Der Augensammler

von Sebastian Fitzek 
4,1 Sterne bei137 Bewertungen
Der Augensammler
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Svenjas_BookChallengess avatar

Rasant, vielschichtig, überraschend, grausam und vor allem unterhaltsam - "Der Augensammler" überzeugt mich immer wieder.

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Perfekt konstruierter Thriller

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Inhaltsangabe zu "Der Augensammler"

Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer. Doch das Grauen endet nicht: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge.
Bislang hat der "Augensammler" keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine blinde Physiotherapeutin, die angeblich in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen kann. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783785743683
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Lübbe Audio
Erscheinungsdatum:01.06.2010
Das aktuelle Buch ist am 10.08.2016 bei Knaur Taschenbuch erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Svenjas_BookChallengess avatar
    Svenjas_BookChallengesvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Rasant, vielschichtig, überraschend, grausam und vor allem unterhaltsam - "Der Augensammler" überzeugt mich immer wieder.
    Steht amerikanischen Thrillern in Sachen Spannung in nichts nach!

    Wenn ich mich richtig erinnere, war Der Augensammler vor vielen Jahren mein allererster Fitzek und ich glaube, auch mein erster Thriller von einem deutschsprachigen Autoren. Ich weiß noch, dass ich die Namen damals super befremdlich fand, allen voran den des Protagonisten Alexander Zorbach - in dem Genre liest man einfach hauptsächlich von David Hunters und Co. Mittlerweile habe ich mich natürlich dran gewöhnt, denn warum sollte ein Serienmörder nicht auch in Berlin sein Unwesen treiben? In meinen Augen steht Fitzek in Sachen Einfallsreichtum seinen Kollegen aus Übersee schon lange in nichts mehr nach, wobei seine Ideen in Der Augensammler, einem seiner früheren Romane, sowieso noch relativ unverbraucht und einfach herrlich schockierend sind.

    Mit dem Augensammler nämlich hat Fitzek einen Serienmörder geschaffen, dessen Taten auf den ersten Blick an Grausamkeit und Skrupellosigkeit kaum zu übertreffen sind. Sein immer gleiches, schematisches Vorgehen, der Mord an der Mutter und die anschließende Entführung der Kinder mit einem Zeit-Ultimatum von 45 Minuten, das Entfernen des linken Auges der Kinder - all das ist eine entsetzliche Folter für die Väter und könnte so auch aus einer Folge "Criminal Minds" entsprungen sein. Was mir aber bei diesem Thriller besonders gut gefällt, ist, dass Fitzek mit dem Augensammler einen weitaus komplexeren und interessanteren Charakter geschaffen hat, als man anfangs vermuten könnte. Indem er ihn nämlich selbst durch Briefe an die Zeitung zu Wort kommen lässt, gibt er ihm nicht nur die Aura eines unmöglich zu fassenden Phantoms (wir erinnern uns an Jack the Ripper und seine berühmten Briefe), sondern er gibt ihm in seinem Wahn auch eine Möglichkeit, sich zu erklären, der Polizei und der Presse Hinweise zu geben, seine Überlegenheit zu demonstrieren und sich letztlich auch zu rechtfertigen.

    Ich weiß nicht so recht, ob ich es gut finde, wie der erste Band des Zweiteilers endet (ich will euch nicht zu viel verraten) - ich glaube, ich hätte es spannender gefunden, wenn Fitzek mich noch ein wenig länger im Dunkeln gelassen und seinem Mörder erst in Band 2 die Worte in den Mund gelegt hätte, mit denen Der Augensammler endet. Nichtsdestotrotz ist die ganze Geschichte bis zu diesem explosionsartigen Ende durchzogen von zahlreichen Höhepunkten, zum Nägelkauen spannenden Situationen, irren Plot Twists und unerwarteten Handlungselementen. Wie die meisten seiner Bücher führt auch Der Augensammler den Leser tief hinab in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Psyche und ist dabei so rasant, dass man kaum zu Atem kommt - und es auch gar nicht will.

    Überzeugt haben mich außerdem die Charaktere - vom Ex-Polizisten Zorbach, den ein schwerwiegender Fehler in seiner Vergangenheit nur noch mehr dazu anspornt, den Augensammler zu finden und der sich fast schon wahnhaft in die Suche nach dem Mörder und den entführten Kindern hineinsteigert, über den wenig ehrenhaften und ungehobelten Polizisten Scholle und die blinde, auf den ersten Blick tatsächlich etwas verrückte Alina bis hin zum Augensammler selbst. Die Figurenkonstellation passt einfach perfekt zur Stimmung und zur rasanten Handlung. Das einzige, was mich schon beim ersten Lesen und auch jetzt wieder gestört hat, ist Alinas Gabe - auch wenn ich es grandios finde, wie sich gegen Ende alles entwickelt, konnte ich mich manchmal des Gefühls nicht erwehren, hier hätte es einfach noch ein Mittel gebraucht, um schließlich die ersten echten Hinweise auf den schwer fassbaren Augensammler zu liefern und Zorbach auf die richtige Spur zu bringen. Ich weiß nicht, ob Alinas Rolle hundertprozentig und vor allem auf glaubwürdige Weise in die Geschichte passt.

    Trotzdem liest sich auch Der Augensammler weg wie nichts - beziehungsweise hört sich in der Hörbuchfassung nur so runter. Was sicherlich auch an Simon Jäger liegt, der bisher alle Thriller von Fitzek eingelesen hat und der einfach einen verdammt guten Job macht - man kann es nicht anders sagen. Übrigens ist auch der Aufbau des Romans etwas ziemlich Besonderes: Die Geschichte beginnt nämlich mit dem Epilog und endet mit dem Prolog - dazwischen laufen die Kapitel rückwärts ab. Das mag auf den ersten Blick befremdlich wirken, wenn man die Handlung aber aufmerksam verfolgt, erschließt sich gegen Ende der Sinn des Ganzen. Es ist wieder so ein genialer Fitzek-Kniff, der den Thriller zu einem spektakulären Leseerlebnis macht.

    Mein Fazit:


    Der Augensammler ist nicht mein Lieblings-Fitzek, als meine "Einstiegsdroge" wird er für mich aber immer etwas Besonderes sein. Das Hörbuch hat mir einfach nochmal gezeigt, wie viel Spaß (klingt das eigentlich komisch?) man beim Lesen/Hören hat und wie großartig es sich anfühlt, wenn einem am Ende wie Zorbach ein Licht aufgeht und man sich denkt - Menschenskinder, wie konnte ich nur so blind sein? Rasant, vielschichtig, überraschend, grausam und vor allem unterhaltsam - Thrillerfans wird Der Augensammler ganz sicher mehr als glücklich machen.

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    Soerens avatar
    Soerenvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Perfekt konstruierter Thriller
    Perfekt konstruierter Thriller

    Journalist Alexander Zorbach machte Jagd auf einen besonders fiesen Serienkiller, der von der Presse nur der „Augensammler“ genannt wird. Begleitet und unterstützt wird Alex dabei von seinem Assistenten Frank sowie der blinden Physiotherapeutin Alina Gregoriev. Die Polizei ist ihnen dicht auf den Fersen, denn schon bald weist einiges darauf hin, dass Alex selbst der brutale Killer sein könnte.

    Nachdem ich am „Kind“ und am „Seelenbrecher“ ein bisschen was auszusetzen hatte, konnte mich Sebastian Fitzeks „Der Augensammler“ komplett in seinen Bann ziehen. Die Geschichte ist hervorragend konstruiert und von Anfang bis Ende spannend. Um den Nervenkitzel zu erhöhen, laufen die Kapitelnummern auch nicht vorwärts, sondern rückwärts ab. So wirkt die immer weiter verstreichende Frist des Augensammlers gleich noch bedrohlicher. Als wäre das alles nicht großartig genug, hat Fitzek für seine Fans auch einen Cameo-Auftritt des Musikers Linus aus "Der Seelenbrecher" mit eingebaut. Und dessen Freundin Jasmin wird ebenfalls erwähnt. Herrlich!

    Am Ende des Thrillers bleiben zwar einige Fragen offen, aber das dürfte diesmal pure Berechnung sein. Ein Jahr nach dem „Augensammler“ folgte nämlich „Der Augenjäger“. Ich freue mich schon darauf, mir diese Roman demnächst ebenfalls vornehmen zu können und bin gespannt, wie es darin weitergeht.

    Die Hörbuchfassung wird - wie bei Fitzek-Geschichten üblich – von Simon Jäger gelesen. Er liefert – ebenfalls wie üblich – hervorragende Arbeit ab. Als besonderes Schmankerl gibt es nach der eigentlichen Geschichte noch die recht humorvollen Danksagungen – gesprochen vom Autor Fitzek persönlich.

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    Herbstroses avatar
    Herbstrosevor 4 Jahren
    Spieler oder Sammler?

    Kriminalreporter Alexander Zorbach, ein ehemaliger Polizist, beschäftigt sich mit der Story eines mehrfachen Mörders, der in den Polizeiakten ‚Augensammler‘ genannt wird. Dieser hat immer das gleiche Schema, er spielt ein Spiel: zuerst tötet er die Mutter, entführt dann das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit, es zu finden. Ist die Frist abgelaufen, tötet er das Kind und entfernt ihm das linke Auge. Als nun  plötzlich Zorbach selbst zum Kreis der Verdächtigen gehört, meldet sich bei ihm die blinde Physiotherapeutin Alina. Sie behauptet, sie hätte den Augensammler behandelt und glaubt, dabei eine Vision gehabt zu haben. Zorbach ist zunächst verwirrt, verfolgt aber die Spur und muss erkennen, dass er selbst unerwartet zur Spielfigur im perfiden Versteckspiel des Verbrechers geworden ist …

    Mit „Der Augensammler“ ist es Sebastian Fitzek wieder einmal gelungen, einen spannenden Psycho-Krimi zu schreiben, der von Simon Jäger ausgezeichnet gelesen wird. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Der Ich-Erzähler Zorbach wechselt ab mit der blinden Alina, mit dem Leiter der Mordkommission Phillip Stoya, mit Zorbachs Volontär in der Zeitungsredaktion Frank Lahmann und mit dem entführten Jungen Tobias Traunstein. Um die verrinnende Zeit zu verdeutlichen und die Spannung zu erhöhen, greift der Autor zu einem interessanten Stilmittel. Die Geschichte beginnt mit dem Epilog, es folgen die Kapitel von 89 bis 1, um dann mit dem Prolog zu enden. So wird der Anfang zum Ende und das Ende zum Anfang, und der Leser versteht erst zum Schluss warum.

    Die Protagonisten sind eindringlich und sehr authentisch beschrieben, man fühlt und leidet mit ihnen. Menschliche Abgründe werden offenbar, man kann niemandem mehr trauen. Ist die Verzweiflung des Vaters echt, welche Rolle spielen die gewalttätigen Polizisten, kann die Physiotherapeutin Alina wirklich in die Zukunft schauen und sind Zorbachs Frau und sein Sohn auch in Gefahr? Wird es ihm oder der Polizei gelingen, die entführten Kinder vor Ablauf der 45 Stunden zu finden? Sehr viele Fragen, die nach und nach beantwortet werden. Besonders beeindruckend fand ich, wie einfühlsam und gut recherchiert der Autor mit dem Thema Blindheit umgegangen ist. Allzu grausame Details bleiben dem Hörer, trotz aller Hochspannung, erspart.

    Fazit: Ein spannender Krimi mit völlig unerwartetem Ausgang – nichts für schwache Nerven.

    Kommentare: 3
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    Masaus avatar
    Masauvor 4 Jahren
    Der Augensammler ...

    ... war für mich ein Krimi für zwischendurch. Richtig fesseln konnte er mich  zwar nicht und auch der Hauptcharakter blieb in meinen Augen recht blass, aber trotzdem schaffte es das Buch, einen so für sich  einzunehmen, dass man wissen möchte ob der Protagonist den Täter erwischt. Besonders gefallen hat mir das Ende welches gut durchdacht und unerwartet war, so dass man wissen möchte, wie die Reihe weiter geht.

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    Reneesemees avatar
    Reneesemeevor 5 Jahren
    spannung pur und mit Gruselfaktor

    Simon Jäger liest echt gut der bringt das ganze mit Gruseleffekt rüber.

    Es ist eine Geschichte um Leben und Tod, wo die Kinder die Leittragenden sind und das nur weil ein Elternteil nicht das tut was es tun sollte.

    Inhalt:
    Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Leichen fehlt jeweils das linke Auge. Bislang hat der »Augensammler« keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt.

    Sebastian Fitzek schafft es immer wieder den Leser oder Hörer auf eine falsche Fährte zu locken, damit einem die Wahrheit schockiert und man Gänsehaut bekommt. Oder immer wieder einen falschen Täter in verdacht hat. Es ist eine gute Geschichte mit Gruselfaktor bin schon sehr auf teil 2 gespannt. 

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    T
    toni_kuklikvor 5 Jahren
    Spannend, fesselnd und … unglaublich.

    Fakten

    Autor: Sebastian Fitzek
    Sprecher: Simon Jäger
    Spieldauer: 10 Std. 51 Min
    Anbieter: audible.de (exklusiv)

    Der Autor

    Sebastian Fitzek wurde am 13. Oktober 1971 in Berlin geboren, wo er auch heute noch lebt. Nachdem er das erste Staatsexamen in Jura bestanden hatte, promovierte er in Urheberrecht. Danach arbeitete Sebastian Fitzek zunächst als Programmdirektor und Chefredakteur für unterschiedliche deutsche Radiostationen. Gemeinsam mit dem Namensforscher Jürgen Udolph schrieb Sebastian Fitzek das Sachbuch Professor Udolphs Buch der Namen. Das Buch lieferte die Vorlage zu der Serie Deutschland – Deine Namen, die mit Johannes B. Kerner als Moderator ausgestrahlt wurde. Im Juli 2006 erschien sein erster Psychothriller Die Therapie. Das Buch wurde, wie auch alle seine folgenden Thriller, zu einem überaus erfolgreichen Bestseller. Sebastian Fitzek ist einer der wenigen deutschen Krimi- und Thrillerautoren, die auch in den USA und in England verlegt werden. Seine Bücher wurden in 20 Sprachen übersetzt. Wie Sebastian Fitzek auf seiner Homepage verlauten ließ, sind für alle seiner Bücher Verfilmungen geplant.

    (Quelle: audible.de)

    Klappentext

    Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken.
    Er spielt es mit deinen Kindern.
    Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden.
    Doch deine Suche wird ewig dauern.

    Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge.
    Bislang hat der “Augensammler” keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt…

    Meine Meinung

    “Übel” war das erste, was ich dachte, als Simon Jägers Stimme für ein paar Minuten an meine Ohren drang. Und “übel” war auch das letzte, was mir in den Sinn kam, als die Geschichte sich dem Ende neigte. Doch mein Urteil über dieses Meisterwerk von einem Thriller ist ein anderes: grandios!

    Eigentlich bin ich kein Fan von Thriller, Krimi & Co. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir (neugierig, wie ich bin) das Hörbuch zulegt habe, anstelle der gedruckten Printausgabe. Und ich bereue es keine Sekunde. Simon Jägers Stimme jagte mir auch unter der brennenden Sonne einen schauer über den Rücken, als er mit dem Epilog begann. Denn das zeichnet dieses Buch für mich ebenfalls aus: Es beginnt mit dem Epilog und endet … mit dem Prolog. Genau wie der Protagonist, Alexander Zorbach, rennen auch wir gegen die Zeit. Wir wissen, dass uns nur noch weniger Kapitel bleiben, wissen, dass die Geschichte bald ein Ende nehmen wird und fragen uns: Wie soll das noch gutgehen? Ich erinnere mich, wie gestresst ich mich beim Hören manchmal gefühlt habe, weil Alex’ Stimmung direkt auf mich übergegangen ist.

    Die Charaktere, die diese “unfassbare” Geschichte bevölkern, sind unglaublich lebendig. Besonders die blinde Zeugin, Alina, hat mir von Anfang an zugesagt. Fitzek nutzt ihre Blindheit, um ihr Charakter einzuhauchen. Ich war beeindruckt von der bildlichen Sprache, die sogar dann vorhanden war, wenn für ein paar Minuten aus ihrer “Sicht” erzählt wurde. Auch Alex’ Familie, so wenig sich im späteren Verlauf auch mitspielt, hatte unglaublich viel Leben. Jeder noch so kleine Nebencharakter erschien vor meinem inneren Auge, nachdem er auch nur kurz aufgetaucht war.

    Umso überraschter war ich, als ich auch nach der Hälfte des Buches noch nicht sicher war, wer der “Augensammler” sein könnte. Die Auflösung hat mich, die ich immer alles mögliche im Voraus weiß und anderen damit den Spaß verderbe, selber überrascht. Als ich nachts im Bett das Ende hörte, wollte ich mir mit der Hand gegen die Stirn schlagen.

    … Und ich wollte weinen. Das Buch ist ausgezeichnet! Die Idee, die dahintersteckt, einfach einmalig und das Ende. Das Ende war in meinen Augen gar nicht anders machbar und trotzdem hinterlässt das Buch einen bitteren Beigeschmack, sobald es zuende ist. Da ich gerne zufrieden ein Buch zuschlage oder ein Hörbuch beende (weshalb ich wohl auch nie der wahre Thriller-Fan werden kann), vergebe ich für dieses Buch

    4,5/5 Sterne!

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    MayaShepherdvor 5 Jahren
    Ein gelunger Anfang

    „Der Augensammler“ ist der zweite Roman, den ich von Sebastian Fitzek lese. Bisher konnte er mich leider noch nicht komplett für sich begeistern. Das Besondere an „Der Augensammler“ ist, dass das Buch mit dem letzten Kapitel beginnt und mit dem ersten endet, was am Anfang etwas verwirrend für mich war, aber  am Ende gut aufgelöst wird. Das Hörbuch war spannend und gerade die letzte CD konnte ich nicht ausschalten, bevor ich sie zu Ende gehört hatte. Trotzdem bleibt irgendwie das Gefühl, dass die Geschichte erst angefangen und nicht richtig beendet wurde, was daran liegt, dass es eine Art Fortsetzung mit dem Titel „Der Augenjäger“ gibt. Ich hoffe, dass in diesem Buch dann alle offenen Fragen noch geklärt werden können.

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    SunnyCassiopeiavor 6 Jahren
    Rezension zu "Der Augensammler" von Sebastian Fitzek

    Inhalt

    Der Reporter Alexander Zorbach, ehmaliger Polizist, ist eigentlich auf den Weg zu seinem Sohn, um deren Geburtstag zu feiern...aber das Schicksal hat etwas anderes vorgesehen...Zorbach wird es nie rechtzeitig schaffen...denn der Augensammler spielt sein ganz persönliches Spiel mit ihm!
    Undplötzlich taucht auch noch eine blinde Psychiotherapheutin auf, die behauptet, in die Zukunft sehen zu können und eine Art Medium ist. Zorbach ist mehr als verwirrt und gerät immer mehr in die Fängen, des Sammlers ...ohne es zu bemerken, wird er selber zum Gejagten der Polizei....

    Der Augensammler tötet erst die Mutter, entführt daraufhin das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit, es zu finden, wenn die frist abgelaufen ist, wird dem toten Kind das linke Auge entfernt. Der Sammler ist ziemlich wütend auf die Polizei und auf die Presse, niemand schafft es ihn zu finden, dabei ist er der Meinung sich ganz korrekt zu verhalten und sogar immer wider eindeutige Spuren zu hinterlassen, die einfach übersehen werden....

    Ein krankes Spiel beginnt, ein Wettlauf mit der Zeit

    Meine Meinung

    Sebastian Fitzek hat es mal wider geschafft, eine irre psycho Geschichte auf die Beine zu stellen...die einen unvorstellbares offenbren wird und ein offenes und sehr spektakuläres Ende mit sich bringt....bei dem Augenjäger geht es rapide und ohne Schonnungsfrist weiter....es ist an Genialität und Spannung, kaum noch zu toppen!!

    Fazit

    Einfach süchtig machend.....Fans werden nicht enttäuscht und Neueinsteiger, können sich auf ein krankes, Katz udn Maus Spiel freuen....

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    LettersFromJuliets avatar
    LettersFromJulietvor 7 Jahren
    Rezension zu "Der Augensammler" von Sebastian Fitzek

    **Inhalt**
    Er tötet die Mütter, er entführt die Kinder und er gibt den Vätern 45 Stunden Zeit sie zu finden. Ansonsten entfernt er ihnen ein Auge und sie müssen sterben.
    Alexander Zorbach war Polizist und arbeitet mittlerweile als Polizeireporter. Er trifft auf die blinde Physiotherapeutin Alina Gregoriev, welche behauptet den Augensammler behandelt zu haben und Visionen von ihm hatte.
    Alexander Zorbach gerät immer mehr ins Netz des Augensammlers.

    **Meine Meinung**
    Das Buch wurde ohne Ende gelobt und alle waren davon begeistert. Es war nicht schlecht, aber hat mich auch nicht umgehauen.
    Interessant ist auf jeden Fall, dass die Kapitel nicht runtergezählt werden und das Ende lässt Fragen offen. Deswegen werde ich auch demnächst die Fortsetzung „Der Augenjäger“ hören.
    Auch wenn es die ganze Zeit über ein Wettlauf mit der Zeit war, ich fand es trotzdem nicht spannend. Und das ist für einen Thriller fatal.
    Alexander Zorbach und Alina Gregoriev sind sehr sympathisch, aber das war es auch schon. Man lernt die Charaktere gar nicht richtig kennen.
    Die Grundidee des Buches ist nicht schlecht, allerdings finde ich die Umsetzung ziemlich schwach.
    Die Stimme des Sprechers (Simon Jäger) fand ich sehr angenehm und er hat einen guten Job gemacht. Durch ihn wurde das Buch etwas lebendiger und ich werde auf jeden Fall noch mehr von ihm hören.
    Insgesamt war ich von meinem ersten Fitzek enttäuscht, werde die Fortsetzung noch hören (so kann das stehenbleiben) und ich hoffe, dass mich „Der Seelenbrecher“ mehr überzeugen kann. Zumindest finde ich den Klappentext ansprechender.

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    Anka2010s avatar
    Anka2010vor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Augensammler" von Sebastian Fitzek

    Puuuh...bevor ich mich von den letzten...oder den ersten???....Kapiteln des Augensammlers von Sebastian Fitzek erhole, muss ich euch dieses Hörbuch vorstellen. Jetzt sind meine Eindrücke noch frisch und unverfälscht.

    Da ich bereits einen Fitzek gelesen habe, war mir klar, dass ich mit diesem Hörbuch nichts falsch machen konnte....und ob ich das konnte! Ich höre meine Hörbücher immer im Auto....Leute, macht das nicht mit einem Fitzek. Neinneinneinneinnein! Die vierte CD habe ich mir zu Hause angehört. Eigentlich wollte ich nebenher bissl aufräumen, aber das war leider nicht möglich...ich saß wie gefesselt auf der Couch, hab mich nicht getraut auch nur die kleinste Bewegung zu machen, weil ich Angst hatte, etwas zu verpassen.

    Wir lernen den ehemaligen Polizisten Alexander Zorbach kennen, der nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr bei der Polizei, sondern als Journalist bei einer Zeitung arbeitet. Seit einiger Zeit treibt der sogenannte "Augensammler" sein Unwesen. Er entführt kleine Kinder, tötet die Mütter und stellt ein 45 Stunden Ultimatum, um die Kinder lebend zu finden. Nach Ablauf müssen die gekidnappten Kinder sterben. Doch warum fehlt allen Kindern das linke Auge?

    Alexander Zorbach macht sich auf die Jagd und gerät plötzlich selbst ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Dann taucht auch noch eine blinde Physiotherapeutin auf, die behauptet durch Berühren ihrer Patienten in deren Vergangenheit schauen zu können und - dass der Augensammler in ihrer Praxis war. Was für ein Spiel spielt der Augensammler? Und warum hat er sich gerade Zorbach als Spielpartner ausgesucht?

    Herr Fitzek, Herr Fitzek, was machen Sie mit meinen Nerven? Selten war ich so verwirrt, selten so hin- und hergerissen in meinen Täter-Verdächtigungen.

    Und warum in aller Welt beginnt die Geschichte mit dem Epilog und endet mit Kapitel 1 und dem Prolog? Die Kapiel werden wie in einem Countdown herunter gezählt, genau wie das Ultimatum.

    Zwischendrin bekommen wir die Geschichte auch aus der Sicht der blinden Physiotherapeutin, des Polizeiermittlers oder sogar des Augensammlers erzählt. Nein, das hat nicht zu mehr Klarheit geführt...im Gegenteil. Erst fühlte ich mich endlich auf dem richtigen Weg, um kurz darauf eines Besseren belehrt zu werden. Es war ein Holzweg!

    100 Punkte gehen nicht nur an Sebastian Fitzek, sondern ebenfalls an "seine Stimme" Simon Jäger. Der Name sagt euch nichts? Dann macht mal die Augen zu, stellt euch vor, ihr legt die DVD "Die Bourne Verschwörung" in euren Player und hört...Matt Damon. Genau, Simon Jäger ist seine deutschte Synchronstimme. Ich will mehr von ihm hören! Ganz klar! Gänsehaut pur!

    Leute, wenn ihr aus Psychothriller steht, dann schnappt euch dieses Buch oder hört euch das Hörbuch an. Es ist klasse!!!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Martinis avatar
    Hallo, ich überlege mir gerade, ob ich mir Fitzeks "Der Augensammler" als Hörbuch zulegen soll. Ich kann aber weder beim Verlag noch bei Amazon eine Info darüber finden, ob es sich bei dem Hörbuch um eine gekürzte oder ungekürzte Ausgabe handelt. Falls es jemand weiß, würde ich mich über eine Antwort freuen.
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