James ist 15 Jahre alt, als er sich outet. Er lebt mit seinen Eltern und dem kleinen Bruder Eddie im kleinen Dorf Thornmere im Norden von England, in den 2000er Jahren. Er war früher schon einer, der keine Freunde in der Schule hatte, und nach dem Outing fühlt er sich erst recht als Außenseiter. Seine Eltern kommen mit seinem Schwulsein gut zurecht, jedoch wünschen sie sich, dass er Freunde hat. Er träumt von einem Leben anderswo, nur nicht weiter in diesem Dorf.
Als Luke beim Nachbarn aufgenommen wird, weil seine Eltern ihn dorthin bringen, ist James von ihm vom ersten Augenblick an fasziniert. Luke ist einer, der Schwierigkeiten und Ärger hat. Er ist zwar nur ein Jahr älter als James und geht er nicht mehr zur Schule, daher wirkt er weit älter und überlegen.
James ist wie gesagt fasziniert von Luke. Zuerst beobachtet er ihn nur aus der Ferne, dann verliebt er sich in ihn und entwickelt sexuelle Fantasien. Mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft. Ein Jahr dauert diese Freundschaft und bleibt für James in prägender Erinnerung – auch 20 Jahre danach, als er wieder zur Besichtigung eines Hauses ins Dorf zurückkehrt
In einer schönen Sprache wird das Leiden und Träumen von einem besseren Leben und der großen Liebe eines jungen 15-Jährigen an der Schwele zum Erwachsenwerden werden erzählt, mit allen Schwierigkeiten, die dieses Alter bereit hält.
„Öffnet sich der Himmel“ ist der Debütroman von Seán Hewitt über eine unerfüllte große Liebe.
Seán Hewitt
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Seán Hewitt
Öffnet sich der Himmel
Öffnet sich der Himmel
All Down Darkness Wide: A Memoir
Neue Rezensionen zu Seán Hewitt
Es geht um einen Jungen, der in Langeweile auf dem Land aufwächst. Erst als er einen Fremden kennengelernt, beginnt er zu hoffen, sich mehr zu wünschen.
Jahre später kehrt er zurück.
Es ist sprachlich etwas anspruchsvoller geschrieben und definitiv keine leichte Kost zum Zeitvertreib. Man bekommt viele Eindrücke in melancholische Erinnerungen.
Ich hatte zunächst Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu kommen, da sie gerade zu Beginn etwas langatmig geschrieben ist. Man muss sich Zeit und Geduld nehmen und sich darauf einlassen, um das Buch genießen zu können. Es ist literarisch anspruchsvoll und nichts für jemanden, der einen entspannten Abend mit Buch auf der Couch entgegen sehnt. Dennoch ein gutes Buch.
“Öffnet sich der Himmel” ist ein Roman, der mich leider gar nicht überzeugen konnte.
James entscheidet sich dazu, nach Jahren wieder in seine Heimatstadt zu gehen, um sich dort ein zum Verkauf stehendes Haus zu besichtigen, das voller Erinnerungen für ihn ist.
Zurück im Jahr 2002 fühlt sich der 16-jährige James eingeengt, denn alles bleibt im nordenglischen Dorf “Thornmere” beim Gleichen. Zudem fühlt er sich zunehmend einsam, da er seit seinem Coming-out von seinen Mitschülern ausgegrenzt wird. Dann trifft er im Sommer das erste Mal auf Luke, der auf das Land zur Disziplinierung geschickt wurde. James fühlt sich von dem Jungen angezogen, der absolut nicht gehorsam und scheinbar anders ist. Mit der Zeit fragt er sich immer häufiger, ob eine Liebe zwischen den beiden entstehen kann.
Erst einmal zum Positiven: Das Leben in Thornmere konnte ich mir dank der vielen Beschreibungen des Ortes gut vorstellen. Das war es aber auch schon mit den positiven Aspekten.
Wenn ich vollkommen bin, hat das Buch wie eine schlechte Kopie von “Call me by your name” auf mich gewirkt.
Der Roman hatte so gut wie keine Handlung, und es ist keines der Bücher, die von der Atmosphäre leben. Die Gefühle von James konnte ich an vielen Stellen nicht nachvollziehen, so auch nicht, warum er sich in Luke verliebt hat. James sagt, er sei “anders” und beachtet ihn, aber dass er nur deshalb eine regelrechte Obsession auf ihn entwickelt, finde ich weit hergeholt. Auch in anderen Situationen wird mir die Landschaft zu viel und die Gefühle zu wenig beschrieben.
Zudem ist der Roman an bestimmten Stellen absolut unnachvollziehbar. Dass ein Mann sich ab und zu an die erste Jugendliebe erinnert, ist ja vollkommen in Ordnung. Aber dass dieser seinen Ehepartner verlässt, weil er immer nur an diese unerwiderte Liebe denken muss, ist aus meiner Sicht zu irrational.
Als einen weiteren Aspekt möchte ich ansprechen, dass ich nicht nachvollziehen kann, warum Jugendliebe so extrem romantisiert ist. Natürlich ist die erste Liebe im Leben etwas besonderes. Jedoch kann ich Romane nicht nachvollziehen, die die erste kurze Liebe, oder sogar nur das erste Verlangen nach jemanden, so darstellen, dass diese eine jahrelange Ehe bzw. Partnerschaft zerstört. Wenn es, wie hier, keine gute Begründung dafür gibt, finde ich das Buch leider immer extrem unnachvollziehbar.
Fazit:
Insgesamt konnte mich der Roman leider absolut nicht überzeugen. Während das Dorfleben durch die Beschreibungen gut vorstellbar ist, versagt der Roman leider in vielen anderen Ansichten.
Die Handlung steht so gut wie still, die Gefühle von James sind nicht nachvollziehbar und generell werden zu wenig Gefühle beschrieben, absolut irrationale Handlungen an bestimmten Stellen und zu guter Letzt die Romantisierung von Jugendliebe. Das sind alles Aspekte, die ich an dem Buch nicht mochte. Leider kann ich somit das Buch nicht weiterempfehlen.
Gespräche aus der Community
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
57 Bibliotheken
7 Merkzettel






