AchtNacht

von Sebastian Fitzek 
3,5 Sterne bei30 Bewertungen
AchtNacht
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JuergenEdelmayers avatar

Thriller von der Stange. Stellenweise unterhaltsam, aber für meinen Geschmack zu holzschnittartig geraten.

SandysBunteBuecherwelts avatar

Rasant und temporeich ohne Tiefgang oder dem besonderem Etwas. Gut aber nicht brilliant.

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Inhaltsangabe zu "AchtNacht"

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. Sie haben 80 Millionen Feinde. Werden Sie die AchtNacht überleben? Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie. Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der "AchtNacht", am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei. Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt. Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder läuft. Und jetzt stellen Sie sich vor, Ihr Name würde gezogen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785755280
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Lübbe Audio
Erscheinungsdatum:17.03.2017
Das aktuelle Buch ist am 14.03.2017 bei Knaur eBook erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    JuergenEdelmayers avatar
    JuergenEdelmayervor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Thriller von der Stange. Stellenweise unterhaltsam, aber für meinen Geschmack zu holzschnittartig geraten.
    Bedingt unterhaltsamer Thriller (Besprechung der Hörbuchausgabe)

    Bei „AchtNacht“ hat sich Sebastian Fitzek von einem mir unbekannten Werk namens „The Purge“ inspirieren lassen. Ich finde es sehr anständig, dass der Hörer dies vor Beginn der Geschichte erfährt und der Autor darauf verzichtet, sich mit fremden Federn zu schmücken. Sprecher Simon Jäger verfügt über eine angenehme Stimme und liest so, wie ich es von einem guten Vorleser erwarte. Er lässt den Text wirken und spielt sich nicht selbst in den Vordergrund.

    Sebastian Fitzek versteht es, Spannung zu erzeugen und Szenen zu gestalten. Leider stellte sich bei mir nach einiger Zeit dennoch Langeweile ein. Den Grund dafür sehe ich im Missverhältnis zwischen Grundidee und Romanumfang. Der ist meiner Ansicht nach viel zu umfangreich geraten. Irgendwann hatte ich den Eindruck, dass die geschilderten Szenen zum Selbstzweck gerieten und die Handlung nicht mehr voran brachten. Stattdessen Wiederholungen und ähnliche Abläufe. Die für die AchtNacht Nominierten werden gejagt, verstecken sich, entkommen und werden erneut gejagt. Zwischendurch immer wieder mal Bens Sorge um seine Tochter Jule.

    Auch sprachlich konnte mich AchtNacht leider nicht überzeugen. Bei einem Thriller erwarte ich nicht unbedingt höchstes Niveau, aber auf abgedroschene Formulierungen kann ich gerne verzichten. Einige Beispiele:

    „Martin Schwarz sprach im Rhythmus einer Handfeuerwaffe. Jedes Wort ein Schuss.“

    „Der Lift spuckte ihn im Treppenhaus aus.“

    „Sein Puls hämmerte im Takt einer immer schneller werdenden Filmmusik.“

    Dazu noch „Glühende Kohlen“ und „Eisige Blitze“.

    Etwas origineller hätte es schon sein dürfen.

     

    Fazit:

    Unterm Strich fand ich „AchtNacht“ bestenfalls durchschnittlich. Die Charaktere ließen Tiefe vermissen und wirkten auf mich holzschnittartig. Allen voran Benjamin Rühmann, der Protagonist. Der ist ein heruntergekommener Musiker mit mangelnder Impulskontrolle und einem Talent, sich in brenzlige Situationen zu manövrieren. Damit nicht genug, trägt er an einer schweren Schuld. Das ist nun wirklich nicht neu. Diese Figur bringt nichts mit, was mein Interesse an ihr wecken könnte. Auch dem übrigen Personal konnte ich nicht viel abgewinnen. Der Vater, der seinen Sohn für einen Versager hält, die Ex-Frau, die aus anderen Gründen von ihm enttäuscht ist, Martin Schwarz, der abgeklärte Typ, zuständig für Personenschutz und andere knifflige Aufgaben. Das ist mir in abgewandelter Form schon dutzende Male untergekommen. Während einer längeren Autofahrt mag dieses Hörbuch geeignet sein, für ein gewisses Maß an Unterhaltung so sorgen. Der große Wurf ist „AchtNacht“ aus meiner Sicht nicht.


    Diese Besprechung gibt es auch auf meinem Blog: http://autoreninfo.over-blog.de/2018/03/hor-buchbesprechung-achtnacht-von-sebastian-fitzek.html

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    SandysBunteBuecherwelts avatar
    SandysBunteBuecherweltvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Rasant und temporeich ohne Tiefgang oder dem besonderem Etwas. Gut aber nicht brilliant.
    Guter Psychothriller, ohne dem besonderen Etwas und fehlenden Tiefgang

    Ich habe meine Liebe zu den Thrillern von Fitzek entdeckt, leider gehört dieses nicht zu den Herzstücken.

    Acht Nacht. Auf der 8 Nacht Seite darf nomiert werden um zu töten, jeder darf einen Namen abgeben und damit einen Auserwählten nominieren in der 8 Nacht gejagt und getötet zu werden. Es kostet eine Gebühr jemanden zu nominieren und dann auch jagen zu dürfen. Versprochen werden 10 Millionen für den Jäger, der nachweist den Nominierten getötet zu haben. Es entsteht eine unvergleichliche Hetzjagd, brutal und am rande des vorstellbaren.

    Ein typischer Fitzek, er nimmt uns ab der ersten Seite mit und lässt uns bis zum Schluss nicht mehr los. Keine Frage, Fitzek hat einen wahnsinns Schreibstil, zieht einen mit und hält die Spannung hoch. Insbesondere in der Acht Nacht ist das Tempo rasant.

    In den Thrillern unseres Autors kommt man immer an den Rand des vorstellbaren, ja ein bisschen krank und immer brutal.

    Doch in diesem Buch stellt man sich selbst immer wieder Fragen. Ist es möglich Menschen so weit zu bringen, an solche Aussagen und Versprechen zu glauben? Passt es nicht in unsere heutige Zeit? Kann Menschenliebe und Rücksicht so weit sinken?
    Das ganze Thema passt einfach in unsere verrückte digitale Welt!

    Ich kam mit den Protagonisten nicht klar, war mit Ihnen auf keiner Wellenlänge und bin nicht warm geworden. Viele Entscheidungen von Ben waren für mich nicht nachvollziehbar. Auch Arezu habe ich nicht gemocht oder verstanden.
    Was ich jedoch absolut gefeiert habe, ist ein Wiedersehen mit Martin Schwarz - ich habe Ihn so so so sehr in Passagier 23 gemocht.

    Die Spannung wurde hoch gehalten und doch hat mir das besondere Etwas oder das Ende mit dem extra Kick gefehlt, es war teilweise sehr vorhersehbar.

    Simon Jäger ist ein toller Sprecher und gibt diesen Büchern und seinen Charakteren Charme. Also ein gutes Hörerlebnis.

    FAZIT

    Ein toller Thriller  und eine absolute Leseempfehlung für alle die Fitzek mögen und noch nicht zu viel von Ihm gelesen haben, denn leider ist das Buch sehr vorhersehbar und es fehlt das Besondere.

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    Shanliras avatar
    Shanliravor 8 Monaten
    Interessante Story

    Zur Geschichte

     

    Ben ist ein erfolgloser Musiker, der mehr schlecht als recht sein Leben im Griff hat. Seine Frau hat sich von ihm getrennt, steht aber immer noch zu ihm. Seine Tochter sitzt im Rollstuhl nach einem schweren Autounfall. Er macht sich immer noch Vorwürfe, da er der Fahrer war und anders reagiert hätte haben müssen. Vor einer Weile ist seine Tochter vom Dach ihrer Wohnung gesprungen und liegt jetzt im Koma, aber er glaubt nicht daran, dass sie es selber war. Sie hat sich kurz zuvor noch bei ihm gemeldet, warum sollte sie es dann getan haben?

     

    Ben hat gerade erst wieder seinen Job verloren und ist in Gedanken bei seiner Familie, als er sieht wie eine Frau verfolgt wird und von einem brutalen Mann mit einer 8 auf der Stirn versehen wird. Er versucht sie zu retten, aber statt sich zu freuen, reagiert die Frau danach sauer auf ihn und erzählt ihm von der AchtNacht.

     

    Kurz danach, wird im TV die Kandidaten der AchtNacht ausgelost und ausgerechnet er ist einer davon. Er findet raus, dass die AchtNacht eine Todeslotterie ist und zum ersten Mal gezogen wurde. Am 8.8. um 8:08 Uhr für 12 Stunden ist er nun vogelfrei und kann von jedem getötet werden. Derjenige der einen der Kandidaten tötet, bekommt 10 Millionen Euro und wird nicht bestraft. Er hält es anfangs noch für einen Scherz, doch dann beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod.

     

    Meine Meinung

     

    Inzwischen höre ich sehr gerne die Hörbücher von Sebastian Fitzek, weil mein absoluter Lieblings-Hörbuchsprecher Simon Jäger diese sehr gut rüber bringt. Er schafft es, immer die Spannung zu halten und es macht einfach Spaß ihm zuzuhören.

     

    Sebastian Fitzek`s „Das Paket“ war spannend und ich konnte nicht aufhören die Geschichte zu hören, aber „AchtNacht“ hat mich nicht ganz so fasziniert. Es ist zwar schon interessant und Aktionreicher gestaltet, aber ich habe mir mehr darunter vorgestellt. Ich hätte mir mehr Gegner und mehr Konfrontationen vorgestellt, doch die blieben eher sehr minimalistisch gehalten. Laut Klappentext sollen es 80 Millionen Feinde sein, aber dafür waren es einfach zu wenige, die sich den Protagonisten entgegen gestellt haben.

     

    In AchtNacht ist ein Massenpsychologisches Experiment schief gelaufen, dass nicht unbedingt in die Kategorie „unwahrscheinlich“ gesteckt werden kann. Die Menschen lassen sich heutzutage doch stark von den Medien beeinflussen und ich glaube der ein oder andere würde darauf eingehen, wenn so ein Angebot gemacht werden würde. Straffrei jemanden umzubringen und dafür 10 Millionen Euro kassieren! Die Wahrscheinlichkeit ist glaube ich größer, als manch einer zu glauben wagt.

    Fazit

     

    Eine interessante und trotzdem sehr spannende Geschichte, mit einem wirklich guten Hörbuchsprecher, die man einfach gelesen/gehört haben muss. Für alle, die schon immer wissen wollten, wie Menschen in Extremsituationen reagieren würden.

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    Soerens avatar
    Soerenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Popcorn-Thriller für Zwischendurch
    Spannender Popcorn-Thriller für Zwischendurch

    Das Grundprinzip von Fitzeks „Achtnacht“ erinnert stark an die „The Purge“-Filme und ist in diesem Fall sogar beabsichtigt. Der Autor hatte sich entsprechend von der Filmreihe inspirieren lassen. Einziger Unterschied: In seinem Roman werden lediglich zwei Personen für eine Nacht zum Freiwild erklärt. Getroffen hat es dabei den erfolglosen Musiker Ben sowie die Studentin Arezu, die beide zunächst gar nichts von ihrem Schicksal wissen. Was folgt, ist eine nervenaufreibende Jagd mit – wie üblich bei Sebastian Fitzek – zahlreichen unerwarteten Wendungen. Groß nachdenken muss man bei der Geschichte nicht, wird aber bestens unterhalten. Auch der eine oder andere Wortwitz ist enthalten.
    Die Wahl von Nachnamen wie Rühmann, Herzsprung oder Lauterbach legt nahe, dass der Autor beim Schreiben offenbar ein kleines Faible für Schauspielernamen hatte. An einer Stelle geht es zudem kurz um einen Radiomoderator namens Diesel – dabei könnte es sich um den gleichnamigen Charakter aus „Amokspiel“ handeln.
    Auch am Ende gibt es ein, zwei Überraschungen, außerdem wird ein Hintertürchen für einen möglichen zweiten Teil offengelassen. Ich bin gespannt, ob und was da noch kommen könnte.

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    radmoths avatar
    radmothvor 9 Monaten
    Leider enttäuschend

    Dass Sebastian Fitzek sich bei Achtnacht von "The Purge" hat inspieren lassen, ist kein Geheimnis. Und da ich den ersten Film gar nicht so schlecht fand, dachte ich, das Buch könnte mir gefallen, auch wenn ich wenig Gutes gehört habe.
    In der AchtNacht werden Arezu Herzsprung und Benjamin Rühmann für die Todeslotterie nominiert und sind 12 Stunden vorgelfrei. Ich hatte vermutet, dass die AchtNacht schon einige Jahre lief und in dem Buch eine weitere Nacht beschrieben wird, aber es ist die erste Nacht, in der es den deutschen gestattet ist, straffrei die Nominierten zu töten. Ich wurde weder mit Arezu noch mit Ben war. Die Nacht zog sich in die Länge und schien nie enden zu wollen, weil einfach nichts aufregendes geschah.
    Die Idee finde ich super und habe mir am Anfang auch noch einiges vom Hörbuch versprochen, aber ich kann für mich nicht behaupten, dass da großartig was passiert ist. Keine überraschenden Wendungen, keine Action. Ab und an war es recht spannend und dann hatte ich kurz Hoffnung, aber alles in allem war es eine Geschichte, die so vor sich hin plätscherte. 
    Simon Jäger hat das Ganze super gesprochen, was dem Buch aber leider trotzdem nicht den nötigen Pep verleihen konnte.

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    EmmaZeckas avatar
    EmmaZeckavor einem Jahr
    Packender Thriller

    Gestaltung
    Wie die vorherigen Romane von Sebastian Fitzek wird auch AchtNacht wieder von Simon Jäger gelesen. Es macht wirklich Spaß, wenn bekannte Autoren und bekannte Sprecher bei einem Hörbuch aufeinander treffen, weil beides wirklich gut zusammen passt.
    Simon Jäger liest schlicht. Dennoch gibt es feine Elemente, die seine Interpretation besonders machen. So liest er schneller, wenn die Geschichte an Geschwindigkeit gewinnt, ohne dabei etwas von dem Inhalt zu verschlucken oder wird leiser, wenn unsere Protagonisten nachdenklich werden. Und dann verleiht Simon Jäger jedem Charakter auch eine eigene Note. Besonders gut gefallen, hat mir die näselnde Interpretation eines gewaltbereiten Antagonisten.

    Inhalt
    Wie bereits im Klappentext erwähnt, wird in AchtNacht von einem gefährlichen Spiel berichtet. Ben und Arezu sind beide für eine Nacht vogelfrei und werden von jeder Menge Menschen gejagt. Wer einen von beiden umbringt, kommt nicht nur straffrei davon, sondern gewinnt obendrein noch 10 Millionen Euro. Doch ist dieses Spiel wirklich real? Oder führt ein Hacker die Berliner Bevölkerung erfolgreich aufs Glatteis?
    Um ja kein Risiko einzugehen, werden eine Hand voll Gerüchte gestreut. Geschichten, die Ben zum Verhängnis werden können...

    Ich glaube, mein Vorteil war hier eindeutig, dass ich die Filmvorlage nicht kannte. Ich war also nicht damit beschäftigt, AchtNacht mit The Purge zu vergleichen, sondern hatte nur andere Romane des Autors im Hinterkopf. Während des Lesens fragte ich mich immer wieder, warum dieses Buch von vielen Buchbloggern so kritisiert wurde.

    Die Grundidee finde ich wirklich spannend. Wie viel Informationen braucht ein Mensch, um einen anderen ermorden zu wollen? Wie schnell verbreiten sich Falschmeldungen? Und ist nicht hinter jeder Falschmeldung auch ein kleines Fünkchen Wahrheit? Die Idee, ein verrücktes Experiment zu starten, hat mich ein bisschen an Die Welle und den Film Das Experiment erinnert. Beide Geschichten beruhen auf einer wahren Begebenheit und zeigen, wie Experimente ganz schnell außer Kontrolle geraten können, obwohl es in keinen von beiden Fällen beabsichtigt war.

    AchtNacht spielt im Grunde nur in einer Nacht. Und in diesen Stunden passiert sehr viel. Anstatt sich zu Hause zu verstecken und einfach zu warten, bis die AchtNacht vorüber ist, treffen Arezu und Ben aufeinander und müssen sich gemeinsam durchschlagen. Und das ist alles andere als einfach, denn die Meute scheint ihnen immer einen Schritt voraus.

    Beide Protagonisten sind von Schicksalsschlägen geplagt. Ben ist geschieden und ein erfolgloser Musiker. Seine Band hat ihn verlassen. Und das alles nur weil er sie vor eine Wahl stellte: Der Manager oder er.
    Und als wäre das nicht schlimm genug, liegt seine Tochter im Koma. Angeblich wegen eines missglückten Suizidversuches. Doch Ben kann den Ermittlungen nicht so Recht Glauben schenken. Verdrängt er die Wahrheit oder ist er wirklich einem Irrtum auf der Spur?

    Und dann ist da noch Arezu. Eine Psychologie Studentin, die nicht gerade stabil wirkt. Sie ist dünn und hat vernarbte Arme, an denen sie nervös kratzt. Doch einen Nachteil hat das selbstverletzende Verhalten: Arezu kann kein Blut sehen. Und ganz bestimmt nicht ihr eigenes. AchtNacht hat mehr mit ihr zu tun, als man zu Beginn der Geschichte vielleicht vermuten mag.

    In AchtNacht erfahren wir scheinbar wenig über unsere Charaktere. Wesentliche Informationen bekommen wir meist durch Streitgespräche. Doch diesmal fand ich das nicht weiter schlimm, da in AchtNacht sehr viel passiert und unsere Charaktere in ständig neue Situationen manövriert werden. Und die Kernelemente von Ben und Arezu waren dennoch gut herausgearbeitet.

    Spannung
    Die Spannungskurve liegt bei AchtNacht ziemlich hoch und sinkt wenn überhaupt erst gegen Ende etwas ab. Ich ließ mich von der Geschichte treiben und dachte nicht groß darüber nach, ob manche Situationen nicht etwas konstruiert wirkten. Ich fand das vieles gut zusammenpasste. Besonders spannend fand ich, wie unsere Charaktere es schafften aus scheinbar ausweglosen Situationen zu entkommen.
    Gut gelungen finde ich auch das Ende der Geschichte. Das Blöde ist, wenn ich jetzt mit meinem Sebastian Fitzek Buchvergleich komme, würde ich euch spoilern und deswegen lasse ich es einfach bleiben.

    Schreibstil
    Das Tolle ist: Egal ob mir die Handlung von einem Fitzek-Buch gefällt oder nicht: Der Schreibstil kann mich immer überzeugen. Glücklicherweise kam hier wieder beides zusammen, also toller Inhalt und schöner Schreibstil.
    Diese Ruhelosigkeit in AchtNacht wurde sehr gut beschrieben. Zudem war ich froh, dass Sebastian Fitzek an vielen Stellen auf die Fantasie des Lesers vertraute und ausführliche sprachliche Bilder bleiben ließ. Hätte Stephen King AchtNacht geschrieben, wäre das Buch auf den ersten Seiten wahrscheinlich schon in Blut gebadet worden.
    Wie immer waren auch in AchtNacht tolle Dialoge zu finden. Zudem wurden ein paar gute Zitate beschert.

    Gesamteindruck
    Ich bin von AchtNacht positiv überrascht. Während ich bei Horrorfilmen das Klischee im Kopf habe, dass außer Gemetzel nicht viel passiert, hat uns Sebastian Fitzek mit AchtNacht einen Roman mit einer spannenden Handlung präsentiert.
    Ich war etwas überrascht, weil ich viele negative Stimmen zu AchtNacht gehört habe. Insgeheim wartete ich hier und da auf die Wendung, an der auch ich in die Kritik mit einstimmen konnte. Aber sie blieb aus und somit habe ich das Hörbuch zufrieden beendet. 

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    christine_rhs avatar
    christine_rhvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Garnicht so weit von der Realität entfernt
    Spannend wie sehr es auch in die heutige Zeit passt

    ... obwohl es nur vom Autor ausgedacht finde ich das es durchaus in unsere Zeit passt. Und es sicherlich so einiges davon passieren könnte. Sehr zu empfehlen und vlt achten dann mehr Leute auf zuviel Information im Netz usw.

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    Galladans avatar
    Galladanvor einem Jahr
    Kein Fitzek wie ich ihn erwartet hatte


    AchtNacht von Sebastian Fitzek, gelesen von Simon Jäger. Erschienen im Bastei Lübbe (Lübbe Audio) Verlag am 17. März 2017 als gekürzte Lesung.


    Benjamin Rühmann hat es nicht drauf. Er fliegt aus seiner Band, weil er wieder getrunken hat. Seine Tochter liegt nach einem Suizidversuch im Koma und seine Frau ist seine Ex-Frau und hat ihn schon durch einen Neuen ersetzt. Er kann sich nicht vorstellen, dass seine Tochter versucht haben soll sich das Leben zu nehmen.
    Zu allem Unglück wird er bei einer Online-Lotterie bei der jedermann nominiert werden konnte für 12 Stunden als vogelfrei erklärt. Alle registrierten Jäger kämpfen nun darum ihn oder Arezu Herzsprung, die zweite Kandidatin des Spiels auf Leben und tot zu töten und eine Gewinnsumme von 10 Millionen Euro einzustecken.


    Der Autor wurde durch den Film “The Purche” auf das Thema gebracht. Es ist nicht der Fitzek den ich erwartet habe. Fitzek spielt mit uns kleine Psychospielchen. Arezu ist eine Studentin, die das Spiel entworfen hat und von einem ihr unbekannten Computer-Nerd wurde es umgesetzt. Sie versucht nun diesen Typen zu finden und das Spiel, welches nie so weit gespielt werden sollte, zu stoppen. Sie wollte herausfinden, wie weit Menschen gehen würden. Es ist das “Drücken sie den roten Knopf und jemand fällt tot um und sie bekommen etwas dafür” Spiel. Wie viele Menschen würden jemanden nominieren, wie viele würden sich einem Lynchmob anschließend.


    Ja, dieses Buch behandelt eine Geschichte, die völlig an den Haaren herbeigezogen ist, wobei der Autor Berlin als Handlungsort sehr gut gewählt hat. Er kennt sich dort sehr gut aus und beschreibt die Umgebung so gut, dass sich auch ortsfremde ein Bild machen können. Dabei ist Berlin mit einer Bevölkerung ausgestattet, der man noch am ehesten so eine Hetzjagd zutrauen würde. Es reichen ja schon einige Dutzend Leute die sich daran beteiligen. Dabei wird unsere moderne Überwachungstechnik aufs Korn genommen und die Youtube Gesellschaft, die nicht genug davon bekommen kann, sich Filmchen über prügelnde Schuldkinder, Bilder der Attentate egal wo auf der Welt anzusehen und Leute einfach aufgrund von Gerüchten zu verurteilen und am nächsten Baum aufzuknüpfen


    Den Sterneabzug hat es fuer die Vorhersagbarkeit des Endes gegeben. Da hat es sich Fitzek auch zu einfach gemacht.


    Hier muss jetzt noch die wirklich gute Leistung von Simon Jaeger erwaehnt werden. Er hat den Personen eine Stimme gegeben. Eindringlich, panisch, unangenehm und wiederlich je nachdem wie die Person gehandelt hat.

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    MissWatson76s avatar
    MissWatson76vor einem Jahr
    Es passt einfach alles

    Um es erstmal kurz zu sagen: hat mir sehr viel besser gefallen, als das letzte Buch. Ich glaube es lag einfach am Protagonisten, der hier sehr viel sympathischer und viel überzeugender ist. Und hier ist auch einfach das Tempo viel besser und viel schneller, das passt einfach besser zu Fitzek und vor allem zum Buch.

    Simon Jäger liest wie immer genial und sehr überzeugend. Und ich habe bisher auch noch kein Hörbuch gefunden, bei dem ich sagen könnte, dass er nicht gepasst oder nicht gut gelesen hätte. Dann hatte auch der Inhalt des Buches schon selbst damit zu tun.

    Aber hier passt auf jeden Fall beides.
    Die Idee ist auch sehr interessant und spannend gemacht. Es geht um eine Todeslotterie und in diesem Fall wurde Ben ausgewählt, der Geächtete und Vogelfreie für die Achtnacht zu sein. Wir erfahren natürlich auch gleich anfangs mehr über Ben und seine Familie und seine Probleme.
    Und es geht das ganze Buch fast über sehr spannend weiter und das Tempo hält an. Später wird natürlich auch mehr über die Achtnacht selbst verraten und deren Hintergründe. Hat mir übrigens sehr gut gefallen, worum es dabei geht.
    Das Ende ist nun nicht sehr überraschend, aber doch gut gemacht. Also hier passt einfach alles und es macht Spaß das Buch zu hören.


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    _monidas avatar
    _monidavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gespickt mit Action, Spannung, Twists & Verschwörungen, ein Fitzek wie man ihn liebt.
    Fitzek wie man ihn kennt

    Er verstand welche Knöpfe er drücken und welche Knochen er brechen musste, damit sie taten was er verlangte.

    - Kapitel 54


    Cover;


    Das Cover des Hörbuches als auch des normalen Buches spiegelt perfekt den Titel wieder ohne auf die Handlung zugreifen zu müssen.
    Eine leuchtende "8"in warnendem Rot auf einem schwarzen Untergrund, welcher die Nacht wiederspiegelt.


    Sprecher;


    Ausnahmsweise - und mit großem Wehmut - habe ich bei dieser Lesung etwas an Simon auszusetzen.
    Leider hörte ich ihn allzu oft nach Luft schnappen. Etwas, dass sich bei einem Hörbuch eher störend äußert, da es hin und wieder den Hörfluss beeinträchtigt.


    Meinung;


    Die Parallelen zu "The Purge" sind unumgänglich. Dass Sebastian sich hier seine Inspiration holte ist nur allzu offensichtlich und wird nicht umsonst im Vorwort erwähnt. Doch wer ein klassisches Szenario nach dieser Vorlage erhofft, wird überrascht.
    Anders als in diesem Blockbuster ist die Narrenfreiheit nicht auf jeden übertragen und als vogelfrei erklärt, sondern nur zwei Personen dürfen gejagt und getötet werden.
    Herr Fitzek macht sich immer wieder sehr viele Gedanken & hält sich jede noch so kleine Möglichkeit offen.
    Im Grunde genommen also mal wieder eine runde Sache, welche Sebastian hier abliefert. Doch leider, leider war es für mich zu schnell offensichtlich, was sich hier genau abspielt.
    Natürlich blieb ich dran um meine Vermutungen bestätigt zu sehen, doch mir ist es lieber an der Nase herumgeführt zu werden.


    Fazit;


    Fitzeks neues Meisterwerk ist es wert, dass man einen Blick zwischen die Seiten wirft oder sich den Tag ein bisschen grausamer machen lässt durch sein Hörbuch!

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