Scott Nearing Ein Leben gegen den Strom

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Inhaltsangabe zu „Ein Leben gegen den Strom“ von Scott Nearing

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  • Rezension zu "Ein Leben gegen den Strom" von Scott Nearing

    Ein Leben gegen den Strom
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    23. March 2011 um 13:10

    Zum Inhalt: "Deshalb ist meine Autobiographie weniger der Bericht über das Leben eines Individuums als eher die Beschreibung der Epoche, in der ich gelebt habe." Scott Nearing. Meine Meinung: Das Ehepaar Nearing war und ist mit ihren Büchern ein wichtiger Einfluß auf mein Leben gewesen. Ihre kritische Denk- und Lebensweise ist nicht nur ein Bruch mit der Gesellschaft sondern mit allem was allgemein unter einem "normalen" Leben verstanden wird. Beide sind mittlerweile seit vielen Jahren tot, doch ihr letztes Zuhause wird immer noch bewirtschaftet und Menschen, die einen Ausweg aus diesem Vegetieren suchen, kommen noch immer dorthin. Einzusehen unter www.goodlife.org Die Autobiographie ist eins von mehreren Büchern, die Scott geschrieben hat. Sie zeigt deutlich auf, wie es zum Bruch kam und was letztendlich daraus wurde. Er wuchs in einer reicheren Familie auf, konnte studieren und wurde Lehrer. Mit dem Eintritt der USA in den ersten Weltkrieg änderte sich alles. Scott, der politisch dem linken Lager angehörte und sich in der Anti-Kriegsbewegung engagierte, wird aufgrund seiner politischen Meinung geächtet, eine Professur wird ihm verweigert. Trotz hartem, unnachgiebigen Kampf steht er Ende der 1920er vor dem Aus. Als Sozialist und Mitglied der Kommunistischen Partei hat er keine Chance mehr in akademischen Kreisen Fuß zu fassen. Er bricht mit dem Leben und zieht sich mit seiner 20 Jahren jüngeren Frau Helen aus der Stadt zurück auf ein Stück Land, welches sie von nun an bewirtschaften und sich selbst versorgen. Der letzte und endgültige Bruch kommt mit dem Tag der Bombardierung von Hiroshima, seinem 62. Geburtstag. Scott schreibt an Präsident Truman (Zitat): "Ihre Regierung ist nicht länger die meine. Von diesem Tag an trennen sich unsere Wege." Scott beschreibt detailliert seine Gründe für den Ausstieg, analysiert sein Handeln und bleibt bis zum Schluss seiner Linie treu, ein menschwürdiges und gutes Leben zu leben. Das dies ein Grundrecht ist, welches nicht von einer Regierung zunichte gemacht werden darf. Sie leben ein einfaches, gutes Leben auf dem Land. Mit über Siebzig gründen sie eine neue Farm, nachdem sie die alte verlassen müssen. Als er merkt, dass seine Kraft zu Ende geht, entscheidet er sich für einen bewussten Tod, in dem er aufhört zu essen, eine Woche vor seinem physischen Tod entschied er sich auch die Säfte wegzulassen und nur noch Wasser zu trinken. Scott stirbt im Alter von 100 Jahren im Jahre 1983. Helen folgt ihm zwölf Jahre später. Was bleibt ist ein Lebensbericht, der aufzeigt, dass es anders geht. Dass man aufrecht und ohne Kompromisse leben kann. Doch auch die Epoche in der Scott gelebt hat wird analysiert. Er beschreibt nicht einfach nur sein Leben, sondern auch die Lebensumstände, die Denkweisen der damaligen Zeit. Scott und Helen Nearing waren bis zu ihrem Ende Lehrer und Forscher. Sie führten ein gutes Leben und versuchten dies den Menschen klar zu machen, die immer mehr nach materiellen Dingen strebten. Das sie etwas erreicht haben, zeigt das o.a. angesprochene Goodlife Center.

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