehm, wie einem der Schauplatz der Handlung nähergebracht wird. In den meisten Fantasybüchern wird man ja gerade am Anfang mit Fakten und Beschreibungen des Settings überschüttet. Scott Lynch hingegen bringt einem die Wasserstadt Camorr, die man sich als eine Art Venedig vorstellen kann, immer Stück für Stück näher, bis man sich langsam in ihr zurechtfindet und ihren Geheimnissen die Spur kommt. Dem Autor gelingt es einfach tadellos, einem die Atmosphäre und den Charakter der Stadt und der Bewohner zu vermitteln. Alle Sinne werden bedient und obwohl allein Camorr der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte bleibt, wird es nie langweilig. Leider gibt es in dem Buch keine Karte, was ich ein bisschen schade fand, denn manchmal hätte ich mir gerne Entfernungen und die Lage der vielen Stadtbezirke angeschaut.

Da das Buch lediglich den Auftakt zu einer großen Reihe darstellt, kann ich damit Leben, dass mir die Charaktere auch nach 800 Seiten noch das eine oder andere Rätsel aufgeben. Viele Fragen, die sich im Laufe der Handlung ergeben bleiben offen und bieten unendlich viele Möglichkeiten für die Folgebände. Doch auch wenn man Locke und seine Bande Diebe noch nicht ganz einordnen kann, wachsen sie einem doch rasch ans Herz. Die Gentleman-Ganoven, wie sie sich selbst nennen, verbindet eine tiefe Freundschaft und sie sind Locke gegenüber grenzenlos loyal. Locke ist als Charakter gerade deshalb auch so interessant, weil er alles andere als perfekt ist. Er macht Fehler und hat oft mehr Glück als Verstand, gleichzeitig kann man seinem Charme kaum wiederstehen.

Wenn ihr auf der Suche nach einer gehaltvollen Geschichte seid und euch eine umfangreiche Reihe keine Bauchschmerzen bereitet, solltet ihr Die Lügen des Locke Lamora auf eure Wunschliste setzen. Ich habe beim Lesen gelacht und geweint und bin mir sicher, dass diese Geschichte in den Folgebänden noch weiter über sich hinauswachsen wird.

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TamiraSs avatar

Rezension zu "Die Lügen des Locke Lamora" von Scott Lynch

Fast ein Mantel-und-Degen-Roman oder: Wieso wir gute Schurken in Fantasy-Romanen so lieben
TamiraSvor 9 Monaten


Die Lügen des Locke Lamore ist wohl eines der Bücher, das mit am längsten in meinem Regal ausharren musste, bevor es gelesen wurde. Und dabei hätte es das Buch wirklich nicht verdient, denn Lynch hat hier eine einzigartige Fantasy-Welt erschaffen, die mich sofort in ihren Bann ziehen konnte.


Die Geschichte:
Wir begleiten in dem Roman den Titelhelden Locke, der, bereits seit frühen Kindertagen eltern- und obdachlos, in eine Diebesbande unterkommt, um sich dort seinen Lebensunterhalt mit Diebstählen zu verdienen. Leider ist Locke kein einfacher Mann und war auch kein einfaches Kind, weshalb er immer wieder, sei es wegen Fehleinschätzung seiner Fähigkeiten oder seines losen Mundwerks, in Schwierigkeiten gerät, bis der Führer der Diebesgilde sich dazu gezwungen sieht, ihn, trotz seines Talents in Sachen Diebstahls, los zu werden.
Um ihn nicht den Fischen zum Fraß vorwerfen zu müssen, verkauft er Locke an einen Priester, wo dieser in den Orden eintritt. Dieser  Orden dient jedoch einem ganz bestimmten Gott und so beginnt dort Lockes Ganoven-Karriere erst richtig ...


Die Figuren:
Locke ist ein toller Charakter. Er ist körperlich zwar niemandem überlegen, hat jedoch ein wirklich helles Köpfchen und, was ihn mir sehr sympathisch macht, stellt Freundschaft über Reichtum, obwohl er doch ein Dieb ist. Zudem stiehlt Locke nicht, um in Saus und Braus zu leben, sondern vielmehr, um "zu gewinnen", weshalb seine Diebstähle keine Einbrüche und Beutelschneidereien beinhalten, sondern groß angelegte Schauspiele sind, so dass einmal des Öfteren ein Gedanke an Oceans 11 aufkommt. Lynch schafft es also wirklich, dass dem Leser ein eindeutig krimineller Charakter sehr ans Herz wächst.
Auch die übrigen vier Mitglieder der Gentlemen-Ganoven sind wunderbare Charaktere, genau so, wie sie einen Fantasy-Roman bevölkern sollten. Ein eindeutiges Schwarz-Weiß gibt es hier nicht, denn obwohl wir in der Geschichte einen, nennen wir ihn mal, "Oberbösewicht" haben, handelt dieser nicht grundlos.


Das Worldbuilding:
Der ganze Roman spielt mehr oder weniger in der Stadt Camorr, die man wohl gut und gerne mit einem mittelalterlichen Venedig vergleichen kann. Die Bewohner sind mit Booten unterwegs, schleichen durch schmale Gassen oder - und das fand ich absolut großartig - verfolgen bei Festlichkeiten Spiele und Kämpfe, die direkt im Wasser abgehalten werden.
Lynch würzt das Setting aber noch mit ein paar Besonderheiten und auch, wenn nicht viel wirkliche Magie oder Zauberei in der Geschichte vorkommt, haben wir mit der Alchemie, die diese Welt stark beeinflusst, eine Komponente, die einen gewissen Zauber in die Geschichte trägt, der mir sehr gefallen hat.


Warum keine fünf Sterne?
Nun, mir hat das Buch großartig gefallen und ich  habe Lockes und Jeans Geschichte mit großer Begeisterung verfolgt, doch dieser letzte kleine Funke, die Gänsehaut, die ich manchmal beim Lesen eines Romans spüre, hat mir gefehlt. Lynch hat mich mehrfach in der Geschichte enorm überrascht, in dem er meine Erwartungen nicht einmal angekratzt hat, doch fehlte mir einfach das letzte Bisschen gewisses Etwas, dass mich vollkommen überzeugt hätte.


Trotzdem kann ich das Buch jedem empfehlen, der 
- allgemein gern Fantasy liest
- gerne starken Charakteren folgt
- großen Wert auf ein gutes Worldbuilding legt und dem
- eine gewisse Action in einem Buch nicht fehlen darf, denn auch die wird einem hier - wenn auch nicht stetig, so zumindest häufig - geboten.


Alles in allem kann ich also sagen, dass Die Lügen des Locke Lamore ein toller Auftakt eine Reihe ist, die ich mit absoluter Sicherheit weiter verfolgen werde.

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Zusätzliche Informationen

Scott Lynch wurde am 02. April 1978 in Saint Paul (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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