Sebastian Fitzek Noah

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Inhaltsangabe zu „Noah“ von Sebastian Fitzek

Zur Geburt Jesu Christi lebten 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten. Heute sind es sieben Milliarden. Wie viel ist zu viel? Sie wissen nicht, wer Sie sind. Sie wissen nicht, was Sie in der Stadt wollen, in der Sie sich gerade befinden. Sie wissen nicht, warum Sie auf der Straße leben. Sie wissen nicht, warum in ihrer Schulter eine frische Schusswunde verheilt. Sie wissen nur: Jemand wollte Sie töten. Und Sie wissen auch: Er wird es wieder versuchen. Weil Sie ein Geheimnis in sich tragen, von dem das Schicksal der gesamten Welt abhängt. Werden Sie sich erinnern, bevor es zu spät ist?

Von der Thematik her durchaus brisant und spannend, aber Heiland, was für eine realitätsferne, völlig überzogene Handlung. Nix für mich.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

Jason Bourne hat sein Gedächtnis verloren und will trotzdem die Welt retten.

— cybersyssy
cybersyssy

Anders als Fitzeks Bücher, die ich bisher gelesen habe aber gut gemacht.

— rebell
rebell

Kein klassischer Fitzek Thriller und dennoch sehr lohnenswert aufgrund der Thematik. Und ganz wichtig: nicht vorhersehbar!

— kuerbiskoepfchen
kuerbiskoepfchen

Ich liebe Sebastian Fitzek und ich liebe Simon Jäger - da konnte nur was Grandioses bei rum kommen!

— SitataTirulala
SitataTirulala

Spannungsgeladen und Actionreich. Doch meiner Meinung nach zu viele Verschwörungstheorien...

— lesebiene27
lesebiene27

Mir ist da einfach zu viel an Themen verarbeitet worden. Zu viele Wendungen, die sehr an den Haaren herbeigezogen sind.

— MissStrawberry
MissStrawberry

Rasant, sehr spannend und mit wilden Verschwörungstheorien, die leider keine Zukunftsmusik mehr sind.

— Glanzleistung
Glanzleistung

Eine krasse Story und so dicht geschrieben, dass man selbst beim Hören wie in einem Rausch durch die Geschichte gerissen wird. Toll!

— PrinzessinMurks
PrinzessinMurks

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— Gruenente
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  • Ansatz gut, Handlung überzogen und realitätsfern

    Noah
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    15. August 2017 um 15:52

    Geschichte und Erzählstil:Sebastian Fitzeks Noah lag ziemlich lange auf meinem SuB. Aus keinem bestimmten Grund, ich kam bisher einfach noch nicht zum Lesen. Jetzt endlich habe ich mir das Hörbuch zu Gemüte geführt und bin am Ende eher semi-begeistert. Aber der Reihe nach: Mit Noah verlässt Fitzek wieder einmal das vertraute Terrain des Psychothrillers und widmet sich aktuellen und vor allem brisanten Themen. Keine leichte Kost, denn im Roman spielen neben im Untergrund agierenden Geheimorganisationen auch ein tödliches Virus, das sich rasend schnell verbreitet, und die Überbevölkerung der Erde eine wesentliche Rolle. Diese Themen verwebt Fitzek zu einer anfangs recht undurchsichtigen und leicht chaotischen Story, die mit dem Obdachlosen Noah ihren Anfang nimmt. Noah ist ohne Gedächtnis in Berlin gestrandet und hat eigentlich nur die Tätowierung auf seinem Handballen als Anhaltspunkt. Mithilfe von Oskar, einem ziemlich durchgeknallten Verschwörungstheoretiker, macht er sich daran, das Puzzle seiner Identität zusammenzusetzen und stößt dabei auf Geheimorganisationen, verschiedene Auftragskiller, die es auf ihn abgesehen haben, und einen ungeheuerlichen Plan, der irgendwie mit der sogenannten Manila Grippe, die die Geschehnisse noch einmal kräftig anheizt, zusammenhängt.Gleichzeitig verfolgt man als Leser durch parallele Handlungsstränge auch, was im Hintergrund abläuft. Das Ganze ist stellenweise ziemlich wirr und wirkt andererseits auch manchmal zu abgedreht und konstruiert. Ich möchte natürlich nicht verraten, was tatsächlich hinter dem Schriftzug "Noah" steckt, aber mir war das alles zu übertrieben. Auch die rasanten Verfolgungsjagden, die sich nahtlos aneinanderreihen und bei denen Noah zahlreiche Menschen über den Haufen schießt oder umlegt, waren mir zu viel des Guten. Überzogen, unglaubwürdig und einfach absolut realitätsfern.Im Gegensatz dazu finde ich die Grundidee durchaus spannend und überzeugend - ein Virus, das vermutlich die Hälfte der Weltbevölkerung dahinrafft und dadurch womöglich den Planeten heilt. Überbevölkerung ist ein brisantes Thema, das so aktuell ist wie nie. Die Art und Weise, wie Fitzek es in einen Thriller einbettet, ist radikal und ebenso schockierend wie faszinierend. Die Ansätze sind also wirklich gut, das Drumherum wirkte auf mich allerdings eher wie ein billiger Actionfilm á la Cobra 11. Hinzukommen am Ende derart abstruse Enthüllungen, dass man das Ganze einfach nicht mehr ernst nehmen kann. Zumindest ging es mir so. Das gesamte Handlungsgerüst wackelt von Anfang an und bricht schlussendlich in sich zusammen. Mich hat das überhaupt nicht überzeugt, zumal auch die Spannung stellenweise wirklich auf der Strecke blieb und man sich nach der x-ten Leiche, die Noahs Weg pflastert, eigentlich über gar nichts mehr wundert. Schade, denn die Thematik hätte mehr hergegeben (da hat mich Dan Browns Thriller Inferno, der sich ja mit ähnlichen Themen befasst, deutlich mehr gepackt).Sprecher:Wie alle Vertonungen von Fitzeks Büchern wird auch Noah von Simon Jäger gelesen, einem wahrhaft begnadeten Hörbuch- und Synchronsprecher. Auch hier hat mich seine Stimme wieder vollkommen überzeugt und mich am Ball bleiben lassen, wo die Story selbst mich nicht mitreißen konnte.Mein Fazit:Obwohl mich Schreibstil, Thematik und Teile der Story durchaus überzeugt haben, ist Noah der erste Roman von Sebastian Fitzek, der mich in gewisser Weise richtig enttäuscht hat. Zu abstrus, zu unrealistisch, insgesamt einfach zu weit hergeholt. Und auch Spannung wollte hier nicht so richtig aufkommen. Da halte ich mich dann doch lieber an Fitzeks Psychothriller.

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  • Erinnert an Jason Bourne

    Noah
    cybersyssy

    cybersyssy

    26. June 2017 um 21:16

    ‘*‘ Meine Meinung ‘*‘Okay, es war ein Versuch und es war definitiv der letzte Versuch. Nachdem ich „Augenjäger“ und „Augensammler“ schon nicht so berauschend fand, weil es mir zu viele Langatmigkeiten und Hintergrundinformationen gab, befand sich kein weiteres Buch von Fitzek auf meinem SuB.Als eine Freundin mir das Hörbuch als Leihgabe anbot und ich in vielen Rezensionen las, dass es kein typischer Fitzek sei, habe ich dann doch gehört und ... nun ja, doch es ist ein typischer Fitzek ... für mich jedenfalls.Die Charaktere sind lebendig und in sich stimmig. Der Plot ist prima, erinnert mich total an die Bourne-Filme. Doch leider war das Tempo nicht Bourne-mäßig. Es wurde durch viele Beschreibungen von Umständen und Hintergründen gestoppt. Dies geschieht zwar auch in Dialogen, doch ich dachte mir häufig „lasst das dozieren, kommt zum Punkt“. Durch diese Langatmigkeiten wurde die Spannung ausgebremst und ich verlor mich häufig in meinen Gedanken.Die Wiederaufnahme von Tempo und Spannung empfand ich auch recht schleppend.Simon Jäger hat für mich das Buch gerettet. Er liest wieder so akzentuiert, verleiht jeder Figur ihre eigene Stimmfarbe, dass er für mich das Buch total gerettet hat.Ja, der Plot ist interessant und brisant, aber mit 50 Seiten Kürzung wäre er auch rasant angekommen.Von mir gibt es 2 Sterne für Simon Jäger und die Plotidee. ‘*‘ Klappentext ‘*‘Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.

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    • 2
  • Spannender als erwartet, zog sich nur etwas manchmal....

    Noah
    rebell

    rebell

    02. April 2017 um 17:57

    Inhaltsangabe: Zur Geburt Jesu Christi lebten 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten. Heute sind es sieben Milliarden. Wie viel ist zu viel? Sie wissen nicht, wer Sie sind. Sie wissen nicht, was Sie in der Stadt wollen, in der Sie sich gerade befinden. Sie wissen nicht, warum Sie auf der Straße leben. Sie wissen nicht, warum in ihrer Schulter eine frische Schusswunde verheilt. Sie wissen nur: Jemand wollte Sie töten. Und Sie wissen auch: Er wird es wieder versuchen. Weil Sie ein Geheimnis in sich tragen, von dem das Schicksal der gesamten Welt abhängt. Werden Sie sich erinnern, bevor es zu spät ist?Ich habe bisher noch nicht viele Bücher von Sebastian Fitzek gelesen bzw gehört, doch nach den ersten paar Kapiteln (Hörbuch) wurde mir klar, das ist kein Typischer Fitzek-Roman Trotzdem war die Geschichte um Noah mega Spannend und hielt es manchmal kaum aus bis etwas erklärt wurde. Es sind viele gut beschriebene, packende Situationen, die einen zum weiterhören animiert haben. Doch auch zog sich das Hörbuch an manchen Stellen etwas, daher ein Stern abzug. Trotz allem habe ich mich gerne auf Spuren- bzw Identitätssuche mit Noah begeben und fand den Abschluss sehr gelungen. Die Hintergrundgeschichte mit Alicia und ihren beiden Kindern hat mich anfangs irritiert, doch je weiter ich kam umso mehr verstand ich. Dieser Roman hat einen sehr tiefgehenden Hintergrund und ich kam am Schluss ganz schön ins grübeln. Sehr schön fande ich das Nachwort von Sebastian Fitzek. Das war ein runder Abschluss des Hörbuches und vor allem der Story. Ich kann jedem dieses Buch ans Herz legen! 

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  • Ein untypischer Fitzek

    Noah
    SitataTirulala

    SitataTirulala

    12. May 2016 um 07:15

    Der Name "Noah" ist der einzige Anhaltspunkt, den er hat, als er ohne Erinnerung an seine Vergangenheit unter den Obdachlosen Berlins aufwacht. Jemand hat auf ihn geschossen, bevor Oskar ihn aufgelesen hat. Aber wer? Aber nicht nur Noah, wie er wegen der Tätowierung auf seiner Hand von allen genannt wird, versucht herauszufinden, wer er ist, woher er kommt und was passiert ist. Irgendjemand scheint es auf ihn abgesehen zu haben. Auf ihn und auf die Erinnerungen, die er vergessen hat - denn von ihnen hängt die ganze Welt ab. Schon bevor ich in die Geschichte eingestiegen bin habe ich von vielen Seiten gehört, dass es sich bei "Noah" eher um einen untypischen Fitzek handelt. Aber was heißt denn "untypisch" in diesem Zusammenhang eigentlich? Gestorben wird hier schließlich auch. Aber die Thematik ist eine ganz andere als Fitzek sie sonst aufgreift. Es geht um die Überbevölkerung der Erde und was diese dem Planeten antut. Es geht um eine unvorstellbare biologische Waffe und radikale Umweltschützer, die sich zu Gott aufschwingen und glauben über Leben und Tod entscheiden zu können. Etwas, dessen Ausmaß man am Anfang der Geschichte, als Noah mit seinem Begleiter Oskar vor einem Obdachlosenheim steht und darauf wartet, ein Bett zugeteilt zu bekommen, überhaupt nicht überblicken kann geschweige denn kommen sieht. Aus der bloßen Identitätssuche wird plötzlich ein actionreicher Wettlauf gegen die Zeit, von dem nicht nur Noahs Leben abhängt. Fitzek greift wahre Begebenheiten aus dem Leben auf, wie zum Beispiel die Schweinegrippe, und gibt ihr einen ganz neuen Hintergrund, der mich als Zuhörer mehr als einmal hat denken lassen: Wenn ich nicht wüsste, dass das hier eine fiktive Geschichte ist, dann würde ich mir jetzt langsam echt Gedanken machen. Fitzek verwebt mal wieder meisterlich einzelne Puzzlestücke zu einem ziemlich gruseligen, aber auch zum Nachdenken anregenden Ganzen. Und genauso meisterlich wird die Geschichte von Simon Jäger gelesen, dessen Stimme ich ohnehin unheimlich toll und angenehm finde. Ich hätte ihm gut nochmal acht Stunden oder länger zuhören können. Untypisch für Fitzek? Ja. Deshalb irgendwie schlechter als seine anderen Romane? Überhaupt nicht! "Noah" bekommt für das grandiose Zusammenspiel aus großartiger Story und perfektem Sprecher verdiente fünf Blümchen von mir!---------- http://licentiapoeticae.blogspot.de/2016/02/hbr-sebastian-fitzek-noah.html

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  • Hat mich nicht begeistert

    Noah
    Inibini

    Inibini

    07. May 2016 um 22:10

    Inhalt: Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat. (Quelle: LB) Meine Meinung: Ich habe bisher 4 Bücher von Fitzek gelesen. 3 konnten mich begeistern, das eine Buch war nicht mein Fall. Leider fällt 'Noah' in die 2 . Kategorie. Mit Noah, dem Hauptprotagonistem, wurde ich irgendwie nicht wirklich warm. Ich konnte mich nicht wirklich in ihn hineinversetzen. Auch die anderen Charaktere wurden mir nicht sympathisch. Dadurch konnte mich die Story nicht fesseln. Ich wollte nur selten wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil hat mir jedoch gefallen und der Sprecher passte gut zum Hörbuch! Spannend wurde es erst zum Ende. Davor gab es leider nur ein paar nervenaufreibende Szenen. Für mich kam kein Thrillerfeeling auf. Das Ende ist ein wenig offen und überraschend, was mir gefallen hat. Mein Fazit: Ein Fitzek, der mich leider nicht überzeugen konnte. Ich wurde mit den Charakteren nicht warm und Spannung kam erst gegen Ende auf. Die Story konnte mich nicht fesseln. Jedoch fand ich die Grundidee sehr gut und das Thema, welches im Buch behandelt wurde, hat mich zum Nachdenken gebracht..

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  • Noah von S. Fitzek

    Noah
    vormi

    vormi

    18. February 2016 um 09:48

    Noah hat sein Gedächtnis verloren. Er weiß nicht, in welcher Stadt er ist, er weiß nicht, wie er heißt und er hat keine Ahnung, warum er eine Schußwunde in der Schulter hat. Er nennt sich Noah, bis er sich wieder an seinen richtigen Namen erinnern kann. Und da der Name Noah in seine Hand tätowiert wurde, bzw eher eingeritzt, liegt es Nahe, sich so zu nennen. Unglaublich, was Noah alles anfangen muß um Verbündete zu finden und um hinter sein Geheimnis zu kommen. Nebenbei fängt die ganze Welt an, verrückt zu spielen. Eine aggresive Grippeform geht um. Flughäfen müssen geschlossen werden. Menschen sitzen fest. Und die Grippe breitet sich weiter aus. Ärzte und Krankenhäuser sind schnell am Limit, die Grippe tötet jeden Infizierten. Schnell haben sich auch Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte angesteckt. Kliniken müssen geschlossen werden, es gibt immer mehr Tote und es gibt nur ein Gegenmittel - aber in einer viel zu geringen Menge! Ich bin bei Sebastian Fitzek immer etwas zwiegespaöten. Die eine Hälfte seiner Bücher gefallen mir richtig gut. Leider habe ich dann mit der anderen Hälfte ein Problem und sie gefallen mir gar nicht gut. Zum Glück ist dieses Buch eines von der 1. Sorte und es hat mich förmlich mitgerissen. So ein spannendes Buch! Wahnsinnig vielschichtig, zeitgleich Noahs Jagd nach seiner Vergangenheit und Identität zu beobachten und andererseits das fortschreiten dieser schrecklichen Pandemie. Was für grauenhafte Auswirkungen sowas haben kann, was das alles nach sich zieht. Hier stimmt echt alles. Die Geschichte und die Protagonisten sind zwar unfassbar und irre, aber trotzdem realistisch. Niemand agiert merkwürdig oder völlig daneben. Man kann sich als Leser damit identifizieren und kann alles nachvollziehen. Auch die sehr komplexen Zusammenhänge. Richtig gut gemacht, spannend und voll mit unglaublich guten Drehungen und Wendungen. Für jeden zu empfehlen, der Spaß an intelligenten Geschichten hat!

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  • Noah / Sebastian Fitzek

    Noah
    Lenny

    Lenny

    21. November 2015 um 11:44

    Ein Mann, der sich an nichts erinnern kann, nicht an seinen Namen, nicht an seine Vergangenheit. Eine grauenvolle Vorstellung! Eines Tage sieht er in einer Zeitung ein Bild und es kommt ein wenig Erinnerung in ihm auf..es wird der Maler dieses Bildes gesucht und Noah (der Name wurde ihm gegeben) meldet sich bei der Zeitung. Da beginnt eine heiße Jagd um sein Leben und es kommen immer mehr Bruchstücke seiner Vergangenheit zurück, bis sich ihm ein schauriges Bild zeigt! Kann Noah die Welt retten? Diese Geschichte nahm eine so spannende Wende, mit der ich nicht gerechnet habe, ich bin total begeistert, wie sich am Ende alle Ereignisse geklärt haben, da wär ich im Leben nicht drauf gekommen. Ich gebe hier die volle Punktzahl! Auch der Leser Simon Jäger hat mich vollkommen begeistert!

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  • Noah-Sebastian Fitzek

    Noah
    MelliSt13

    MelliSt13

    15. November 2015 um 17:02

    Gelesen von Simon Jäger Zur Geburt Jesu Christi lebten 300Millionen Menschen auf der Erde. Heute sind es 7 Milliarden Wie viel ist zu viel?   Noah kommt zu sich an einem düsteren Ort, mitten in Berlin,er hat keine Erinnerung, sein Name ist eintätowiert in seine Hand, sein Begleiter ein scheinbar verwirrter Obdachloser von der Strasse, der in den Tunneln unter der Stadt lebt. Doch Stück für Stück kehrt sein Gedächtnis zurück und Ausschnitte seines Lebens scheinen erkennbar, doch wie hängen sie zusammen, woher besitzt er seine Fähigkeiten Gut von Böse zu unterscheiden? Wo kommt er in Wirklichkeit her und warum spricht er so gut Englisch? Noah macht eine weite verwirrende Reise und nimmt den Leser genau auf diese mit und man ist erstaunt, wie es am Ende alles zusammenhängt. Wieder ein exklusiver Thriller aus der Feder von Sebastian Fitzek    

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  • Wie viele Menschen sind zu viele für unseren Planeten?

    Noah
    lesebiene27

    lesebiene27

    Inhalt: Zur Geburt Jesu Christi lebten 300 Millionen Menschen auf unserem Planeten. Heute sind es sieben Milliarden. Wie viel ist zu viel? Ein Mann wacht auf und kann sich an nichts erinnern. Er weiß nicht, wie er heißt, wer er ist und warum er in Berlin unter den Obdachlosen lebt. Er weiß auch nicht, warum er eine Schusswunde in seiner Schulter hat. Da auf der Innenseite seiner Handfläche der Name Noah tätowiert wurde, nennen ihn alle bei diesem Namen. Doch eines wird ihm schnell klar: Irgendwas stimmt hier so gar nicht und er muss herausfinden, wer hinter ihm her ist und warum. Meine Meinung: Das Hörbuch wird von Simon Jäger gelesen, der so genial klingt, dass er allein schon ein Grund sein könnte, das Hörbuch zu hören. Er schafft es die Stimmung wunderbar gefühlvoll und authentisch wiederzugeben, sodass ich teilweise das Gefühl hatte, dabei zu sein. Die Stimmung in der Geschichte ist sehr düster gehalten und wirkt spannungsgeladen. Von Beginn an hat mich das Buch in seinen Bann gezogen, weil man sich fragt, was da los ist und warum sich Noah an nichts erinnern kann. Die Figuren sind toll dargestellt. Da ist zum einen der Protagonist Noah, der intuitiv handelt und dabei viel über sich selber erfährt. Zum anderen ist da der emotionale und fürsorgliche Obdachlose Oskar, den ich trotz oder vielleicht sogar grade wegen seiner Verschrobenheit sofort ins Herz geschlossen habe. Die anderen Charaktere sind mir ein wenig fremd geblieben, doch fand ich das eher positiv, weil sie auf mich eher wie Statisten gewirkt haben, die eine untergeordnete Rolle im Weltgeschehen haben. Toll fand die Darstellung der verwirrten Gefühle von Noah. Wem kann er trauen? Und ist jeder der Mensch, für den er sich ausgibt? Dies hat zu viel Spannung und Action in dem Hörbuch geführt, weswegen die Minuten nur so dahingeflogen sind. Ab einem gewissen Punkt habe ich mich allerdings gefragt, ob das Buch sich nicht an ein bisschen zu vielen Verschwörungstheorien bedient. Dies hat meine Hörfreude ein wenig gedämpft. Dennoch blieb es für mich weiterhin spannend und unterhaltsam. Die Auflösung all der Fragen, die ich mir beim Hören gestellt habe, war ganz gut und logisch. Allerdings hat sie mich doch ein wenig enttäuscht, weil ich was völlig anderes erwartet habe. Mehr möchte ich dazu an dieser Stelle lieber nicht sagen, weil ich sonst zu viel verraten könnte. Interessant fand ich noch die Ausführungen innerhalb der Geschichte zur Überbevölkerung der Welt und der damit einhergehenden Frage der Nahrungsversorgung. Dies sind Themen, die mich persönlich interessieren. Allerdings denke ich, dass denjenigen, der eine solche Thematik völlig uninteressant findet, mit diesem Hörbuch keine Freude haben würde, weil es ständig präsent ist. Fazit: Das Hörbuch ist mit einer Spiellänge von ca. 435 Minuten spannend, interessant und sehr unterhaltsam für mich gewesen. Dennoch hatte es ein paar Themen und Handlungen, die auf mich ein bisschen überspannt wirkten. Aus diesem Grund möchte ich „Noah“ von Sebastian Fitzek, welches in der Hörbuchfassung von Simon Jäger gelesen wird, 4 von 5 Sternen geben.

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    • 6
    Meteorit

    Meteorit

    17. October 2015 um 17:47
  • Zu viele Themen in einem einzigen Buch

    Noah
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    11. September 2015 um 19:10

    Noah kann sich an nichts erinnern. Er lebt auf der Straße, hat eine Schusswunde und eine seltsame Tätowierung in der Handfläche. Sein einziger Kumpel ist der Obdachlose Oskar. Dieser ist ein wenig schräg unterwegs, sodass er Noah auch nicht wirklich helfen kann, sein Gedächtnis wiederzufinden. Der Zufall spielt Noah eine alte Zeitung in die Hände, in der ein Artikel ganz besonders seine Aufmerksamkeit erregt und etwas in ihm in Bewegung setzt. Er meldet sich bei der angegebenen Telefonnummer, nicht ahnend, was das auslösen wird … Bisher hatte ich sehr viel von Fitzek gehört, aber noch nichts von ihm gelesen. Also habe ich die Gelegenheit genutzt und NOAH als Hörbuch genossen. Der Anfang war auch wirklich klasse – sehr geheimnisvoll, sehr vielversprechend, sehr dramatisch. Doch nach und nach schlichen sich Logiklücken ein, die mir irgendwann bitter schmeckten und Zufälle und Wendungen, die ich so nicht wirklich glaubhaft finde. Fitzek hat für meinen Geschmack einfach zu viele brisante Themen in einem einzigen Buch verarbeiten wollen. Das hat eine Farce daraus gemacht und mich nicht wirklich zu einem Fan von ihm gemacht. Halb so viele Komponenten und das Buch wäre genial geworden. Aber so hat sich Fitzek in meinen Augen sehr verzettelt und sich selbst ein Bein gestellt. Wie alles am Ende (oder eher in der Mitte) zusammenfindet, wie unerklärbare Dinge erklärt werden, wer alles eine andere Identität als angenommen hat, wer welche Waffen wieso wo und wann einsetzt – all das ist mir etwas too much geworden. Überbevölkerung, Epidemien, Pandemien, Fleischkonsum, Biowaffen, Identitätsdiebstahl und „multiple Persönlichkeiten“, Zwillingsbrüder, Kriegsgewinnler (oder wie soll man das nennen?) – eine Mischung, die eher verwirrt, als unterhält. Ansatzweise hat mir der Stil gefallen, doch immer dann, wenn ich mich ganz gut unterhalten gefühlt habe, wechselte Fitzek aus irgend einem Grund den Stil, schob eine neue Komponente ein und setzte neu an. Das hat mich am Ende nur noch gestresst, aber kein bisschen unterhalten. Das mag den eingefleischten Fans sicher nicht gefallen, aber für mich ist dieses (Hör-)Buch nur drei Sterne wert: nicht schlecht, kann man aber viel besser machen. Ich werde sicher noch einen anderen Fitzek lesen oder hören und hoffe, NOAH war einfach nur ein Ausrutscher.

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  • Verschwörungstheorie á la Dan Brown

    Noah
    Glanzleistung

    Glanzleistung

    30. July 2015 um 15:00

    Klappentext: Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat. Etwas anders und komplexer als man es von Fitzek gewohnt ist. Richtig spannend und auch irgendwie erwachsener. Themen wie Überbevölkerungen, Infektionskrankheiten und Untergrundorganisationen lassen den Hörer auf jeden Fall beängstigt zurück. Es mag Vieles in dem Buch übertrieben dargestellt sein aber von der Hand zu weisen sind die beschriebenen Probleme leider nicht. Inferno von Dan Brown ist ähnlich und hat mir etwas besser gefallen, deshalb von mir 4 Sterne. Die Erzählweise und die Hörbuchstimme sind wirklich gut gewählt. Man kann der Handlung gut folgen und wird von einem Land ins nächste gejagt auf der Suche nach was eigentlich? Der große Cliffhanger darf nicht fehlen und ist fulminant. Man muss sich beim Hören sehr konzentrieren wenn man die Zusammenhänge nicht verpassen will aber es lohnt sich auf jeden Fall. Da die Szenenwechsel relativ überschaubar sind, ist man schnell in der Handlung drin. Noah ist ein sehr interessanter Protagonist, gerade weil er unter einer andauernden Amnesie leidet und erst Stück für Stück herausfindet wer er eigentlich ist und welche Rolle er in der Verschwörung „Projekt Noah“ spielt. Fazit: Keine leichte Kost aber ein sehr spannendes Thema mit beängstigenden Ausmaßen.

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  • Wie Dan Browns Inferno, nur spannend

    Noah
    WolfgangB

    WolfgangB

    Ein Mann erwacht aus einem Koma und stellt fest, sich weder an die Ereignisse der letzten Stunden, noch nähere Details über sich selbst erinnern zu können. Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt ihm nicht, findet er sich doch als Ziel skrupelloser Auftragsmörder wieder. Zum Glück gibt es jedoch nicht nur Feinde, sondern auch Verbündete, mit denen gemeinsam er sich auf die Suche nach seine Identität macht, in deren Verlauf er feststellt, daß er ein essentielles Rad im Getriebe einer makabren Maschinerie darstellt: Mit Hilfe einer künstlich erzeugten Seuche soll der Überbevölkerung durch die Ausrottung der Hälfte der Menschheit begegnet werden ... Quizfrage: Um welches Buch handelt es sich bei dieser kurzen Zusammenfassung? Erste richtige Antwort: "Inferno" von Dan Brown. Zweite richtige Antwort: "Noah" von Sebastian Fitzek Unabhängig davon, ob der Meister des deutschen Psychothrillers um den Inhalt des letzten Werkes des geistigen Vaters von Robert Langdon wußte - immerhin nimmt das Verfassen eines Romans diesen Umfangs längere Zeit in Anspruch - "Noah" liest sich, als hätte Fitzek sich die Kritik an "Inferno" zu Herzen genommen und eine Neufassung ohne die bemängelten Schwächen geschaffen. Er vermeidet es, seine Protagonisten durch eine Besichtigungstour durch die Kunstgeschichte zu hetzen (zu der Brown sich offensichtlich verpflichtet fühlt) und konzentriert sich auf die Essenz seiner Geschichte: Ein Mann ohne Gedächtnis im Stile von Robert Ludlums Jason Bourne entdeckt seine Verwicklung in eine weltweite Verschwörung. Für deren Thema beschäftigt sich Fitzek mit nichts Geringerem als die ungerechte Verteilung von Lebensmitteln. Was wäre, wenn Jean Ziegler zur Durchsetzung seiner Anliegen unbegrenzte Mittel zur Verfügung stünden? Sebastian Fitzek wagt das Gedankenexperiment und präsentiert mit der Figur Jonathan Sapphire eine düstere, korrumpierte Version des prominenten Globalisierungskritikers, der gerne mit dem Satz "Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet", zitiert wird. Wie das reale Vorbild zeichnet sich auch Sapphire durch zornige Rhetorik aus, trägt seinen Furor jedoch mit einem schrecklichen Vorhaben in die Welt hinaus ... Weiters ist dem Autor hoch anzurechnen, daß er in seiner Beschäftigung mit konspirativen Kreisen und geheimen politischen Lobbies gänzlich ohne Illuminaten und Tempelritter auskommt. Sich dem warmen Klang von Simon Jägers Stimme anzuvertrauen, das hat etwas von Nach-Hause-Kommen. Seine sowohl routinierte, als auch begeisterte Art des Vortrags wirkt sofort vertraut, erfordert nur wenige Minuten der Eingewöhnung. Sein Wechselspiel zwischen jungen, frischen und spröden, verbraucht wirkenden Charakteren mit einem Hang zum Kauzigen fesselt an die Geschichte und erschwert es, die akustische Lektüre wieder zu unterbrechen. Wie auch für den Autor stellt auch für den Sprecher deutlich hörbar die Figur des Jonathan Sapphire den Höhepunkt dar, wenn er seinen rhetorischen Zorn über die unausgewogene Ressourcenverteilung und das Konsumverhalten sogenannter Industrienationen über seine Zuhörer ergießt. Fazit: Nach einem bluttriefenden Ausflug in die Pathologie in "Abgeschnitten" erfindet sich Sebastian Fitzek abermals neu, indem er in den Schuhen beliebter Verfasser von Verschwörungsgeschichten die Pfade großer Erzählungen beschreitet. Zunächst skeptisch ob des Wegführers läßt sich der Leser rasch auf diese ebenso spannende wie erschütternde Reise ein.

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    • 3
  • von Amnesie und Pandemie

    Noah
    Gruenente

    Gruenente

    05. August 2014 um 14:13

    Noah wird angeschossen von Oskar, einem berliner Obdachlosen aufgenommen. Noah kann sich an nichts erinnern. Nicht mal an seinen Namen. Das Wort "Noah" ist ihm auf die Hand tatowiert, deshalb nennt er sich so. Bis er eines Tages per Zufall in der Zeitung ein Bild sieht, dessen unbekanntem Künstler viel Geld versprochen wird wenn er sich meldet. Noah kennt das Bild und ist sich sicher, dass er es malte. In New York nimmt eine Journalistin diesen Anruf entgegen und wird in ein globales, gefährliches Komplott verstrickt, während eine Pandemie langsam weltweit um sich greift. Magnaten, Verrückte, der Präsident, viele Morde, Killer, Verschwörungen und viele Schauplätze. Das Buch ist rasant, spannend und abwechslungsreich. Durch den Amnesiepatienten und die Risikoschwangerschaft der Journalistin kommt auch eine persönliche Note hinein. Wie auch bei "Inferno" ist die Überbevölkerung das zentrale Thema in diesem Buch. Von Simon Jäger gewohnt gut interpretiert habe ich das Buch sehr gern gehört. Vor allem diese Amnesieerkrankung lässt viel Spielraum für eigene Gedankenspiele.

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  • Die Angst des Autors vor der Katastrophe

    Noah
    franzzi

    franzzi

    Um Sebastian Fitzek habe ich in meinem Leserleben bisher einen großen Bogen gemacht. Thriller sind für gewöhnlich nicht so meine Sache und der Hype und die überbordenden Auflagen seiner Bücher taten ihr Übriges. Meine natürliche Scheu vor diesen überlebensgroßen Bestsellern, die sich scheinbar jeder bemüßigt fühlt, zu kaufen, bewahrte mich bisher bereits vor der Lektüre von Charlotte Roches Romanen, vor Thilo Sarrazin, Dieter-Bohlen-Biographien oder den unendlichen Schattierungen von Grau. So wollte ich es auch mit Fitzek halten, bis, ja bis ich ihn auf der Leipziger Buchmesse erlebte. Da saß dieser sympathische Mann mit einem ARD-Mikro in der Hand und erzählte von den Hintergründen seines neuen Romans "Noah". Von der Profitgier der Lebensmittelkonzerne und der Hybris der westlichen Welt, die den Welthunger duldeten, solange sich damit noch der ein oder andere Dollar abpressen ließ. Die nicht-regeneratives Saatgut an die armen Landwirte in Afrika verkaufen, nur damit sie sich ja kein eigenes Saatgut ziehen. Die ihre tiefgefrorenen Geflügelabfälle auf den Märkten der Armutsviertel verramschen und den dortigen Kleinbauern jegliche Existenzgrundlage nehmen. Nun gut, dachte ich, er hat also einen politischen Thriller geschrieben, und legte mir kurz darauf das Hörbuch zu. Es ging vielversprechend los. Wenig störte mich die Tatsache, dass der gedächtnislose und schwer verletzte Mann in Berlin irgendwie an die Bourne-Verschwörungs-Filme erinnerte. Ich konnte auch über die oft bemüht und konstruiert wirkenden schiefen Sprachbilder und nur scheinbar lebendigen und kreativen Beschreibungen hinwegsehen. Ich wollte wissen, wer dieser Noah war, den sein Helfer, der obdachlose wie schrullig-liebenswerte Oskar, da seit Wochen pflegte. Den Oskar Noah nennt, weil er diesen Schriftzug in seinen Handrücken tätowiert hat. Ich wollte wissen, warum Noah sich an nichts mehr erinnern konnte und welche Verbindung es gibt zwischen seiner Geschichte und der des gutmütigen Pharmakonzern-Chefs, der auf dem Podium einer Wohltätigkeitsveranstaltung angeschossen wird, als er gerade über die Profitgier und die Einfalt der westlichen Welt herzieht. Und was hat es mit dieser teuflischen Manila-Grippe auf sich, die sich gerade wie ein tödlicher Feuerball über die Erde zieht und gegen die es nur einen knappen Schutz in Pillenform gibt? Von Berlin über New York, Amsterdam, Kapstadt und Rom ziehen sich die Fäden, die diese Geschichten schließlich verbinden sollen. Und die Fäden sind blutig. Denn gleich mehrere Killer sind Noah auf den Fersen und es ist ein unerklärlicher wie brutaler Instinkt in Noah, der sein Überleben auf der Suche nach seiner Identität sichert. Viele seiner Protagonisten opfert Fitzek in dieser Geschichte über Verschwörungstheorien, über das Problem der Überbevölkerung und Ressourcenverschwendung, über die Machtinteressen der Weltpolizei und ihrer Geheimdienste sowie - und hier wird es krude - die Pläne einer radikalen Geheimorganisation. Bis etwa zur Hälfte des Hörbuchs war ich gebannt und gespannt. Erst recht, weil die wunderbare Synchronstimme von Heath Ledger (im echten Leben gehört sie Simon Jäger) dem liebenswerten Oskar, dem unsympathisch-blass-charakterisierten Noah und all ihren Begleitern bemerkenswert variantenreiche Stimmen lieh. Doch dann das maue Gefühl: Die Story ist nicht halb so politisch brisant wie sie verspricht und obwohl sie so offenkundig gegen Verschwörungstheoretiker wettert, verfängt sie sich selbst im Netz einer wenig glaubwürdigen Verschwörung. Die Auflösung ist nach all der Hatz um die halbe Welt, nach all den apokalyptischen Drohungen vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Manila-Grippe und der Lösung von Noahs Gedächtnisverlust mehr als halbherzig. Wer solange die Katastrophe beschwört, wer so scheinbar kongeniale Widersacher in die Welt schickt und dann aus Harmonie- und Happy-End-Sucht einen völlig unwahrscheinlichen Fehler in die akribischen jahrelangen Planungen der Verschwörer einbaut, der kann seinen Leser nur ernüchtert und enttäuscht zurücklassen. Der Roman versprach mir am Anfang eine Brisanz und Relevanz, die er leider am Ende nicht einmal ansatzweise halten kann. Das ist schade, denn den Stoff dazu hatte er.

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  • Sebastian Fitzek hat sich als Dan Brown verkleidet...

    Noah
    Rebekka_NP

    Rebekka_NP

    28. March 2014 um 16:18

    Noah hat sein Gedächtnis verloren. Ein Obdachloser hat ihn mit einer Schusswunde gefunden. Nun leben sie zusammen unter Berlin. Als Noah ein Kunstwerk, dass in der Zeitung als hochdotiert ausgeschrieben ist, als sein eigenes erkennt gerät eine riesige Verschwörungsmaschinerie in Gange. Interessant finde ich, dass sowohl Brown als auch Fitzek ihre neuen Romane um das Thema Überbevölkerung stricken. So ein Buch hätte man tatsächlich eher von Brown erwartet. Nichts desto trotz steht Fitzek Brown hier in nichts nach. Bis zur Lösung des Rätsels muss um die halbe Welt geflogen, internationalen Organisationen widerstanden und natürlich die Welt gerettet werden.

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