Scott Westerfeld Leviathan - Die geheime Mission

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Inhaltsangabe zu „Leviathan - Die geheime Mission“ von Scott Westerfeld

Auf der Flucht gerät Prinz Aleksandr, der uneheliche Sohn des kürzlich ermordeten Erzherzogs Franz Ferdinand von Östereich, unverhofft an Bord des britischen Luftschiffes Leviathan, das sich auf geheimer Mission ins Osmanische Reich befindet. Für Aleksandr beginnt das Abenteuer seines Lebens.

Tolle Erfindungen und Kreaturen, brillant mit Illustrationen untermalt. Figurentechnisch aber schwach, zu wenig Dialoge, kein Gegenspieler.

— Ravell

Für meinen Geschmack ein wenig zu actionlastig, trotzdem eine wirklich tolle, phantasievoll erzählte Geschichte, die Lust auf Teil 2 macht.

— Amilyn

Ich habe aber immer bis zu den letzten 50 Seiten hin und her geschwankt zwischen 3 od. 4 Sterne und werde auf jeden Fall weiterlesen.

— YvisLeseecke

Interessant, kreativ, witzig.

— Tortumee

Sehr phantasievolle Geschichte, die sogar auf Tatsachen basiert. Spannend und äußerst sympathische Charaktere. Sehr empfehlenswert!

— AnnaWaffel

Ein nettes Jugendbuch

— schokoloko29

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    Leviathan - Die geheime Mission

    Ravell

    10. December 2016 um 19:50

    Als ich Leviathan entdeckte, hoffte ich auf einen Steampunk-Action-Knüller mit abgefahrenen Ideen und rasanter Story. Und meine Erwartungen wurden vollauf erfüllt! Was mir als Allererstes aufgefallen ist, sind die Illustrationen. Die sind nicht etwa Kinderbuch-typisch harmlos oder zu simpel gehalten, sondern extrem detailliert und brillant gezeichnet. Die Bilder von gigantischen Robotern, Kreaturen und Schlachten zeigen dem Leser, wie er sich die fantastischen Erfindungen des Autors vorstellen kann und prägen so das Lesen maßgeblich. Das innere, unklare Bild, das man beim Lesen hat, wird durch die Illustrationen aufpoliert und scharfgestellt, eine cineastische Vorstellungsweise entwickelt sich, alles ist größer und dynamischer. Womit ich bei der großen Stärke des Buches angekommen bin: Den unglaublich coolen Erfindungen. Westerfeld fährt hier wirklich im wahrsten Sinne des Wortes sämtliche Geschütze auf. Auf der einen Seite Sturmläufer und Roboter-Kampfschiffe auf Beinen, auf der anderen Seite Luftquallen, sprechende Eidechsen und lebende Zeppelin-Wale. Der Ideenreichtum ist grandios, vor allem die Vielzahl an Schöpfungen ist überwältigend, zu Beginn bekommt man förmlich auf jeder Seite eine neue Überraschung präsentiert. Selbstverständlich kommt es auch zu epischen Schlachten, zu Land, Wasser und Luft. Und das macht extrem Spaß, die Action und rasant und spannend, und eine große Stärke des Buches. Nur leider ist sie gleichzeitig auch die größte Schwäche. Durch die fast durchweg präsente Action kommen die Charaktere viel zu kurz. Die Dialoge sind nur dazu da, die Story voranzutreiben und verraten uns viel zu wenig über unsere Figuren. Auch kommen alle Personen neben den Protagonisten kaum zu Wort, wirklich wichtig ist keiner, alle sind nur Nebenrollen oder Statisten. Außer Alek und Deryn lernt man niemanden wirklich kennen. Diese Fehler gipfeln in einem entscheidenden Problem, das das Buch leider sehr stark schwächt: Das Fehlen eines Antagonisten. Klar, Europa befindet sich im Krieg, und die einen kämpfen gegen die anderen. Aber einen wirklichen Feind gibt es nicht, keinen großen Widersacher, aus dem ein zentraler Konflikt resultiert, mit dem unsere Helden zu kämpfen haben. Die Story stolpert von einer Actionszene in die nächste, ohne wirklich voranzukommen. Fazit: Dem Lesespaß tut das aber keinen Abbruch. Leviathan ist die perfekte Lektüre zum Zurücklehnen und berieseln lassen, ohne zu hohen Anspruch oder irgendeinen Tiefsinn, sondern einfach zum Staunen über den gigantischen Ideenreichtum des Autors. Und das funktioniert einwandfrei. Einen Einzug in die Hall of Fame der Literatur erreicht Westerfeld damit aber nicht. Was er aber auch gar nicht muss.

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  • Toller Steam Punk Roman ....

    Leviathan - Die geheime Mission

    YvisLeseecke

    23. January 2016 um 18:58

    Der Schreibstil ist sehr gut, flüssig und flink. Es gibt hier keine, von mir gehassten, Schachtelsätze so dass das Buch sehr einfach aber dennoch verständlich geschrieben ist. Die Charaktere sind wirklich gut ausgearbeitet. Schon von Beginn an lernen wir die einzelnen Charakterzüge sehr gut kennen. Das Setting ist einfach ein genialer Schauplatz verbunden mit echten historischen Hintergrund. Was für eine tolle Kombination. Wir haben in der Geschichte 2 Hauptcharakter einmal Aleks und dann Deryn. Der Grund warum ich nur 3 (sehr gute Sterne) gegeben habe ist, dass mich die Geschichte rund um Aleks eben leider nicht von Anfang an packen konnte. Es gab da einfach viele Stellen die ich sehr langatmig fand. Ich konnte mich auch in die Kampfszenen nicht so wirklich reinversetzten und habe die teilweise auch beim zweiten Mal lesen nicht richtig verstanden. Im Gegensatz dazu, fand ich die Geschichte rund um Deryn richtig Klasse, hier hat für mich einfach alles gepasst und ich konnte mich sehr gut hineinversetzen. Auch die Geschehnisse auf der Levithan waren sehr gut beschrieben und rund um einfach eine tolle Idee. Ich habe aber immer bis zu den letzten 50 Seiten hin und her geschwankt zwischen 3 od. 4 Sterne und werde auf jeden Fall weiterlesen. Die Illustrationen sind noch ein besonderer Pluspunkt und erleichtern einen die Vorstellungen.

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  • Tolle Idee

    Leviathan - Die geheime Mission

    CocuriRuby

    21. November 2015 um 21:36

    Das war mein aller erstes Steampunk Buch. Wer mit dem Begriff nichts anfangen kann: Das wird auch Retro-Futurismus genannt. Da werden moderne und futuristische Elemente oder Technik (Zukunft) mit dem viktorianischen Zeitalter kombiniert (Vergangenheit). Es ist total faszinierend! Ich liebe es – ich liebe diese Atmosphäre in dem Buch. Das Buch ist auch unglaublich kreativ. Ich feier diese Kultur der Mechanisten und der Darwinisten. Die Mechanisten haben sehr fortschrittliche, futuristische Technik und Maschinen. Die Darwinisten haben Tiere gezüchtet und Gene kombiniert, wodurch diese Kreaturen die Maschinen praktisch ersetzen oder damit eine Koexistenz entstanden ist. Diese beiden Schöpfungen haben mich sehr in ihrem Bann gezogen – ich konnte gar nicht genug davon bekommen. Es fordert dementsprechend aber auch ziemlich die Fantasie, sich das alles vorzustellen. Zumindest bis zu einem gewissen Grad, denn es gibt unterstützende wunderschöne Illustrationen in so ziemlich  jedem Kapitel. Das sind z.T. richtige kleine Kunstwerke. Gerade auch die Karte von Europa, die vorne und hinten in dem Buch abgedruckt ist. Ich fand es aber auch sehr gelungen, wie historische Fakten mit Fiktion gemischt wurden. Ein klein wenig gehadert habe ich mit den Charakteren. Die sind alle gut ausgearbeitet und sie wirken auch authentisch – aber wirklich mögen tue ich sie nicht. Sie wecken keine Sympathien bei mir. Hinzu kommt, dass Alek sehr eitel ist und so einen Hang hat sich zu profilieren und sich zu überschätzen, auf der anderen Seite aber der dumme Jammerlappen ist – das mag ich einfach nicht. Und Deryn ist dieses typische, untypische Mädchen (wisst ihr was ich meine?). Die sich ebenfalls beweisen will, die noch härter als die Jungs sein will und von allem ein wenig zu viel. Aber vor allem hat sie ein Hang zum ätzend sein. Besonders schade find ich da, dass man in den Büchern von Scott Westerfeld vergeblich nach Humor sucht. Dafür findet man viel neu erdachten Slang – das ist wahnsinnig kreativ, aber mich nervt sowas ein wenig. Dafür finde ich diese Geschichte viel besser geschrieben als die Bücher von der „Ugly“-Reihe. Die Geschichte ist auch besser – sie ist gut ausgearbeitet und steckt voller schönen Details. Ab und an hatte ich zwar das Gefühl, dass man die ein oder andere Sache jetzt nicht zu sehr logisch hinterfragen sollte. Aber insgesamt ist es einfach gut gemacht und es macht Spaß zu lesen.   Fazit Ich liebe die Atmosphäre und die erschaffene Welt! Diese Idee von den Mechanisten und Darwinisten ist grandios und schön umgesetzt – gerade auch die Vermischung von historischen Fakten und Fiktion. Ich freue mich sehr auf die folgenden zwei Bände.

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  • Ein nettes Jugendbuch

    Leviathan - Die geheime Mission

    schokoloko29

    27. October 2014 um 18:40

    Eigene Meinung:
    Der Stil des Buches und die Schreibweise haben mir sehr gut gefallen. Für meinen Geschmack waren die Kampfszenen etwas langatmig geschrieben, aber insgesamt ein empfehlenswertes Buch!!

  • Rezension zu "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Rezi folgt bald!

    • 2
  • Rezension zu "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. December 2011 um 22:35

    Achtung: Rezension für die komplette Trilogie!!! Europa 1914. Der Thronfolger von Österreich-Ungarn, Ferdinand, und seine Frau Sophie werden in Serbien ermordet und ihr Sohn Aleksandar von Hohenberg muss mit ein paar treuen Untergebenen aus Österreich fliehen, da befürchtet wird, dass er Anspruch auf den Thron erheben könnte. Zur selben Zeit verkleidet sich Deryn Sharp als Junge, um in die britische Luftakademie aufgenommen zu werden, denn sie will nichts mehr als Flieger werden. Darwinisten und Mechanisten treffen aufeinander und der Krieg zwischen den Großmächten Europas bricht aus. In diesen Wirren lernen sich Alek und Deryn kennen, werden zu Freunden und Verbündeten, auch wenn beide ihre Geheimnisse hüten. Doch sie sind vielleicht die Einzigen, die den Krieg zu einem Ende bringen und Schlimmeres verhindern können - mit Hilfe des Darwinisten-Luftschiffs Leviathan. Ich bin absolut begeistert von dieser Steampunk-Trilogie!!! Scott Westerfeld fasst den Steampunk, wie es sein soll: historische Personen und Ereignisse vermischt mit futuristischen Erfindungen - eine alternative Realität. Dazu kommen die wunderschönen Illustrationen von Keith Thompson! Sie begleiten die Handlung und helfen, sich die Maschinen und Tierwesen besser vorzustellen. Sie haben meine Fantasie nur noch mehr beflügelt. In Leviathan werden die Hauptfiguren Alek und Deryn eingeführt. Beide sind Charaktere mit denen man sich identifizieren kann. Vor allem Deryn, deren Wünsche und Ziele man gut verstehen kann, für die sie sich als Junge ausgibt. Auch Aleks Gefühle sind gut nachvollziehbar: er hat seine Eltern verloren, ist auf der Flucht und auf der Suche nach seinem Platz im Leben. Im ersten Band erfährt der Leser auch, wie die Welt in der Trilogie aussieht: Mechanisten und Darwinisten herrschen über Europa. Mechanisten, dazu gehört Alek, sind die Leute, die große, dampfende Maschinen bauen. Kriegsschiffe, Kampfläufer, Waffen. Die Darwinisten, dazu gehört Deryn, züchten Tierwesen, die die Maschinen ersetzen können. Alek und Deryn begegnen sich auf dem Luftschiff Leviathan, das eine Schöpfung der Darwinisten ist, eine Art riesiges Säugetier. Deryn ist als Junge, Dylan, Kadett auf diesem Schiff. Alek versucht sein Geheimnis bezüglich seiner Herkunft zu wahren, was nicht so leicht ist, da die Engländer den Österreichern nicht trauen. Doch sie sind aufeinander angewiesen, also reisen Alek und seine Gefährten mit den Engländern Richtung Osmanisches Reich, denn dort hat die Darwinisten-Biologin Dr. Barlow einen Geheimauftrag. Alek und Deryn spüren, dass nicht alles nach Plan laufen wird. In Behemoth erreicht die Leviathan das Osmanische Reich, doch die diplomatischen Verhandlungen scheitern und Alek und seine Leute fliehen, gemeinsam mit einer neuen, sehr intelligenten Tierschöpfung, die Teil von Dr. Barlows Mission ist. Deryn versucht alles, um Alek zu helfen und in Istanbul zu finden. Man kann eine deutliche Charakterentwicklung der beiden Hauptcharaktere mitverfolgen. Sie wachsen an den Situationen, die sich ihnen stellen und müssen Entscheidungen treffen. Auch wachsen die Beiden enger zusammen. Deryn kennt und bewahrt Aleks Geheimnis für sich, auch wenn andere es entdecken. Sie werden in einen Aufstand in Istanbul verwickelt und helfen, wo sie können, auch um die Leviathan zu retten. Aleks Identität wird der Welt offenbart und er setzt sich zum Ziel diesen unnötigen Krieg zu beenden. In Goliath spitzen sich die Ereignisse dann vollkommen zu, denn ein verrückter Wissenschaftler hat eine schreckliche Waffe gebaut, die er dazu nutzen will, um den Weltfrieden herzustellen. Alek und Deryn wissen, dass sie etwas tun müssen. Auch werden endlich alle verbleibenden Geheimnisse zwischen den Charakteren gelüftet und Konflikte lösen sich. Die Charaktere finden zueinander und ich habe das Ende als absolut passend empfunden. Fazit: Die Leviathan-Trilogie ist eine spannende, aufregende Abenteuergeschichte um zwei Teenager aus unterschiedlichen Welten, deren Schicksal und Geschichte miteinander verbunden scheint. Die Liebesgeschichte ist sehr zart und nicht vordergründig und passt damit perfekt in die ganze Geschichte. Ich habe jede Seite der drei Bücher genossen! Ich habe die Bücher regelrecht verschlungen! Die Charaktere waren absolut klasse, ich mochte wirklich jeden Charakter. Mit Hilfe der tollen Zeichnungen fiel es mir auch sehr leicht mir die Tierschöpfungen und Maschinen vorzustellen und richtig in die Welt von Scott Westerfeld einzutauchen. Wer Steampunk und spannende Abenteuergeschichten mag, ist hier bestens bedient. Für eine absolut grandiose Unterhaltung gebe ich 5 Sterne!!!

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  • Rezension zu "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

    AvaLovelace

    04. August 2011 um 01:27

    Nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 richtete Österreich-Ungarn am 23. Juli ein Ultimatum an Serbien, was letztendlich den Weltkrieg auslöste.... so passierte es in unserer Weltgeschichte. . In der alternativen Version: Es ist 1914, Europa ist gespalten, in Darwinisten und Mechanisten (hierzu gibt es auf der ersten Seite eine super schöne Karte, die genau die Verhältnisse beschreibt) . Darwinisten: England, Frankreich, Russland: Durch Genmanipulationen werden Wesen erschaffen. Kreuzungen aus verschiedenen Arten, die den Menschen nur als Nutztiere dienen. Mechanisten: Deutschland, Österreich-Ungarn: Hier sieht man die Typischen Steampunk Maschinen. Riesige Gebilde aus Metall, die mit Kerosin betrieben werden. Menschen sitzen im Inneren und steuern sie. . Österreich- Der Junge Erzherzog Aleksander, verliert seine beiden Eltern durch einen feigen Giftanschlag. Graf Volger und Otto Klopp schaffen es Alek vor den Verrätern zu schützen. Gemeinsam mit zweit weiteren treuen Helfern und in einem Sturmläufer fliehen sie in die Schweiz. Die Deutschen verfolgen ihn, die Österreicher verfolgen ihn. Und in ganz Europa bricht der Krieg aus. . England- Deryn Sharp, schafft es sich als Junge Dylan für die Britische-Lufwaffe zu qualifizieren. In dem Luftschiff, LEVIATHAN, einem riesigen Tierwesen, das einem Wal sehr ähnelt, wird Deryn aufgenommen und mit Dr. Barlow und einer seltsam geheimnisvollen Fracht, machen sie sich auf ins Osmanische Reich. . Zur Mitte des Buches überschneiden sich die beiden Handlungsstränge. . Scott Westerfeld hat mich mit dieser Idee, einer Alternativen 1. Weltkriegs, wiedereinmal total begeistert. Die ganzen Details, die er hier erschaffen hat faszinieren mich immer wieder. Wie er sich jedes einzelne Tierwesen genau ausgedacht hat, wie diese fliegen und wie diese aussehen. Begeistert mich. Die Maschinen werden vor allem Technikbegeisterte faszinieren, da dort auch sehr viele Einzelheiten verarbeitet werden. Wie auch in anderen seiner Bücher, überzeugen mich hier auch die Charaktere. Ich mochte es, dass von Deryn nicht immer und immer wieder das erwähnt wurde, dass sie ja eigentlich ein Mädchen ist. Hier störte mich dieses „als Junge verkleiden“ nicht, was in anderen Bücher oft eher nervig ist. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und auch die ausführlichsten Beschreibungen lassen sich leicht verstehen. Was mir auch gefiel, war Deryns alternative Art zu Fluchen. „Pusteln und Karbunkel!“ herrlich . Keith Thompson, ist hier der Illustrator des Buches. Seine wunderschönen und sehr aufs Buch bezogenen Bilder, sind einfach großartig und ich würde mich sehr über ein Artbook dieses Künstlers freuen. http://www.keiththompsonart.com/gallery.html . Mein Großvater hat mir immer über die Geschichte erzählt, vor allem viel über die Harbsburger und den 1. Weltkrieg. Deswegen erinnerte ich mich oft beim lesen des Buchs an ihn. Was für mich das Buch nochmals aufwertete. . Ich liebe Scott Westerfelds Bücher und kann dies auch nur weiterempfehlen. Ich bin gespannt was BEHEMOTH bringt.... und GOLGATHA wird noch etwas auf sich warten lassen es kommt ja auf englisch erst im September heraus.

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  • Rezension zu "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

    Aniday

    02. July 2011 um 21:57

    Mal etwas ganz anderes, einen Roman wie "Leviathan" hatte ich zuvor noch nicht gelesen. Europa ist grob gesagt in zwei Lager geteilt: Die Mechanisten und die Darwinisten. Die beiden Hauptpersonen dieses Jugendromans, Alek und Deryn, gehören jeweils zur anderen Seite. Alek ist der Sohn der kürzlich ermordeten Erzherzogs und befindet sich mit wenigen Verbündeten in einem Läufer, einer Kriegsmaschine der Mechanisten, auf der Flucht vor seiner eigenen Familie. Deryn, die sich als Junge verkleidet als Kadett beim Service eingeschmuggelt hat um ihren Traum vom Fliegen zu leben, gerät unvermittelt mit der Mannschaft der Leviathan, einem Luftschiff der Darwinisten, in eine geheime Mission. Doch in Kriegszeiten läuft nicht alles reibungslos... in einer Notsituation treffen die beiden Seiten aufeinander und müssen sich verbünden. Die verschiedenen Charaktere sind toll ausgearbeitet, sie alle haben ihre eigene Art und wirken keinesfalls flach. Gelungene Zeichnungen begleiten die Geschichte, was mir besonders gut gefallen hat. Sie wirken nicht kindlich, mehr ergänzend zum ganzen. Die Geschichte selbst ist gut überlegt, eine alternative Welt zu der unsrigen, und liest sich auch leicht - nur in der Mitte gab es leider Längen, in denen mich das Buch so gar nicht packen konnte. Obwohl das Ende komplett offen ist werde ich erst noch überlegen müssen, ob ich wirklich weiterlesen will. Deshalb von mir leider nur 3 Sterne!

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  • Rezension zu "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

    Steffi_Muehlsteph

    13. June 2011 um 12:48

    Inhalt: Wir schreiben das Jahre 1914 - Vorabend des ersten Weltkriegs. Der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Ehefrau zur Linken Sophie werden vergiftet. Zurück lassen sie ihren einzigen Sohn, Prinz Aleksander. Zusammen mit einer Hand voll Getreue ist Alek nun auf der Flucht. Vor wem? Den Deutschen und auch allen Feinden von Österreich-Ungarn. Warum? Das weiß er auch nicht so genau. Zur gleichen Zeit gelangt die 15 Jährige Deryn mit einer haarsträubenden Aktion auf das Schiff des fliegenden Wasserstoffatmers "Leviathan" - wobei angemerkt werden muss, dass Frauen im Air-Service strikt verboten sind. Aleks und Deryn treffen sich in einer eher unwirklichen Gegend und sind fortan auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen. Scott Westerfeld stellt die Geschichte auf den Kopf - auf eine sehr kreative Weise. Europa ist in Mechanisten und Darwinisten aufgeteilt. Die einen reiten auf mechanischen Spinnen wie in Wild Wild West, die Anderen erschaffen aus der DNA (hier Lebensketten genannt)wundersame Tierwesen. Quallen und fliegende Wale zusammen mit 3-köpfigen Wasserstoffschnüfflern und Elefantinen, die wie Straßenbahnen funktionieren. Auf den ersten Blick kurios und unvorstellbar, auf der anderen Seite genial. Scott Westerfeld weiß es seine Ideen umzusetzen und das in einer Art und Weise, dass man sich fragt "Warum habe ich keinen Huxley zuhause?". Geschichtlich wird viel gedreht und auch die DNA wird nicht von Phoebus Levene entdeckt, sondern von Darwin. Wenn man sich allerdings auf die Besonderheiten der Geschichte einlässt, zieht sie den Leser in einen mitreißenden, abenteuerlichen Strudel aus Verrat, Geheimnisse, Intrigen... und Eier. Scott Westerfeld weiß von der ersten Seite an zu begeistern. Sein Schreibstil ist einfach - für Jugendliche, die sich mit Mechanik nicht auskennen optimal - und anschaulich. Das besondere Gimmick in diesem Roman sind die ausgezeichnet gezeichneten Bilder von Keith Thompson. Er schafft es die Atmosphäre mit jedem Strich einzufangen und so darzustellen, wie man es sich vorstellt. Die Bilder sind ein Grund, warum ich nicht gehetzt habe das Buch durchzulesen. Die Bilder sind es wert anzuhalten und sich verzaubern zu lassen. Warum ich 4 Sterne, anstatt 5 gebe ist simpel. Ich weiß leider nicht, ob es an der Übersetzung liegt, aber die Ausdrucksweise der Leviathan-Crew (sowie Deryn selbst)kommen mir überzeichnet vor für dieses doch recht stringente Jahrhundert. Weder "Pennbruder", noch "Eierköpfe" dürfte zur Anrede gehört haben. Außerdem spricht Scott Westerfeld im Nachwort Steampunk an. Dieser Roman jedoch ist eindeutig Dieselpunk, da die Maschinisten und sogar die Darwinisten Dieselmotoren benutzen und keine Dampfmaschinen - auch wenn der Roman nicht in einem idealisierten frühen 20. Jahrhundert angesiedelt ist. Fazit: Ein Lesegenuss der besonderen Art, wenn man sich auf die untypischen Spielereien des Genres einlässt. Ich habe mir den zweiten Teil "Behemoth - Im Labyrinth der Macht " schon bestellt und kann es garnicht abwarten, es endlich zu lesen.

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  • Rezension zu "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

    chrisujlo

    18. March 2011 um 21:15

    Inhalt Europa am Vorabend des ersten Weltkrieges. Nach der Ermordung des Erzherzogs von Österreich-Ungarn Franz Ferdinand, bleibt seinem einzigen Sohn Aleksandar keine andere Wahl als die Flucht. Diese tritt er mit den treuesten Dienern seines Vaters in einem Sturmläufer an - eine riesige, sich auf zwei Beinen fortbewegende Kampfmaschine. Währenddessen tritt im fernen England das Mädchen Deryn ihre Reise an. Sie begibt sich als Junge verkleiden an Bord der Leviathan, dem größten existierenden Luftschiff. Nach einem Angriff der Deutschen muss die Leviathan in den Schweizer Bergen notlanden. Alek der sich ganz in der Nähe versteckt hält, macht sich auf den Weg zu dem großen Ungeheuer, das vom Himmel gefallen ist. Schon bald treffen Deryn und Alek aufeinander. Die beiden sind unterschiedlicher wie sie kaum sein könnten, er seit seiner Geburt ein Mechanist, also ein Anhänger der maschinellen Kampfwaffen, sie eine Darwinistin, die von der Macht der künstlich erzeugten Tier-Hybriden überzeugt ist. Doch den beiden wird bald klar, dass sie ihr Wissen und ihre Fähigkeiten vereinen müssen, um ihre Gegner zu besiegen und den Krieg zu überleben. Meinung Steampunk gemischt mit historischen Ereignissen - kann das funktionieren? Ja es kann, das beweist Scott Westerfeld mit "Leviathan" sehr eindrücklich. Auch wenn er die historischen Details den ersten Weltkrieg betreffend etwas abgeändert hat, bleibt die Handlung immer glaubwürdig. Beispielsweise hat Erzherzog Franz Ferdinand nie einen Sohn mit dem Namen Aleksandar gehabt und er wurde auch nicht vergiftet sondern bei einem Attentat ermordet. Dennoch sind einige der Hintergründe so geschehen, wie sie von Scott Westerfeld wiedergegeben werden. Besonders interessant fand ich die Geschichte von Sophie - Aleksandars Mutter, die ihrem späteren Ehemann Franz Ferdinand gesellschaftlich nicht ebenbürdig war. Die beiden waren daher zu einer Ehe zur linken Hand gezwungen, was für ihre Nachkommen den Erbverlust bedeutete. Da ich von dieser Regelung vorher noch nie etwas gehört habe, war ich richtig begeistert, dass ich durch diesen Roman auch noch eine klein wenig Geschichtsunterreicht erhalten habe. Die Steampunk-Elemente standen hier sehr im Mittelpunkt. In so gut wie jeder Szene waren diese vertreten. Dass es dabei zwei Lager - die Machinisten und die Darwinisten - gibt, hat am Anfang kurz für Verwirrungen später dann aber für sehr viel Spannung gesorgt. Auch dass der erste Weltkrieg hier ein Krieg zwischen den mechanistischen Länder Österreich-Ungarn und Deutschland und den darwinistischen Ländern wie Russland,Frankreich und England war, hat mir sehr gut gefallen. Die mechanistischen Kampfmaschinen und vor allem der Sturmläufer, mit dem Alek quer durch Österreich reist, waren sehr eindrücklich und geradezu angsteinflößend. Die darwinistischen Erfindungen, nämlich Tiere die aus den Lebensketten (der DNA) unterschiedlichster Lebewesen gefertigt wurden, haben mich aber viel mehr fasziniert. Vor allem, dass sie die besten Eigenschaften der Ursprungslebewesen vereinen, hat mich begeistert. Das beste Beispiel dafür ist die sie Leviathan selbst, dieses riesige Luftschiff, das aus einer Vielzahl von Tieren besteht und ein sehr gut funktionierendes Ökosystem darstellt. Nach der Notlandung konnte es sich nur mit der aus Nahrungsmitteln gewonnenen Energie selbst regenerieren. Neben der Handlung und den faszinierenden Wesen haben mich hier auch die Charaktere überzeugt. Deryn, die sich ihren großen Traum vom Fliegen nur erfüllen kann, indem sie sich als Junge verkleidet, ist mein absoluter Liebling. Ihre freche und unerschrockene Art hat mir sehr gut gefallen. Außerdem haben ihre Sprüche und ungewöhnlichen Flüche für den ein oder anderen Lacher gesorgt. Neben den inhaltlichen Vorzügen glänzt "Leviathan" auch durch die Aufmachung. Die von Keith Thompson angefertigten, immer perfekt zum Inhalt passenden, Illustrationen haben mich richtig gehend zum Staunen gebracht. Am Anfang haben sie mir sehr dabei geholfen, mir die ungewöhnlichen Tier-Hybriden und Maschinen vorstellen zu können. Fazit Ein absolutes Muss für Steampunk Fans und diejenigen, die es noch werden wollen.

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  • Rezension zu "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

    Mr. Rail

    22. January 2011 um 16:27

    “Betankst Du Deine Kriegsmaschine oder fütterst Du sie?” Das ist hier die Frage… Europa am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Und doch ganz anders, als wir es kennen… Prinz Aleksandar, der Sohn des in Sarajevo ermordeten Erzherzogs Franz Ferdinand von Österreich, ist auf der Flucht. Der Erbfolgestreit zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt der Weltgeschichte ist dafür verantwortlich, dass er im eigenen Land gnadenlos verfolgt wird und plötzlich zwischen allen Parteien steht. Alles was ihm bleibt ist ein »Sturmläufer«, eine der perfekten neuartigen Lauf- und Kriegsmaschinen seines Landes. Und ein Ziel für seine Flucht. In weiser Voraussicht des drohenden Todes hat sein Vater in der Abgelegenheit der Berge ein Versteck für seinen Sohn eingerichtet. Ausgestattet mit Tonnen von Lebensmitteln und einem gewaltigen Goldvorrat sollte Alek hier, umgeben von wenigen Getreuen die Zeit abwarten, bis die Thronfolge zu seinen Gunsten entschieden wäre. Auch das hatte der Erzherzog in die Wege geleitet… Doch auch in den Schweizer Alpen ist Alek nicht sicher, als dort das britische Luftschiff »Leviathan« notlandet – eine nie dagewesene Mischung aus Tier und Maschine und das Meisterstück der britischen Armee. Die »Leviathan« befindet sich auf geheimer Mission ins Osmanische Reich. Mit an Bord: die als Junge getarnte Deryn, der nichts so wichtig ist wie das Fliegen … Die „Leviathan“ ist in Schwierigkeiten - verfolgt und fast tödlich getroffen von deutschen Truppen versucht die Besatzung, das noch lebende Luftschiff zu heilen. Hier beginnt die Zweckfreundschaft von zwei jungen Menschen. Deryn (die ihr weibliches Geheimnis erfolgreich bewahrt) und Alek sind aufeinander angewiesen. Er hat die Vorräte, die Leviathan aufzupäppeln und sie ist die einzige Möglichkeit für den jungen Thronfolger, seinen Verfolgern zu entkommen. Wie lange wird diese Zweckgemeinschaft bestehen und was passiert, wenn Alek bemerkt, dass sein Freund eigentlich…. Mein erster trilogischer Gehversuch im Genre “Steam Punk”. Der erste Teil besticht alleine schon durch seine Aufmachung und die präzise Gestaltung der Rahmenbedingungen der gesamten Handlung. Englands Darwinisten haben es geschafft, Lebensketten zu verbinden und auf diese Art und Weise lebendige Kriegswesen zu erschaffen, die sich nun im Konflikt mit den Kriegsmaschinen der Mechanisten messen müssen. Es ist, als hätte Jules Verne den ersten Weltkrieg erfunden und ihn mit seiner eigenen Phantasie ausgestaltet. Die Illustrationen von Keith Thompson sind von derart atmosphärischer Qualität, dass sie die Handlung mehr als untermalen. Der erste Teil der Trilogie (Behemoth folgt im April) hat sowohl im Plot, in der Charakterzeichnung der Protagonisten als auch in der einzigartigen Rahmenhandlung absolut das Zeug zur Ausnahmeerscheinung im Buchjahr 2011. FAZIT: absolut lesenswert – absolut sehenswert.

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  • Rezension zu "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

    Kaddi

    14. January 2011 um 20:30

    Das Buch ist nett geschrieben, hat mich aber nicht vom Hocker gehauen als ich es gelesen habe. Es spielt im in Europa zur Zeit der Anfänge des Ersten Weltkrieges, der auch als Grundlage der Handlung genutzt wurde. Doch es ist nicht das Europa, das wir kennen. Denn es ist in die Herrschaftsgebiete der Maschinisten, der Darwinisten und der Neutralen aufgeteilt. Die Maschinisten führen ihr Leben und ihre Kriege mit Maschinen, die Darwinisten jedoch haben mit Maschinen nicht viel gemein. Sie haben nach Entdeckung der Lebensstränge durch Darwin, angefangen, Lebensketten verschiedener Tiere aneinander zu reihen und haben somit neue Lebensformen erschaffen. Mittendrin ist Alek, Sohn des Österreichisch-Ungarischen Herzogs, dessen Eltern ermordet wurden, und deshalb der Krieg seinen lauf nimmt. Alek flüchtet mit ein paar seiner Vertrauten, da er nun direkt in der Schusslinie steht. Seine Wege kreuzen sich irgendwann mit denen Deryns, die sich als Junge verkleidet als Kadett beim britischen Air Service anmeldet. Durch eine unglückliche Fügung gelangt Sie schließlich in die Leviatan, einem Luftschiff. Besser noch gesagt, einem riesigen Flugtier, das äußerlich einem Wal ähnelt. Dieses erleidet schließlich Schiffbruch als sie von Feinden in ein Liftgefecht verwickelt wird. Eine Geschichte für alle Fans von Steampunk.

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  • Rezension zu "Leviathan - Die geheime Mission" von Scott Westerfeld

    Leviathan - Die geheime Mission

    Charlousie

    23. October 2010 um 14:41

    Inhalt: 1914, kurz vorm ersten Weltkrieg. Die Länder haben sich in zwei Parteien gespalten. Zum Einen in Darwinisten, basierend auf Darwins Theorien vollbringen Menschen es Tiere miteinander zu kreuzen und verschiedene DNA nach Belieben zusammen zu legen, so dass völlig neue Arten entstehen und zum Anderen die Mechanisten, die Maschinen und Kampfbauten in Tierform bauen. Am 28. Juni 1914 werden Aleksandars Eltern, die Herrscher über Österreich in Sarajewo ermordet, wodurch ein Krieg vom Zaun bricht, an dem sich die Großmächte durch verschiedene Bündnisse in den Krieg einmischen müssen. Alek, von nun an ein gejagter, kann mit Hilfe von wenigen Gefolgsleuten seines Vaters fliehen. Gemeinsam reisen sie nachts mit der Maschinerie Sturmläufer durchs Land. Knapp schaffen sie es in die neutrale Schweiz und scheinen zunächst außer Gefahr. Bis die Leviathan, eine darwinistische Kreuzung und riesiges Flugtier, abstürzt. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als ihren eigentlichen Feinden zu helfen, denn je länger die Darwinisten dort verweilen, umso größer ist die Bedrohung ihrer eigenen Entlarvung. Deryn ist ein Mädchen und dennoch verbotenerweise als Kadett an der Leviathan im Dienst. Niemand außer ihr selbst ahnt etwas und als sie den fremden Mechanisten begegnen, ahnt Deryn, dass hinter Alek mehr steckt, als nur ein gewöhnlicher Junge. Sie kommen sich ein wenig näher und sie fürchtet um die Aufdeckung ihres eigenen Geheimnisses und dass sie dann vom ihrem größten Traum, dem Fliegen nur noch würde träumen können. Doch am Ende, kommt alles ganz anders, als weder Alek oder Deryn es geplant haben. Sie werden entdeckt, doch die Frage ist, sind die Entdecker Freund oder Feind und dann, von den Darwinisten oder Mechanisten? Meine Meinung: „Leviathan“ ist der erste Teil einer Serie. Es ist ein außergewöhnliches Jugendbuch, das ich sehr gerne gelesen habe. Verglichen mit Scott Westerfelds anderen Büchern ist der Aufbau, die Ausdrucksweise, der Schreibstil und die Handlung eine gänzlich andere. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich dahinter eine/n andere/n Schriftsteller/in vermutet. Besonders gefallen haben mir die Aspekte zwischen Vergangenheit und Zukunft. Wie Scott Westerfeld es in seinem Nachwort selbst noch einmal anmerkt, vermischen sich die Elemente der Vergangenheit zur Zeit des 1. Weltkrieges, mit denen der Zukunft, denn es ist klar, dass damals noch keine so fortschrittlichen Maschinen existieren konnten, die gibt es heute (noch) nicht einmal. Außerdem hat Darwin zwar die Unterschiede der Arten und weiteres herausgefunden, aber die DNA im einzelnen und wie man verschiedene DNA zusammenführt, dieses Wunder hat auch er nicht vollbringen können. Von der Schreibweise her, würde ich „Leviathan“ auch jüngeren Kindern oder Jugendlichen zum Lesen geben, allerdings ergibt dieses Buch erst einen richtigen Sinn, wenn man die Hintergründe des Krieges ein wenig kennt. Nicht nur im groben, sondern schon ein wenig detaillierter, denn dadurch erhält die Erzählung ein besonderes Flair. Indem ich unterscheiden konnte, was auf wahren Begebenheit basiert und was komplett frei erfunden ist. Ich selbst kannte mich nur noch so gut aus, weil die Behandlung des 1. Weltkrieges in meinem Unterricht nicht sehr lange zurückliegt und scheinbar einiges hängen blieb. Erzählperspektiven gibt es in „Leviathan“ zwei. Einmal gibt es den adeligen Aleksandar und das Mädchen Deryn, die eine besonderes Talent in der Luft entwickelt und sich bestens für die Arbeit als Kadett eignet. Sie kann diese aber nur tun, da sie sich als Junge verkleidet. Als Alek dann zu Anfang des Buches auf der Flucht ist, haben beide Charaktere ein Geheimnis, was die Leser kennen, die Charaktere gegenseitig aber nicht. Ungefähr in der Mitte treffen die Beiden dann aufeinander. Die gesamte Form dieses Erzählens ist sehr strukturiert und vereinfacht das Lesen ungemein. Nicht zu vergessen sind die wunderschönen Illustrationen des Malers Keith Thompsons, die für die Entwicklung der eigenen Fantasie unglaublich wertvoll waren. Denn es ist ziemlich schwer, sich zeppelinartige Tiere vorzustellen, die fliegen können und aus unzähligen Tierorganismen bestehen. So hatte ich ein klares Bild vor Augen und konnte mir die Geschichte lebhafter vorstellen. Mein Fazit: Alles in allem ist die Handlung rund, die Details stimmig und die Illustrationen verleihen „Leviathan“ noch einmal den letzten Kick. Die Fakten des 1. Weltkrieges sind nicht aus der Luft gegriffen, sondern gut recherchiert und auf eine aufregende Art und Weise mit Elementen der möglichen Zukunft verwoben worden. Diese Art des Schreibens nennt sich im Übrigen Steampunk. Die Protagonisten Alek und Deryn erzählen ein und denselben Krieg von zwei völlig verschiedenen Standpunkten und Sichtweisen aus, so sind sie doch normalerweise Feinde und bringen somit mehr Abwechslung in Schilderungen des Krieges, da wir als LeserInnen dann immer noch die andere Seite kennen. „Leviathan“ ist ein schöner Schmöker, der viele Interessengebiete abdeckt und mich auf jeden Fall bannen konnte. Deswegen werde ich die vollen 5 von 5 möglichen Sternen vergeben und mich auf die Fortsetzung dieses Romans freuen. DEUTSCHE ERSTAUSGABE Ab 12 Jahren Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 480 Seiten, 13,5 x 21,5 cm Mit s/w Illustrationen ISBN: 978-3-570-13969-1 € 17,99

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