Scott Lynch Die Lügen des Locke Lamora

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Inhaltsangabe zu „Die Lügen des Locke Lamora“ von Scott Lynch

Dies ist die Geschichte von Locke Lamora, einem Meisterdieb, Lügner und wahren Gentleman. Mit seiner Bande durchstreift er die engen Gassen und verschlungenen Kanäle des Herzogtums Camorr und bringt mit einem Lächeln auf den Lippen die Reichen und Vornehmen der Stadt um ihre Besitztümer. Locke ist der Beste seines Standes, der Ehrlichste aller Lügner und der König aller Meisterdiebe – glaubt er zumindest. Bis eines Tages ein zweiter Ganove in Camorr auftaucht, der es nicht nur auf die Schätze der Wohlhabenden, sondern auf das ganze Herzogtum abgesehen hat. Ehrensache, dass Locke Lamora dem finsteren Schurken das Handwerk legen muss.

Perfektes Fantasy-Abenteuer!

— Savian_lesefuchs

Charmante Diebe, eine magische Stadt á la Venedig und rasante Action - absolut perfekt !

— Wintergrimm

Temporeiche Fantasy für Erwachsene mit einem ordentlichen Schuss Mafia – und Historikfeeling.

— zwischendenseiten

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  • phantastischer Mantel und Degenroman!

    Die Lügen des Locke Lamora

    Savian_lesefuchs

    02. April 2017 um 11:09

    Die Handlung: Die Lügen des Locke Lamora erzählt von dem Waisenkind Locke Lamora, welcher in der Inselstadt Camorr aufwächst und als kleiner Junge an Chains, einen falschen Priester ohne Augen verkauft wird. Bei ihm wird Locke zusammen mit anderen Kindern zum Dieb ausgebildet. Er lernt schnell dazu und avanciert zu einem ausgeklügelten Trickbetrüger. Schon bald führt Locke selbst eine Gang mit dem Namen Gentleman Bastards an, mit denen er Camorr im Robin Hood Stil unsicher macht. Die Geschäfte laufen gut, bis zu dem Zeitpunkt, als der Graue König auf den Plan tritt und sich als die größte Bedrohung für die Diebesgilden in Camorr entpuppt . Der Autor: Scott Lynch lebt in Wisconsin in den USA und wurde 1978 geboren. Ehe ihm der Durchbruch als Auto mit seinem Debüt "die Lügen des Locke Lamora" gelang, arbeitete er unter anderem als Teilerwäscher, Kellner, Webdesigner und Aushilfskoch. Meine Meinung: Der Schreibstil von Scott Lynch ist einfach herrlich und entführt den Leser in eine ganz neue Fantasy-Welt voll Ganoven und Halunken, wo niemand der ist, der er zu sein vorgibt. Viele Geheimnisse, welche wärend der Geschichte aufkommen, machen Lust auf mehr! Der Aufbau Camorrs erinnert stark an ein Venedig der Renaissance, was dem Roman einen zusaätzlichen Reiz vershcafft und ihn stark von anderen großen Fantasysagas abhebt. Die Charaktere sind herrlich facettenreichund teilweiße skurril, hier gibt es nicht nur schwarz oder weiß. Die ganze Story strotzt nur so vor überraschenden Wendungen! Hier steht der zweite Band sehr hoch oben auf meiner Leseliste...Und ich kann gar nicht so recht verstehen warum ich ihn nicht schon längst gelesen habe Titel: Die Lügen des Locke Lamora Verlag: Heyne Autor: Scott Lynch ISBN:978-3-453-53091-1 Preis: 14 € Taschenbuchausgabe

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  • So brillant und schonungslos wie die Charaktere selbst

    Die Lügen des Locke Lamora

    zwischendenseiten

    16. May 2016 um 13:57

    Kennt ihr diese Bücher, die euch ein Fenster zu einer anderen Welt öffnen und dabei durch ihren eigenwilligen Charme derart fesseln, dass man alles um sich herum vergisst? Nun, Die Lügen des Locke Lamora gehört definitiv zu dieser Sorte. Allein der Handlungsort Camorr ist dabei herrlich faszinierend. Lynch lässt im Verlauf der Handlung immer wieder Informationen über Kultur, Religionen und das Adelswesen im Land einfließend und somit wird die Stadt für den Leser zusehends aufregender und in all seinen Facetten lebendiger. Geschickte Wendungen, und Tricks der Gentlemen-Ganoven halten die Spannung aufrecht und führen mit rasanter Geschwindigkeit durch den Roman, sodass ein wunderschöner Leseflow aufkommt. De Figuren sind in ihrer Verhaltensweise sehr natürlich und punkten zu einem Großteil mit ihrer Zielstrebigkeit und Entschlossenheit, mit der sie ihre jeweiligen Pläne ausführen – sei es nun Locke oder einer seiner Widersacher. In eingeschobenen Kapiteln wird außerdem die Jugend und Ausbildung der Gentlemen-Ganoven glaubwürdig beleuchtet und bietet somit kleine Pausen, in denen man als Leser ein klein wenig zu Atem kommen kann. Schreibstil: Die teils derbe anmutende Sprache der Gauner und Ganoven wechselt mit bildhaften Beschreibungen der Stadt und seiner Umgebung. Lynch’s Stil ist sowohl in seiner Erzählweise als auch in seiner Wortwahl gelegentlich jedoch so komplex, sodass man manche Sätze zwei Mal lesen muss, um ihre volle Tragweite zu erfassen. Cover: Mit seinen dunklen Farben sehr ansprechend und wunderbar mit der Atmosphäre des Romans harmonierend.

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  • Die Gentleman-Ganoven geben sich die Ehre!

    Die Lügen des Locke Lamora

    SitataTirulala

    28. April 2016 um 18:15

    "Die einzige Person, die mit Schlichen à la Locke Lamora durchkommt..." "... ist Locke Lamora..." "... denn wir sind der festen Überzeugung, dass die Götter ihm einen wirklich interessanten Tod zugedacht haben. Mit Messern und glühenden Eisen..." "... und fünfzigtausend jubelnden Zuschauern." Die beiden Brüder räusperten sich unisono. Der Stadtstaat Camorr ist in zwei Welten aufgeteilt. Die des Adels in seinen Elderglastürmen, wo er hoch über dem gemeinen Volk thront, und die des Verbrechens. Capa Barsavi regiert die Diebes- und Räuberbanden der Stadt mit eiserner Hand. Durch den geheimen Frieden co-existieren diese beiden Welten in einvernehmlichem leben-und-leben-lassen. Mittendrin Locke Lamora und seine Gentleman Ganoven, die sich als mäßig erfolgreiche Einbrecherbande präsentieren, unter der Hand jedoch den geheimen Frieden unterwandern. Seit Monaten tüfteln sie an ihrem bislang größten Coup, als ein Phantom, das sich "Der Graue König" nennt, anfängt, Barsavis wichtigste Männer zu ermorden. Plötzlich ist es für Locke und seine Freude vorbei damit, unter dem Radar zu bleiben - sie stecken schon bis zum Hals im vielleicht gefährlichsten Abenteuer ihrer Laufbahn. Wie unfassbar gut! Scott Lynch entführt uns in die fiktive Welt des Herzogtums Camorr, einer Stadt, in der sich Verbrecher und Adel die Klinke in die Hand geben und doch in völlig unterschiedlichen Welten leben. Hier lernen wir unseren "Helden" kennen, Locke. Und ich setze Helden bewusst in Anführungsstriche, denn eigentlich ist er das absolut nicht. Locke Lamora steht einer Diebes- und Betrügerbande vor, die sich die Gentleman Ganoven nennt. Unter der Maske eher durchschnittlich erfolgreicher Einbrecher inszenieren sie die größten und waghalsigsten Coups, die Camorr je gesehen hat - und die den Geheimen Frieden ins Wanken bringen würden, kämen sie ans Tageslicht. Die eigentliche Geschichte um den Grauen König und den größten Coup der Gentleman Ganoven findet in der Gegenwart statt, aber immer wieder werden auch Vergangenheitsszenen dazwischen geschoben, in denen man "die Jungs", wie ich sie genannt habe, besser kennen lernt. Kindheitsanekdoten aus dem Leben der Gentleman Ganoven, wenn man so will. Und jede einzelne ist die Unterbrechung der Hauptgeschichte wert. Tatsächlich hab ich diese Zwischenblenden nie als störend empfunden, der Lesefluss wird dadurch überhaupt nicht gehemmt, sondern man verschlingt nur noch mehr Seiten und Kapitel, weil jede Vergangenheitsszene einfach so viel Charme und Witz hat. Scott Lynch zeichnet dabei absolut unvergleichliche Charaktere. Sei es nun Locke selbst, dessen dreckigem Charme man sich einfach nicht entziehen kann, seien es die Sanza-Zwillinge, die immer für einen Lacher sorgen, der einem das Herz vor Zuneigung für diese kleinen Idioten überlaufen lässt, oder aber auch Nebencharaktere wie Capa Barsavi und seine Kinder, der alte Vater Chains, der die Gentleman Ganoven aufgezogen und ausgebildet hat - egal, jeder ist auf seine Art absolut einzigartig. Sogar die "Bösen". Während ich "Die Lügen des Locke Lamora" gelesen habe, habe ich meinen kompletten Freundeskreis ständig mit Zitaten und Szenen aus dem Buch beworfen, bis sie vermutlich froh waren, dass ich endlich durch bin. Ich habe gelacht, geweint, geliebt und gehasst. Das volle Gefühlsroulette, einmal rauf und runter und dann nochmal von vorne. Dieses Buch hat all meine Gefühle genommen und sie durch den Fleischwolf gedreht. Es war schön und es war grausam und ich hab den Autor verflucht und war ihm gleichzeitig dankbar. Mit dem ersten Teil der Gentleman Bastard Reihe rund um Locke Lamora hat Scott Lynch bei mir absolut einen Nerv getroffen! Ich würde einfach mal ganz klar sagen: Ich habe hiermit offiziell eine neue Lieblingsreihe! Band 2 wird sicher bald folgen, bis dahin - volle Punktzahl in jeder Kategorie für Teil 1! ---------- http://licentiapoeticae.blogspot.de/2016/01/br-scott-lynch-die-lugen-des-locke.html

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  • Höchstpunzahl voll verdient!

    Die Lügen des Locke Lamora

    sleepingbeauty

    18. February 2016 um 15:52

    Inhalt ................ Locke ist ein Waisenkind, der sich schon in der Obhut des Lehrherrn der Diebe einen Namen macht. Muss man bei vielen Kindern zunächst die moralischen Skrupel austreiben, scheint Locke von Grund auf keine zu haben. Er stielt was nicht niet- und nagelfest ist und bringt sich dabei am laufenden Band in Schwierigkeiten. Je älter er wird, umso größer werden die Coups. Aber auch das Risiko... Als der graue König auftaucht und die Herrschaft der kriminellen Unterwelt an sich reißen will, gerät auch bei Lockes Diebesbande alles durcheinander. Mein Eindruck ..................................... "Die Lügen des Locke Lamora" war für mich ein Buch des zweiten Anlaufs. Bei meinem ersten Start mit dem Buch hatte ich wohl 1) einfach schlechte Laune und 2) Schwierigkeiten mit den Zeitsprüngen. Bei meinem zweiten Versuch mit "Locke" war ich von Beginn an vollkommen gefesselt und schwer begeistert. Für mich eines der besten High Fantasy Bücher seit Jahren! Es kommt nicht ganz an "Der Name des Windes" heran, reiht sich aber dich dahinter ein. Erzählt wird hier Lockes Geschichte, die zu Beginn mit Zeitsprüngen etwas verwirrend ist. Es wird gewechselt zwischen seiner Zeit beim Lehrherrn der Diebe, dann beim Priesterorden und schließlich als eigenständiger Kopf einer Diebesbande. Später sind die Sprünge behutsamer und weniger verwirrend eingebunden. Deshalb heißt es zu Beginn kurz die Zähne zusammenbeißen und dann einfach nur genießen. Das ist aber wirklich absolut alles, was ich an Kritik üben kann! Lockes Erlebnisse sind wunderbar intelligent geschildert. Er macht eine Entwicklung vom Gossenjungen zum brillanten Kopf einer Bande durch und muss dabei so allerhand über sich ergehen lassen. Gleichzeitig erfährt man vieles über das Herzogtum Camorr, in dem er sein Unwesen treibt. Vom Setting her ist es eine wundervolle Mischung aus Hafenstadt, wie Venedig mit Kanälen und einem florierenden Schifffahrtshandel. Der Untergrund besteht aus zahlreichen Diebesbanden, die von einem Capa zentral beherrscht werden. Darüber die Mittelschicht, die frei ausgeraubt werden darf. Bis oben hin zum Adel, der durch den Geheimen Frieden geschützt wird. Doch Locke und seine Diebesbande kennen keine Grenzen. Mit viel Vorbereitungszeit und planvollem Vorgehen rauben sie selbst Adelige bis aufs letzte Hemd aus. Hier ist alles bis ins Detail durchkalkuliert, von der Verkleidung, über den Akzent und der Herkunftsgeschichte. Sie gehen dabei so dreist vor, dass es schon kaum zu fassen ist. In der Hinsicht steht Locke den Coups von Ocean's Eleven in nichts nach! Scott Lynch weiß einfach, wie er seine Geschichte an den Mann/die Frau bekommt. Er schafft es die Erzählstränge permanent spannend und unterhaltsam aufzubereiten, ohne in Langatmigkeit zu verfallen. Immer wenn du denkst, es kann nicht schlimmer oder verzwickter für Locke werden - oh doch! Es ist das reinste Vergnügen ihm dabei zuzuschauen, wie er sich mit Geschick, Ränken und Lügen wieder und wieder aus der Affäre ziehen muss. Und gleichzeitig hat er Widersacher im Rücken, von denen er mal mehr und mal weniger weiß. Als Leser kann man das nur gebannt verfolgen und darauf hoffen, dass unser Held das Ganze irgendwie mit heiler Haut überstehen wird. Denn zimperlich geht es bei Weitem nicht zu! Fazit ............... "Die Lügen des Locke Lamora" ist eine absolut fantastische High Fantasy Geschichte. Hier wird einem alles auf dem Silbertablett serviert, was es für ein gelungenes Buch braucht. Authentische Charaktere, ein lebendiges und eindrucksvoll stimmiges Setting und eine Handlung, die es in sich hat. Selten habe ich bei einem Gauner so mitgefiebert und seine gesamte Truppe so ins Herz geschlossen. Von der ersten bis zur letzten Seite darf sich der Leser auf viele fantastische Coups, verräterische Hinterhalte und großen Zusammenhalt freuen! Das wirklich einzig zu kritisierende sind die etwas verwirrenden Zeitsprünge zu Beginn, sonst einfach nur wundervoll und in jeder Hinsicht gelungen.

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  • Liebenswerter Dieb

    Die Lügen des Locke Lamora

    Brivulet

    09. January 2016 um 14:42

    Weil mich das Cover von "Die Lügen des Locke Lamora" sehr gut gefallen hat, kaufte ich das Buch. Ich bin nicht enttäuscht worden. Es geht um den Dieb Locke Lamora, der im Stadtstaat Camorr versucht, zu überleben. Sofort taucht man ein in das Leben der großen Stadt, das mittelalterliche Züge trägt. Von Anfang an fieberte ich mit Locke mit als er Vater Chain übergeben wird, dem Priester ohne Augen, zur Ausbildung als Dieb und später Capa Barsavi, einem gefährlichen Verbrecher. Vor allem die unterschiedlichen und ungewöhnlichen Charaktere haben es mir angetan und machten das Lesen zu einem ungetrübten Vergnügen. Auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung.

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  • hat mich gefesselt

    Die Lügen des Locke Lamora

    --Mia--

    14. August 2015 um 20:20

    Diese Geschichte hat mich aufgrund der zeitlichen Sprünge und der verworrenen Geschichte selbst sehr fasziniert. Anfang war ich etwas skeptisch, da ich Realität der Fiction vorziehe. Als ich also das erste mal von Magiern, magischen Raben usw gelesen habe, dachte ich mir: na ob wir noch Freunde werden.  Und wir wurden es.  Die Geschichten um den Meiterdieb sind so vielschichtig das ich auch dieses Buch nicht weglegen konnte. Es kommt alles darin vor was ein gutes Buch braucht: Freundschaft, Stolz, Intrigen. Einige Stellen sind etwas brutal, was mich aber nicht störte. Zum Schluss dieser Geschichte ist der Leser überzeugt, dass Diebe die besseren Menschen sind und das stehlen richtig ist.

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  • richer and cleverer than everyone else

    Die Lügen des Locke Lamora

    Nicks

    06. June 2015 um 21:50

    Prolog Es gibt nur drei Arten von Menschen, die du niemals verarschen kannst - Pfandleiher, Huren und deine Mutter.  Es ist schon fast schockierend, wie akkurat diese Aussage ist. Kapitel Eins. Ladies und Gentlemen, kommen Sie näher. Sehen Sie sich das genau an, lassen Sie sich Zeit! Lehnen Sie sich zurück und halten Sie ihre Teddybären in Reichweite. Öffnen Sie ihren Geist, öffnen Sie ihre Augen, aber glauben Sie nicht alles, was Sie sehen. Genießen Sie die Show. Zwischenspiel Was ist es nun, das den Gentleman Dieb vom regulären Kriminellen unterscheidet? Warum wünschen wir Danny Ocean viel Glück für seinen nächsten Coup, hoffen für Frank Abigail, dass er nie geschnappt wird und ziehen den zwielichtigen, unehrlichen Jack Sparrow jedem aufgeblasenen Lord vor? Meine bescheidene Meinung hierzu ist viergeteilt. Zum einen lieben wir den Mythos. Die konstante Gefahr, dieses ständige aufgeregte Zittern, das einen genauso matsch-hirnig zurücklässt, wie es nur ein selbstgeschriebener Song tun könnte, der zu den sanften Klängen einer Akustikgitarre gesungen wird. Hierbei sollte man es tunlichst unterlassen, diese Art von Gefahr mit wahrer Angst um dein Leben - Gefahr zu verwechseln. Diese Gefahr ist weit subtiler. Sie ist die Spannung des Spiels, das du nicht mit Muskeln und Schlagkräftigkeit gewinnen kannst. Es findet ja alles im Kopf statt. An zweiter Stelle steht die Genialität. Na los, beginnt mit dem planen. Ich bin die Art von Person, die das Wetter nicht mal voraussagen kann, wenn Wolken über meinem Kopf beginnen, sich zu dunkelgrauen Ungetümen aufzutürmen. Dementsprechend platzt mein einfach gestricktes Hirn schon alleine bei der Vorstellung, monatelang vorauszuplanen, einzelne Reaktionen vorherzusehen, eigene Reaktionen einzustudieren und mehrere verschiedene Ausgänge zugleich zu bedenken. Drittens: Eloquenz. Es scheint von größter Wichtigkeit für einen Gentleman Ganoven zu sein, mit der Sprache jonglieren zu können wie es ein Zirkusartist nach jahrelangem Training könnte. Sarkasmus und Witz sind seine Waffen und die Worte des Gegners so zu verdrehen, dass dieser sich am Ende des Gespräches nicht einmal mehr seines eigenen Namens sicher sein kann - diese Art von Kunstfertigkeit ist die anzustrebende. Letztlich, aber sicherlich nicht von minderer Bedeutung ist zu nennen, dass ein wahrer Gentleman sich weigert, Blut zu vergießen. Ganz im Gegenteil sieht er es als Beleidigung an, wenn er zu einer solch unnatürlichen Handlung gezwungen wird. Es verärgert in der Folge wiederum den Leser, wenn besagter Dieb zu einer solchen Aktion forciert wird. Kapitel 2. Nun nehme man all diese Dinge zusammen und voilá- ein Buch entsteht, das einen nicht mehr gehen lässt. Es gibt sich mit nichts Weniger zufrieden als langen Nächten, verschwommenem Blick, Tagträumereien und einer allgemeinen (möglicherweise) ungesunden Obsession. Um dieser vorzubeugen sind einige Vorkehrungen zu treffen: Bereiten Sie sich vor gefesselt, geknebelt und in eine fantastische Welt entführt zu werden. Irgendwo zwischen Ländern, die mich an Österreich und Italien erinnern, gibt es eine Stadt, die Venedig durchaus stark ähnelt. Sie ist voll von reichen Leuten, nicht so reichen Leuten, zufriedenen Leuten und denen, die wissen, wie sie zufrieden werden können. Wenn auch mit etwas unorthodoxen Mitteln. Treten Sie ein in ein Netzwerk, das besser organisiert ist als das Weiße Haus und das Britische Parlament zusammen und mittels Straßengesetzen funktioniert. Die Stadt wird von der ersten Sekunde an zum Leben erweckt und akzeptiert den Leser sofort als Bürger.  Bereiten Sie sich vor, einen neuen Helden zu verehren. Nicht nur der Stil, der schon ziemlich perfekt ist, sondern auch die Charaktere verdienen jegliches Wohlwollen, das man aufbringen kann. Eine Bande junger Männer, eingeschworen auf einander und Brüder im Herzen, wenn schon nicht durch Blut. Lachen Sie mit den Zwillingen, die Fred und George Weasley Konkurrenz machen. Seien Sie begeistert mit Bug und seufzen Sie mit Jean, wann immer es an der Zeit für eine Mutter wäre, zu seufzen. Leben Sie mit Locke, Gentleman par excellence, der nicht nur erstaunlich geistreich, sondern auch noch absolut gerecht und unglaublich schlau und beredt ist.  Bereiten Sie Taschentücher vor. Es gibt keine große Romanze und doch liegt sie irgendwie in der Luft wie der letzte Hauch eines Parfums, das man schon vor langer Zeit aufgetragen hat. Das Hauptthema ist Freundschaft und Loyalität. Und mit Freundschaft meine ich diese bedingungslose, treue und lang andauernde Freundschaft, die sich jeder wünscht, über die man so gerne liest. Also, bereiten Sie Taschentücher vor, weil die Geschichte ebenso grausam wie lustig ist. Sie wird Ihr Herz in Stücke reißen, nur um die Teile mit Benzin zu übergießen und auflodern zu lassen. Bringen Sie ein Trickherz mit, um Ihres zu schützen.  Bereiten Sie Taschentücher vor. Dieses Mal, um Lachtränen zu trocknen. Nicht nur, weil Lockes Kommentare zu genial sind, um sie gleich wieder zu vergessen, sondern weil jeder Dialog gespickt ist mit den scharfen Dornen der Neckereien und des Sarkasmus. Der Schreibstil alleine schafft es, Szenen, die ansonsten möglicherweise langweilig wirken könnten, ins Gegenteil zu ziehen.  Bereiten Sie sich auf Suchterscheinungen vor. Diese Geschichte hat das Potenzial, einen verrückt zu machen. Sie ist absolut schlau konstruiert. Neben der Hauptstory sind Background Informationen und allgemeine Infos zur Gang und der Welt eingebaut, in der wir uns befinden. Strategisch platziert finden wir diese genau dort, wo wir sie nicht gebrauchen können - bei Cliffhanger Szenen. Epilog Ein brillanter Roman, eine wundervolle Story, ein mehr als sympathischer Held und geniale Sidekicks. Was will man mehr von einem Buch? 

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  • "Die Lügen des Locke Lamora", Scott Lynch | Schon gelesen?

    Die Lügen des Locke Lamora

    vitushoesl

    18. February 2015 um 11:50

    Mit „Die Lügen des Locke Lamora“ hat Scott Lynch ein wunderbares Erstlingswerk veröffentlicht, das seinesgleichen sucht. Die mittelalterlich angehauchte Fantasywelt, die er geschaffen hat, beeindruckt an jeder Stelle mit ihrem Detailreichtum und ihrer Weitläufigkeit. Die Story ist durchweg spannend, jedoch an einigen Stellen auch ungeschönt und brutal. Ansonsten dürfte in diesem Buch jeder eine Lektüre finden können, die ihn je nach Lesetempo ein paar Tage bis Wochen in Atem hält. Die ganze Rezension und detailliertere Informationen bei Schon gelesen? » Weiterlesen

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  • Locke der Meisterdieb

    Die Lügen des Locke Lamora

    Pat82

    08. December 2014 um 20:30

    Story: Locke Lamora ist ein Held. Nein, eigentlich ist er das nicht: Er ist ein Dieb, ein Lügner und ein Ganove, wenn auch mit guten Manieren. Mit seiner Bande bewegt er sich in den Kanälen und engen Gassen des Herzogtums Camorr, um die Nobilität um ihre Schätze zu erleichtern. Und darin ist Locke unschlagbar, denkt er zumindest. Bis ein weiterer Verbrecher in Camorr auftaucht. Locke muss handeln – und das Abenteuer seines Lebens beginnt … Im Stadtstaat Camorr hat man eine ganz eigene Lösung gefunden, um die Kriminalität unter Kontrolle zu halten: den „Geheimen Frieden“. Gemäß dieser Absprache zwischen dem Adel und dem Herrscher der Unterwelt dürfen Diebe mehr oder weniger ungestraft ihr Unwesen treiben, solange die Aristokratie von ihnen verschont bleibt. Doch Locke Lamora und seine Gentlemen-Ganoven halten nicht viel von Absprachen und haben es sich zur Gewohnheit gemacht, die Reichen der Stadt um ihr Geld zu erleichtern. Das funktioniert wunderbar, bis der geheimnisvolle Graue König mithilfe eines scheinbar unbesiegbaren Soldmagiers die Macht über die Unterwelt an sich reißt und droht, das sensible Herrschaftsgefüge von Camorr aus dem Gleichgewicht zu bringen – und dazu braucht er Lockes einzigartige Fähigkeiten Meine Meinung: Eine tolle Story, welche eine einzigartige Fantasy-Welt beschreibt in die man abtauchen kann. Jedoch hin und wieder etwas zäh und die zwischen Kapitel haben mir nicht gefallen :(

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  • Ein Schurke kommt selten allein

    Die Lügen des Locke Lamora

    Ofelia

    03. November 2014 um 14:10

    Die Geschichte um Locke Lamora hat mir richtig gut gefallen. Da nur wenige Fanatsy-Elemente vorkommen, ist es sicherlich auch für diejenigen, die sich aus Fantasy nicht viel machen, ein Lesevergnügen. Jedenfalls wird dieses Buch jeder mögen, der Schurken und Ganoven mag. Locke und seine Bande sind ausgebuffte Trickbetrüger und noch dazu exzellente Verkleidungskünstler, die die Aristokratie der Stadt durch sehr ausgefeilte Betrügereien um ihr Geld bringen. Die Charaktere sind sehr sympathisch und bringen neben sehr viel Spannung auch einige Komik mit hinein. Sehr gelungen fand ich die "Zwischenspiele", die zumeist in die Vergangenheit der Ganoven zurückblicken und dem Leser ermöglichen, die Personen, aber auch die Stadt und die Gepflogenheiten dort besser kennen zu lernen. Der besondere Kniff daran ist, dass all diese Zwischenspiele nie unabhängig von der gegenwärtigen Handlung sind und immer eine Erklärung für das aktuelle Geschehen bieten. Sehr gezielt wurden sie eingesetzt, wenn die Handlung einen Spannungs-Höhepunkt erreicht, um den Leser noch ein wenig auf die Folter zu spannen. Trotz des Witzes, der gelegentlich auftritt, würde ich die Geschichte durchaus als dramatisch und spannend einstufen. Relativ am Ende dehnte sich die Geschichte sich für mich ein wenig und die Spannung um die Ereignisse im Wolkenturm empfand ich als künstlich in die Länge gezogen. Das ist für mich jedoch der einzige Kritikpunkt an der Geschichte. Wirklich gar nicht gefallen hat mir die Erzählweise des Vorlesers. Die "Stimmen", die er den Charakteren gibt, sind manchmal nur schwer zu erkennen, insbesondere, wenn die Personen sich sehr aufregen, sind sie stimmlich gar nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Für mich wesentlich bedeutender waren allerdings die sehr eigenwillige Betonung und Pausensetzung. Einige Worte werden stark überbetont und selbst bei völlig unaufgeregten Schilderungen wird somit eine gewisse "Spannung" erzeugt, die vollkommen fehl am Platze ist. Sehr verwirrend sind für mich auch die Pausen innerhalb des Satzes. Das alles hat das Zuhören oftmals sehr erschwert, weswegen ich das Buch auf jeden Fall nicht in der Hörversion empfehle.

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  • Fantasy meets Ocean's Eleven!

    Die Lügen des Locke Lamora

    LeFabi

    11. September 2014 um 15:10

    Da ich nur den Originaltext in englischer Sprache gelesen habe, möge es mir verziehen sein, dass ich mir nicht dir Mühe mache die korrekten deutschen Übersetzungen zu recherchieren. Der Inhalt: Locke Lamora ist ein Gauner. Kein gewöhnlicher Taschendieb, Trickbetrüger oder Einbrecher. Er ist ein Mitglied der Gentleman Bastards. Diese kleine Gruppe von Dieben hält sich - als einzige - nicht an die geheimen Abkommen zwischen Adel und dem Paten Barsavi. Dieses Abkommen zwischen Adligen und dem organisierten Verbrechen schützt sowohl Blaublüter als auch Diebe: Die Adligen sind für die Kriminellen tabu, dafür sehen diese davon ab, die Verbrecher mit übermäßiger Härte zu verfolgen.   Zum großen Unglück der Adligen spielen die Gentleman Bastards allerdings nicht nach den Regeln. Sie haben nichts mit gewöhnlichen Straßendieben gemein. Ihre Ausbildung beinhaltet nicht nur das Handwerk eines jeden Gauners - auch Etikette, Kochkunst, das Lesen und Schreiben und viele weitere Fertigkeiten, die eigentlich dem Adel vorbehalten sind, gehören in ihr Repertoire. Die als Bande von Kleinkriminellen getarnte Gruppe setzt sich also aus hochgebildeten, charismatischen Persönlichkeiten zusammen. Mit ausgefeilten Betrügereien bringen sie die Betuchten der Stadt Camorr um ihr Hab und Gut. Sie sind Meister der Täuschung, ihre Aktionen sind akribisch vorbereitet und bis ins letzte Detail geplant. Zu Beginn der Geschichte sehen wir ein solches Spiel um Macht und Geld entstehen. Mehr als einmal staunt man als Leser nicht schlecht, wenn weitere Details des Plans bekannt werden. Don und Dona Salvara können ihr Glück kaum fassen als sie Locke kennen lernen. Natürlich nicht als Locke, Betrüger. Sie lernen ihn als Lukas Fehrwight kennen, seines Zeichen Untergebener des Hauses bel Auster und auf der Suche nach betuchten Geschäftspartnern für seine Herren. Das Haus bel Auster ist für seinen Branntwein weltbekannt. Es ist der edelste Tropfen, den man für Geld kaufen kann, begehrter noch als die alchemistisch perfektionierten Weine aus Tal Verrar. Ein Vermögen wartet schlicht darauf, von den Salvaras eingesammelt zu werden. Das einzige Hindernis scheint die Finanzierung der Flucht der Familie bel Auster zu sein - eine Investition die verspricht, sich zig mal bezahlt zu machen! Mit der Zeit erreicht man einen Punkt an dem man als Leser denkt: Das läuft zu gut. Irgend etwas schreckliches wird passieren. Just an dieser Stelle begegnen wir dem Grauen König, der so mir nichts, dir nichts damit beginnt, gehörig in der Unterwelt von Camorr aufzuräumen. Es vergeht keine Woche in der nicht zumindest ein Bandenchef brutal ermordet wird. Mit der Zeit entspinnt sich ein regelrechter Krieg zwischen dem Grauen König und dem Paten Barsavi, in den auch die Gentleman Bastards verwickelt werden... Meine Meinung: Selten hat mich ein Fantasy Roman so sehr gefesselt. Man stelle sich eine Phantastische Welt vor, in die Schurken á la Ocean's Eleven verpflanz werden, verfeinert mit einem guten Schuss Ironie und Kampfszenen wie aus einem Roman von George R. R. Martin. Es ist schon fast absurd, wie viel Spaß dieses Buch macht. Scott Lynch macht viel richtig und fast nichts falsch. Es bleibt mir nur meine wärmste Empfehlung auszusprechen.

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  • "Die Lügen des Locke Lamora" von Scott Lynch

    Die Lügen des Locke Lamora

    Jacynthe

    Inhalt Das Leben des jungen Locke Lamora ändert sich schlagartig, als er vom alten Chains und seiner Bande aufgenommen wird. Sie geben vor, Priester zu sein, unter dem Tempel horten sie aber Schätze, die sie reicher als den Herzog der Stadt machen. Sie sind Gentlemen-Ganoven, machen sich einen Spaß daraus, die Aristokraten hinters Licht zu führen und auf dreiste Art und Weise um deren Vermögen zu bringen. Keiner darf davon wissen, denn sie verstoßen gegen den Geheimen Frieden, ein Abkommen, das der König der Diebe mit der Obrigkeit arrangiert hat. Doch dann taucht der geheimnisvolle Graue König auf und zerstört rücksichtslos alles, was sie sich aufgebaut hatten... Meine Meinung Dieses Buch habe ich vor Jahren in einem Buchladen in Freiburg gekauft, der nur Fantasy-Romane führte. Ich liebte den Laden und war jedes Mal dort, wenn ich in Freiburg war. Leider gibt es den Laden jetzt nicht mehr, aber ein paar Bücher sind mir als Erinnerung geblieben. So auch dieses hier, wobei es mich ärgert, dass kurz nach meinem Kauf das Cover geändert wurde und die Trilogie jetzt einheitlich daherkommt. Bei Gelegenheit werde ich mein Buch tauschen und mir dann noch die anderen Bände zulegen, denn Scott Lynch ist nahezu genial. Zugegeben, Lynch hat ein Faible für detaillierte Ausschmückungen, die nicht jedermanns Sache sind. Auch mir war es manchmal fast zu viel. Andererseits braucht diese Welt, die komplett aus seiner Feder stammt, Erklärungen und Beschreibungen und sie helfen einem auch dabei, sich schnell in die Geschichte hineinzuversetzen. Lassen wir ihm also seine Freude am Beschreiben ;) Die Charaktere sind allesamt sympathisch und angenehm menschlich mit ihren Stärken und Schwächen. Die Sprache, die Lynch für die Gentlemen-Ganoven gewählt hat, ist zwar oft recht derb, aber auf eine angenehme und authentische Art und Weise. Oft kann man sich angesichts des trockenen Humors ein Grinsen einfach nicht verkneifen. "Geborgt", erklärte Chains, "auf ziemlich permanenter Basis [...]" (Pos. 2136) "Falls du einmal einem Soldmagier von Angesicht zu Angesicht begegnest, machst du am besten einen Kratzfuß und ziehst den Kopf ein. Und vergiss die respektvolle Anrede nicht; [...]" (Ende des Rückblick-Kaptiels) "Hübscher Vogel, du Arschloch", meinte Locke. (Pos. 4588) [...] eine Summe, die dazu angetan war, dem Kutscher ein schlechtes Gedächtnis zu bescheren." (Pos. 10258) Und auch der Himmel litt an Katzenjammer. (Pos 11363) Wenn Lynch beschreibt wählt er jedoch eine andere Sprache. Sie ist elegant und persönlich mag ich sie sehr gern, doch sie kann schwierig werden und ist nicht immer flüssig zu lesen. Ich war außerdem froh, auf dem Kindle zu lesen (ich hab mir die Ebook-Version besorgt um nicht jeden Tag das Buch mitschleppen zu müssen), denn so konnte ich die vielen Fremdwörter nachschlagen, die Lynch mit Leidenschaft verwendet. Die Aktionen, die Locke sich immer ausdenkt um an Geld oder Anderes zu kommen, sind einfach nur genial. Die Coups sind ausgeklügelt bis zum geht nicht mehr und man fragt sich, ob Lynch in seinem letzten Leben vielleicht selbst mal Trickbetrüger war. Und wie Locke sich immer aus auswegslos scheinenden Situationen befreit - einmalig. Doch obwohl er immer einen Ausweg findet, wirkt die Story nie unrealistisch. Locke muss viele Niederlagen einstecken, seine Schwächen wurden deutlich herausgearbeitet. Ein großer Pluspunkt gegenüber Büchern, in denen die Helden unfehlbar und unverwundbar scheinen. Schwierigkeiten könnten dem ein oder anderen Leser die verflochtenen Handlungsstränge bereiten, verbunden mit Rückblicken und Zeitsprüngen. Lynch hat sowohl die Kindheit und Ausbildung der Jungs, als auch die aktuellen Geschehnisse in das Buch gepackt. Die aktuellen Geschehnisse verlaufen außerdem ebenfalls mehrsträngig. Einen großen Teil nimmt das "Don Salvara"-Spiel ein, der groß angelegte Betrug an einem Aristokratenpaar. Seine Fehde mit dem Grauen König verläuft ab etwa der Mitte parallel, bis sich die Stränge am Schluss sogar kreuzen. Unterbrochen wird alles weiterhin von kleinen Zwischenspielen, die entweder die Vergangenheit beleuchten, oder Informationen zur Geschichte der Stadt geben. Anfangs mögen diese vielleicht etwas nervig wirken, denn sie unterbrechen die Story immer genau an den spannendsten Stellen. Nach einer Weile wird aber deutlich, dass diese immer zum weiteren Handlungsverlauf hinführen. Clever gemacht! Ein tolles Buch, das eine einzigartige Fantasy-Welt beschreibt. Hin und wieder etwas zäh, im Großen und Ganzen jedoch absolut genial. Ich vergebe 4 von 5 Wolken.

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    • 2

    CitizenWeasel

    30. May 2014 um 19:50
  • Eine großartige Story mit einem zähen Beginn

    Die Lügen des Locke Lamora

    Originaldibbler

    27. May 2014 um 18:22

    Locke Lamora ist ein Dieb. Nein, Locke Lamora ist kein Dieb. Locke Lamora ist ein Gentleman-Ganove. Im Herzogtum Camorr muss sich kein Adeliger vor Dieben, Räubern oder Betrügern fürchten. Dafür sorgt der geheime Frieden zwischen dem Capa (eine Art oberster Maffiaboss) und der Adel. Niemand würde es wagen den geheimen Frieden zu brechen und den Zorn des Capas auf sich zu ziehen. Und jeder weis, dass niemand es wagen würde. Das wissen auch Locke Lamora und seine Freunde von den Gentlemen-Gannoven und so wagen sie es nun schon seit einigen Jahren mit großem Erfolg. Zurecht halten sie sich für unantastbar bis eines Tages ein neuer Spieler die Spielfläche betritt... Die Lügen des Locke Lamora ist ein Fantasyroman bei dem die Fantasyelemente wichtig sind aber nicht im Vordergrund stehen. Es gibt Magie aber diese ist einigen wenigen vorbehalten. Viel wichtiger ist die Alchemie, die immer neue Wunder wie Leuchtkugeln, alkoholhaltiges Obst oder Tier-Tier-Hybride hervorbringt. Das alles ergibt ein spannendes und stimmiges Bild. Auch ansonsten ist die Welt gut durchdacht und vieles, das für die Geschichte wichtig ist, wird in kleinen Zwischenspielen vorgestellt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht aber der "Titelheld" Locke Lamora. Diesen lernen wir sowohl als Kind als auch als gestandenen Mann kennen. Zunächst laufen diese beiden Erzählstränge parallel. Im späteren Verlauf werden die Episoden aus seiner Kindheit/Jugend immer seltener und das Buch beschäftigt sich primär mit den "aktuellen" Ereignissen. Auch diese werden aber nicht chronologisch erzählt. Scott Lynch versteht es meisterhaft, so zwischen Zeiten und Orten zu springen, dass es der Spannung maximal dient. Kommen wir zu meinem Urteil. Scott Lynch präsentiert eine interessante und gut durchdachte Welt. Nach einem etwas zähen Anfang von 250 Seiten, während derer man noch nicht versteht, warum das gelesene wichtig ist, nimmt die Geschichte dann mächtig Fahrt auf und versteht sehr gut zu unterhalten. Alles in allem ist das Buch mehr eine Abenteuer- als eine Fantasygeschichte; auch wenn einige der Fantasyelemente sehr wichtig für die Geschichte sind. In vielerlei Hinsicht hat das Buch volle 5 Sterne verdient, da ich aber die ersten 250 Seiten (immerhin mehr als ein Viertel des Buchs) als zäh empfunden habe, vergebe ich 4 Sterne.

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  • Was für ein Debüt!

    Die Lügen des Locke Lamora

    JuliaO

    05. March 2014 um 23:18

    Dieser Schatz der Fantasy Literatur stand ganz lange unbeachtet in meinem Bücherregal. Nach Jahren fing ich dann endlich an ihn zu lesen - und eine Woche später war ich dann am Ende der Trilogie angekommen...Nur um dann entsetzt festzustellen - Lynch hat noch gar nicht mehr geschrieben. Eine wirklich spannende Geschichte rund um eine Bande von Dieben & Betrügern, die mit jeder Menge Wortwitz, originellen Charakteren & vielen überraschenden Wendungen aufwartet. Meine absolute Empfehlung!!! (Band 2 Die Republik der Diebe Band 3 Sturm über roten Wassen)

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  • Herzlich Willkommen in Camorr!

    Die Lügen des Locke Lamora

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. January 2014 um 08:31

    Ein blinder Priester, ein geheimer Frieden zwischen Aristokraten und der gesamten Unterwelt, die von einem einzelnen Mann zusammengehalten wird. Eine Welt wie diese, die so verworren in sich verdreht zu sein scheint, dass jede gebrochene Regel gleich das ganze System ins Wanken bringen könnte... Herzlich Willkommen in Camorr – ein Nest voller Diebe, Mörder und Halsabschneider treffen wir in Scott Lynchs Erstlingswerk DIE LÜGEN DES LOCKE LAMORA. Treffender hätte der Titel nicht sein können, denn darum geht es - ganz platt gesagt - auf jeder einzelnen Seite im Buch. Im Waisenhaus lernt er zu überleben, doch zu leben lernt er erst vom bettelarmen, blinden Priester Chain, der das Talent des kleinen Querdenkers in die richtigen Bahnen lenkt. Gemeinsam mit seinen treuen und doch teilweise sehr eigensinnigen Begleitern, die ebenfalls die sehr umfassende Ausbildung von Chain zu spüren bekommen haben, umgehen sie die Regeln des geheimen Friedens. Dieser herrscht zwischen dem Oberboss der Unterwelt und der Aristokratie, welcher besagt, dass die Diebe der Stadt freie Hand haben, solange sie nicht den Adligen und Aristokraten in die Tasche greifen. Dieser für alle geltenden Regel würde sich Locke Lamora niemals widersetzen, doch was wenn die Reichen und Adligen aus eigenem Antrieb ihr Geld zur Verfügung stellen? Oder für Investitionen ihre Geldkatze zücken? Und genau da beginnt die Spannende Geschichte. Genauso verworren wie die Stadt, plant er seine Streifzüge und springt zwischen den Schichten der Gesellschaft hin und her, um seine Ziele zu erreichen. Hilfsmittel wie Kostüme und Sprachen, bis zu den Dialekten für das richtige Auftreten. Seine Gratwanderung geht solange gut bis ein grauer König das Gefüge, in dem er sich so zu Hause fühlte, durcheinander und ihn damit zum ersten Mal in Bedrängnis bringt. Doch wer wäre Locke Lamora, wenn er sich dieser Aufgabe nicht stellen würde? Diungo

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