Sebastian Haffner Geschichte eines Deutschen Die Erinnerungen 1914-1933

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Inhaltsangabe zu „Geschichte eines Deutschen Die Erinnerungen 1914-1933“ von Sebastian Haffner

Die "Geschichte eines Deutschen" erzählt die ersten drei Lebensjahrzehnte eines klugen und konsequenten Mannes aus bürgerlicher Familie, der den Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Zerstörung seines Ferienidylls empfindet.§Die galoppierende Inflation 1923 mit ihren jugendlichen Aktienspekulanten und hilflosen Vätern, ihrem Januskopf von Hunger und Verschwendung ist für Sebastian Haffner der Inbegriff einer aus den Angeln gehobenen Welt. Zehn Jahre später tritt er, weder politisch noch rassisch verfolgt, den langen Weg ins Exil an, schlicht weil die Nazis seiner "Nase nicht passten".§Haffner zählte nach dem Krieg zu den herausragenden Journalisten und Publizisten. Sein Name steht beispielhaft für eine demokratische, unbestechlich liberale Gesinnung, für einen unprätentiösen, dabei äußerst eleganten und kunstvollen Stil.§Nüchtern, ohne Eitelkeit, doch mit feiner Ironie und einem gelegentlichen Aufflackern von Zorn blickt er auf die Jahre zwischen 1914 und 1933, spiegelt das Politische i m Individuellen, benennt er Gründe für seine persönliche Entwicklung und die seines Volkes. Diese Aufzeichnungen entstammen dem unmittelbar Erlebten und können als bedeutendster Fund in Haffners Nachlass nun veröffentlicht werden. Dies ist nicht nur die "Geschichte eines Deutschen", es ist die Geschichte eines aufrechten Deutschen - und das macht dieses Leben und diesen Text kostbar. (Quelle:'Fester Einband/01.01.2005')

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  • Frage zu "Geschichte Eines Deutchen" von Sebastian Haffner

    Geschichte eines Deutschen Die Erinnerungen 1914-1933
    Pierre Björklund

    Pierre Björklund

    I would like to get in touch with UWE SOUKUP who has written the afterword to the swedish edition of the novel GESCHICHTE EINES DEUTSCHEN
    written by Sebastian Haffner .

    • 4
    Pierre Björklund

    Pierre Björklund

    19. June 2011 um 17:49
  • Rezension zu "Geschichte Eines Deutchen" von Sebastian Haffner

    Geschichte eines Deutschen Die Erinnerungen 1914-1933
    oblomow

    oblomow

    30. October 2010 um 20:20

    Ich meine dieses Buch hat es zurecht vor ein paar Jahren in die deutschen Bestsellerlisten geschafft. Kein Wälzen der dicksten Geschichtsschinken vermittelt so ein wirklichkeitsnahes Bild über die ereignisreiche Jahre bis 1935, wie es diese Aufzeichnungen von Sebastian Haffner vermögen. Weitsichtig und scharf analysiert er die deutsche Gesellschaft vor und während der Machtergreifung Hitlers, alles aus der Perspektive des "normalen Bürgers". Besonders die Schilderung der Hyperinflation 1923 lässt einem diese Zeit besser verstehen. Der Clou dieses Buches liegt auch in der extrem selbstreflexiven Sichtweise des Autors, der auch über das Leben an sich viel kluges zu sagen hat. Für Haffner war es von Anfang an klar wie Kloßbrühe, dass die Nazis Scheißkerle sind, was allein schon bemerkenswert ist.

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  • Rezension zu "Geschichte Eines Deutchen" von Sebastian Haffner

    Geschichte eines Deutschen Die Erinnerungen 1914-1933
    Thaila

    Thaila

    23. March 2010 um 11:06

    Bereits 1939 in der Zeit der alliierten Apeasement-Politik vor Beginn des Zweiten Weltkrieges schreibt Sebastian Haffner seine scharfsinnige und weitsichtige Analyse über die kollektiven und individuellen Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus. Seine Erinnerungen beginnen mit dem ersten Weltkrieg, den er als Kind erlebt hat. Haffner beschreibt, wie er und seine Klassenkameraden den Krieg eher als Spiel als als bittere Realität erleben. Die täglichen Heeresberichte nehmen sie auf wie die Ergebnisse der Sportseiten und erleben den Krieg als Faszination, die weit über das Kriegsgeschehen andauern wird. Haffner beschreibt die turbulenten Zwanziger Jahre und die zunehmende Bedrohung durch den Nationalsozialismus. Besonders interessant ist jedoch seine Beschreibung der ersten Monate der Herrschaft der Nationalsozialisten, das allmähliche Durchdringen aller Lebensbereiche, die Angst und die Kapitulation vieler Gegner der Nationalsozialisten. Klarsichtig, wie wenige Nicht-Juden in seiner Generation, enthüllt er den Antisemitismus als den Kern der nationalsozialistischen Ideologie. Ganz klar sind für ihn die Folgen dieses Judenhasses und damit ist er auch ein Beweis für die Zweifelhaftigkeit der Aussage, man habe von nichts gewusst. Sprachlich ist dieser Bericht geschliffen, wenn auch nicht frei von Pathos. Ein herausrragender Zeitzeugenbericht!

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  • Rezension zu "Geschichte eines Deutschen. Die Erinnerungen 1914-1933" von Sebastian Haffner

    Geschichte eines Deutschen Die Erinnerungen 1914-1933
    Heike110566

    Heike110566

    12. January 2010 um 09:11

    In sehr vielen Geschichtsbüchern kann man die Fakten nachlesen, wie Hitler an die Macht in Deutschland kam. Und man findet dabei auch so manche Augenzeugenquelle zu diesen Ereignissen. Wie veränderte sich aber das tägliche Leben? Was geschah in den Köpfen der Menschen? Weshalb konnte Hitler, obwohl die Deutschen noch im März 1933, als Hitler bereits Reichskanzler war, in der Mehrheit (56,1 %) nicht die NSDAP wählten, offenbar ohne jeglichen Widerstand der Bevölkerung seine verbrecherische, menschenverachtende Politik umsetzen? Sebastian Haffner (1907-1999) hat in "Geschichte eines Deutschen", dass bereits 1939 von ihm verfasst, aber erst 2000 posthum veröffentlicht wurde, seine Erinnerungen an die Zeit von 1914 bis 1933 niedergeschrieben. Dabei schildert er weniger die historischen Fakten, sondern berichtet wie diese Geschehnisse von ihm wahrgenommen wurden und welche Auswirkungen diese Ereignisse auf sein Leben hatten. Und dies erfolgt nicht mit heroisch erhobenen Zeigefinger, sondern in einem leicht lesbaren und flüssig geschriebenen Erzählstil, weshalb dieses "Sachbuch" bei mir im Regal bei Belletristik seinen Platz bekommen hat. Haffner verweist zwar immer wieder darauf, dass dieses Buch eine Autobiografie sei, aber wenn man zu Haffner etwas recherchiert, kommt man schnell dahinter, dass da so manche "autobiografische" Ungereimtheit vorhanden ist, die man bei einer solchen als sehr fragwürdig bezeichnen müsste. So unterschlägt Haffner, der eigentlich Raimund Pretzel hieß, dass Horst Wessel, der ab 1929 SA-Sturmführer war und nach seinem Tod 1930 zum NS-Märtyrer durch die Nazis verherrlicht wurde, ein Klassenkamerad am Gymnasium von ihm war. Betrachtet man das Buch aber als Erzählung mit autobiografischen Elementen, so ist diese Ungereimtheiten vertretbar.

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  • Rezension zu "Geschichte Eines Deutschen" von Sebastian Haffner

    Geschichte eines Deutschen Die Erinnerungen 1914-1933
    Tresckow

    Tresckow

    09. December 2008 um 15:48

    In diesem autobiographischen Buch schildert Sebastian Haffner die Zeit von 1914 bist 1934. Beeindruckend wie anschaulich er die für ihn als Kind spannende Zeit des ersten Weltkriegs und den Zusammenbruch der bürgerlichen Welt seiner Familie schildert. Obwohl auch bei ihm der Weg ins nationalistische Milieu der wahrscheinlichere war, behält er seine Distanz und berichtet beeindruckend von den Monaten vor und nach der Machtergreifung der Nazi 1933. Dabei stellt er sich selbst kein gutes Zeugnis für Zivilcourage aus wenn z. B. jüdische Juristen aus der von ihm besuchten Uni vertrieben werden. (Haffner zog aber Konsequenzen und ist 1938 nach England emigriert). Auch als Hörbuch sehr zu empfehlen!

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  • Rezension zu "Geschichte Eines Deutschen" von Sebastian Haffner

    Geschichte eines Deutschen Die Erinnerungen 1914-1933
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. July 2008 um 21:33

    Geschichtsunterricht mal anders

  • Rezension zu "Geschichte eines Deutschen" von Sebastian Haffner

    Geschichte eines Deutschen Die Erinnerungen 1914-1933
    Jens65

    Jens65

    12. July 2008 um 20:34

    Wie kann eine so unglaubliche historische Entwicklung wie die Deutschlands von Bismarck über den WW1 durch die 20ziger Jahre hindurch bis in die Nazidiktatur einem Menschen vermittelt werden? Haffner wählt die IchPerspektive im (1938) Rückblick und findet dabei schöne und nachfühlbare Allegorien und persönliche Aspekte (Liebe, Familie und Schule) um den alltäglichen Wahnsinn erfahrbar zu machen. Für Ihn steht fest: "Im persönlichen Umfeld entscheidet sich ob das Ausschalten der Justiz, die Aufforderung zum Boykott einer ganzen Rasse oder das Akzeptieren von Phrasen wie "auf der Flucht erschossen ..." kommentarlos oder erschrocken sprachlos hingenommen werden oder ob sich eine eigene vielleicht konträre Meinung bildet und diese dann auch gelebt wird. Auf diesem Level haben Viele (er schließt sich selbst nicht vollkommen aus) keine humane, tolerante oder demokratische Einstellung gefunden sondern sind aus was immer für Gründen mit den Wölfen heulen gegangen und haben sich und Ihre Ideale dem Teufel zum Fraß vorgeworfen. Wer sich jetzt einbildet so etwas wäre heute unmöglich, sollte sich dieses Buch mal unters Kopfkissen legen und ein wenig über Jugoslawien oder Neonazis in Deutschland träumen.

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