Cover des Buches Der Insasse (ISBN: 9783426281536)L
Rezension zu Der Insasse von Sebastian Fitzek

Spannend geschrieben mit Fitzek's üblichen Täterprofil.

von linda-liest vor 3 Jahren

Review

L
linda-liestvor 3 Jahren
Myriam’s Tochter ist spurlos verschwunden und sie versucht alles, um ihre kleine Laure wiederzufinden, geht Spuren nach.

Vor allem einer Spur. Schließlich hat eine ältere Dame aus der Nachbarschaft einen Paketboten beobachtet. Ein vermeintlicher Polizist unterstützt sie dabei, gemeinsam verfolgen sie eine Spur.

In einen Keller hinab, den Blick in eine Art Brutkasten gerichtet. Und dann die Erkenntnis. Laura ist tot und der Mörder direkt vor ihr: Guido Tramnitz. Doch die Erkenntnis kommt zu spät.

Wenig später verschwindet auch Max, der Sohn von Till, einem Feuerwehrmann und Sanitäter. Ein Jahr später ist sein Leben nur noch ein Scherbenhaufen. Seine Frau hat ihn verlassen und der festgenommene und in die Psychiatrie gesteckte Mörder seines Sohnes hat die Tat nie gestanden …

Ihn quält nur noch eine Frage: Warum? Till braucht Antworten …

Manchmal neige ich dazu mich mit Fitzek’s Werken schwer zu tun. So erging es mir auch mit diesem Buch. Es ist wirklich gut geschrieben, spannend und mitreißend zu lesen. Dennoch fehlte mir etwas. Ich mochte den Ausgang des Buches nicht, wieder einmal.

Ich glaube, das liegt an dem Täterprofil. Mir gefallen die in Fitzek’s Büchern beschriebenen Mörder nicht. Ich mag die Auflösung der Handlungsstränge seiner Bücher einfach nicht. Sie sind mir zu erzwungen. Zu krampfhaft überzeugend versucht darzustellen. Ich kaufe den Mördern ihre Beweggründe und den Handlungsverlauf, den Fitzek mühevoll aufbaut, einfach nicht ab. Irgendwie steckt mir da zu viel Psychologie dahinter aber irgendwie auch wieder nicht. Eben für mich nicht überzeugend erläuterte psychologische Ursachen. Ich glaube das ist es, was mich regelmäßig an Fitzek’s Büchern verzweifeln lässt. Ich lese sie, finde sie unglaublich spannend geschrieben aber ihre Auflösung dann enttäuschend.

Auch fand ich den Kerninhalt des Buches dieses Mal etwas abstoßend. Unschuldige Kinder auf die beschriebene Art zu missbrauchen und zu töten – ich weiß nicht. Gut gemacht hat es Fitzek aber dennoch. Bei den beschriebenen Taten ist er nicht so detailliert in die Beschreibungen gegangen, wie er es sicher hätte tun können. Für mich ist das gerade bei so einem Thema wichtig. Und das ist Fitzek gelungen. Es geht in dem Buch primär um die Geschichte, die Handlungen hinter den toten Kindern. Das macht das Buch auch irgendwo aus und spannend. Es geht um die Psychologie der Insassen der Anstalt, nicht um die Taten an sich.

Meine vollständige Meinung gibt es inkl. Fotos und Charakterübersicht auf meinem Buchblog: Nach dem Lesen
Meine Erwartungen, bevor ich das Buch begonnen habe zu lesen, gibt es dort ebenfalls: Vor dem Lesen
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