Scott Turow Die Erben des Zeus

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Inhaltsangabe zu „Die Erben des Zeus“ von Scott Turow

»Er geht ins Badezimmer. Er versucht, sich zu erklären, was sich da in seinem Kopf abgespielt hat. Es gibt jedoch nur eine einzige Erklärung, und die hat er immer gekannt: Er ist ein böser Mensch.« Paul und Cass Gianis sind Zwillinge. Paul ist erfolgreicher Anwalt und aufstrebender Politiker. Cass sitzt seit fünfundzwanzig Jahren im Gefängnis, weil er im Jahr 1982 seine Verlobte umgebracht haben soll. Seine Entlassung steht kurz bevor. Und plötzlich fällt ein schrecklicher Verdacht auf Zwillingsbruder Paul. Ist er der wahre Mörder?

Guter Stil,spannend, jedoch was soll das, das Leben der Zwillinge ist zerstöhrt und alle Anderen kommen mit ihren Lügen davon?

— Alanda_Vera
Alanda_Vera

Nicht meins, ziemlich zäh und das Ende hat mir nicht gefallen.

— carlinda
carlinda

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  • Griechische Tragödie und politischer Thriller in einem

    Die Erben des Zeus
    Emma.Woodhouse

    Emma.Woodhouse

    26. June 2016 um 22:10

    Inhalt:Paul und Cass sind Zwillinge und haben eine enge Verbindung. Doch dann stirbt, Dita, Cass' Freundin und er gesteht den Mord. Er geht ins Gefängnis und das erste Mal sind die beiden Zwillinge getrennt. Doch die Verbindung bleibt eng.Jahrzehnte später ist Paul Anwalt, der sich zudem um das Amt des Bürgermeisters bewirbt. Und sein Bruder Cass kommt aus dem Gefängnis frei. Alles könnte nun gut werden aber da beginnt die Geschichte erst. Denn Hal, hat den Tod seiner Schwester Dita nie richtig überwunden und es blieben viele Fragen ungeklärt. Nun ist die Zeit gekommen seine Rache zu starten und sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen.Meinung:Das Cover ist ein richtiger Hingucker. Man hat den Eindruck das, der Titel und der Autor auf einen hinab blicken. Die Hochhäuser wirken dadurch noch beeindruckender und sowohl der Titel wie auch der Autor werden perfekt in Szene gesetzt.So gewaltig wie die Hochhäuser wirken, so ist auch dieser Thriller. Man bekommt ein Verwirrspiel voller Geheimnisse präsentiert und zwar von der ersten Minute an. Das Buch beginnt mit dem Tod von Dita Kronon und letztendlich wird sich alles nur darum drehen. Egal was passiert.Dabei ist interessant wie das gestaltet wird.Das Buch ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. Jeder Abschnitt beginnt mit dem Todestag von Dita, nur das es immer aus der Sicht einer anderen beteiligten Person geschildert wird. Die Idee ist wirklich super! Vor allem lernt man so nicht nur die einzelnen Personen kennen, man bekommt auch immer eine neue Perspektive auf den Mord. Das ist richtig clever. Es macht die Geschichte lebendig und trägt dazu bei, das man immer wieder in die Irre geführt wird. Die Geschichte zu durchschauen ist nicht einfach und man muss stetig am Ball bleiben. Wenn man dies nicht tut, können die vielen Personen und Geschehnisse, dazu führen das man vom Weg abkommt. Es ist also kein Buch, das man mal schnell zwischendurch lesen kann. Die Verstrickungen und die politischen Winkelzüge in dem Buch halten einen ziemlich auf Trab. Bei der Schilderung gerade der politischen wie auch der juristischen Szenen, merkt man das der Autor vom Fach ist. Sie sind geprägt von Authentizität und Kalkül. Wirklich beeindruckend!Lange habe ich nicht mehr einen so gewaltigen und intelligenten Thriller gelesen. Und auch wenn die Geschichte nicht so einfach ist, kann man gar nicht anders als ihr Zeile für Zeile zu folgen. Schon nach den ersten Sätzen, wird man in einen Bann gezogen, der einen unweigerlich dem Ende des Buches entgegenfiebern lässt. Man will einfach wissen, was damals mit Dita Kronon passiert ist, man will die Wahrheit erfahren. Aber anderseits spürt man auch, das diese Wahrheit, einfach alles verändern wird. Der Weg dorthin wird nicht nur durch die wirklich spannenden Charaktere gepflastert, sondern auch durch die familiären Zusammenhänge. Ich hatte mich bisher nie so direkt mit griechischen Familienverhältnissen auseinander gesetzt, dementsprechend faszinierend war es, genau das kennen zu lernen. Es ist also nicht nur ein politischer Thriller sondern auch eine griechische Tragödie.  Das war etwas was ich nicht erwartet habe und mich umgehauen hat. Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Faszinierend!Ich kann daher diesen Thriller jedem empfehlen, der gut geschriebene und bis ins letzte Detail durchdachte Geschichten liebt. Es wird einen einfach umhauen. 

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  • „Die Wahrheit war für viele oft so schmerzhaft, dass sie nicht mit ihr leben konnten.“

    Die Erben des Zeus
    ginnykatze

    ginnykatze

    19. February 2016 um 13:26

    „Die Wahrheit war für viele oft so schmerzhaft, dass sie nicht mit ihr leben konnten.“ Zum Inhalt: Als 1982 nach einer großen Party im Hause Kronon die Tochter Dita brutal getötet aufgefunden wird, nimmt ein sehr großes Verwirr- und Intrigenspiel seinen Anfang. Der gutaussehende Freund Dita’s, Cass Gianis bekennt sich schuldig, nachdem alle Indizien gegen ihn sprechen. Am meisten aber trifft das seinen eineiigen Zwillingsbruder Paul, der ganz sicher ist, dass sein Bruder unschuldig ist. Nachdem nun 25 Jahre vergangen sind und Cass kurz vor seiner Freilassung steht, beschuldigt Dita’s Bruder Hal Kronon, Paul Giani der Mittäterschaft. Sofort bricht eine Welle der Empörung über das kleine Städtchen Kindle County herein. Nun beginnt das Spiel. Die besten Anwälte der Stadt werden beauftragt, um die Anschuldigen zu widerlegen. Paul Giani kandidiert gerade für das Amt des Bürgermeisters und muss um seinen guten Ruf bangen. Auch Hal hält nicht hinterm Berg und stellt sogar Videos ins Fernsehen, um Paul und Cass dazu zu bringen, endlich mit der Wahrheit rauszukommen. Die frühere FBI-Agentin und jetzige Mitarbeiterin Evon Miller ermittelt und findet Unstimmigkeiten heraus, die wirklich so nicht vorhersehbar waren. Fazit: Der Autor Scott Turow nimmt uns in seinem Thriller mit in seine fiktive Stadt Kindle County. Nichts ist so, wie es zu sein scheint. Geschickt verwebt der Autor die Geschichte aus der Vergangenheit mit der Gegenwart. Nichts bleibt unaufgeklärt. Manches ist mir ein wenig zu ausschweifend und unrealistisch. Trotzdem nimmt Scott Turow mich mit und lässt mich so teilhaben an der verworrenen Geschichte. Der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar. Die Spannung, die von Anfang an herrscht, hält das ganze Buch über, ist aber nicht Gänsehautfeeling. Die Charaktere beschreibt der Autor mit sehr viel Liebe und verleiht ihnen so ein ganz eigenes Gesicht. Mir hat am besten der Ermittler Tim Brodie gefallen. Er hat mich mitgerissen, tat mir leid und ich empfand große Sympathie für ihn. Auch die anderen Protagonisten mochte ich. Hier vergebe ich gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Intelligentes Verwirrspiel

    Die Erben des Zeus
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    05. May 2015 um 11:15

    Intelligentes Verwirrspiel Auch wenn in etwa ab der Mitte des neuen Werkes von Scott Turow die Verhältnisse mehr und mehr sich klären und die Ereignisse ein stückweit vorhersehbar wirken und auch wenn die letztendliche Auflösung der Frage, „wer Dita getötet hat“ sich nicht sonderlich mitreißend vollzieht (bedauerlicherweise verbleibt der eigentliche Grund für den Tod der jungen Frau nur als eine Art Nebensatz im Buch), intelligent angelegt und sehr flüssig zu lesen ist dieser Thriller allemal. Dies liegt vor allem daran, dass Scott Turow mit vermeintlich leichter Hand zu schreiben versteht (und damit mit Tempo), sich dabei aber sehr intensiv seinen Figuren zuwendet. Seien es die Zwillinge Paul und Cass (von denen einer die Strafe für den Tod der jungen Frau vor 5 Jahren auf sich genommen hat), seien es die privaten Ermittler Evon und der 81jährige Tim, sei es der Bruder der Toten, Hal, der nun endlich Licht in den Mord an seiner Schwester bringen möchte, sei es zudem die intensive Schilderung der inneren Verbundenheit von „Zwillingen“, die Einblicke in das Rechtswesen (durch einen sehr klugen und souveränen Richter) und die Abläufe der Politik (durch die „Innenschau“ eines Wahlkampfes), Scott Turow schildert bis in die Nebenfiguren hinein sein „Personal“ glänzend und lebensecht. Personen, die allesamt fassbar im Raum stehen und, was selten geschieht, allesamt Sympathieträger darstellen (selbst zunächst der ehemalige „Patriarch“ im Viertel und Vater der toten Frau, der griechischstämmige Zeus mit seiner dunklen Vergangenheit und seinem brachialen Erfolg im Leben). Ein wirklicher Spannungsroman allerdings ist dieses Werk im eigentlichen Sinne nicht. Eher legt Turow sein Augenmerk auf die vielfältigen Beziehungen der Protagonisten untereinander und auf innere Abläufe in den Familien und in der Gesellschaft. Rechtsprechung, Politik, homoerotische Veranlagungen (und deren Folgen damals und heute), die untrennbare Liebe von Zwillingen zueinander, das Schicksal, als Person nicht „gewichtig“ genug zu sein, um jemanden wirklich halten zu können (und die Bitternis, die damit einhergeht), die Trauer um den Verlust geliebter Menschen und das (manchmal) Gebunden-sein aneinander als Lebensqual, vielfach sind die menschlichen Themen, die Turow in seinen roten Faden der Aufklärung eines alten Falles hineinwebt und, verbunden mit seiner sehr flüssigen Erzählweise, den Leser fesselt. So sind es vielfach die Nebenlinien im Buch, die sich abwechselnd in den Vordergrund schieben und die Geschichte vorantreiben. Die Intrigen im Wahlkampf, der ständige Druck Spenden zu sammeln samt der Frage, was eigentlich noch mit den eigenen Idealen zu tun hat. Der Sohn, der am Erbe des übermächtigen Vaters auch persönlich fast zerbricht. Die homosexuelle Frau, die sich ihre letzte Lebenspartnerin nicht wohl überlegt ausgesucht hat du nun einen harten Preis dafür zahlt. Der alte Witwer, der seine Kräfte dahinschwinden sieht und bei Verfolgungen per Autor kaum mehr mithalten kann, weil das Augenlicht zu sehr nachlässt. „Ich hab´s versucht. Ich hab bloß nie über meine Gefühle sprechen können. Deshalb war sie nie hundertprozentig sicher, das ich mit ganzem Herzen dabei war“. Aber sind denn Paul und Cass mit ganzem Herzen beieinander? Hat einer der Zwillinge ein sehr dunkles Geheimnis? Was wird so massiv verschwiegen und was hat es mit dem Höcker auf der Nase auf sich? Viele Personen mit ihren je „kleinen“ und größeren Lebensgeschichten tragen diesen Thriller, die den eigentlichen Fall des Öfteren zur Nebensache werden lassen, zur Klammer, der all diese einzelnen Geschichten zusammenhält. Geschichten aber, die Turow sehr nah am Leben erzählt und die die Lektüre lohnen. Bis hin zu den sehr überraschenden Erkenntnissen über Familienzugehörigkeiten, die sich ergeben werden und die Folgen, die daraus am Ende erwachsen sind.

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