Sebastian Garthoff

 3,9 Sterne bei 20 Bewertungen
Autor*in von Tote wird man nicht los, Schattenmann und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Sebastian Garthoff, Jahrgang 1984, stammt aus Thüringen. Als Auslandsjournalist verbrachte er mehrere Jahre in Budapest. Anschließend heuerte er als Lokaljournalist bei der „Thüringer Allgemeine“ an, bevor er das Leben in der Provinz wieder gegen die Großstadt tauschte. Derzeit arbeitet er als Nachrichtenredakteur bei einem Berliner Medien-Startup.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sebastian Garthoff

Cover des Buches Tote wird man nicht los (ISBN: 9783967333053)

Tote wird man nicht los

(19)
Erschienen am 31.01.2022
Cover des Buches Schattenmann (ISBN: 9783000832536)

Schattenmann

(1)
Erschienen am 03.09.2025
Cover des Buches Exit Budapest (ISBN: 9783000794643)

Exit Budapest

(0)
Erschienen am 12.09.2024
Cover des Buches Tote wird man nicht los (ISBN: 9783000775710)

Tote wird man nicht los

(0)
Erschienen am 06.04.2025

Neue Rezensionen zu Sebastian Garthoff

Cover des Buches Schattenmann (ISBN: 9783000832536)
miss_amanogawas avatar

Rezension zu "Schattenmann" von Sebastian Garthoff

miss_amanogawa
Berliner Noir-Novelle über die dunklen Seiten der Bürojobs...

Der Schattenmann ist ein Mood, ein Lebensgefühl. Schattenmann ist Der Schattenmann, das ist dieser Corporate Mitarbeiter, ein bisschen zu eingenommen von seinem Bürojob.

Festgefahrene Routine, starre Umgebung. Nur Ergebnisse zählen, Zahlen definieren deinen Wert. Wer nicht liefert, fliegt.

Ein Umbruch findet statt, neuer Spirit, mehr Druck, immer größer werdender Druck. Einige knicken ein, andere werden rausgeworfen.

Schattenmann hat Angst: was will die Personalabteilung von mir? Fliege ich etwa auch? Nein, nicht ich. ICH bin wertvoll.


Der Druck wird zu groß. Ist es die Stadt, ist es Berlin, das dich langsam von innen heraus auffrisst, dir jegliche Individualität und Lebensfreude stiehlt? Oder ist es doch nur der Job? Ist es die Mischung aus beidem, von einem Kackhaufen in den nächsten, nur umgeben von Fäkalien?


Was bist du noch wert, wenn dein Job, dein undankbarer, vollkommen energieraubender Corporate Job, dein Brotverdienst, das einzig konstante in deinem Leben dir mir nichts, dir nichts geraubt werden soll?

Du gehst auf die Barrikaden, lehnst dich auf, statuierst ein Exempel.

Nein, ICH werde nicht vom Dach springen, ich werde nicht tatenlos zusehen, wie man mich aus der Firma wirft, und ich werde alles und jeden zerstören, der mir dabei im Weg steht.


Auch wenn diese kleine, feine Novelle recht kurz ist, steckt doch viel Atmosphäre, Kraft und Gefühl in und zwischen den Zeilen.

Und Schattenmann hat mich dazu verleitet, mein eigenes Verhältnis zu meiner Arbeit gründlich zu überdenken…

Cover des Buches Tote wird man nicht los (ISBN: 9783967333053)
thrill.tastics avatar

Rezension zu "Tote wird man nicht los" von Sebastian Garthoff

thrill.tastic
Zombie-Horror und Provinz-Skandale

Wenn ihr noch einen schnellen literarischen Snack für den Halloween-Abend sucht, habe ich da vielleicht etwas für euch.
"Tote wird man nicht los" von Sebastian Garthoff bietet auf 140 Seiten Zombie-Horror und die schmutzige Wäsche einer Dorfgemeinschaft.
Das Buch startet wirklich stark mit der Perspektive einer untoten Frau, die zum ersten Mal nach ihrem Versterben wieder die Augen aufschlägt. Im weiteren Verlauf werden viele verschiedene Dorfbewohner eingeführt und ihre Geschichten spielen sich abwechselnd in sehr kurzen Kapiteln von 1 – 4 Seiten ab. Die Bürokraft und die Praktikantin der Redaktion, der Bürgermeister, ein Beamter, der im Rathaus arbeitet, ein Polizst, die Inhaberin eines Eine-Welt-Ladens... Sie alle und noch einige weitere Figuren erhalten mal mehr, mal weniger Raum in dieser kurzen Geschichte.
Wenn man aber einen Protagonisten benennen möchte, wäre das wohl am ehesten der Lokaljournalist Lorenz Hardmann. Er ist unzufrieden mit seinem langweiligen Job auf dem Land und würde lieber etwas in der Großstadt erleben, "richtigen" Journalismus betreiben.
Leider ging er mir etwas auf die Nerven. Wenn ich mich recht erinnere, soll er Ende 20 sein, vermittelt aber den Eindruck, als sei er Mitte 40 und in einer Midlife-Crisis. Im Gegensatz zu manch anderem Charakter finde ich seine Hintergrundgeschichte nicht weiter spannend, da haben andere deutlich mehr Dreck am Stecken und somit mehr zu bieten. Das ist es auch, wass neben den Horror-Elementen den eigentlichen Unterhaltungsfaktor des Buches ausmacht. Wer schläft mit wem, wer betreibt zwilichtige Geschäfte, etc.
Der Autor beschreibt alles sehr explizit, damit sollte man umgehen können, wenn man das Buch lesen möchte. Der Schreibstil gefällt mir persönlich richtig gut, da er einfach, jedoch sehr bildhaft ist.
Man merkt, dass der Sebastian Garthoff selbst Journalist ist und entsprechend gut mit Worten hantiert.
Eine ganze Weile hatte ich den Eindruck, dass die Seitenzahl durchaus ausreichend ist, da der Autor schnell ein deutliches Bild seiner Figuren erzeugen kann und einen durch geschickte Mini-Cliffhanger bei der Stange hält. Zum Schluss hin hätte ich dann doch gerne mehr erfahren und das Ende kam sehr abrupt.
Ich bin ein riesiger Fan des langweiligen Landlebens und kann daher mit der ganzen Grundstimmung des Buches, das die Provinz ja auf die Schippe nicht, nicht so ganz mitgehen, weshalb ich 4 Sterne vergebe. Ihr macht nichts falsch, wenn ihr kurzweilige Unterhaltung sucht. Ich bedanke mich ganz herzlich bei dem Autor, der mir sein Werk freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Cover des Buches Tote wird man nicht los (ISBN: 9783967333053)
Danniis avatar

Rezension zu "Tote wird man nicht los" von Sebastian Garthoff

Dannii
Kurzweiliger Zombieroman mit humoristischem Tiefgang

Augenzwinkernd erschafft der Autor eine Geschichte, die sich selbst nicht immer allzu ernst nimmt. In seiner Parabel des westlichen Kleinstadtmiefs, schafft er es teils melancholisch, teils humoristisch und immer mit der nötigen Portion Ernsthaftigkeit, seine Charaktere punktgenau zu definieren. Dabei bleibt vieles den Gedankengängen des Lesers überlassen, indem er uns häppchenweise Schlaglichter aus deren Leben und Empfindungen zeigt.

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