Sebastian Caspar Zone C

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Inhaltsangabe zu „Zone C“ von Sebastian Caspar

Crystal Meth ist ein Gemisch aus Ephedrin, Abflussreiniger und Batteriesäure. Eine Droge ohne Anspruch, härter und billiger als Kokain, und damit passend für den Osten Deutschlands. Der 19jährige Sten lebt dort mit seiner depressiven Mutter in einer Kleinstadt und sein Alltag wird bestimmt vom Konsum der Droge und Erinnerungen an seine Freundin Asic, die zum Studieren in den Westen gegangen ist. Da Asic seither nichts mehr von sich hören lässt verliert sich Sten immer mehr in kalten, unverbindlichen Beziehungen. Halt auf seiner ziellosen Suche findet er nur in dem unbeschwerten Verhältnis zu seinem Freund Monti, der scheinbar naiv und sorglos in den Tag hinein lebt. Was Sten nicht weiß: Monti birgt ein dunkles Geheimnis, und er selbst befindet sich näher am Abgrund, als ihm bewusst ist. Ein verstörendes Porträt der Nachwendejugend, die, geprägt durch ihr marodes Umfeld, an der Wirklichkeit zu zerbrechen droht.

Im Drogenmilieu, und hartes Vokabular mitunter, was aber durch den hervorragenden Schreibstil aufgefangen wird.

— AutorinMonaFrick
AutorinMonaFrick

Sehr realitätsnah!

— Exabyte
Exabyte

Dieses Top Buch sollte sich niemand entgehen lassen.

— jewgenijprotas
jewgenijprotas

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  • Hohe Authentizität

    Zone C
    MellisBuchleben

    MellisBuchleben

    11. August 2017 um 10:07

    "Zone C" wird aus der Sicht von dem 19-jährigen Sten erzählt, der mit seiner depressiven Mutter in einer Kleinstadt im Osten von Deutschland lebt. Sein Leben ist geprägt von Crystal Meth, einer aufputschenden Droge, für die das "C" im Titel steht. Sten verliert sich immer mehr in Erinnerungen an seine Freundin Asic, die zum Studium in den Westen gegangen ist. Ein unbeschwertes Verhältnis hat er nur zu seinem Freund Monti. Doch dieser birgt ein dunkles Geheimnis...Da das Buch aus der Sicht von Sten geschrieben ist, kann sich der Leser gut in dessen Innenleben einfühlen und die Höhen und Tiefen seines Alltags miterleben.Der Schreibstil ist bildhaft und zum Teil sehr poetisch, wie die folgenden Zeilen belegen:"Die Nacht mit ihrem kalten Hauch kriecht allmählich aus den Gullys der Stadt, und auf dem Weg in unser kollektives Chaos, das nur aus einem einzigen trudelnden Sturz zu bestehen scheint, durchnässt weiterhin der Regen meine Gedanken. [...] Ich habe Angst um die Zukunft, denn wir werden zerbrechen. Zerschellen an Sternen, welche, kurz zuvor geboren, uns ihre Schatten auf die Erde warfen."Jedoch stimmt der Schreibstil immer mit der Gefühlswelt des Protagonisten überein, so dass es an keiner Stelle unpassend erscheint. MeinungIm Großen und Ganzen hat das Buch mir sehr gut gefallen und es konnte mich durch Zusammenspiel von Inhalt und Schreibstil überzeugen. Der Leser erhält einen guten Einblick in das Leben mit Drogen und dessen Auswirkungen. Die Figuren sind alle authentisch dargestellt und das Thema aktuell. Somit habe ich dem Buch vier Herzen vergeben und kann es auf jeden Fall weiter empfehlen.

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  • Harter Stoff - gelungene Umsetzung

    Zone C
    AutorinMonaFrick

    AutorinMonaFrick

    07. March 2017 um 16:08

    Leicht deprimierend, aber hochkarätige Jugend-Lektüre mit Bestsellerpotential, wie Fänger im Roggen usw.Im Drogenmilieu, und hartes Vokabular mitunter, was aber durch den hervorragenden Schreibstil aufgefangen wird.Ich kann das Buch um den jungen Sten nur empfehlen. Erinnert thematisch ein wenig an "Wir Kinder vom Bahnhofszoo", ist aber wesentlich eindringlicher und naturgemäß aktueller in seiner Problematik.

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  • Hatte mir mehr darunter vorgestellt

    Zone C
    Nady

    Nady

    18. June 2014 um 20:09

    Gelesen: 23. Mai 2014 bis 24. Mai 2014 Klappentext: Jeder von uns weiß, wo was geht, und du könntest meinem Opa fragen, wer für den Flow zuständig ist, den Flow, der Kaputte und Junkies auf die Straßen spuckt und uns die Nächte mit einem Affen im Nacken wach hält. „Crystal Meth ist Lebenswirklichkeit in vielen Regionen. Direkt Süchtige, Verbandelte, Opfer und Täter. Die Mitte der Gesellschaft schaut derweil weiterhin TV und jagt das goldene Kalb. Sebastian Caspar legt nun den ersten Roman zum Thema vor, der viele aufschreckt. KLAK wagt sich in die Schlacht. Der Krieg da draußen hat längst begonnen“ (Volly Tanner, Journalist, Moderator, Sächsischer Literaturrat). Rezension: Sten ist 19 Jahre jung und lebt zusammen mit seiner Mutter, die, nach dem sein Vater spurlos verschwand, unter Depressionen leidet.  Sten hat seinen Job bei der Post verloren, als nach einem Drogenkonsum ihm anvertraute Päckchen verschwanden. Als seine Freundin Asic in den Westen zieht um dort zu studieren, bricht Stens Leben völlig zusammen. Sein Alltag bestimmen nun Drogen, Sex und Erinnerungen an seine Freundin Asic, die sich seit dem Umzug nicht mehr bei ihm gemeldet hat. Er nimmt Crystal Meth, ein Gemisch aus Ephedrin, Abflussreiniger und Batteriesäure. Eine Droge die er sich leisten kann, den sie ist billiger als Kokain. Einzig sein Freund Monti, mit dem er ständig zusammenhängt, ist ihm geblieben. Doch Monti ist sehr naiv und lebt sorglos von einem Tag in den nächsten. Was Sten jedoch nicht weiß ist, dass Monti ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Ein Geheimnis, welches ihn  näher am Abgrund stehen lässt, als ihm lieb ist. Meine Meinung: In diesem Buch wird ein Thema angesprochen, über das wir alle mehr nachdenken sollten, wir aber gerne die Augen verschließen. Wir erleben in dem Buch den Alltag von Sten, der unter der Droge Crystal Meth steht.  Man erlebt, wie er seinen Alltag verbringt, der eigentlich aus nichts anderem besteht als aus Drogen, Sex und der Sehnsucht nach seiner Freundin Asic. Das Thema selber hat mich schon sehr interessiert, aber die Umsetzung hat mir nicht so gut gefallen.  Was mir gefiel war, dass die Kapitel sehr kurz gehalten wurden. Aber Sebastian Caspar schreibt sehr sprunghaft, so dass man plötzlich an einem ganz anderen Ort war, ohne wirklich einen Übergang zu haben. Außerdem waren die Satzstellungen oft so schwierig zu lesen, dass ich einige Sätze oder Absätze nochmals lesen musste, um sie wirklich zu verstehen. Die Charakter wurden alle nur sehr oberflächlich beschrieben und mir war eigentlich keiner sympathisch. Man liest über 154 Seiten immer wieder das gleiche. Sten nimmt Drogen, hat Sex mit irgendjemanden und vertreibt ansonsten seine Zeit mit Monti.  Eine richtige Spannung wurde für mich nicht aufgebaut. Mich konnte das Buch nicht überzeugen, obwohl das Thema sicherlich sehr interessant ist. Sterne:    1 von 5

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  • Rezension zu "Zone C" von Sebastian Caspar

    Zone C
    Exabyte

    Exabyte

    30. May 2014 um 09:31

    Inhalt: Crystal Meth ist ein Gemisch aus Ephedrin, Abflussreiniger und Batteriesäure. Eine Droge ohne Anspruch, härter und billiger als Kokain, und damit passend für den Osten Deutschlands. Der 19jährige Sten lebt dort mit seiner depressiven Mutter in einer Kleinstadt und sein Alltag wird bestimmt vom Konsum der Droge und Erinnerungen an seine Freundin Asic, die zum Studieren in den Westen gegangen ist. Da Asic seither nichts mehr von sich hören lässt verliert sich Sten immer mehr in kalten, unverbindlichen Beziehungen. Halt auf seiner ziellosen Suche findet er nur in dem unbeschwerten Verhältnis zu seinem Freund Monti, der scheinbar naiv und sorglos in den Tag hinein lebt. Was Sten nicht weiß: Monti birgt ein dunkles Geheimnis, und er selbst befindet sich näher am Abgrund, als ihm bewusst ist. Ein verstörendes Porträt der Nachwendejugend, die, geprägt durch ihr marodes Umfeld, an der Wirklichkeit zu zerbrechen droht. Cover/Titel/Formales: Das Cover ist in schwarz, weiß und grün gehalten und der Einband hat eine wirklich tolle Haptik. Er ist leicht gummiert und fühlt sich sehr gut an. Auf dem Cover sieht man eine Darstellung von Kristallen/Splittern. Das passt sehr gut zum Inhalt, denn es sieht aus wie Crystal. Zunächst hat es mich gewundert, wie dünn das Buch ist - es hat nur knapp 150 Seiten. Aber die Länge ist meiner Meinung nach genau richtig. Die Geschichte hat genug Raum, sich zu entfalten und die 150 Seiten reichen, um den gewünschten Einblick zu erlangen. Meinung: In diesem Buch geht es um den 19jährigen Sten. Er lebt im Osten Deutschlands und nimmt die Droge Crystal. Seine Freundin Asic hat ihn vor einigen Monaten verlassen um im Westen zu studieren und darüber kommt er nicht weg. Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch rezensieren soll, ohne dass man sich Sorgen macht, mit welchen Leuten ich mich rumtreibe, aber wenn ich nun eine ehrliche Rezension schreiben soll, muss ich wohl einfach ehrlich sein. Ich habe Menschen kennengelernt, die so ziemlich jeden Tag harte Drogen nehmen und das Leben eines jeden von ihnen sieht genauso aus, wie das von Sten. In "Zone C" passiert an sich nicht allzu viel - wer sich also eine total actionreiche Geschichte mit vielen Wendungen verspricht, wird damit nicht so viel Spaß haben. Aber darum geht es in dieser Geschichte sowieso nicht, denn von Spaß ist hier keine Rede. Das Buch ist mehr als authentisch geschrieben - und das Leben eines Abhängigen macht keinen Spaß. Beim Lesen überkamen mich Gefühle wie Hoffnungslosigkeit, Antriebslosigkeit, Depression. In "Zone C" begleitet man für eine Zeit lang den Crystal-Abhängigen Sten. Es ist als ob man sich einfach für ein paar Monate zu ihm gesellt und seine Gedanken und Handlungen live miterlebt. Es geht häufig nur darum, sich Crystal zu beschaffen, mehr oder weniger bedeutungslosen Sex zu haben und sich ansonsten einfach scheiße zu fühlen. Besonders die Szenen mit Stens Mutter fand ich herzzerreißend traurig. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie verzweifelt diese Frau sich fühlen muss. Denn scheinbar bekommen alle mit, was mit Sten passiert - nur er selbst nicht. Dieser Roman zeigt deutlich, wie Sten (und vermutlich auch andere Menschen aus seinem Umfeld mit Drogenaffinität) abstumpfen. Er verliert sich in Kleinigkeiten, versinkt gedanklich stundenlang in irgendeinem Unsinn nur um das Große und Ganze auszublenden. Ich kann mir gut vorstellen, wo seine Sucht herrührt, denn sein Familienumfeld scheint wirklich sehr marode zu sein und das Kapitel, in dem er Geburtstag hat, war auch wieder wie ein Schlag ins Gesicht. Selbstgebackener Kuchen? "Alles Liebe mein Schatz"? Als ob. Jeder Tag ist wie der andere und jeder Tag ist scheiße. Beim Lesen habe ich erstmals den Eindruck gehabt, dass sich viele Menschen ab einem bestimmten Punkt im Leben Gedanken darum machen, dass all dieser Überfluss in einer kalten und unpersönlichen Welt dafür verantwortlich ist, dass es allen scheiße geht. So philosophiert Sten zum Beispiel auf Seite 20 darüber, dass es vielleicht besser wäre, irgendwo im Dreck geboren worden zu sein und den Tag damit zu verbringen, zu einer Wasserstelle zu laufen. Ein ähnliches Zitat habe ich letztens von $ick bei Shore, Stein, Papier gehört.. Und wo wir schon beim Philosophieren sind: Ich finde, dieses Buch hat einen unvergleichlich interessanten Schreibstil. Sten ist nicht dumm, so wirkt er auf mich jedenfalls in keiner Minute. Sebastian Caspar schafft es, Sten die Stimme einer verzweifelten und trostlosen Jugend zu verleihen, die trotz - oder gerade wegen - aller Möglichkeiten absolut perspektivlos ist. Das Buch hat gerade auch wegen des Ost-West-Konflikts einen politischen Unterton, obwohl er aktiv nicht wirklich angerissen wird. "Zone C" von Sebastian Caspar hat mich wirklich überzeugt. Es behandelt eine Thematik, die in der Öffentlichkeit gern totgeredet wird, doch aus eigener Erfahrung kann ich sagen - so fern ist das alles nicht. Ich finde es gut, dass jemand diesen Menschen eine Stimme verleiht und auf das Thema eingeht, ohne belehrend oder strafend zu sein. Das Buch spielt mitten in einer Welt in der sogar die Werbeplakate ein "Entkräftet" prangen (S. 136) und das mitten unter uns. Wer einen knallharten Einblick in die trostlose und verzerrte Realität eines jungen Abhängigen werfen möchte, bekommt mit "Zone C" die Möglichkeit.

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  • Ein Porträt eines Drogensüchtigen!

    Zone C
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    22. May 2014 um 11:39

    Man ist allein, an schlimmen Tagen sogar so sehr, dass man spürt, sich selbst verlassen zu haben. - Seite 28 Der 19-jährige Sten lebt zusammen mit seiner depressiven Mutter im Osten Deutschlands. Sein Alltag bestimmt den Konsum von Drogen und Erinnerungen an seine Freundin Asic, die nun nicht mehr bei ihm ist. Sie zog in den Westen um zu studieren. Sten nimmt Crystal Meth zu sich. Ein Gemisch aus Ephedrin, Abflussreiniger und Batteriesäure. Eine Droge ohne Anspruch, härter und billiger als Kokain. Sten verliert sich immer mehr in kalten und unverbindlichen Beziehungen. Sein einziger Freund mit dem er sehr viel Zeit verbringt ist Monti. Monti ist naiv und lebt sorglos in den Tag hinein. Doch er birgt ein dunkles Geheimnis, dieses Sten noch nicht weiß, und er selbst befindet sich näher am Abgrund, als ihm lieb und bewusst ist. Meine persönliche Meinung:Sebastian Caspar bespricht in Zone C ein Thema, vor dem viele Menschen da draußen die Augen verschließen. Viele wissen absolut nicht, wie schlimm es inzwischen mit dem Konsum von Drogen geworden ist. Wie viele Menschen unter dieser Sucht leiden und auch daran sterben. Wir bekommen in diesem Buch einen kleinen Einblick in Stens Leben. Sein Leben mit Drogen und wie er seinen Alltag bewältigt. Kurze und knappe Kapitel führen uns durch Zone C. Einblicke in Stens Leben, die jedoch sehr sprunghaft sind. Mir wurde der Ort, die Handlung zwischen den Kapitel zu oft gewechselt, und vor allem zu schnell. Liest man gerade das Jetzt in seinem Leben, befindet man sich auch schon wieder in der Vergangenheit. Manche Themen oder auch Geschichten von Sten hätte ich mir ausführlicher gewünscht. Kapitel, die mir somit viel zu schnell zu Ende waren, obwohl ich gerne mehr davon gelesen hätte. In Zone C lesen wir auf den guten 150 Seiten eigentlich immer nur das selbe. Die Handlung wiederholt sich viel zu oft. Sten dröhnt sich zu, hat Sex unter Drogeneinfluss, holt sich sein Zeug von seinen Dealern, zieht eine Line nach der anderen, trauert Asic hinterher, verbringt viel Zeit auf Partys und mit seinem Freund Monti. Dies wechselt sich immerzu ab, und das eigentliche Thema Drogen wurde mir viel zu wenig ausführlicher beschrieben. Mir fehlten dazu elementare Teile, die bei dieser Geschichte für mich eine große Rolle gespielt hätten. Der Autor hat dies sicher so gewollt, sonst hätte er das Buch bestimmt nicht so geschrieben, aber bei mir kam hin und wieder schnell Langeweile auf, wenn sich mal wieder eine Szene aus Stens Leben so ähnlich wiederholte als die vorherige schon. Sten wurde für mich äußerst gut dargestellt. Lese ich jedoch ein Buch, bei dem es um ein tragisches und doch trauriges Thema geht, habe ich meistens immer ein Mitleid mit dem Protagonisten. Bei Sten kam irgendwie keines auf. Sten lässt sich treiben, tut nichts um sein Leben verbessern zu wollen. Er ist schwach und antrieblos, was bestimmt wiederum desöfteren normal bei einem Drogensüchtigen ist. Im großen und ganzen hat mir das Buch schon gefallen, da ich sehr gerne solche Geschichten lese, in denen Themen wie Drogen, Alkoholismus oder andere Suchtprobleme aufgegriffen und angesprochen werden. In Zone C fehlte es mir einfach an Spannung und Ausführlichkeit. Ich hätte mir mehr zu dem Thema Drogen erhofft. Die Geschichte an sich ist stimmig und real beschrieben, man glaubt in einer Biografie zu lesen. Wer ein Porträt eines Drogensüchtigen lesen möchte, hat mit Zone C ganz bestimmt ein großes Lesevergnügen. Ich habe mir einfach ein wenig etwas anderes von diesem Buch erwartet!

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  • Zone C von Sebastian Caspar

    Zone C
    jewgenijprotas

    jewgenijprotas

    14. March 2014 um 21:36

    Jeder von uns weis, wo was geht, und du könntest meinen Opa fragen, wer für den Flow zuständig ist, den Flow, der Kaputte und Junkies auf die Straßen spuckt und uns die Nacht mit einem Affen im Nacken wach hält.  Chrystal Meth ist ein Gemisch aus Ephedrin, Abflussreiniger und Batteriesäure. Eine Droge ohne Anspruch, härter und billiger als Kokain, und damit passend für den Osten Deutschland. Der 19jährige Sten lebt dort mit seiner depressiven Mutter in einer Kleinstadt und sein Alltag wird bestimmt vom Konsum der Droge und Erinnerungen an seine Freundin Asic, die zum Studierenin den Westen gegangen ist. Da Asic seither nichts mehr von sich hören lässt, verliert sich Sten immer mehr in kalten, unverbindlichen Beziehungen. Halt auf seiner ziellosen Suche findet er nur in dem unbeschwerten Verhältnis zu seinem Freund Monti, der scheinbar naiv und sorglos in den Tag hinein lebt. Was Sten nicht weiß: Monti birgt ein dunkeles Geheimnis, und er selbst befindet sich näher am Abgrund, als ihm bewusst ist.  Ein verstörendes Porträt einer Jugend, die, geprägt durch ihr marodes Umfeld, an der Wirklichkeit zu zerbrechen droht.  (Quelle: Klappentext)  -Meinung- Dieses Buch bleibt in Erinnerung, lange nach dem ich es gelesen habe. Schockierend und zugleich aufklärend-ohne den strengen Zeichenfinger- beschreibt der Autor Sebastian Caspar das junge und zugleich kaputte Leben des 19jährigen Sten. Menschen wie Sten werden im öffentlichen Leben übersehen, und genau dieses Menschen hat Caspar eine Stimme gegeben-über den 19jährigen Sten.  Man taucht in ein Leben ein, dass den meisten von uns-Gott sei Dank- absolut fremd ist. Mit diesem Buch bekommen wir einen durchaus erschreckendes zugleich aber wahres Bild von dieser Underground Gesellschaft. An manchen Stellen benutzt Caspar "harte Sprache", genau das macht dieses Buch authentischer.Gerade Eltern, Pädagogen, Sozialarbeiter und heranwachsende Jugendliche  sollten dieses Buch wahrlich einatmen. In dem wir dieses Buch gelesen, und darüber in Familien und Schulen reden, können wir diese rasante Ausbreitung von Chrystal Meth (Im Zweiten Weltkrieg diente dieses Mittel als Ängstekämpfer, auch Hermann-Göring-Pille genannt.) bekämpfen. In Russland ist diese Droge, unter dem Namen "Krokodil" bekannt und berüchtigt.  -Fazit-   Ein absolutes fünf-Sterne Buch. Von der ersten bis zur letzten Seite lesenswert.  Sebastian Caspar muss man sich merken.

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  • Hat mich nicht überzeugen können

    Zone C
    katja78

    katja78

    20. February 2014 um 17:43

    Klappentext Crystal Meth ist ein Gemisch aus Ephedrin, Abflussreiniger und Batteriesäure. Eine Droge ohne Anspruch, härter und billiger als Kokain, und damit passend für den Osten Deutschlands. Der 19jährige Sten lebt dort mit seiner depressiven Mutter in einer Kleinstadt und sein Alltag wird bestimmt vom Konsum der Droge und Erinnerungen an seine Freundin Asic, die zum Studieren in den Westen gegangen ist. Da Asic seither nichts mehr von sich hören lässt verliert sich Sten immer mehr in kalten, unverbindlichen Beziehungen. Halt auf seiner ziellosen Suche findet er nur in dem unbeschwerten Verhältnis zu seinem Freund Monti, der scheinbar naiv und sorglos in den Tag hinein lebt. Was Sten nicht weiß: Monti birgt ein dunkles Geheimnis, und er selbst befindet sich näher am Abgrund, als ihm bewusst ist. Ein verstörendes Porträt einer Jugend, die, geprägt durch ihr marodes Umfeld, an der Wirklichkeit zu zerbrechen droht.  Spannung, Schreibstil & Charaktere  Sebastian Caspar hat sich hier an ein aktuelles Thema herangewagt. Gut wird beschrieben er wie stark man sich im Drogensumpf verlieren kann. Spannend fand ich es aber ehrlich gesagt nicht, da immer wieder beschrieben wird, wie Sten an die Drogen kommt und man sich total wegdröhnt. Die kurzen Augenblicke, wo Asic eine Rolle spielt, waren mir nicht ausschlaggebend genug, um von einer steigenden Spannung sprechen zu können. Die Beziehung zu ihr, wird vom Drogenkonsum doch arg verzehrt. Gut kommt dagegen rüber, wie man sich unter Drogeneinfluss verhält, die veränderte Wahrnehmung zur Realität ist schon recht beängstigend. Die Charaktere finde ich nur recht fade beschrieben und lassen keine rechte bildhafte Vorstellung zu. Ich hatte beim lesen leider immer das Gefühl gehabt, mich im Kreis zu drehen, da sich die Abläufe wiederholt haben. Zwar ist es ein brisantes Thema, an das sich der Autor hier gewagt hat, aber was will man damit aussagen?  Die anhaltenden negativen Abläufe machen beim lesen keinen guten Eindruck, mir hätte vielleicht eher gefallen wenn es auch etwas persönlicher geworden wäre. Die "Ich" Perspektive mag ich sonst recht gerne aber ich finde hier keine schönen Dialoge die mir bei dem Buch im Gedächnis geblieben sind. Fazit Leider kein Buch was ich euch empfehlen kann.  2 Sterne weil ich die Thematik interessant finde und gut geschildert wird, wie "kaputt" man durch den Drogenkonsum werden kann. Kraft- und antriebslos. Das kam sehr gut rüber. Ansonsten leider für mich keine sehr gute Umsetzung.   Zum Autor Sebastian Caspar, geboren 1977 in Weißenfels/Saale, lebt in Leipzig. Mehrere Jahre arbeitete er in Australien, Indonesien und China. „Zone C“ ist sein erster Roman. www.sebastiancaspar.de

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  • Zone C (Sebastian Caspar)

    Zone C
    LieLu

    LieLu

    16. February 2014 um 16:37

    KLAK Verlag Der Autor Sebastian Caspar wurde 1977 in Weißenfels an der Saale geboren und lebt nun in Leipzig. Einige Jahre lebte und arbeitete er sowohl in Australien, Indonesien als auch China. Zone C ist sein Debütroman. Zone C „Rasende Kopfschmerzen bestimmen den weiteren Vormittag, deshalb stehe ich gar nicht erst auf, sondern starre an die Decke meines Zimmer.“ Sten ist drauf. Seit er sich erinnern kann, ist er auf C. Zusammen mit seiner depressiven Mutter lebt er allein in einer kleinen Wohnung, über dem Hauspenner und seiner Frau, die sich nur von Alkohol zu ernähren scheinen. Er braucht es immer und zusammen mit seinem Kumpel Monti und seiner Freundin Vivian besorgt er es sich. Doch dann geschieht etwas Unvorhersehbares und Sten fühlt sich nach dem  tragischen Ereignis nur noch allein. Nach einem Anruf seines Freundes Kumar aus dem Urlaub in Tunesien, wo dieser glaubt Asic, Stens Ex-Freundin gesehen zu haben, macht dieser sich auf den Weg dorthin, um sie wieder zu treffen. Doch bald schon muss er feststellen, dass an der ganzen Sache etwas faul ist. Doch nicht nur Kumar, auch sein bester Kumpel Monti scheint ein Geheimnis zu haben… Fazit Der Leser steigt mitten im Geschehen ein. Sten auf C, mit all seinen Gefühlen und Empfindungen. Rasend schnell und berauschend. Für ihn ist es Normalität geworden C zu ziehen und nicht nur das, denn er kifft und wirft sich Pillen. Oft kriegt man es als Leser gar nicht so genau mit, wann er C zu sich nimmt, weil er es so oft tut und oft nur nebenbei. Wenn das Gefühl herunter zu kommen durchscheint, greift er wieder zum weisen Pulver.  Zwischenzeitlich versucht seine in sich gekehrte Mutter ab und an zu ihm durchzudringen, doch Sten versucht immer wieder den Situationen zu entfliehen. Zudem ist er sehr traurig über den Verlust seiner Freundin Asic, welche ihn vor geraumer Zeit verlassen hat. Doch sie ist es, die das einzig Richtige getan zu haben scheint. Doch auch das C kann die Bitterkeit, Einsamkeit und Enttäuschtheit über das Leben in Sten nicht hinwegfegen. Immer häufiger treibt er sich bis an den Rand, legt sich häufiger Lines, bis die Situation bei Monti schließlich fast eskaliert. Sich wieder gefangen findet sich Sten auf verschiedenen Partys wieder und wird plötzlich mit seiner Sucht und der Wirklichkeit konfrontiert. Das ist der Strudel seines Lebens. Durch die kurzen Kapitel, die schnellen Umschwünge und den angenehmen Schreibstil, kann man dem Geschehen trotz der hohen Geschwindigkeit gut folgen. Doch der Höhepunkt der Spannung liegt meiner Meinung nach kurz vor dem Schluss des Buches. Hier trifft den Leser die nüchterne und unverschleierte Wirklichkeit des Alltags mit Crystal Meth… „Crystal Meth ist Lebenswirklichkeit in vielen Regionen. Direkt Süchtige, Verbandelte, Opfer und Täter. Die Mitte der Gesellschaft schaut weiterhin TV und jagt das goldene Kalb. Sebastian Caspar legt nun den ersten Roman zum Thema vor, der viele aufschreckt. KLAK wagt sich in die Schlacht. Der Krieg da draußen hat längst begonnen!“ Volly Tanner, Journalist, Moderator, Sächsischer Literaturrat  http://immer-mit-buch.blogspot.de/2014/02/zone-c-sebastian-caspar.html

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