Scott Smith

 3,2 Sterne bei 359 Bewertungen
Autor*in von Dickicht, Ein ganz einfacher Plan und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Scott Smith is a renowned futurist, business writer and adviser who is an expert in strategic foresight and futuring. He has over 25 years of grounded experience in applied strategic foresight and has advised global corporations, government bodies and charities that include UNICEF, ASOS, GfK and Comcast. He has been featured in The Wall Street Journal, WIRED, Quartz and The Atlantic.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Scott Smith

Cover des Buches Dickicht (ISBN: 9783104009162)

Dickicht

(308)
Erschienen am 25.10.2010
Cover des Buches Ein ganz einfacher Plan (ISBN: 9783596176175)

Ein ganz einfacher Plan

(48)
Erschienen am 01.09.2008
Cover des Buches The Ruins (ISBN: 1439551588)

The Ruins

(3)
Erschienen am 18.09.2008

Neue Rezensionen zu Scott Smith

Cover des Buches Dickicht (ISBN: 9783104009162)
Lulias avatar

Rezension zu "Dickicht" von Scott Smith

Lulia
Buchvorlage zum Horror-Film „The Ruins“

Im Zentrum der Handlung stehen zwei amerikanische Urlaubspaare, ein Grieche und ein Deutscher, die zu einer abgelegenen Maya-Ruine im mexikanischen Dschungel reisen, wo sie nach dem verschwundenen Bruder des Deutschen suchen wollen und plötzlich von bewaffneten Einheimischen umzingelt werden, die sie nicht mehr vom Hügel lassen wollen. Ein Kampf ums Überleben mit zunehmend unheimlichen Ereignissen beginnt. Die stille und atmosphärische Handlung entwickelt sich beständig, lebt vor allem von der Figurenentwicklung und weist vor allem zum Ende hin einige überzeichnete Stellen auf.
Bei dem Protagonisten stehen die glaubwürdig und facettenreich dargestellten Urlaubspaare im Mittelpunkt der Handlung, deren Innenleben gekonnt durch sich wechselnde Perspektiven dargestellt wird und für eine gekonnte Dynamik sorgt. Relevante Nebenprotagonisten, wie z.B. der Grieche oder Deutsche, bereichern die Handlung, bleiben aber eher im Hintergrund.
Wer stille psychologische Survival-Geschichten mit einem Hauch Fantasy mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist klar, facettenreich und trägt maßgeblich zur unheimlich-lauernden Atmosphäre des Buches bei.
Einziger Minuspunkt: Das Ende mit den zunehmenden unrealistischen Anteilen mindert den Lesespaß ein wenig.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen.

Cover des Buches Dickicht (ISBN: 9783104009162)
S

Rezension zu "Dickicht" von Scott Smith

SamJackson
Liest sich wie ein mittelmäßiger Horrorfilm

"Dickicht" bzw. "The Ruins" (der englische Originaltitel gefällt mir deutlich besser, beide passen aber gut zum Inhalt) ist eine Survival Horror Geschichte, die in einem Dschungel in Mexiko spielt.

Ein Deutscher, ein Grieche und vier Amerikaner (was fast wie der Anfang eines schlechten Witzes klingt) beschließen einen Ausflug in den besagten Dschungel zu machen, um nach dem Bruder des Deutschen zu suchen und nebenbei eine (archäologische) Ausgrabungsstätte (aka die Ruinen) zu bestaunen, erkunden, fotografieren, was auch immer.

Soweit so gut. Der Klappentext lässt ja schon vermuten, dass dieser Ausflug mächtig schief geht. Bleibt also nur noch zu klären, ob und wie am Ende alle sterben und ob der Deutsche mal wieder als Bösewicht/Nazi herhalten muss. (Was mich btw. in amerikanischen Serien/Filmen/Büchern dezent nervt. Ich meine, der Nationalsozialismus war und ist schlimm und sollte nicht als etwas Gutes dargestellt werden, aber haben die Amerikaner in ihrer Geschichte nicht selbst auch mehrere dunkle Kapitel zu verzeichnen?) 

Ich hatte vor dem Lesen keine hohen Erwartungen. Und die sollte man hier auch echt nicht haben, denn die Geschichte besticht nicht durch einen besonders fesselnden Schreibstil, es ist auch nicht die Atmosphäre, das Setting oder der Plot. Was mich an der Geschichte fasziniert hat, war der Antagonist (Spoiler: es ist nicht der Deutsche). Und wie man sehen kann, hat mich dieser Bösewicht so überzeugt, dass mir eine Wertung mit 3 Sternen (die ich eigentlich vergeben wollte) zu niedrig war. Und da mir 5 Sterne wiederum zu viel waren, hab ich mich eben für 4 Sterne entschieden. 

Dass der (Haupt-) Antagonist kein Mensch, sondern eine Pflanze (aka das "Dickicht") ist, wusste ich vor dem Lesen schon. Ich wusste aber nicht, wie fies diese Pflanze tatsächlich ist. Wer wie ich allgemein auf Bösewichte abfährt (sie interessanter als die Helden/Protagonisten findet), wird es hier mit einem sehr interessanten Exemplar zu tun bekommen. Die Pflanze ist nämlich daran schuld, dass der Bruder des Deutschen kein Lebenszeichen mehr von sich gibt. Und dass die Freundesgruppe plötzlich mitten im Dschungel festsitzt.

Es geht letztlich darum, dass die Figuren ums nackte Überleben kämpfen, gegen eine Pflanze, ihren eigenen Verstand und ihre Mitmenschen. Hunger und Durst spielen eine große Rolle. Ebenso Moral. So hab ich mich oft gefragt, was ich an der Stelle der Charaktere tun würde, was die Situation mit mir machen würde. Kannibalismus ist auch mal ein Thema und Selbstverletzung (was mein persönlicher Endgegner ist), sorgen für ordentlich Spannung/Konflikt. Obwohl der Erzählton eher distanziert ist, haben mich diese Themen nicht kalt gelassen. Gerade gegen Ende hab ich das Gefühl, dass es schon ein bisschen deep wurde. Zumindest hab ich gerade am Ende richtig mitgefiebert. 

Wo wir gerade beim Erzählton sind, knüpfe ich doch gleich mal da an. Das ist nämlich mein größter Kritikpunkt. Erzählt wird die Geschichte aus vier Perspektiven, die sich irgendwie alle gleich gelesen haben. So hat es etwa bis zur Mitte des Buches gedauert, bis ich endlich unterscheiden konnte, wer jetzt wer ist und aus welcher Sicht man die Geschichte gerade zu lesen bekommt. Besser wäre es gewesen, wenn jeder Charakter seine eigene Stimme bekommen hätte, als die immer gleiche distanzierte Tonlage, in der nur die Eigenschaften der jeweiligen Figur heruntergerattert werden. So war es wie der auktoriale Erzähler, nur dass er kapitelweise die Köpfe gewechselt hat und nicht wann immer es ihm beliebt. Was ich trotz allem ganz angenehm fand. Den "klassischen" auktorialen Erzähler finde ich nämlich streckenweise ganz schön anstrengend. Von einem personalen Erzähler (den man hier aber eigentlich einschlagen (oder heißt es anschlagen?) wollte - zumindest vermute ich das) erwarte ich allerdings mehr Tiefe und Individualität. Auch die Beziehungen untereinander fand ich schwierig, da sie kaum vorhanden waren. Es wird zwar erzählt, dass es zwei Pärchen gibt und die beiden Frauen beste Freundinnen sein sollen, aber gezeigt wird das so gut wie gar nicht. Jedenfalls waren sie alle untereinander genauso distanziert wie zum Leser. 

Mein zweiter Kritikpunkt ist das Setting. Beinahe das komplette Buch spielt auf einem "Hügel" (wie es im Buch heißt), auf dem die Pflanze wächst. Da es ja am Anfang als eine Ausgrabungsstätte angepriesen wird, hab ich in der Hinsicht etwas mehr erwartet. Ich hab coole, mysteriöse Maya-Ruinen mit Symbolen und irgendwelchen geheimnisvollen Artefakten oder sowas erwartet. Aber man bekommt nur diesen dämlichen Hügel, einen Schacht (der entweder dunkel oder vom Dickicht überwuchert ist) und die Pflanze. Am Anfang wird ein bisschen Strand und Dschungel beschrieben, aber das wars. Irgendwie nicht so spektakulär, was es für mich etwas schwer gemacht hat, mir die Szenerie genau vorstellen zu können. Und dadurch ist auch eine Menge Atmosphäre flöten gegangen. 

Insgesamt kratzt alles eher an der Oberfläche, es ist Potenzial da, definitiv, aber mit dieser Umsetzung liest es sich leider eben "nur" wie ein mittelmäßiger Horrorfilm. Einer, der vor allem gegen Ende spannend wird und unterhält, indem man den Figuren beim Sterben zusieht. Gerade dieser Aspekt lässt mich sehr zwiegespalten zurück. Klar, ich würde lügen, wenn ich behaupte, ich hätte mich nicht unterhalten gefühlt. Aber irgendwie finde ich den Unterton schon sehr makaber. Wie ein Unfall, bei dem man nicht wegschauen kann. Die ganze Geschichte unterhält, weil man sich selbst danach bzw. beim Lesen besser fühlt als die Charaktere. Man ist froh, nicht in ihrer Haut stecken zu müssen. 

Cover des Buches Ein ganz einfacher Plan (ISBN: 9783596176175)
meine_1000_lebens avatar

Rezension zu "Ein ganz einfacher Plan" von Scott Smith

meine_1000_leben
Thriller Moment wo bist du?

Ein ganz einfacher Plan!?

Drei Männer finden an Silvester 4 Millionen Dollar in einem Flugzeugwrack. Ihr Plan: Sie wollen ein halbes Jahr warten, bevor sie das Geld unter sich aufteilen. Natürlich dauert es nicht lange, bis der Erste seinen Anteil haben möchte, da sind gerade ein paar Wochen vergangen. Und ab da nimmt das Ganze seinen Lauf.


Schon mal vor weg: Es klingt spannender als es ist! Das Prädikat Thriller, at es meiner Meinung nach nicht verdient. Einen Thriller zeichnet sich für mich dadurch aus, dass man vor lauter Spannung jede Seite schneller liest, um zu wissen wie es weitergeht. Das war hier nicht der Fall.


Die Geschichte wird aus der Ich - Perspektive erzählt. Wir sind Hank, der mit seinem Bruder und dessen Kumpel, das Geld findet. Zunächst überwiegen die Zweifel, ob er das Geld behalten soll oder bei der Polizei abgibt. Aber irgendwann legt sich bei ihm ein Schalter um und er verteidigt die Kohle. Dazu kommt noch seine Frau, die ihn darin unterstützt. Eine sehr pragmatische Frau allerdings! Trotz der vielen Morde, die Hank während der Geschichte begeht, hält sie an dem Geld fest und sagt schlicht: Wir sind nicht schuld das sie tot sind. Aber sonst wären wir geschnappt worden.


Weder die krasse Veränderung von Hanks Charakter, noch die zahlreichen Morde fand ich besonders spannend. Es ging einfach nur darum, alle Mitwisser zu erledigen.

Über die letzten hundert Seiten hab ich mich echt gequält, um zu erfahren ob sie noch festgenommen werden oder nicht. Das Ende war dann auch sehr platt, nicht überraschend und enttäuschend.


Mir war es als Thriller zu wenig und mit dem Hauptprotagonisten konnte ich auch nicht wirklich was anfangen. Daher leider nur 2,5 von 5 ⭐. 

Gespräche aus der Community

Hallo zusammen, ich suche nach Büchern, die im Urwald/Dschungel/Amazonas "spielen". Wie z.B. Dickicht oder Reptilia von Thomas Thiemeyer. Habt Ihr Tipps für mich? Wünsche Euch noch einen schönen Abend. LG meineJule
Zum Thema
7 Beiträge
meineJules avatar
Letzter Beitrag von  meineJule
Hallo, vielen Dank für die tollen Tipps :-)

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