Der Schattenmann ist ein Mood, ein Lebensgefühl. Schattenmann ist Der Schattenmann, das ist dieser Corporate Mitarbeiter, ein bisschen zu eingenommen von seinem Bürojob.
Festgefahrene Routine, starre Umgebung. Nur Ergebnisse zählen, Zahlen definieren deinen Wert. Wer nicht liefert, fliegt.
Ein Umbruch findet statt, neuer Spirit, mehr Druck, immer größer werdender Druck. Einige knicken ein, andere werden rausgeworfen.
Schattenmann hat Angst: was will die Personalabteilung von mir? Fliege ich etwa auch? Nein, nicht ich. ICH bin wertvoll.
Der Druck wird zu groß. Ist es die Stadt, ist es Berlin, das dich langsam von innen heraus auffrisst, dir jegliche Individualität und Lebensfreude stiehlt? Oder ist es doch nur der Job? Ist es die Mischung aus beidem, von einem Kackhaufen in den nächsten, nur umgeben von Fäkalien?
Was bist du noch wert, wenn dein Job, dein undankbarer, vollkommen energieraubender Corporate Job, dein Brotverdienst, das einzig konstante in deinem Leben dir mir nichts, dir nichts geraubt werden soll?
Du gehst auf die Barrikaden, lehnst dich auf, statuierst ein Exempel.
Nein, ICH werde nicht vom Dach springen, ich werde nicht tatenlos zusehen, wie man mich aus der Firma wirft, und ich werde alles und jeden zerstören, der mir dabei im Weg steht.
Auch wenn diese kleine, feine Novelle recht kurz ist, steckt doch viel Atmosphäre, Kraft und Gefühl in und zwischen den Zeilen.
Und Schattenmann hat mich dazu verleitet, mein eigenes Verhältnis zu meiner Arbeit gründlich zu überdenken…








