Pretty - Erkenne dein Gesicht

von Scott Westerfeld 
4,0 Sterne bei369 Bewertungen
Pretty - Erkenne dein Gesicht
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Positiv (281):
B

brilliante Fortsetzung

Kritisch (22):
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Eine sehr durchwachsene Fortsetzung, die meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und unter den Symptomen eines Trilogie-Mittelteils leidet.

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Inhaltsangabe zu "Pretty - Erkenne dein Gesicht"

Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit - und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551310071
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:22.02.2011

Rezensionen und Bewertungen

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    Leseeule96s avatar
    Leseeule96vor 8 Tagen
    Kurzmeinung: Auf 400 Seiten ist einfach kaum etwas passiert. Hat mich daher leider ein wenig enttäuscht.
    Für 400 Seiten ist ziemlich wenig passiert

    Tally ist zurück in der Stadt und nachdem sie operiert wurde, ist sie endlich hübsch und gehört nun zu den Prettys. Sie genießt die erste Zeit mit ihren Freunden, aber schon schnell merkt sie, dass es etwas nicht stimmt. Irgendetwas läuft falsch, aber was? Dann erhält sie eine Nachricht und trifft jemanden wieder, den sie vergessen geglaubt hat. Sie macht sich auf die Suche nach Antworten und findet heraus, dass die Behörden ihnen etwas sehr wichtiges verschweigen und sie alle manipulieren. Gemeinsam mit ihrem Freund Zane versucht sie, die Wahrheit herauszufinden und bringt sich dabei in große Gefahr. 

     

    Der erste Teil dieser Reihe hat mir gut gefallen, auch wenn er ein paar Schwächen hatte und ich fand, dass nicht das gesamte Potential ausgeschöpft worden ist. Aber dieser Teil hat mich leider enttäuscht. Es war zwar auch nicht das schlechteste Buch, dass ich gelesen habe, aber ich habe mir mehr erhofft. Für meinen Geschmack ist auf diesen 400 Seiten einfach viel zu wenig passiert und es wurde einfach dauernd nur herum geredet. Ich hatte ein bisschen das Gefühl, dass der Autor die Geschichte unnötig in die Länge ziehen wollte. Und dementsprechend ist auch nur so wenig passiert und wir sind mit der Story nicht wirklich voran gekommen.

     

    Auch wenn mich der zweite Teil enttäuscht hat, möchte ich gerne wissen, wie es weiter geht, denn das Ende ist wieder mal sehr offen und hat einen gemeinen Cliffhanger. Ich hoffe, dass der dritte Teil wieder besser wird und mich mehr mitreißen kann. Vor allem aber hoffe ich, dass mehr passiert, offene Fragen endlich geklärt werden und es etwas mehr Action gibt.

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    wordworlds avatar
    wordworldvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr durchwachsene Fortsetzung, die meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und unter den Symptomen eines Trilogie-Mittelteils leidet.
    Eine sehr durchwachsene Fortsetzung

     Allgemeines:

    Titel: Pretty - Erkenne dein Gesicht
    Autor: Scott Westerfeld
    Verlag: Carlsen (Februar 2011)
    Genre: Dystopie
    ISBN-10: 3551310076
    ISBN-13: 978-3551310071
    ASIN: B01EHV1WB8
    Seitenzahl: 400 Seiten
    Preis: 7,99€ (Kindle-Edition)
    8,99€ (Taschenbuch)
    Weitere Bände: Ugly - Verlier nicht dein Gesicht;
    Special - Zeig dein wahres Gesicht 
     

    Inhalt:

    Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit - und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden ...


    Bewertung:

    Nachdem ich der erste Band der Reihe "Ugly - Verlier nicht dein Gesicht", was mich jetzt zwar nicht umgehauen, aber mich mit doch einigen ganz interessanten Ideen unterhalten hat, vor ein paar Tagen gelesen hatte, war für mich klar, dass ich die Geschichte weiterverfolgen will. Diese Fortsetzung weist jedoch die typischen Schwächen eines Trilogie-Mittelteils auf und kann weder mit besonders viel Spannung, noch mit neuen Erkenntnissen oder einer übermäßigen Entwicklung aufwarten, was mich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht hat.


    "Schatten bewegten sich im Wind und sie stellte sich vor, wie graue Gestalten dazwischen einherhuschten. "Das war mein Fehler"
    "Wie meinst du das?"
    "Es ist immer mein Fehler"
    "Das ist doch Pfusch, Tally.", sagte Zane leise. "Es ist nicht schlimm, etwas Besonderes zu sein."



    Das Cover zeigt ebenso wie das des ersten Teiles ein Mädchengesicht in Zoomaufnahme. Wo auf dem vorhergegangenen aber Linien und Pfeile anzeigten, wie eine Schönheitsoperation bestimmte Merkmale verändern würde, um es der Norm anzugleichen, sind diese Veränderungen hier schon vorgenommen werden und wir sehen ein typisches Pretty-Gesicht: große Augen, glatte Haut, perfekte Symmetrie. Spannend ist daran vor allem, dass das Gesicht zwar irgendwie ganz hübsch erscheint, gleichzeitig jedoch ein wenig langweilig, durchschnittlich und seelenlos wirkt, wenn man es mit dem Mädchen auf dem ersten Cover vergleicht. Das zeigt ganz wunderbar, wie den Uglies bei ihrer Operation neben ihren Makeln auch ihre Individualität und vor allem ihr scharfes Denken genommen werden, sodass am Ende eine gleichdenkende und gleichaussehende, hübsche Masse zurückbleibt. Insofern passt das Cover natürlich zum Inhalt wie die Faust aufs Auge, nichtsdestotrotz finde ich es optisch nicht sonderlich ansprechend. Natürlich passen Titel und Untertitel wieder ebenfalls gut.

    Erster Satz: "Sich anzuziehen war immer der schwierigste Teil des Nachmittags."

    Die Geschichte steigt direkt in Tallys neues perfektes Pretty-Party-Spaß-Konsum-Leben ein. Nachdem sie sich freiwillig den Specials gestellt hat, um nach der Operation das neue Heilmittel der Smokey-Rebellen an sich testen zu lassen gehört sie auch zu der schönen Seite der Zivilisation, deren größtes Problem es ist, wenn das Motto einer Party im letzten Moment noch geändert wird. Fragen um die richtige Clique, das perfekte Kostüm, den größten Kick bestimmen jetzt Tallys Leben in New Pretty Town. Doch obwohl Tallys größter Wunsch eigentlich in Erfüllung gegangen ist und sie kaum mehr Verbindungen zu ihrem vorherigen Leben hat, kommen immer wieder Erinnerungsfetzen hoch und leise Zweifel beginnen sich in ihrem verlullten Pretty-Hirn zu regen. Als sie schließlich auf einer Party einen Ugly-Freund aus ihrer Smokey-Zeit trifft und dieser ihr das Versteck zum Heilmittel gegen die Läsionen, die die Operation im Gehirn der Prettys hinterlässt, verrät, schnappt sie sich ihren Pretty-Freund Zane und sucht das Versteck auf. Doch als sie im Anschluss mehr über New Pretty Town herausfindet und ihr alles wieder einzufallen droht, gerät sie aufs Neue in den Fokus der Behörden und die einzige Möglichkeit zu entkommen ist die Flucht aus New Pretty Town...


    "Sie seufzte. Auf eins war in ihrem Leben immerhin Verlass: Es wurde immer nur noch komplizierter."



    Auch wenn ich den ersten Teil erst wenige Tage zuvor beendet hatte fand ich es sehr schwer wieder in die Geschichte reinzukommen, da sich sowohl Tallys Charakter als auch ihre ganze Lebenswelt nach der Operation komplett verändert haben. Ich muss zugeben, dass mir dieser Wandel und vor allem das oberflächliche, prettyhafte Denken Tallys zu Beginn gehörig auf die Nerven gegangen ist. Auch wenn die Handlung eigentlich recht bald damit startet, dass Tally Croy wieder trifft und es an Handlung eigentlich nicht wirklich mangelt, hatte ich ein großes Problem, die Geschichte ernst zunehmen. Vor allem die ätzenden Wortwiederholungen von "prickelnd", "Pfusch", "Glücks-Faktor" und anderen Modeausdrücken, die in fast jedem Satz vorkamen, den Tally aussprach oder dachte, haben mich wirklich genervt. Ich kann durchaus verstehen, warum der Autor diese Mittel genutzt hat, um uns eindrücklich klar zu machen, dass Tally jetzt anders ist und die Läsionen in ihrem Gehirn ihr Denken vernebeln, aber das hätte ich auch nach 10 Wiederholungen des Wortes "prickelnd" schon verstanden. Gerade hier am Anfang hätte ich mir doch ein wenig mehr Abstand zu Tally gewünscht, eine etwas distanziertere Sicht auf sie und ihr Verhalten.


    "Als sie hier über der Erde schwebte und ihr perfektes Gesicht von der Kapuze verborgen war, kam sie sich vor wie ein auferstandenen Geist, der neidisch die Lebenden beobachtete und versucht sich daran zu erinnern, wie es gewesen war, auch am Leben zu sein."


    Dazu kommt dass eigentlich nichts Neues passiert und das Buch im Aufbau sehr starke Parallelen zu "Ugly" hat. Zuerst eine lange Beschreibung des Pretty-Daseins, das Nehmen des Heilmittel und zum Ende hin auch wieder eine Flucht in die Wildnis. Klingelt es da bei jemandem? Für mich war dieser Zwischenteil ein typischer Überbrückungsband, wie man ihn leider so oft bei Trilogien findet. Ich finde es wirklich schade, dass der Autor hier nicht die Möglichkeit gefunden hat, die ganze eigentliche Story wesentlich einfacher zusammenzufassen und sofort ohne weitere unnötige Umwege in die gewünschte Richtung zu lenken. In diesem Format kam bei mir kaum Spannung auf, da die vielen Geschehnisse zwar ganz unterhaltsam zu lesen waren, die Handlung aber um kein Stück voran brachten.


    "Du solltest die Welt so sehen wie ich, Tally." "Sie bieten mir einen Job an? Als Special?"
    "Keinen Job. Eine komplett neue Existenz."



    Besonders geärgert hat mich, dass wir hier fast gar nichts mehr über die Hintergründe des dystopischen Pretty-Ugly-Special-Systems erfahren, in dem die Geschichte spielt. Schon der erste Teil war kein tiefgründiges Meisterwerk, mir hat die dargestellte Grundidee aber sehr gut gefallen. Die Idee, die Evolution und die Gleichheit aller Menschen als gute Begründung für übergreifende Schönheitsoperationen anzusetzen, ist wirklich logisch und innovativ, genau wie die interessante Umsetzung in New Prettytown und Uglyville. Da im Anfangsband die präsentierte Gesellschaft nur recht lückenhaft angerissen wird und man nur einen groben Überblick über die Lebensweise der Menschen, die Luxusprobleme und die Oberflächlichkeit, die überhand nimmt, wenn jegliche Individualität verloren geht, bekommt, hätte ich es hier aber dringend erwartet, dass wir mehr über die Gesellschaft der Pretties und Uglies erfahren. Dass hier leider Großteils nicht viel Neues passiert und wir auch keine interessanten Hintergrundinformationen mehr präsentiert werden, die den Blick auf die Handlung nochmal verändern oder auch nur einen Schlenker oder gar Twist im Plot andeuten, hat für mich sehr viel Potential verschenkt.

    Der Schreibstil ist noch schlichter und oberflächlicher als zuvor, was angesichts der Zielgruppe der Leser und dem geringen Anspruch der Handlung jedoch vollkommen in Ordnung ist. Neben der nervigen und wenig einfühlsamen Wortwahl, über die ich mich oben schon beschwert habe, lässt sich das Buch flüssig und schnell lesen. Die 400 Seiten lesen sich wie 200, hinterlassen dafür aber wenig Eindruck.


    "Wir haben es geschafft, Tally. Wir sind frei!"
    Sie schaute in seine Augen und die Erkenntnis, dass sie endlich hier waren, am Stadtrand, am Anfang der Freiheit, verursachte ihr ein Schwindelgefühl.
    "Ja. Wir haben es geschafft."



    Bei den Charakteren sehe ich ein weiteres Problem. Wieder erzählt hier Tally als personaler Er-Erzähler mit Innensicht. Seltsamerweise ist man hier aber viel näher an ihren Gefühlen und Gedanken dran, was ich genau an dieser Stelle der Handlung gar nicht verstehen konnte. Hier hätte ich mir wirklich ein wenig mehr Distanz gewünscht, um ihr Verhalten aus der Ferne begutachten zu können. Denn wo sie zuvor noch als vielfältige Person, die in verschiedenen Szenen versucht, jemand anderes zu sein - naive Bürgerin, gewitzte Rebellin, besorgte Freundin, Spionin, Heldin - präsentiert wurde, verliert sie hier durch den Gehirnschaden erstmal komplett ihr Profil und steht dann langsam als fast andere Person wieder auf. Als sie es schließlich schafft, die stupiden, idiotischen, naiven und abgekoppelten Denkweisen abzustreifen, konnte ich sie nur schwer mit der Person in Einklang bringen, die sie mal war. Mir fehlte ihre echt, ehrliche und ungeschönte Authentizität, ihre fehlerhafte Teenagerseite mit naiven Wünschen, Ängsten, unnachvollziehbaren Gedankengängen, Trotzphasen und Höhenflügen. Irgendwie scheint sie sich während der ganzen Pretty-Sache verändert, scheint sie irgendwie erwachsen geworden zu sein, ohne dass der Leser davon irgendetwas mitbekommt. Ich hatte plötzlich das Gefühl, das Gefühl für die eigene Protagonistin verloren zu haben und sie gar nicht mehr richtig zu kennen. Das wirft natürlich im Verständnis der Geschichte natürlich recht stark zurück.


    "Bald würden sie springen müssen, im freien Fall, bis ihre Hubbretter das Magnetgitter der Stadt spürten und sie auffingen. Es war nicht so einfach wie ein Sturz mit einer Bungeejacke, aber auch nicht zu schwierig, hoffte Tally. Als sie nach unten sah schüttelte sie den Kopf und seufzte. Manchmal kam es ihr so vor, als sei ihr Leben eine Serie von Stürzen aus immer größerer Höhe..."



    Auch David erkennt sie fast nicht mehr wieder, vom rein äußerlichen mal abgesehen. Da passt es natürlich ganz wunderbar ins Konzept, dass Tally ihn sowieso schon lange abgeschrieben und ersetzt hatte: durch den hübschen Pretty Zane. Dass sie sich nicht mehr an David erinnern kann mag ja einleuchten, dass sie sich aber sofort und ohne jedes mulmige Gefühl in die nächste Beziehung stürzt ist ein wenig fragwürdig. Jetzt hoffe ich mal, dass wir es im letzten Teil nicht mit einer Dreiecksbeziehung zu tun bekommen, dann wäre ich mit meinem Latein wirklich am Ende, was diese Geschichte anbelangt.

    "Pretties mochten keine Konflikte. Pretties gingen keine Risiken ein. Pretties sagten nicht Nein. Aber Tally war keine Pretty mehr. Sie packte ihr Hubbrett und ließ sich ins Leere fallen."


    Interessant wird der Roman nur nochmal gegen Ende. Als Tally nach ihrer Flucht auf ein geheimnisvolles Reservat trifft, in dem Menschen auf ganz ursprüngliche Art und Weise leben und sie als Art Gottheit verehren. Diese Idee hat für mich das Buch gerade nochmal retten können, sodass ich dem letzten Teil "Special - Zeig dein wahres Gesicht" wohl doch nochmal eine Chance geben werde.



    Fazit:

    Eine sehr durchwachsene Fortsetzung, die meine Erwartungen nicht erfüllen konnte und unter den typischen Symptomen eines Trilogie-Mittelteils litt. Meine Hoffnung auf einen guten Abschluss ruht nun ganz auf dem letzten Teil!

    Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

    www.w0rdw0rld.blogspot.com

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    Miiis avatar
    Miiivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bis auf ein paar kleine Schwächen war auch der zweite Teil große Klasse
    Wenn Schönheit nicht alles ist

    Auch der zweite Teil der "Ugly-Pretty-Special" Trilogie hat mich komplett in seinen Bann geschlagen.
    Nachdem Tally sich zunächst dagegen entschieden hatte, eine Pretty zu werden, hat sie nun, um ein Heilmittel finden zu können, doch die Operation über sich ergehen lassen und das mit Erfolg. Sie gehört zu den beliebtesten Leuten, ist eine Krim und ist ständig darauf aus "prickelnd" zu bleiben.

    Es gab eine Sache, die mich ziemlich verwirrt hat und das war eben dieses 'prickelnd sein'. Es hat mehr oder weniger tatsächlich das halbe Buch gedauert, ehe ich begriffen habe, was eigentlich damit gemeint war. Da wäre es dann doch nicht schlecht gewesen, zumindest einmal irgendwie eine Andeutung zu geben, was dieser Zustand denn eigentlich ist.
    Der Inhalt dagegen sowie auch der Schreibstil haben mir sehr gefallen. Tally entwickelt sich weiter, wird gleichzeitig mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und muss gegen die Veränderung an ihrem Gehirn ankämpfen, die ihr bei der Operation zugefügt worden sind.

    Die Art wie sich ihre Freundschaft mit Shay entwickelt hat, war schade. Ich möchte nicht sagen warum, um niemandem etwas vorweg zu nehmen, aber es war meiner Meinung nach ziemlich vorhersehbar. Da hätte ich mir dann doch eine etwas andere Entwicklung gewünscht.
    Zane dagegen hat mir seeeehr gefallen, er war einfach ein komplett anderer Charakter und seine Handlung waren gleichzeitig überraschend als auch nachvollziehbar.

    Insgesamt war das Buch aber bis auf ein paar kleine Schwächen große Klasse und ich freue mich auf den nächsten Teil

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    felicityofbookss avatar
    felicityofbooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine tolle Fortsetzung mit ein paar Mängeln.
    Pretty - Wie wichtig ist Aussehen?


    Die Rezension ist auch auf meinem Blog: http://pages-of-ju.blogspot.co.at/2017/04/rezension-pretty-erkenne-dein-gesicht.html

    Inhalt: Tally ist eine Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, trägt coole Kleider, hat einen tollen Freund und ist ungeheuer beliebt. Ihr Leben verläuft endlich so, wie sie es sich  immer gewünscht hat. Aber trotz allem Spaß - den Dauerpartys, dem Highttech-Luxus, den vielen Freiheiten - wird Tally von dem unbestimmten Gefühl geplagt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Etwas Wichtiges.
    Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Ugly-Vergangenheit. Und plötzlich weiß sie wieder, was mit den Pretties nicht stimmt. Damit ist der Spaß vorbei und Tally muss kämpfen - um ihre Erinnerungen und um ihr Leben. Denn die behörden haben nicht vor, jemanden mir diesem Wissen davonkommen zu lassen...
    Meine Meinung: Das Cover ist der erste Schwachpunkt für mich, denn ähnelt das Mädchen darauf eher einem Alien anstatt einem menschlichen Wesen.
    Durch den chirurgischen Eingriff entwickelt sich Tally wieder zurück zu dem naiven Mädchen aus dem ersten Band. Doch "prickelnde" Situationen lassen sie den Schleier des "Pretty-Denkens" durchschauen.
    Der Brief aus ihrer Vergangenheit lässt noch mehr Erinnerungen ihn ihr hochkommen, darunter aber leider nicht nur gute, denn erinnert sie sich somit wieder an die dunkle Seite der Pretty-Welt.
    Auch David tritt wieder in ihre Erinnerung, doch hier wird es nicht leicht für Tally, denn hat sie den Pretty Zane kennen gelernt. Diese Dreiecksbeziehung, die hier entsteht, bringt meiner Meinung nach etwas Würze in das Buch.
    Leider waren manche Dinge etwas vorhersehbar. Darunter, dass Tally es nach New Smoke schafft, denn was wäre sie denn für eine Protagonistin, wenn die nicht alles auf die Reihe kriegen würde?
    Ich finde das Buch ist in einem ziemlich flüssigen Stil geschrieben und so schnell zu lesen. Doch die Sprche der Pretties ist teilweise ziemlich nervtötend...
    Eine Frage die mich sehr interessiert ist: Was ist für euch wichtiger Aussehen oder Intelligenz? 

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    Leseratte2007s avatar
    Leseratte2007vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Fortsetzung, die noch mehr Lust auf mehr macht. Freue mich schon auf Band 3...
    Es ist nicht so wie es scheint in der quietschbunten "Barbiewelt"

    Darum geht es (Klappentext):

    Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit - und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt, umzudenken und begibt sich damit in tödliche Gefahr. Denn wer zu viel weiß, gerät schnell ins Visier der Behörden.

    Meine Meinung:

    Wie viel haben wir schon mit Tally erlebt und dieser Band legt noch eins obendrauf. Sie ist eine wundervolle Charakterin, die trotz ihrer "Umwandlung" trotdem noch sie selber ist, also zumindest nach dem "Zusammentreff".
    Der erste Band konnte mich nicht so gefangen nehmen, aber diese Fortsetzung hat mein Bild revidiert und freue mich schon auf den Band 3.
    Das Setting fand ich sehr faszinierend und ich finde es sehr interessant, dass hinter dieser "perfekten Barbiewelt" etwas Dunkles und Bedrohliches steckt.

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 3 Jahren
    Prickelnd ist Pfusch


    Tally Youngblood hat das perfekte Leben: sie ist wunderschön und beliebt, und jeder Tag ist eine immerwährende Party. Das größte Problem sind die falschen Klamotten und der fiese Kater am Morgen. Endlich gehört Tally dazu, sie ist mitten drin im Rausch von New Pretty Town - und dennoch, dennoch ist da ein Teil von ihr, der sich seltsam leer fühlt. Aber es ist so schwer, darüber nachzudenken, denn immer, wenn sie versucht, etwas in Gedanken kritisch zu hinterfragen, ist es auf einmal viel zu ermüdend, viel zu... unwichtig... viel zu... Oh, guck mal, sind das nicht total prickelnde Schuhe?!

    Nur manchmal wacht sie aus diesem seichten, weichgespülten "Pretty-Denken" auf und fühlt sich wieder lebendig. Prickelnd. Aber dazu braucht es einen gewissen Kick, pures Adrenalin. Eine gefährliche Situation. Einen Kuss. Oder beides.

    Eine Begegnung mit jemandem aus ihrer Vergangenheit und ein Brief, denn Tally damals an sich selbst geschrieben hat, erinnern sie daran, warum diese Welt nicht gerecht ist und die Dinge sich ändern müssen. Aber es ist gefährlich, nicht mit dem Strom zu schwimmen... Ach, Pfusch.

    Tallys Entwicklung in diesem Band hat mir gut gefallen! Zwar macht sie durch die Operation zur Pretty erst einen Schritt zurück in ihrer Entwicklung und wird wieder zu dem naiven, oberflächlichen Mädchen, das sie zu Beginn des ersten Bandes war - aber dann startet sie richtig durch und kämpft entschlossen, mutig und einfallsreich für ihre Ziele. Sie war mir einfach richtig sympathisch und ich habe sehr mit ihr mitgefiebert! Auch ihr quirliger Humor hat mir in diesem Band wieder gut gefallen.

    Tally erinnert sich zunächst nicht mehr an ihre Vergangenheit und daher auch nicht an David. Deswegen denkt sie sich auch nichts dabei, mit Zane zu flirten, dem Anführer der Krims, der angesagtesten Clique.

    Der war für mich auch ein sehr interessanter Charakter: ein junger Mann, den viele beneiden, weil er scheinbar alles hat, der aber unendlich bereut, nur aus Angst nicht aus der Stadt geflohen und seinen Freunden nach Smoke gefolgt zu sein. Er leidet sehr darunter, wie gedämpft sein Denken und seine Emotionen sind, aufgrund der Läsionen, die die Pretty-Operation im Gehirn hinterlässt. Im Laufe der Geschichte stellt er sich als selbstlos heraus, und als mutiger, als er sich selber zutraut.

    Tally, David, Zane... Dreiecksgeschichte? Jein. Denn die Tally, die mit David zusammen war, ist eine andere als die Tally, die sich in Zane verliebt. Ich fand das durchaus plausibel und gut geschrieben, dabei mag ich Dreiecksgeschichten normal gar nicht!

    Auch Shay spielt in diesem Band wieder eine größere Rolle. War sie im ersten Band noch die taffe Rebellin, ist sie nun die scheinbar perfekte Pretty. Aber sie fühlt sich ausgegrenzt von Tally und Zane, und auch, wenn sie sich nicht an Tallys Verrat aus dem ersten Band erinnern kann, scheint ein Teil von ihr ganz unbewusst zu spüren, dass da etwas nicht stimmt und Tally ihr irgendetwas angetan hat...

    Auch Shay findet eine Möglichkeit, einen klaren Kopf zu bekommen - aber die hat nichts mit Küssen zu tun, sondern ist ziemlich krank.

    Der zweite Band steht dem ersten in Originalität in nichts nach - im Gegenteil, der Autor baut seine dystopische Welt mit interessanten Ideen und Entwicklungen weiter aus.

    Auch, wenn es im ersten Teil der Geschichte hauptsächlich um das tägliche Leben neuer Prettys geht, liest sie sich meiner Meinung nach direkt sehr unterhaltsam, und auch Spannung baut sich rasch auf! Ich fand die Geschehnisse nie vorhersehbar, der Autor konnte mich oft wirklich überraschen.

    Ich war wieder sehr beeindruckt von der Sprache, die sich Scott Westerfeld für seine schrecklich schöne neue Welt ausgedacht hat - das sind nicht nur ein paar Slang-Ausdrücke hier und da, ich hatte wirklich den Eindruck, einer Sprache zu lauschen, die sich grundlegend geändert hat, auch in den grammatikalischen Strukturen und im Satzbau. (Allerdings geht das in der deutschen Übersetzung zumindest ein Stück weit verloren - wobei ich sagen muss, die Übersetzerin hat das wirklich gut gemacht, so weit es eben ging! Es war sicher ein Albtraum, das zu übersetzen...)

    Fazit:
    Tally ist jetzt eine Pretty, und damit bekommt der Leser einen Einblick in das leichte, seichte sinnentleerte Leben in New Pretty Town. Aber natürlich dauert es nicht lange, bis die Vergangenheit Tally einholt und sie daran erinnert, warum sie sich geopfert und der Operation gefügt hat...

    Mit hat der zweite Band beinahe noch mehr gefallen als der erste. Ich fand ihn originell, spannend und vor allem sehr unterhaltsam geschrieben. Prickelnd, wie Tally sagen würde!

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    LiberteToujourss avatar
    LiberteToujoursvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Definitiv eher zur Überbrückung gedacht.
    Eher nicht so prickelnd.

    Tally ist eine Pretty - und das ist eigentlich ganz nett. Wenn sie nicht immer häufiger das Gefühl hätte, dass irgendwas nicht so ist, wie es sein sollte. Als sie Zane kennen lernt, gelingt es ihr Stück für Stück die Mauern ihres Geistes einzureissen. Und sie begreift - so leben will sie nicht. Sie muss etwas ändern. Sie muss raus.


    Ich fand den ersten Teil der Trilogie schon nicht überragend - der war aber zumindest gut. Der zweite ist definitiv eher zur Überbrückung gedacht. Spannung war nicht wirklich vorhanden, ist ja auch lange Zeit nicht wirklich was passiert. Ja, ok. Tally will zurück nach Smoke. Das war zu erwarten. Aber es war von Anfang an klar, dass es ihr irgendwie gelingen wird. Also, zumindest mir. Rätsel werden keine neuen aufgeworfen und die Dreiecksbeziehung zwischen Zane und David hätte ich jetzt auch nicht gebraucht.

    Abgesehen davon ist mir Tally hier einfach nicht mehr wirklich sympathisch. Da bin ich dann eher auf Shays Seite, die Tally plötzlich reichlich egoistisch findet. Dass das natürlich überdramatisiert werden muss, war auch klar. Sonst gäb's da ja gar keine Emotionen.

    Der absolute Todesstoß für mich war allerdings die Sprache der Pretties. Dass die ein bisschen dümmlich wirken müssen, ist schon klar. Aber dieses permanente "prickelnd" wirkt eher absolute stupide und idiotisch, nicht nur ein bisschen naiv und abgekoppelt. 

    Die drei Sterne gibt es, weil ich der Meinung bin, dass es den Teil einfach braucht. Außerdem ist es ja nicht unüblich, dass die zweiten Teile von Trilogien nicht so der Hammer sind, davor konnte sich noch nicht einmal Herr der Ringe retten. Da ist das Niveau auch gefallen, da hat's nur nicht gestört, weil wir uns von Anfang an auf einem extrem hohen bewegt haben.
    Dafür drücke ich also beide Augen zu - und hoffe, dass Teil 3 wieder besser wird und ich die Sterne auch ohne mentale Rechtfertigung vergeben kann. 

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    Emotionens avatar
    Emotionenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Buch, das unsere auf Schönheit fixierte Gesellschaft widerspiegelt!
    Eine tolle Buchserie geht weiter ...

    Das Buch ist gut geschrieben und zeigt auf, dass Schönheit ohne Gedanken und freien Willen keine Schönheit mehr ist. Ein tolles Buch, dass vor allem Jugendliche zum Denken anregen will. Super und weiter so, Mr. Westerfeld!

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    lovelyliciousmes avatar
    lovelyliciousmevor 3 Jahren
    Pretty GUT!!!

    Worum geht es in dem Buch?
    Tally ist von einer Ugly zur Pretty geworden. Sie sieht umwerfend aus, hat einen tollen Freund und ist wahnsinnig beliebt. Aber bei allem Spaß, den Partys, dem Luxus, spürt Tally, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann erhält sie eine Botschaft aus ihrer Vergangenheit, aus Smoke – und plötzlich wird ihr klar, was in der Pretty-Welt fehlt. Tally beginnt Dinge zu hinterfragen und erkennt, dass sie als Pretty manipuliert wurde. Das man Gedanken an ihre Vergangenheit bei der Operation ausradiert hat. Sie versucht sich zu erinnern, versucht Gedanken an früher festzuhalten und immer mehr merkt sie, dass etwas nicht stimmt. Doch nicht nur sie merkt diese Veränderung, auch die Behörden und somit wird sie zu gejagten.

    Wie hat mir das Buch gefallen?

    Scott Westerfeld, hat es in meinen Augen mit seiner Reihe “Ugly” geschafft, den Leser zu fesseln. Ich bin durch Zufall im Internet auf seine Bücher gestoßen und war im ersten Moment vom Klappentext nicht so angetan. Dennoch habe ich sie auf meine “unbedingt lesen- Liste” gesetzt. Vor ein paar Tagen war es dann soweit und ich habe mich Nachts, mal wieder sleepless ans lesen gemacht. Das erste Buch hatte ich in knapp 24h durch! Von daher… eine Empfehlung!

    Scott Westerfeld erschafft eine Dystopie, in die man direkt eintauchen möchte. Er bringt mehrere Protagonisten im ersten Buch weit nach vorne, die einen durch fast alle dieser Bücher begleiten. Auf dem ersten Rang steht natürlich Tally. Sie wartet sehnsüchtig auf ihre OP, um endlich zur Pretty zu werden und ein neues Leben in New Pretty Town, voller Party, voller Freunde und Spaß beginnen möchte. Doch, dieser glückliche Schein trügt. Der Leser wird in eine Welt aus dunklen Häusern bis hin zu schillernden Wolkenkratzern hineingezogen. Umgeben von Bungee-Jacken bis hin zu Hubbrettern. Der Leser lernt die Welt der Zukunft kennen.

    Doch jeder der diese Reihe liest erkennt irgendwann, dass das Ugly sein, wir sind. Dass das, was einem als Pretty verkauf wird, nichts anderes ist als unsere Zukunft mit Schönheitsidealen, mit Spaß, keine Verantwortung, stupides Denken und nur in den Tag leben. Mit Technik umgeben, die einem alles abnimmt. Der Leser wird entführt in unsere Zukunft, wie sie sein könnte, wenn jeder dem Schönheitsideal was uns vorgegaukelt wird nacheifert. Betrachtet man sich im Spiegel, wird man feststellen, dass jeder Mensch schön ist. Jeder hat etwas wunderbar schönes an sich, was einem zu etwas besonderem macht. Doch bei Scott Westerfeld, ist man erst dann Pretty, Special und Extra, wenn die Operationen stattgefunden haben. Nur der kleine Ort Smoke, der rebelliert dagegen und will so bleiben, wie man geboren wurde. Mit einer eventuell krummen Nase, zwei ungleichen Augen, denn sie sehen das Schöne in einem Menschen und nicht nur die äußerliche Hülle.

    Scott Westerfeld, hat eine Reihe erschaffen, die einen zum Nachdenken anregt, einem zeigt, wie schwer es manchmal ist, erwachsen zu werden und sich in einer Welt zurecht zu finden, die nach gewissen Idealen schreit. Sich dann entscheiden zu müssen, was ist der richtig Weg, ist es der, so zu sein wie alle und nicht aufzufallen oder zu sich zu stehen und den Weg zu wählen, der der Richtigr für einen selber ist?

    Für mich persönlich eine Buchreihe, die jeder heranwachsende Teenager gelesen haben sollte. Denn sie regt zum Nachdenken an, auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint, aber wenn man das Buch zugeklappt hat, wird man nicht drum herum kommen sich im Spiegel anzusehen und festzustellen, wie schön man eigentlich ist! Nicht nur weil man individuell ist, einen freien Willen hat, eine Unabhängigkeit sondern weil man anders ist und nicht der breiten Masse hinterher schwimmt.

    Jeder der Lust hat, in eine Welt aus Ugly und Pretty einzutauschen, sich in eine dystopische Gesellschaft hineinziehen zu lassen, ist hier genau richtig! Diese Bücher lohnen sich!

    Ich vergebe, ♥♥♥♥♥ Herzen!

    Viel Spaß beim lesen!

    XoXo

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    Buchbahnhofs avatar
    Buchbahnhofvor 4 Jahren
    Besser als Band 1, aber es bleibt verworren

    Mich konnte Band 2 noch etwas mehr fesseln als Band 1. Scott Westerfeld spinnt seine Welt stringent weiter. Dadurch, dass Tally nun eine Pretty ist erfahren wir ein bisschen mehr über das Leben der Pretties. Langsam komme ich ein bisschen mehr dahinter wie diese Welt funktioniert.

    Sehr schön dargestellt fand ich die erneute Verwandlung von Tally. Durch die Operation und die erhaltene Läsion kann sie sich kaum noch an das Leben in der Wildnis und gar nicht mehr an David erinnern. Sie ist nun eine echte Pretty, die wieder neu herausfinden muss wer sie ist und wo sie hin will. Sie fängt also erneut an ihre Welt zu erfahren und zu erkennen. Tally ist mir allerdings insgesamt etwas zu wankelmütig. Mal will sie dies, mal will sie das. Steht die eigentlich wirklich für ihre Freunde ein, oder denkt sie nur an sich selbst? Ich bin mir da inzwischen nicht mehr so sicher. Ich persönlich würde mein Schicksal nicht in ihre Hände legen, weil ich Angst hätte, dass sie mich im Stich lässt wenn es darauf ankommt.

    Zane hat mir als Charakter gut gefallen. Er ist stark, er steht für seine Überzeugung ein und er ist mutig. Er ist der Anführer der Krims, einer angesagten Clique in Prettytown.

    Langsam fängt mich allerdings das Wort "prickelnd" ein bisschen an zu nerven. Prickelnd kann irgendwie alles und nichts bedeuten. Überwiegend steht es für den Zustand, wenn ein Pretty ein bisschen an seinem hohlen Selbst, an seinem verwaschenen Gehirn vorbei schaut und die Welt um sich herum erkennt. Das Ziel der "Widerständler" ist es somit möglichst oft und lange prickelnd zu sein, damit sie ihre Pläne schmieden können und nicht im Alltagstrott der Pretties ihr Leben einfach vor sich hin leben. Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass es auch etwas anderes bedeutet, denn es scheint das Ziel aller Pretties zu sein, prickelnd zu sein. Warum das so ist habe ich nicht verstanden. Und dies lässt mich eben auch wieder, genau wie bei Band 1, zu der Kritik kommen, dass Scott Westerfeld seine Welt nicht genug erklärt um den Leser vollständig mitzunehmen.

    Das Ende hält wieder einen Cliffhanger bereit, der es in sich hat. Zum Glück konnte ich gleich mit Band 3 weitermachen. Auch für diesen Band gibt es von mir 3 Sterne. Ein Durchschnittsbuch, welches sich schnell und flüssig lesen lässt, in das man aber nie so ganz eintauchen kann, da die Welt ein bisschen verworren ist und die Hauptperson schwer zu verstehen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    MadameVilains avatar
    Hallo ihr lieben Bücherwürmer 
    Hier möchte ich gerne 3 Bücher verlosen. 

    Es ist auch ganz einfach, denn alles was ihr machen müsst ist mir zu erzählen was ihr am von so liebt und wo und wie ihr am besten lesen könnt. 

    Ich verlose einmal 
    Pretty von Scott Westerfeld 
    Das Orakel von Oonagh von Flavia Bujor 
    Der Federmann  von Max Bentow 

    ALLE BÜCHER SIND NICHT NEU! 
    Sie wurden von mir alle bereits gelesen oder an gelesen und weisen deshalb leichte gebrauchsspuren auf. 

    Und noch eine Sache sollte ich wohl bemerken, es wird eine Überraschung wer welches Buch bekommt :). Ihr könntes euch also nicht selbst aaussuchen, ihr könnt mir aber sagen welches ihr am liebsten hättet. Ich werde euren Wunsch berücksichtigen ;) 
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