Scott Lynch Die Republik der Diebe

(39)

Lovelybooks Bewertung

  • 45 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 3 Leser
  • 11 Rezensionen
(17)
(11)
(11)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Republik der Diebe“ von Scott Lynch

Fantasy im Breitwand-Format – Locke Lamora ist zurück! Locke Lamora, Meisterdieb, Lügner und wahrer Gentleman, ist mit seinem Kumpan Jean nur knapp dem Piratentod entronnen. Nun ist er wieder auf Beutejagd, doch dann begegnet er einer Frau, die er längst tot glaubte: Sabetha, seine wahre Liebe – und die ist entschlossen, Locke ein für alle Mal zu vernichten, im Auftrag der finsteren Soldmagier. Für Locke und Jean geht es nun um alles oder nichts…

Von der Handlung her nicht ganz so überzeugend wie die letzten beiden, aber trotzdem ein Genuss! Absolut empfehlenswert!

— Mono-chan
Mono-chan

Habe alle 3 Bände gelesen.

— AtinaOphelia
AtinaOphelia

Trotz ein paar Längen und sehr konstruiertem Hintergrund immer noch recht charmant - nur am Ende ließ mich das Buch in der Luft hängen.

— Rebekka_NP
Rebekka_NP

Band drei hat etwas nachgelassen, ist deshalb aber immer noch lesenswert!

— --Mia--
--Mia--

Band 3 kann mit den beiden Vorgängern nicht mithalten. Tolle Hauptstory, die aber durch ständige Rückblicke komplett kaputt gemacht wird. :(

— Andreas_Suchanek
Andreas_Suchanek

Deutlich besser als der 2. Teil. Die Geschichte wird weiter ausgebaut und die Charaktere weiter erklärt.

— Aigeus
Aigeus

Leider bei weitem nicht mehr so besonders wie die ersten beiden Bände.

— Originaldibbler
Originaldibbler

Die Abenteuer eines sympathischen und durchtriebenen Ganoven in einer phantastischen, gut durchdachten Welt - sarkastisch, derb und neuartig

— Aleshanee
Aleshanee

Der Gentleman unter den Dieben ist wunderbar. Erst angeschlagen, läuft er wieder in Hochform auf. Perfekte Unterhaltung im Breitbildformat.

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

Ich mich auch. Schrecklich wie lange wir noch warten müssen .__. Blödes, viel zu offenes Ende des Vorgängers +grummel+

— Disgrace
Disgrace

Stöbern in Fantasy

Karma Girl

Super!

kirschtraum

Fireman

Und die Welt geht in Flammen unter...Auch wenn ihn viele langweilig fanden, ich mochte Hills Wälzer...

Virginy

Fallen Queen

Für mich leider eine eher langweilige Geschichte mit nervigen Charakteren, die mich nicht begeistern konnte. Schade :(.

Buecherwunderland

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Unglaublich gut geschrieben, total fesselnd! Geniale Wendung...

fantasylover00

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Innovative High-Fantasy für Mädels mit fabelhaften Plottwists

wunder_buch

Die unsichtbare Bibliothek

War nicht mein Fall....

Bergbaron

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Warte auf den 4. Teil!!

    Die Republik der Diebe
    AtinaOphelia

    AtinaOphelia

    16. November 2015 um 15:16

    Habe alle 3 Bände gelesen. Wenn man mal mit dem Erzählstil von Lynch vertraut ist - liebt man ihn. Ich erwarte mit Spannung den nächsten Teil.

  • Der dritte und, anscheinend nicht, das letzte Band rund um den Meisterdieb Lamora

    Die Republik der Diebe
    --Mia--

    --Mia--

    Ich habe mich sehr auf das dritte Band der Gentleman Bastards gefreut, war aber ein klein bisschen enttäuscht. Leider konnte das letzte Buch nicht mit den beiden Vorgängern mithalten. Es fehlt irgendwie der Charme. Für alle die Band 1 & 2 gelesen haben: Endlich beginnt die ersehnte Lovestory. Ich möchte natürlich nicht Zuviel verraten. Manchmal kamen mir einige Stellen etwas an der Haaren herbeigezogen vor und die Sprünge in die Vergangenheit, die ich bei Buch 1 & 2 sehr geschätzt habe, waren diesmal etwas Zuviel und zu durcheinander. Auch der große "Höhepunkt", das "Lüften des Geheimnisses" hat mich enttäuscht. Als ob der Autor es sich qualvoll aus den Fingern gezogen hat. Ich werde Locke und Jean vermissen, die zwei besten und gerissensten Diebe der Welt! Edit: Ich habe die Information erhalten, das dies nicht das letzte Band sein wird. Das erfüllt mich mit Freude. :)

    Mehr
    • 3
    --Mia--

    --Mia--

    13. September 2015 um 22:09
  • Die Republik der Diebe, leider nicht so gut wie erhofft.

    Die Republik der Diebe
    Kattel82

    Kattel82

    25. July 2015 um 10:15

    Das ist Buch ist ausgelesen und irgendwie ist es ein schaler Abschied. Lang lange musste ich auf das Erscheinen Warten, immer wieder wurde selbiges verschoben. Dann war es da, ich kaufte es und es lag ersteinmal viel zu lange Monate im Regal, weil sich so viel neues angesammelt hatte und ich nun eh schon viel länger gewartet habe als gedacht... Und das Warten aufeinander spiegelt sich für mich auch im Buch wieder. Da ist zunächst das Thema: Locke und Sabetha, aber auch die vielen Zeitsprünge in Form von Rückblenden in die gemeinsame Jugend und dann der langwierige Ausflug als Schauspieler. Irgendwie wollte ich die beiden Geschichten, die im Buch transportiert werden nicht versetzt nacheinander lesen, sondern eine nach der anderen. Somit zog es sich für mich hin wie Kaugummi und der Enthusiasmus der mich bei den beiden vorangegangen Büchern getragen hat, kam hier nicht zum Vorschein. Enthusiasmus machte sich hingegen am Ende breit und es wurde mit dem letzten Kapitel ein Cliffhanger gebracht, der neugierig macht auf das was kommen mag. Wie geht es weiter mit Locke und Jean. Die Prophezeiung ist einfach zu interessant. Ich bin beim nächsten Band, wann immer dieser erscheint wohl dabei...

    Mehr
  • "Diebe sind gesegnet"

    Die Republik der Diebe
    Stefan83

    Stefan83

    15. May 2015 um 15:15

    Sollte das tatsächlich wahr sein? Ist er das wirklich? So in etwa meine Gedanken bei der Ankündigung der deutschen Ausgabe von „Die Republik der Diebe“, dem dritten Band aus der Reihe um den Meisterdieb, Lügner und Betrüger aus Leidenschaft Locke Lamora, dessen Veröffentlichung über Jahre hinweg immer wieder verschoben wurde und die Geduld der Leser – welche Lynch am Schluss des Vorgängers „Sturm über Roten Wassern“ mit einem ebenso genialen wie gemeinen Cliffhanger beglückte – auf eine harte Probe gestellt hat. Der Grund für die stets aufs Neue folgenden Verzögerungen blieb dabei lange im Dunkeln. Erst nach einiger Zeit ging Lynch mit seiner Erkrankung an einer schweren Depression in die Öffentlichkeit, wodurch ein weiterer Locke-Band irgendwann immer unwahrscheinlicher erschien. Nun, fünf Jahre später als geplant, gehen die Abenteuer des Camorri Lamora (wie schon bei den ersten beiden Büchern weitestgehend unbeachtet von Presse und Feuilleton) endlich weiter, was in meinem Fall jedoch eine große Gefahr bei der Besprechung des Buches birgt, da sich in der Vergangenheit eine gewisse Vorfreude aufgestaut hat, welcher, im Verbund mit den ebenfalls angehäuften Erwartungen, „Die Republik der Diebe“ vielleicht nicht gerecht werden kann. Oder doch? Bevor ich an dieser Stelle näher ins Detail gehe und den vorliegenden Roman mit dem üblichen kritischen Maße seziere, sei mir vorab gestattet zu erwähnen, dass die Umstände, unter denen dieser dritte Band erschienen ist, auch zwischen den Zeilen ihren Widerhall finden, dass schlichtweg die Lockerheit, die Ausgelassenheit und der Elan fehlen, die – nicht nur bei mir – im Falle der Vorgänger zu so großen Begeisterungsstürmen geführt haben. Liest man sich mal quer durch die bereits vorhandenen Rezensionen, findet dies großes Bedauern unter den Lesern, führt es gar zu dem ein oder anderen Verriss, was ich wiederum mit gemischten Gefühlen verfolge. Erstens lag die zuvor gelegte Latte ziemlich hoch, zweitens sollte der Krankheitshintergrund Scott Lynchs eine etwaige Bewertung zwar nicht beeinflussen, aber zumindest berücksichtigend in diese mit einfließen. Darüber hinaus hat „Die Republik der Diebe“ keinerlei Schonung seitens der Kritiker verdient, geschweige denn nötig, da Lynch in diesem fast tausend Seiten umfassenden Wälzer einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass er zum Besten gehört, was das Genre der Fantasy derzeit zu bieten hat. „Die Republik der Diebe“ setzt fast nahtlos da an, wo „Sturm über roten Wassern“ endet. Locke Lamora ist schwer von seiner tödlichen Vergiftung gezeichnet, wartet ausgemergelt und entkräftet auf den unausweichlichen Tod, während sein treuer Gefährte Jean Tannen alles daran setzt, um seinen Freund zu retten. Jeden Tag sucht er aufs Neue Ärzte und Quacksalber auf, doch das aggressive Gift scheint selbst die Fachkenntnisse der allerbesten unter ihnen zu übersteigen. Egal wie sehr sich Jean auch anstrengt – Locke scheint unrettbar verloren. In diesem Moment der schieren Verzweiflung erscheint plötzlich die Soldmagierin Patience, welche den beiden Gentleman-Ganoven verspricht, Locke gegen eine Gefälligkeit zu retten. In Karthain, der Heimat der Soldmagier, wo diese im Hintergrund die Fäden ziehen und die Menschen der Stadt als so genannte „Präsenz“ aus dem Verborgenen heraus beeinflussen, hat der Fünfjahreswahlkampf begonnen, in dem zwischen den beiden großen Parteien – der „Tiefen Wurzel“ und der „Schwarzen Iris“ – die Regierung ermittelt werden soll. Dieses politische Ereignis wird alle fünf Jahre von zwei verschiedenen Kasten der Soldmagier als spielerische Zerstreuung genutzt – und Locke Lamora soll nun dafür sorgen, dass die „Tiefen Wurzeln“ die Wahl für sich entscheiden. Im Angesicht des sicheren Todes scheint das für die beiden Freunde kein allzu großer Gefallen, weshalb sich Locke – trotz großer Skepsis – einverstanden erklärt. In einer gefährlichen und schmerzhaften Zeremonie gelingt der Soldmagierin seine Heilung, worauf ihr Schiff das Segel gen Karthain setzt. Als sie dort ankommen, erfahren sie recht bald, welchen Spezialisten die Gegenseite ausgewählt hat. Es handelt sich um Sabetha. Lockes seit mehr als fünf Jahren verschwundene große Jugendliebe und wohl die einzige Person, die ihm ebenbürtig ist. Während beide Parteien nichts unversucht lassen, um mittels Erpressung, Nötigung und schlichtem Betrug als Gewinner hervorzugehen, kehren ihre Gedanken in die gemeinsame Jugend zurück, als ihr Ziehvater Chains sie nach Espara geschickt hatte, um bei einer Theatergruppe den letzten Schliff in ihrer Ausbildung zu erhalten. Das damals zu probende Stück hieß „Die Republik der Diebe“ … Erpressung? Nötigung? Ja, haargenau richtig gelesen. Anders als im Klappentext angekündigt, wird Sabetha nicht beauftragt, „Locke endgültig zu vernichten“. Wer immer das beim Heyne Verlag verbrochen hat, konnte für die gesamte Lektüre des Buches entweder keine Zeit aufbringen oder wollte den spielerischen Charakter, den diese politische Auseinandersetzung in erster Linie hat, bewusst verschweigen, um mit einem dramatischeren Handlungsverlauf zu locken. Ich tendiere da eher zu letzterem, da man für diese Vorgehensweise insofern Verständnis aufbringen kann, da „Die Republik der Diebe“ tatsächlich einen steileren Spannungsbogen durchaus hätte vertragen können. Insbesondere Quereinsteiger – was angesichts der vielen Anspielungen auf frühere Ereignisse übrigens schon in „Sturm über roten Wassern“ keinen Sinn mehr gemacht hat – werden die vielen Verweise und Anekdoten schlichtweg überlesen bzw. sich darüber wundern, wieso sich der oder die Figur so verhält, wie sie sich verhält. Deshalb nochmal an dieser Stelle extra die Warnung: Entweder die Reihe von vorne beginnen oder gleich die Finger davon lassen. Ein weiterer Kritikpunkt, welcher in Besprechungen immer wieder aufs Tapet gebracht wird, sind die zu zwei verschiedenen Zeiten spielenden Handlungsstränge, welche allerdings meines Erachtens gut miteinander harmonieren. Vorausgesetzt eben, man hat die zwei Vorgänger gelesen bzw. hat diese noch einigermaßen in Erinnerung. Das gestaltet sich bei mir aufgrund der langen Pause doch als etwas schwierig, weshalb ich kurzzeitig in Erwägung gezogen habe, mir Band eins und zwei nochmal zu gönnen. Allein der Umfang – er schreckt dann doch ab. Und letztlich war diese Maßnahme nicht notwendig. Auch weil Scott Lynch einmal mehr das Kunststück vollbringt, mich vollkommen in seine fantastische Welt zu entführen – an die Seite von Charakteren, die man liebevoller kaum auf Papier bringen kann und die sich so herrlich erfrischend von den typischen Helden abheben, die sonst dieses Genre bevölkern. Statt dem wackeren Streiter auf der Queste begegnen uns hier nur zwei gewitzte, gänzlich moralfreie Arschlöcher mit gutem Herz und spitzer Zunge (Fäkalsprache inklusive), die man vom Fleck weg halt auch in Selbiges schließen muss. Wenn Locke, Jean und Sabetha – im rückblickenden Strang auch Calo und Galdo Sanza – ihre Betrügereien abziehen oder edle Adelsleute mal wieder nach allen Regeln der Kunst an der Nase herumführen, dann kommt einfach Freude auf. Scott Lynch mag in „Die Republik der Diebe“ ein wenig die Leichtigkeit verlustig gegangen sein – die leidenschaftliche Hingabe zu seinen Schöpfungen merkt man dem Roman aber doch in jeder Zeile an. Vielleicht nimmt er sich auch deshalb so viel Zeit und Raum, um die Liebesgeschichte von Locke und Sabetha zu erzählen, die einige Hürden zu überwinden hat und weniger romantisch veranlagte Leser eventuell auf eine Geduldsprobe stellen wird. In meinem Fall empfand ich ihr Geplänkel als durchaus kurzweilig, was wiederum an der Art und Weise liegt, wie Lynch dieses in Szene setzt. Statt dem üblichen Kitsch und dem vorhersehbaren Ende ist auch hier das einander nahe kommen ein stetiges Auf und Ab voller Finessen, Finten, Angriffen und Paraden. Vergleichbar mit einem Katz-und-Maus-Spiel, bei dem lange nicht sicher ist, ob es sich um ein Paar oder um Kontrahenten handelt. Wer spätestens jetzt nicht mit den Charakteren kann, sich über die sture Sabetha, den treuen Jean oder den hier schwer verliebten Locke empört, hat meines Erachtens die Protagonisten von Beginn an nicht verstanden. Anders als manch Kritiker ist für mich ihr Verhalten in „Die Republik der Diebe“ nur folgerichtig bzw. rundet die Persönlichkeiten entsprechend ab. Zudem hat diese Reihe – nach den grausamen Kämpfen in Camorr und der herben Niederlage im Sündenturm von Tal Verrar – eine kleine positive Wendung samt Hoffnungsschimmer dringend nötig gehabt. Und mehr als ein Schimmer ist es auch diesmal nicht, meint es doch das Schicksal nicht wirklich gut mit den Gentleman-Ganoven, die, gemeinsam mit dem Leser, im dramatischen Ende von der Soldmagierin einige Dinge über Lockes Vergangenheit erfahren. Lynchs Andeutungen – den Wahrheitsgehalt von Patience' Worten lässt er absichtlich offen – könnten die gesamte Reihe nicht nur in eine neue Richtung lenken, sondern Potenzial für weitere spannende Fortsetzungen bergen. Auch weil ein längst besiegt geglaubter Feind auf den letzten Seiten wieder ins Geschehen eingreift. „Die Republik der Diebe“ – das ist wieder mal äußerst intelligente, imposante und vor allem unheimlich lustige und liebenswerte Fantasy-Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau, welche diesmal zwar etwas gemächlicher daherkommt, von seiner eindringlichen Wirkung aber nichts verloren hat und vielversprechende Andeutungen für die Zukunft macht. Diese hat mit „The Thorn of Emberlain“ bereits einen Titel bekommen und soll im September 2015 ihre Fortsetzung finden. Und wenn es auch diesmal wieder länger dauern sollte – ich kann und werde warten!

    Mehr
  • Wer für den Galgen geboren ist, ersäuft nicht...

    Die Republik der Diebe
    Felan

    Felan

    Neue Stadt, neuer Auftrag, aber alte Gegner und immer die gleichen großartigen Halunken. Ich kann es nicht anders sagen für mich ist Scott Lynch einer der großartigsten Autoren unserer Zeit. Nicht nur sein Schreibstil an sich ist großartig, sondern auch die Geschichten, welche er damit aufs Blatt bekommt, lassen mein Fantasy Herz höher schlagen. Die Republik der Diebe ist der dritte Band der Gentleman Ganoven Reihe. Er knüpft an den Zweiten Band „Sturm über roten Wasser“ nahtlos an. Auf den dritten Band musste der Leser ein paar – wirklich sehr sehr lange - Jahre warten. Trotz dieser schier endlosen Zeit flammte meine große Liebe zu den zwei Hauptcharakteren, Locke Lamora und Jean Tanner, schon nach der ersten Seite wieder auf. Es war ein bisschen so als würde ich alte Freunde wieder treffen – auf die ich wirklich viel zu lange warten musste. Die Story ist, wie in den voran gegangenen Büchern, wieder von der ersten Sekunde an spannend. Ständiger Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. Rückblenden gab es auch schon den voran gegangen Büchern und sie fehlten natürlich auch in diesem nicht, aber nahmen dieses Mal einen höheren Stellenwert ein. Es werden weitere Kapitel aus Lockes Vergangenheit enthüllt und endlich lernt der Leser auch Sabetha richtig kennen. Ihr Name war schließlich schon so oft präsent, aber man kannte sie nur irgendwie „vom Hörensagen“. Ich fand das klasse. Endlich kann man Lockes tiefe Verbundenheit zu dieser Frau verstehen. Ein bisschen melancholisch machte es einen dann nur, wenn die Rückblenden einem Charakter wieder näher bringen von denen man längst Abschied hatte nehmen müssen. Außerdem, mal ehrlich…die Stadt Camorii war so interessant und ausgeklügelt, das ich mir immer wieder wünsche, dass die Handlung bald dorthin zurückkehrt. Fazit: Ding. Ding. Ding. Volle Punktzahl. 5 Leseratten mit Keks Sternchen. Wer Scott Lynch noch nicht kennt sollte dringend damit anfangen ihn kennenzulernen. Bei mir haben seine Bücher einen Ehrenplatz im Regal. Ich kann nur sagen ich freu mich schon auf den vierten Band – hoffe aber dass bis dahin nicht wieder Jahre vergehen – Am Ende bleibt natürlich wie immer eine Frage übrig: Wie im Namen des namenlosen dreizehnten Gottes heißt Locke Lamora wirklich?!

    Mehr
    • 3
  • Enttäuschend schwach

    Die Republik der Diebe
    Elwe

    Elwe

    29. June 2014 um 18:06

    Was habe ich auf dieses Buch gewartet. Es wurde immer wieder verschoben, und als es endlich auf meinem Tisch lag, habe ich mich unglaublich auf die Lektüre gefreut. Aber leider, leider hat die Begeisterung nicht angehalten. Nach dem herausragenden Auftakt-Band - 'Die Lügen des Locke Lamora', und einem  nicht ganz so spektakulären, aber noch immer sehr guten Nachfolger ist dieser dritte Band rund um die Gentleman-Ganoven leider enttäuschend.  Ein Hauch vom alten Flair ist noch da - der Humor zwischen den Zeilen, die rotzigen Dialoge, die teils absurd überdrehten und deshalb umso amüsanter zu lesenden Situationen, in die die Gentleman-Ganoven sich manövrieren. Auch hier erzählt der Autor wieder auf zwei Zeitebenen - der Gegenwart und einer Zeit viele Jahre zuvor, als die Gentleman-Ganoven noch Kinder und gerade in der Ausbildung waren. Aber, wie soll ich sagen, die Story kriegt einfach keinen Fuß auf die Erde. Man liest über fünfhundert von den 800 Seiten dieses Epos und weiß noch immer nicht, wo der Kurs eigentlich hinführt.  Zu Beginn des Buches sind Locke Lamora, der Meisterdieb und sein bester Freund Jean, der Schlagkräftigere der beiden, in einer Absteige gelandet, wo sie darauf warten, dass Locke sein Leben aushaucht. Er wurde vergiftet und es scheint keinen Arzt und keinen Alchemisten zu geben, der ein Gegenmittel kennt. Doch dann taucht überraschend eine Vertreterin der Soldmagier von Kartum auf, Lockes alte Erbfeinde, denen er viel Leid zu verdanken hatte. Sie bietet ihm an, ihn zu heilen - und im Gegenzug sollen er und Jean einen Auftrag für sie erfüllen. In Khartum, der Heimat der Soldmagier, steht nämlich Wahlkampf bevor. Zwei Parteien ringen um die Macht im Stadtrat, und jeweils die Hälfte der Soldmagier begünstigt eine Partei. Locke und Jean sollen nun der Partei der Tiefen Wurzeln, die vor allem aus harmlosen reichen Händlern besteht, dabei helfen, den Wahlkampf zu gewinnen. Natürlich ahnen sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wen die andere Seite angeheuert hat... Klingt wie ein witziges Szenario, aber krankt daran, dass einfach über weite Strecken nichts passiert. Man hat das Gefühl, die Story hätte auch auf einem Drittel der Seiten erzählt werden können. Große Teile der Geschichte kreisen wieder und wieder um Lockes Liebe zu seiner Sandkastenfreundin Sabetha, bis jedes Detail so ausgewalzt ist, dass man schreien möchte: Oh bitte, hab Gnade, bitte kein verhindertes Herz-Schmerz-Umeinandergetänzel mehr. Locke und Sabetha haben also eine komplizierte Beziehung, die so schon in ihrer Kindheit und Jugend begründet ist, und im Alter nicht besser wurde. Locke himmelt Sabetha an, meistens reichlich ungeschickt. Sabetha fühlt sich aus verschiedenen Gründen genötigt, ihn vor den Kopf zu stoßen. Ungefähr vierhundertachtzig Mal. Zum Ende hin nimmt das Buch dann tatsächlich endlich Fahrt auf und es entwickelt sich die lang vermisste Spannung - aber dafür muss man erst mal fünfhundert Seiten durchhalten, und das ist eindeutig zu viel. So bleibt ein Stück durchschnittliche Fantasy-Kost, ein nicht besonders herausragendes und viel zu dickes Buch, das so viel mehr hätte sein können und bei dem man um das verschenkte Potential weinen möchte. Wer die ersten zwei Bände gelesen hat und es unbedingt wissen will, kann einen Blick riskieren. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man es nicht besser bleiben lässt - und darauf verzichtet, den goldenen Heiligenschein zu zerstören, den die ersten zwei Bände erschaffen haben. Dieser dritte kommt leider nicht mal ansatzweise an die Vorlagen heran.

    Mehr
  • Enttäuschend im Vergleich zu den Vorgängerbänden

    Die Republik der Diebe
    Originaldibbler

    Originaldibbler

    12. June 2014 um 13:34

    "Die Republik der Diebe" ist der dritte Band um den Gentleman-Ganoven Locke Lamora. Nach den Ereignissen in Tal Verra ("Sturm über roten Wassern", Band 2) haben Locke  und Jean ein  Problem, dass sie nicht selbst lösen können. Als alle Hoffnung verloren scheint, bieten ihnen die von ihnen gehassten Soldmagier von Karthain ihre Hilfe an. Als Gegenleistung verlangen diese lediglich, dass die beiden in Karthain eine der beiden politischen Parteien bei der anstehenden Wahl unterstützen. Und sol finden die beiden sich wenig später in Karthain wieder, wo sie feststellen müssen, dass auch die Gegenpartei einen fähigen Wahlhelfer hat: Lockes große Liebe, die ehemalige Gentleman-Ganovin Sabetha. Erzählte Scott Lynch in den Vorgängerbänden noch virtuos in dem er zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her sprang, wie es der Geschichte am dienlichsten war, macht er es sich diesmal einfach. Es gibt zwei Erzählstränge, von denen einer die aktuellen Ereignisse und einer ein altes Abenteuer der Gentleman-Ganoven schildert. Dabei werden beide Geschichten abwechselnd aber in sich streng chronologisch erzählt. Die alte Geschichte, handelt von einem Sommer, den die jungen Gentleman-Ganoven - einschließlich Sabetha - bei einer Theaterkompanie verbrachten. Diese Geschichte wird zwar - wie gesagt - wenig virtuos erzählt, ist aber immerhin spannend und voller Wendungen, wie wir sie aus den ersten beiden Bänden kennen. Auch hat sie eine Daseinsberechtigung, da sie ein wenig mehr Licht auf das Verhältnis von Locke zu Sabetha wirft. Die Geschichte in Karthain ist, bis auf die persönliche Beziehung zwischen Locke und Sabetha langweilig und belanglos. Für den Fall des Sieges stellt man Locke und Jean eine Belohnung in Aussicht und für den Fall einer Niederlage immerhin noch sicheres Geleit (S. 153). Auch ist es beiden Parteien verboten einander zu ermorden (S. 306). Was also in den 6 Wochen in Karthain passiert ist schlichtweg egal. Insofern ist auch komplett falsch, wenn es im Klappentext heißt: "[Die] Soldmagier haben Sabetha beauftragt, Locke endgültig zu vernichten. Und plötzlich geht es für den Meisterdieb nicht nur um seine große Liebe, sondern ums nackte Überleben..."  Natürlich geschieht in Karthain noch ein wenig mehr.  Bei den Soldmagiern gibt es Fraktionen die ihre eigenen Pläne verfolgen. Allerdings muss man sagen, dass die damit zusammenhängenden Ereignisse, obwohl sie wichtig sind und vor Allem im nächsten Band sicherlich wichtig werden, hier eher am Rande behandelt werden. Die Taten der Magier und das, was Locke und mit ihm der Leser über Lockes angebliche Vergangenheit und mögliche Zukunft erfahren, verspricht jedenfalls, dass sich der Inhalt des nächsten Bandes wohl stark von den ersten dreien unterscheiden wird. Ob das eine Wendung zum Guten oder Schlechten sein wird, wird man sehen und ist wahrscheinlich letztendlich auch Geschmackssache. Mir jedenfalls hat das, was angedeutet wurde ein wenig den Spaß verdorben, da ich es als unpassend, überzogen und zu weit hergeholt empfunden habe. Alles allem ein ordentliches Buch, das man lesen kann, wenn man Abenteuergeschichten in phantastischen Welten  mag aber kein Vergleich zu den ersten beiden Bänden.

    Mehr
  • Ein rasantes Abenteuer mit liebenswerten Ganoven der Extraklasse

    Die Republik der Diebe
    Aleshanee

    Aleshanee

    Band 3 der Reihe "Gentleman Bastard" "Eine frische, originelle und absolut fesselnde Geschichte von einer herausragenden neuen Stimme der Fantasy!" George R. R. Martin ("Das Lied von Eis und Feuer) Zum Inhalt Der berüchtigte Gentleman Ganove Locke Lamora und sein schlagkräftiger Freund Jean sind aus ihrem letzten Abenteuer nur mit knapper Not entkommen - doch für Locke gestaltet sich ihr Unterschlupf in der Stadt Lashain beinahe als letzte Ruhestätte. Das Gift, das noch immer durch seinen Körper fließt, lässt ihm nur noch wenig Zeit zum überleben. Kein Giftmischer, Alchemist oder Heiler scheint ein Gegenmittel zu kennen und als Jean in seiner Verzweiflung den angesehendsten Arzt von ganz Lashain entführt, nehmen die Folgen unabsehbare Ausmaße an. Eine unerwartete Hilfe kommt von ihren größten Feinden, den Soldmagiern. Archedama Patience, eine Soldmagierin des höchsten Ranges, könnte Locke von seinem Leid befreien - doch die Gegenleistung, die sie erwartet, wird nicht leicht zu erfüllen sein. Vor allem sein Gegenspieler ist eine große Überraschung - selbst Locke Lamora hätte sich nie träumen lassen, wen sie dafür gegen ihn angesetzt haben ... Meine Meinung Der dritte Band der Gentleman Bastard Reihe hat gegen die Vorgänger ein kleines bisschen nachgelassen, trotz allem aber wieder beeindruckende Schauplätze, gepfefferte Dialoge und die liebenswerten Ganoven in vollem Einsatz! In einer dicht gewebten Sprache erzählt Scott Lynch nun schon im dritten Teil von den unglaublichen Abenteuern des Locke Lamora. Auch mich hat diese gut ausgearbeitete Welt wieder von der ersten Seite an begeistert und obwohl der dritte Teil mit über 900 Seiten ein ganz schöner Wälzer ist, haben sich die wenigen Längen gut zurückgehalten. Dadurch wird man natürlich nicht mit großem Tempo durch die Handlung gejagt, aber das dicht gewebte Netz aus Sprache und einer ganz eigenen, besonderen Atmosphäre hat mich total gefangen genommen. Gerne hab ich mich an die Fersen von Locke und seinem Freund Jean geheftet, die trotz ihrer sarkastischen, eigensinnigen Art eine sympathische Ader haben, die mich in ihren Bann gezogen hat. Alle Charaktere haben etwas Besonderes und sind nicht in ein bestimmtes Schema gepresst. Sie alle passen in diese außergewöhnliche Welt, die vor überraschenden Ideen nur so strotzt. Locke musste schon früh lernen, sich mit Lügen und Diebereien durchs Leben zu schlagen, was man immer wieder im "Zwischenspiel" durch Rückblicke auf seine Kindheit erfährt, vor allem seine komplizierte Beziehung zu Sabetha wird hier genau unter die Lupe genommen. Es gibt auch hier wieder zwei Handlungsstränge, die einen in die Entwicklung der Ereignisse eintauchen lassen - Lockes Vergangenheit und die gegenwärtigen Ereignisse. Die Cliffhanger an jedem Ende, bevor zwischen den Erzählebenen gewechselt wird, lassen einen das Buch kaum aus der Hand legen! Die Welt ist sehr gut durchdacht - die Regierung mit all ihren machthungrigen Intrigen, der Glauben an eine Vielzahl von Göttern, die neuartige Magie, die immer unterschwellig vorhanden ist und vor allem die ungewöhnlichen und raffinierten Methoden, mit der die beiden Diebe ihre Aufgabe zu meistern versuchen. Die anspruchsvolle, ausdrucksstarke und teilweise derbe Sprache spiegelt sich in der Erzählung wie auch in den Dialogen und lässt einen tief in diese abgefahrene Welt eintauchen. Am Ende haben sich die Ereignisse etwas überstürzt und ich konnte den Schluss nicht mehr wirklich ganz durchschauen - aber die Gentleman Ganoven haben ja noch einige Abenteuer vor sich und ich bin mir sicher, dass Scott Lynch hier noch mit einigen Überraschungen aufwarten kann! "So ist nun einmal das Leben", erwiderte Chains. "Und dagegen bist du völlig machtlos, das ist das Einzige, was absolut sicher ist. Niemand kann immer gewinnen." S.141 Ich kann euch nur empfehlen, diese völlig andere Art von Fantasy einmal auszuprobieren. Auch wenn mich der dritte Band jetzt nicht völlig vom Hocker gerissen hat, war es ein unterhaltsames, lesenswertes Buch. Die Welt und die Sprache, die der Autor hier erschaffen hat, sind einfach genial! Insgesamt gibt es sieben Bände, von denen bisher drei auf deutsch erschienen sind. Fazit Ich kann jedem Fantasy Fan nur ans Herz legen, es mit dieser Reihe zu versuchen. Es ist wirklich mal was ganz anderes als das übliche. Alles ist gut durchdacht, die Charaktere sind einzigartig und die Handlung ist keine typische Heldengeschichte - ein furioses Abenteuer, das ich gerne verfilmt sehen würde :) Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar! © Aleshanee

    Mehr
    • 5
  • Ein Spiel mit und im Schatten

    Die Republik der Diebe
    MichaelSterzik

    MichaelSterzik

    Die Republik der Diebe (Scott Lynch)   Nach „Die Lügen des Locke Lamora“ und „Sturm über Roten Wassern“  von Scott Lynch begegnen dem Leser die beiden Gentleman-Ganoven in „Die Republik der Diebe“ erneut. Das Duo Locke Lamora und Jean bestehen im dritten Band erneute Abenteuer, doch lässt der Autor im Gegensatz zu den beiden vorherigen Titeln, die Vergangenheit von Locke sehr ausführlich aufleben.   Inhalt   Nach den Ereignissen in „Sturm über Roten Wassern“ schließt sich „Die Republik der Diebe“ den Geschehnissen nur wenig später an. Locke Lamora ist schwer von seiner tödlichen Vergiftung gezeichnet. Ausgemergelt und schwach erwartet dieser den unausweichlichen Tod. Jean sein Freund und treuer Gefährte lässt nichts unversucht, um den Freund zu retten. Doch jeder Arzt und Quacksalber versagt gegen die Aggressivität des Giftes und Jean verzweifelt schier, bis in letzter Minute eine Soldmagierin erscheint, und verspricht Locke gegen eine Gefälligkeit zu retten. In Einer dunklen und kräfteaufreibenden Zeremonie gelingt es tatsächlich der im Rang stehenden hohen Magierin Locke zu heilen und so nimmt das Schicksal volle Fahrt auf in Richtung Intrigantes Abenteuer.   Locke und Jean sollen für die Soldmagierin ein Spiel gewinnen. In der Stadt Karthein tobt der politische Wahlkampf und die beiden Gentleman-Ganoven bekommen die Weisung die anstehende Wahl für die Aristokraten zu gewinnen. Allerdings sind die Regeln klar festgesetzt und zwischen Intrigen, Sabotagen und anderen kreativen Einfällen die Wahl zu entscheiden stellt Locke schnell fest, dass er den Gegner kennen muss und dieser mindestens ebenbürtig zu sein scheint.   Kritik   Es ist immer wieder ein diebisches Vergnügen Locke und Jean auf ihren halsbrecherischen Raubzügen zu begleiten. Und die beiden Diebe machen nicht nur im Schutze der Dunkelheit waghalsige Geschäfte, sondern verstehen sie sich auf die politischen Ränkespiele und ihre Schauspielerei.   Wer die beiden Vorgängerromane schon gelesen hat, wird schnell feststellen, dass Scott Lynch hier einen anderen Weg einschlägt. Die Handlung teilt sich in zwei Strängen auf: Die gegenwärtige in der sie ihren Auftrag für die Soldmagierin erledigen müssen und der zweite Handlungsstrang zeigt Locke und Jeans Vergangenheit in ihren Anfängen als Gentleman-Ganoven. Nichtsdestotrotz sind die zeitlichen Sprünge in die Vergangenheit um ein Vielfaches langweiliger als vielleicht angenommen. Aus der Perspektive der Vergangenheit Lockes wird hier die liebevolle Rivalität und das Verhältnis zu einer Frau thematisiert die Jahre später in der Gegenwart zu Lockes politische und persönliche Gegnerin wird. Die Jugend- und Pflegejahre von Locke und Jean nehmen, auch wenn sie nicht unwichtig sind, zu viel Raum ein.   Diese Passagen wirken manchmal zu überproportioniert und zu langatmig und langweilig erzählt. Auch wenn das Verhältnis zu seiner alten Liebe sich in den Vordergrund positioniert, so hätte dies nicht so ausführlich sein. Der eigentliche Spannungsbogen wird in der Gegenwart aufgebaut und hier sind nicht nur die Protagonisten sympathischer, sondern die Geschichte nimmt temporeich fahrt auf.   Der Einfallsreichtum der beiden politisch agierenden Kontrahenten ist manchmal recht amüsant, durchtrieben, aber wenig actionreich. Die Spannung wird hier nicht durch mörderische Kämpfe oder dramatische Schlachten aufgebaut, sondern durch situationsbedingte Dramatik und manchmal auch durch Wortgefechte.   Erst zum Ende hin, im letzten Drittel dieses 900Seiten Werks explodiert die Handlung. Locke Lamora erfährt von der Soldmagierin sehr Persönliches aus seiner Vergangenheit und längst besiegte Feinde schwören Rache.   Fazit   „Die Republik der Diebe“ ist die Wiederauferstehung und das neue Aufstellen auf einem Schachspiel. Und wie das Ende vermuten mag, dieser wird wie die beiden ersten Romane von Scott Lynch nicht nur mit Wortgefechten geführt. Jeans Äxte und Lockes Schwert werden mit Sicherheit ihr Ziel finden wollen.   Auch wenn dieser Roman inhaltlich schwächer ist als die Vorgänger, so ist der vorliegende Band immer noch ein spannender Pageturner mit imposanten Charakteren und einer vielversprechenden Aussicht auf weiteren Storys mit den Gentleman-Ganoven.   Insgesamt kein starker, aber auch kein schwacher Titel. Solide Unterhaltung und vielleicht nur die Ruhe vor dem Sturm.   Lesern ist in jedem Fall zu empfehlen, dass die beiden Vorgängerromane vorab gelesen werden sollten, bevor man hier zu diesem besprochenen Band greifen mag.   Michael Sterzik

    Mehr
    • 2
  • Teil 2 der Reihe

    Die Republik der Diebe
    JuliaO

    JuliaO

    05. March 2014 um 23:29

    Huch, irgendwie hat es nur einen Teil der Rezension gespeichert, und nun kann ich sie auch nicht mehr bearbeiten... Dann eben nochmal... 1) Die Lügen des Locke Lamora2) Die Republik der Diebe3) Sturm über roten Wassen Wie Band 1 - einfach nur spannend, witzig & genial - gerade Anfangs zwar etwas weniger actionreich, aber dennoch zu keiner Zeit langatmig.  Diesmal erfahren wir mehr über Lockes Vergangenheit. Wie er zu den Gentleman Bastards kam und was es mit Sabetha auf sich hat. Die Charaktere bekommen dadurch nochmal deutlich mehr Tiefe und man versteht so einiges, was einem in Band 1 noch als Frage im Hinterkopf rum spukte. 

    Mehr
  • Teil 2 der Reihe

    Die Republik der Diebe
    JuliaO

    JuliaO

    05. March 2014 um 23:21


    1) Die Lügen des Locke Lamora
    2) Die Republik der Diebe
    3) Sturm über roten Wassen


    Wie Band 1 - einfach nur spannend, witzig & genial - gerade Anfangs zwar etwas weniger actionreich, aber dennoch zu keiner Zeit langatmig.