Sean Connery

 3.6 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Mein Schottland, mein Leben, Being a Scot und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Sean Connery

Mein Schottland, mein Leben

Mein Schottland, mein Leben

 (9)
Erschienen am 14.05.2010
Being a Scot

Being a Scot

 (2)
Erschienen am 21.08.2008

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Rezension zu "Mein Schottland, mein Leben" von Sean Connery

Rezension zu "Mein Schottland, mein Leben" von Sean Connery
Sheilynvor 6 Jahren

Zunächst möchte ich anmerken, dass ich gerne und viel lese und ein absoluter Fan von Großbritannien speziell Irland und auch Schottland bin. Nebenbei habe ich noch eine Schwäche für Sean Connery. Ich habe also dieses Buch im Buchladen gesehen und wollte es unbedingt haben. Glücklicherweise stand Weihnachten vor der Tür und ich hatte es auf meine Wunschliste gesetzt. Weihnachten kam und auch das ersehnte Buch lag unterm Tannenbaum. Und da endet die Lovestory zwischen mir und dem Buch auch schon fast...
Es zog sich hin bis Mitte März und ich las immernoch daran. Gut mir fehlten nur noch weniger als ein viertel, aber naja... Ich muss ehrlich zugeben, dass ich total enttäuscht davon bin. Erwartungsgemäß dachte ich, ich hätte das Buch in spätestens 5-7 tagen ausgelesen, aber schon nach den ersten paar Seiten merkte ich, wie schwer das Buch zu lesen ist. Ich las weiter in der Hoffnung meine anfängliche Euphorie würde mich weiter führen....doch nach einer Weile musste ich mich fast dazu überwinden, dass Buch in die Hand zu nehmen und zu lesen.
Beim groben drüberblättern denkt man noch: "Wow...viele tolle Bilder aus seiner Heimat und Jugend" und man erwartet viele Informationen zu seiner Person...doch dann..nach ca. einem viertel des Buches geht es quasi nur noch um Kunst, Künstler, Architektur und deren Architekten, Erfinder, Ingenieure, Schriftsteller, Regisseure und andere Schauspieler aus Schottland.
Nur ab und an wird ein schmaler Hinweis gegeben, warum Sean Connery denkt das Thema sei wichtig oder nennt eine vage Brücke zu seiner Persönlichkeit.
Ich bin ein sehr kultivierter Mensch und interessiere mich auch für Kunst und Kultur. Aber das geht mir zu weit. Hier werden Kunstobjekte interpretiert und sich mit deren Kunststil auseinandergesetzt, die für mich teilweise keinen Zusammenhang zu Schottland finden lassen, ausser das der betreffende Maler/Künstler Schotte ist! Ich ärgere mich sehr darüber, denn ich habe mich wirklich darauf gefreut das Buch zu lesen. Aber ich gebe zu es ist eines der seltenen Bücher welches ich abgebrochen habe zu lesen.
Ich muss zugeben, dass was ich bisher gelesen habe ist interessant, aber merken werd ich mir davon wohl nichts. Meiner Meinung nach, erinnert das Buch stark an ein Fachbuch für Kunstgeschichte oder ähnliches.

Also mein Fazit:

Wer ein Buch sucht das tief in die Geschichte und Kultur Schottlands greift und sehr detaillierte Informationen bietet ist hier richtig.
Wer jedoch hofft etwas über Sean Connery zu erfahren oder Infos zu Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps zu Schottland zu finden, ist hier falsch.
Generell ist dieses Buch absolut nicht als "Bettlektüre" bei schummrigem Nachtischlämpchen Licht zu empfehlen. Die Detailgenauheit und der Faktenreichtum des Buches überanstrengen ein "müdes" Hirn und die kleingedruckten Fußnoten und Erklärungen zu abgebildeten Bildern oder Blaupausen ermüden die Augen zu sehr.

Sehr Schade!

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Rezension zu "Mein Schottland, mein Leben" von Sean Connery

Viel Schottland, wenig Connery
Stefan83vor 7 Jahren

Es gibt Länder, die man bisher noch nie in seinem Leben bereist hat und welche trotzdem einen gewissen Platz im Herzen einnehmen, da sie unsere Faszination wecken, neugierig machen und etwas Heimatliches ausstrahlen. Für mich war dies stets Schottland. Die Lebensart, die Musik, die raue Landschaft und auch die kantige Sprache faszinieren mich, meine Lieblingsautoren Sir Arthur Conan Doyle und Ian Rankin sind Kinder der Hauptstadt Edinburgh. Wenn dann eine Autobiographie von Sean Connery angekündigt wird, stolzer Schotte, bester James-Bond-Darsteller und mit Abstand einer der einprägsamsten Schauspieler in der Geschichte des Kinos, kann ich gar nicht umhin, als mir dieses Werk zu kaufen. Und überhaupt ist „Being a Scot“ lang erwartet, hatte sich der inzwischen achtzigjährige Connery doch viele Jahre gesträubt, seine Memoiren niederzuschreiben und die Buchveröffentlichung immer wieder verschieben lassen. Nun ist es unter dem Titel „Mein Schottland, mein Leben“ endlich auch auf dem deutschen Büchermarkt gelandet. Nur kann es die hohen Erwartungen überhaupt erfüllen?

Es kommt darauf an, mit welche Erwartungen man genau an das Buch herangeht. Eins wird jedenfalls bereits nach knapp hundert Seiten deutlich: Das gemeinsam mit Murray Grigor niedergeschriebene Werk enthält wesentlich mehr „Mein Schottland“ als „Mein Leben“. Wer hier auf James-Bond-Anekdoten oder spektakuläre Enthüllungen des einstigen „Sexiest Man Alive“ gehofft, sich vielleicht gar nähere Einblicke in sein intimes Privatleben gewünscht hat, wird unweigerlich bitterlich enttäuscht werden. Connerys Memoiren lesen sich stattdessen eher wie ein umfangreicher Kulturreiseführer durch Schottland, der Wissenswertes über die Landesgeschichte, Berühmtheiten, keltische Mythen, Literatur, Architektur und Sport mit dem Lebensweg des Schauspielers verwebt, ohne dass dieser jemals wirklich in den Exkursen im Mittelpunkt steht. Connery gibt kaum Persönliches preis, schwelgt wenig in Erinnerungen. Nur am Anfang erfährt der Leser, wie er im Alter von neun Jahren um sechs Uhr früh aufgestanden ist, um vor der Schule Milch auszufahren. Er schildert, warum er mit 13 die Schule geschmissen hat, um eigenes Geld zu verdienen und wie er über den Umweg vom Sarg-Polierer, Bademeister, Aktmodell oder Türsteher letztendlich bei der Schauspielerei gelandet ist. Was Näheres mit ihm passiert ist, nachdem er diese Karriere angetreten hat, bleibt für den Leser im Dunkeln.

Vielmehr versucht uns Connery nach diesem Kapitel über seine Jugend sein Heimatland nahe zu bringen, das er aus ganzer Seele liebt und mit dessen Geschichte und Kultur er sich, trotz seines Wohnsitzes auf den Bahamas, immer noch stark verwachsen fühlt. In der Art und Weise des Handlungsaufbaus verfolgt das Buch somit einen ähnlichen Anlass wie seinerzeit der Dokumentarfilm „Sean Connery's Edinburgh“ von Murray Grigor. Durch die Erzählweise eröffnen sich dem Leser zahlreiche Perspektiven, die sowohl Schottlandkenner, wie auch Neulige und Interessierte an diesem Land begeistern dürften. Auszugsweise und in kurzen Absätzen, wrd man an die jeweilige Thematik der Kapitel herangeführt und stellt erstaunt fest, dass das Wirken der Schotten in der Vergangenheit auch den Rest der Welt maßgeblich beeinflusst hat. Ob in der Architektur, im Schiffsbau oder ganz besonders in der Literatur – Schottland hat der Welt seinen Stempel aufgedrückt, wenngleich die sich oftmals selbst kasteiende Nation, das immer wieder unter den Teppich zu kehren versucht.

Als deutscher Leser kommt einem das merkwürdig bekannt vor. Auch Schottland hadert mit Entscheidungen aus der Vergangenheit, was Connery, bei aller Liebe zu seiner Heimat, immer wieder mit kritischen Tönen kommentiert. Er legt an mancher Stelle den Finger in die nicht selten selbstverschuldeten Wunden der Nation, berichtet stets offen und ehrlich über die wichtigen Momente in der Geschichte von Schottland. Von Glorifizierung und Mystifizierung keine Spur. Connery bleibt sachlich, spart sich den Druck auf die oftmals in Biographien überstrapazierte Tränendrüse. Vielmehr beschreibt er nüchtern die Wendepunkte, wo sich die Schotten selbst manches Mal ein Bein gestellt und ihren englischen Unterdrückern und Besatzern leichtfertig in die Hände gespielt haben. Diese entwaffnende Ehrlichkeit Connerys durchzieht das komplette Buch und unterstreicht sowohl seinen als auch den Charme des Landes.
Connery und Grigor räumen mit manchem Klischee auf und zeigen an anderer Stelle äußerst humorvoll ihren Ursprung. Dabei wird Schottland selbst nie entzaubert, bleiben immer genug Dinge im Dunkeln, um selbst einen Trip in das Land von Kilts, Dudelsäcken und Whisky zu wagen. Ob nun deshalb „Mein Schottland, mein Leben“ weniger oder mehr als eine Autobiographie ist, muss jeder Leser für sich entscheiden. Fakt ist: Die ein oder andere Anekdote mehr hätte dem Buch sicherlich gut getan, das besonders im letzten Drittel ein wenig von Fakten und Daten überladen wird und sich nur noch mit zäher Verbissenheit durchkämpfen lässt. Einzige Auflockerung sind da dann die zahlreichen Bilder und Farbphotographien, die für mich zu den Highlights dieses Werks zählen und letztlich einen größeren Blick hinter die Kulissen erlauben, als der eigentliche Text selbst. Auch hätte ich mir noch ein wenig mehr zum Thema schottische Unabhängigkeit gewünscht, die der glühende Patriot Connery mit viel Engagement auf den Weg bringen will, die hier aber auch erstaunlich stiefmütterlich behandelt wird.

Auf viele Fragen bekommt man, und das ist schade, leider keine richtige Antwort. Warum hat Connery Hollywood den Rücken gekehrt? Was hat er selbst von anderen Schauspielerkollegen im Laufe seiner Karriere gelernt? Welchen seiner Filme schätzt er am höchsten ein? Hierzu sagt der sympathische Schotte nichts und der Mensch Connery bleibt weitestgehend im Schatten. Andersereits ist es wohl auch eben diese bescheidene Zurückhaltung, welche diesen letzten richtigen männlichen Charakterdarsteller so beliebt und einzigartig macht.

Insgesamt ist „Mein Schottland, mein Leben“ ein Buch mit Licht und Schatten. Licht, weil Schottland in seiner Gänze objektiv und doch unterhaltend zum Leben erweckt wird. Schatten, weil man sich, nach dieser langen Wartezeit, doch wesentlich mehr Informationen über Sean Connery erhofft hatte.

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