Sean Williams

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Star Wars The Old Republic

Star Wars The Old Republic

 (16)
Erschienen am 24.08.2010
Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 16

Star Wars: Das Erbe der Jedi-Ritter 16

 (13)
Erschienen am 12.02.2007
Star Wars - The Force Unleashed

Star Wars - The Force Unleashed

 (13)
Erschienen am 18.07.2008
Auferstehung

Auferstehung

 (4)
Erschienen am 06.06.2006
Die Spiegelzwillinge

Die Spiegelzwillinge

 (4)
Erschienen am 31.08.2009
Star Wars: The Old Republic Sammelband

Star Wars: The Old Republic Sammelband

 (0)
Erschienen am 25.06.2018

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Rezension zu "Star Wars The Old Republic" von Sean Williams

Heiße Kämpfe im Kalten Krieg
Stefan83vor 7 Jahren

„I have a bad feeling about this.“ Dieser allseits bekannte Satz aus dem Star Wars Universum gibt so ungefähr das wieder, was mir bei der Ankündigung des neuen Romans aus der Feder von Sean Williams durch den Kopf ging. Nachdem der australische Autor die Buch-Adaption des Spiels „The Force Unleashed“ bereits zielsicher an die Wand gefahren und auch seine dreimalige Beteiligung an der „Das Erbe der Jedi-Ritter“-Reihe nicht gerade Begeisterungsstürme bei mir ausgelöst hatte, waren meine Erwartungen vor der Lektüre von „The Old Republic – Eine unheilvolle Allianz“ auch dementsprechend gering, zumal alle bisherigen Neuigkeiten rund um das neue MMO-Game nicht viel Innovatives vermuten ließen. Also wieder nur ein weiteres Werk, das lediglich die EU-Sammlung komplettiert? Eindeutig nein, denn Sean Williams belehrt hier alle Skeptiker eines Besseren und deutet an, dass er, ohne die Zwänge einer fest vorgeschriebenen Handlung, durchaus zu mehr fähig ist. Und nicht nur das: „Eine unheilvolle Allianz“ gelingt es, trotz (oder gerade wegen) der Besetzung mit bisher gänzlich unbekannten Figuren, das Flair der alten Star Wars Trilogie wieder aufleben zu lassen und überrascht mit einer durchweg spannenden Handlung im Stile eines John-le-Carré-Agentenromans, in der Action, Witz und Drama genau richtig dosiert wurden.

Die Geschichte beginnt etwa 3643 Jahre vor der Schlacht von Yavin und damit genau ein Jahrzehnt nach der Unterzeichnung des Vertrages von Coruscant.

Jet Nebula, Pirat und Schmuggler, befindet sich gemeinsam mit einer von den Hutts gestellten Crew auf Kaperfahrt im Wilden Raum, als er fernab der üblichen Hyperraumrouten auf einen geheimnisvollen Frachter namens „Cinzia“ stößt. Da jegliche Versuche, die Crew zur Aufgabe ihres Schiffs zu überreden scheitern, geht man zum Angriff über, nur um wenige Sekunden später die Explosion ihrer schon sicheren Beute miterleben zu müssen. Niemand von der „Cinzia“ scheint überlebt zu haben. Die Fracht wurde in Millionen Einzelteile zersprengt. Schließlich kann doch noch etwas geborgen werden, wenngleich zu diesem Zeitpunkt noch niemand an Bord von Nebulas Schiff ahnt, dass mit ihrem Fund der Kalte Krieg zwischen Republik und Imperium schon recht bald ein sehr heißer werden wird.

Einige Zeit später auf Coruscant. Jedi-Padawan Shigar Konshi, Schüler der Großmeisterin Satele Shan, schlendert frustriert durch die unteren Ebenen der Zentrumswelt. Vor wenigen Stunden hat ihm der Rat mitgeteilt, dass man ihn noch nicht bereit für die Prüfungen hält. Er muss lernen seine Aggressionen zu zügeln und sein wechselhaftes psychometrisches Kiffar-Talent unter Kontrolle zu bringen. Gerade mit erstem Punkt hat er gerade ziemlich Schwierigkeiten, weshalb ihm der wenige Meter vor ihm dröhnende Kampfeslärm äußerst gelegen kommt. Ein Mandalorianer mit Namen Dao Stryver nimmt dort eine ganze Zelle der Schwarzen Sonne auseinander. Nur eine einzelne Frau hat dessen Toben überlebt, welcher Shigar nun mit glühender Klinge zur Hilfe eilt. Wenige Sekunden später ist der Kampf vorbei, der Mandalorianer geflohen und Shigar nur knapp mit dem Leben davongekommen. Die Frau, eine ehemalige Soldatin der republikanischen Special-Forces namens Larin Moxla, hat inmitten des Gefechts nur die Namen Lema Xandret und Cinzia aufgeschnappt. Da die anscheinend allerdings wichtig genug für Dao Stryver waren, um eine ganze Truppe der Schwarzen Sonne ins Jenseits zu schicken, beschließen die beiden, ihre Informationen nach oben weiterzuleiten.

Gleichzeitig kehrt die Sith-Schülerin Eldon Ax nach Dromund Kaas zurück. Auch sie hat ein Treffen mit Dao Stryver, der Ax über die beiden gleichen Namen befragte, nur dank der „Güte“ des Mandalorianers überlebt und sinnt nun auf Rache. Doch vorher muss sie sich dem Zorn ihres Meisters Darth Chratis stellen, der über ihr Versagen nur wenig begeistert ist. Seine Wut verraucht jedoch schnell, als seine Schülerin von der Suche des Mandalorianers berichtet. Ax ist verwundert. Was hat es mit diesen beiden Namen bloß auf sich?

Bevor das Imperium und die Republik handeln können, kommt ihnen eine Hutt-Verbrecherfürstin zuvor. Sie lädt beide Parteien zu einer Auktion nach Nal Hutta ein. Dort soll ein seltsames Artefakt versteigert werden, dass aus einem zerstörten Raumschiff geborgen wurde – der „Cinzia“. Da man sich vom Navicomputer des Schiffes den Weg zu einem bisher unbekannten, ressourcenreichen Planeten erhofft, senden sowohl das Imperium als auch die Republik sofort ihre Botschafter los. Was beide nicht wissen: Das Imperium ist dabei gleich doppelt vertreten, denn beim ausgewählten Vertreter der Republik namens Ula Vii handelt es sich um einen imperialen Spion. Da auch Shigar Konshi und Larin Moxla Nal Hutta im Auftrag Satele Shans Nal Hutta ansteuern, drohen die Fassaden der Diplomatie schnell zu fallen, denn keiner der Gäste hat wirklich die Absicht an der Versteigerung teilzunehmen.

Doch hinter dem Geheimnis der „Cinzia“ verbirgt sich eine tödliche Gefahr. Und bald werden Sith und Jedi, Republik und Imperium zu einer historischen Entscheidung gezwungen. Sie müssen eine unheilvolle Allianz eingehen, um eine Bedrohung aufzuhalten, welche die gesamte Galaxis zerstören könnte ...

Gerade dieser letzte Satz des Klappentexts lässt bei langjährigen Begleitern des Erweiterten Universums einen schalen Geschmack im Mund zurück. Schon wieder eine Gefahr für die gesamte Galaxis? Vielen Dank auch, die lassen sich ja bald an einer Hand nicht mehr abzählen. Und zugegeben, ob man das Geheimnis der „Cinzia“ zu einer derart großen Bedrohung stilisieren musste, ist fraglich. Spannungstechnisch hätte es sicher auch ohne funktioniert. Andererseits brauchte Williams wohl etwas, damit Republik und Imperium sich zu der Allianz zusammenschließen, welche dem Buch letztlich den Titel gibt. Tatsache ist aber auch: Nachdem der Felinx bezüglich der „Cinzia“ erstmal aus dem Sack ist, geht der Story leider ein wenig die Puste aus und die Handlung pendelt sich in allzu bekannten Bahnen ein. Doch first things first.

Bevor man die durchaus vorhandenen Fehler und den fehlenden Ideenreichtum der zweiten Hälfte des Romans kritisiert, verdient Sean Willians zuallererst mal Lob, ist es ihm doch gelungen einer bis hierhin gänzlich farblosen Epoche nicht nur einen gewissen Reiz zu verleihen, sondern sie auch inhaltlich dem Kontext der Star Wars Chronologie anzugleichen. Die Befürchtung, „Eine unheilvolle Allianz“ wäre nur ein lückenfüllender Appetitanreger für das MMO-Game, löst sich bereits nach wenigen Seiten in Luft auf, da Williams die spielbaren Charakterklassen mit Leben füllt und so nachvollziehbar macht. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass der Autor sich nicht (wie bei „The Force Unleashed“) punktgenau an den Spielaufbau halten musste und stattdessen den kreativen Freiraum nutzen konnte, um eigene Ideen mit einzubringen. Und die Idee, mittels eines Agenten-Katz-und-Maus-Spiels die brüchige Friedensphase im Kalten Krieg zu verdeutlichen, ist ein wahrer Geniestreich. Nicht zuletzt auch deswegen, weil jeder einzelne Handlungsstrang zu faszinieren vermag und Williams die jeweilige Seite gänzlich unparteiisch beleuchtet. So erwischt sich der Leser nicht selten dabei, dass er, nachdem er eben noch Shigar Glück gewünscht hat, wenige Seiten später Eldon Ax die Daumen drückt. Die Fronten sind keineswegs so klar zu definieren und zu ziehen, wie man es von den Romanen der Rebellions-Ära gewöhnt ist. Das wird besonders am Beispiel der Figur Ula Vii deutlich.

Gefangen zwischen dem Pflichtbewusstsein gegenüber dem Imperium und der körperlichen Anziehung zur Soldatin Moxla, steht er stellvertretend für die seltsame Pattsituation in der Galaxis, denn auch wenn der Imperator in dieser Epoche ebenfalls kein freundlich gesinntes Wesen ist, so sind doch viele Planeten mit der Herrschaft des Imperiums durchaus einverstanden. Dieses hat zudem weit mehr Facetten, als das unter der Führung Palpatines der Fall sein wird. Zwischen Sith und Imperium werden deutliche Unterscheide gemacht, womit auch Ula Vii, der mit den Todfeinden der Jedi genauso wenig anfangen kann wie mit den Jedi selbst, seine Handlungen immer wieder rechtfertigt, bis er letztlich erkennen muss, dass Erstere niemals die Kontrolle abgeben werden und sein Traum von Frieden und Gerechtigkeit deshalb auf mehr als tönernden Füßen steht. Eldon Ax dagegen verkörpert die typische Sith-Schülerin am Scheideweg, welche noch nicht gänzlich der Dunklen Seite der Macht verfallen ist, die aber doch im gesamten Verlauf nie in Gefahr gerät die Seiten zu wechseln. Komplettiert wird die Riege der „Bösen“ durch Dao Stryver, der mir von allen Figuren dieses Romans aufgrund seiner undurchsichtigen Motivation am Besten gefällt. Ein wahrhaft würdiger Boba-Fett-Vertreter, dessen Identitätslüftung am Ende Williams erstklassig in Szene gesetzt hat.

Da Williams wie bereits erwähnt aber niemanden den Vorzug gibt, sondern jeder Figur gleichermaßen Aufmerksamkeit schenkt, konnte ich mich letztlich eigentlich für alle begeistern. Von Jet Nebula, der wohl nicht ungewollt ein wenig an einen gewissen Han Solo erinnert, über die nach einer Aufgabe gierenden Soldatin Moxla bis hin zum zweifelnden Jedi-Padawan Shogar. Alle passen bestens ins Gefüge, machen das Ganze mit ihren unterschiedlichen Eigenarten lebendig. Dazu trägt dann auch der erste Handlungsschauplatz Nal Hutta bei, dem Williams viel Zeit widmet und den er en detail beschreibt. Wo er noch in „The Force Unleashed“ von einem Planeten zum anderen hastete, lässt sich der Autor hier viel Zeit, um dem Leser nach und nach Zugang zur Geschichte finden zu lassen. Eine gute Entscheidung, denn schon bald ist man mittendrin im Durcheinander des Hutt-Palasts, meint man die Bith-Musik zu hören und den Gestank der verschiedensten Kreaturen zu riechen. Eine schöne Hommage an die Jabba-Szene und an die klassischen Spionage-Filme im Stile von „Der Spion, der aus der Kälte kam“ und „Casablanca“. Und genauso exotisch und reich an Farben.

In der zweiten Hälfte trauert man dieser atmosphärischen Kulisse nach, wenngleich es Williams aber gelingt die finale Schlacht gegen den übermächtigen Gegner ohne Superlative über die Bühne und authentisch über die Bühne zu bringen. Die Auftritte von Satele Shan und Darth Chratis (der Sith-Lord auf dem Cover) tun zusätzlich ihr Übrigens, um dem actionreichen Showdown nochmal eine gewisse Würze zu verleihen. Die gute Qualität des Beginns erreicht das Ende, trotz interessanter Wendungen und Mustafar-ähnlichem Setting, allerdings nicht mehr.

Abschließend darf man dennoch sagen: Sean Williams hat sich mit „Eine unheilvolle Allianz“ nicht nur als Star Wars Autor rehabilitiert, sondern auch eine Geschichte auf Papier gebracht, die im Gegensatz zum lausigen Comic-Sonderband „Bedrohung des Friedens“ wieder richtig Lust auf diese Epoche macht. Dank der ziselierten Spannung und der feinsinnigen Sprache wird die angespannte Lage des Kalten Krieges deutlich und mit ihr die Richtung, in die das MMO-Spiel „The Old Republic“ gehen soll. Man darf gespannt sein, ob Paul Kemp, dessen zweiter TOR-Roman „Deceived“ (im Mittelpunkt der Geschichte steht Darth Malgus, bekannt aus den beiden TOR-Trailern) wohl irgendwann im Juni/Juli bei Panini auf Deutsch erscheinen wird, dieses Niveau halten kann.

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Woodwomans avatar

Rezension zu "Die Spiegelzwillinge" von Sean Williams

Rezension zu "Die Spiegelzwillinge" von Sean Williams
Woodwomanvor 8 Jahren

Da ich nun seit ca. zwei Monaten an dem Buch “Spiegelzwillinge” von Sean Willimas festhänge, habe ich mich dazu entschlossen, das Buch abzubrechen. Es hat ja keinen Sinn, wenn ich einfach nicht weiter komme. Das Buch ist mit Sicherheit nicht schlecht. Der Schreibstil von Sean Williams gefällt mir ganz gut und ist auch ziemlich spannend. Aber die Welt, die er in dem Buch erschafft, ist defintiv nicht meins. Ich kann mich da irgendwie nicht reinfühlen und mir ist das Buch einfach zu umfangreich an Namen und Wesen. Ich komme damit ständig durcheinander und muss im Anhang alles nachschlagen. Das ist ja nun auch nicht Sinn der Sache und nimmt mir jeden Spaß am Lesen. Vielleicht werde ich es irgendwann mal beenden, aber momentan ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür.

Ansonsten möchte ich euch noch auf mein Video zu dem Buchabbruch hinweisen. Dort erfahrt ihr noch weitere Gründe =)
http://www.youtube.com/watch?v=bmY0oS1qAnY&feature=player_embedded

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Rheinzwitters avatar

Rezension zu "Auferstehung" von Sean Williams

Rezension zu "Auferstehung" von Sean Williams
Rheinzwittervor 9 Jahren

"EIN ATEMBERAUBENDER SCIENCE-THRILLER" schreit einem vom Buchrücken entgegen. Science-Thriller ja, aber weniger atemberaubend als leidlich spannend mit Längen.

Ein privater Ermittler wird aus einem erzwungenen dreijährigen Langzeitschlaf geweckt und muss feststellen, dass er oder seine durch manipuliertes "Beamen" erzeugte Kopie des Serienmordes verdächtigt wird.

Im Rahmen einer konventionellen Krimihandlung stellt der Autor im Grunde ethische Fragen, die mit einer Realisierung der besonders aus Star Trek bekannten Transportertechnologie einhergehen könnten:

Wird bei der Materietransmission das Konzept einer innewohnenden Seele außer acht gelassen?

Ist eine durch Manipulation oder fehlerhafte Transmission materialisierte Kopie ein eigenständiges Individuum?

Müssen einem solchen Duplikat dieselben Menschenrechte wie dem Original zuerkannt werden?

Interessante Fragen, die stellenweise interessant behandelt werden, aber eindeutig zweihundert Seiten zu viel, zu Lasten der recht spannenden Krimihandlung. Außerdem muss man sich mit 26 Abkürzungen und 50 Slang-Ausdrücken herumplagen, die zwar im Anhang aufgeführt sind, aber spätestens nach dem zwanzigsten Vorblättern überliest man genervt diese Passagen, was denn nun KRU (Kontextreiche Umgebung) oder VTB (Volltransparenter Bürger) noch mal heißen mag. Zusammen mit einem manchmal ausschweifenden Technik-Jargon ergibt sich eine schwer verdauliche Mischung.

Unterm Strich bleibt eine in ihren Grundzügen spannende Geschichte, deren Potential vom Autor nicht befriedigend ausgeschöpft und für Gelegenheits-SciFi-Leser nicht lesefreundlich genug umgesetzt wurde.

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