Sebastian Junger Der Sturm

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Inhaltsangabe zu „Der Sturm“ von Sebastian Junger

Im Herbst 1991 tobt vor der kanadischen Küste ein Jahrhundertsturm. Zu dem Schwertfischtrawler Andrea Gail bricht der Funkkontakt ab. Schiff und Mannschaft verschwinden am 29. Oktober spurlos in der aufgepeitschten See. Gestützt auf die Berichte von Seeleuten, die ähnliche Stürme erlebt haben, und auf Gespräche mit Meteorologen, Kollegen und Angehörigen der Verunglückten dokumentiert Sebastian Junger das vergebliche Ringen der sechs Fischer mit den Naturgewalten, aber auch den Alltag der Menschen in Gloucester, dem Heimathafen der Andrea Gail.

interessante Geschichte

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  • Der "Perfekte Sturm" ist eine perfekte Reportage

    Der Sturm
    hazwei

    hazwei

    15. April 2016 um 18:25

    Godspeed to the men of the Andrea Gail!  Sebastian Junger beschreibt die Schicksale der Menschen, die jeden Tag aufs neue den Naturgewalten die Stirn bieten. Sei es um ihren Lebensunterhalt zu verdienen oder um andere aus eben diesen Naturgewalten zu retten. Und am Ende des Buches hat man das Gefühl, dabei gewesen zu sein, hat ihren Mut, ihre Angst, ihre Hoffnung und ihre Ohnmacht erlebt. Man hat mitgekämpft und gelitten, hat den unvorstellbaren Sturm mit der USS Tamaroa abgewettert, ist mit Dave Ruvola notgewassert und mit Billy Tyne und seinen Männern letztendlich an der schieren Gewalt der See gescheitert. Und man hat einiges gelernt, denn Junger versteht es virtuos, wissenschaftliche und technische Fakten in dieses große Drama einzuflechten, das im Oktober 1991 wirklich so stattgefunden hat. Die im Ankerherz-Verlag erschienene illustrierte Ausgabe ist zu allem Überfluss auch noch ein zum Niederknien schönes Buch.

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  • Als Sachbuch zu empfehlen, als Roman eher nicht

    Der Sturm
    MirandaRathmann

    MirandaRathmann

    24. October 2015 um 17:47

    "Der Sturm - Die letzte Fahrt der Andrea Gail" Sebastian Junger hat für sein Buch gut recherchiert. Er schreibt die wahre Geschichte des Schwertfischtrawlers Andrea Gail aus Gloucester, die im Herbst 1991 vor Kanada in einen Jahrhundertsturm gerät und sinkt. Die Mannschaft wird nie gefunden. Das ist auch die Geschichte des Buches, die mich gefesselt hat und die auch Wolfgang Petersen als Katastrophenfilm im Jahr 2000 heraus brachte. Aber, "Der Sturm" ist nun einmal ein Sachbuch und der Hauptteil des Buches besteht aus meteorologischen Fakten. Wer sich also für die Entstehung von Stürmen, Wellen, Orkanen usw. interessiert, findet hier ein gutes Buch, dass ich dann sehr empfehlen kann. Wer sich allerdings nur für die Geschichte der Andrea Gail und deren Besatzung interessiert, sollte die Finger von diesem Buch lassen und sich lieber den Film ansehen. Ich gehöre leider eher zum letzteren Leserkreis und habe mich eher durch das Buch gequält.

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  • Die letzte Fahrt der Andrea Gail

    Der Sturm
    Herbstrose

    Herbstrose

    Es ist Ende September 1991, als der Schwertfisch-Trawler Andrea Gail mit sechs Mann Besatzung zur letzten Fangfahrt in diesem Jahr ausläuft. Ziel sind die Gewässer vor Neufundland. Das Wetter ist gut und nichts deutet auf eine Katastrophe hin. Doch tief im Süden vor den Bermudas braut sich bereits ein Tief zusammen, aus dem sich später der Hurrikan des Jahrhunderts entwickeln wird. Am 24. Oktober, die Laderäume dürften voll sein, meldet Kapitän Billy Tyne, dass sie nun die Heimfahrt antreten. Der Sturm hat sich zum Orkan entwickelt und ist unaufhaltsam auf dem Weg nach Norden. Er erreicht die Andrea Gail in voller Stärke am 29. Oktober. Das Schiff hat gegen die 30 Meter hohen Wellen und Windstärken von mehr als 160 km/h keine Chance. Anfang November werden einige Wrackteile gesichtet, am 8. November wird die Suche nach der Andrea Gail eingestellt … Der Journalist und Autor dieses Buches Sebastian Junger befand sich während des Sturmes in Gloucester, dem Heimathafen der Andrea Gail, und erfuhr somit aus erster Hand von den Ereignissen. Jahre später begann er mit seinen Recherchen, führte Interviews mit den Hinterbliebenen und mit Fischern, die den Sturm überlebt hatten, sprach mit Meteorologen, Verantwortlichen der kanadischen Küstenwache und der amerikanischen Air National Guard und informierte sich über Bootsausrüstungen und Fischfang im Nordatlantik. Dabei heraus gekommen ist das äußerst genau recherchierte Buch „Der Sturm“, das im Jahre 2000 mit George Clooney als Kapitän Billy Tyne verfilmt wurde. Der Schreibstil ist sehr gut den jeweiligen Gegebenheiten angepasst: Sachlich nüchtern und klar schreibt der gelernte Journalist Junger, wenn es an die allgemeine Schilderung über den Schwertfischfang mit Langleinen, die Ausrüstung der Schiffe, die Aufgaben der Besatzung, Wetterverhältnisse usw. geht – sehr einfühlsam und realitätsnah beschreibt er die Gefühle der Fischer und ihrer Angehörigen und schreckt auch nicht davor zurück, die mutmaßlich letzten Gedanken und Empfindungen eines Ertrinkenden dem Leser sehr realistisch nahe zu bringen. Doch nicht nur der Untergang der Andrea Gail ist Thema dieses Buches. Junger schildert ebenso packend die lebensgefährlichen Einsätze der Küstenwache und der Air National Guard, die für die Hochsee zuständig ist. Leider musste auch ein Retter bei dem Versuch, die Besatzung einer Segelyacht zu bergen, sein Leben lassen. Dieser dramatische Einsatz und die folgende tagelange Suche der Kameraden nach dem Vermissten sind authentisch und nehmen ebenfalls einen großen Teil der Schilderung ein. Eine Karte am Anfang des Buches mit eingezeichneten Stationen der Such- und Rettungsaktionen vervollständigt das Werk. Fazit: Ein Buch, das unter die Haut geht und das jeder, der glaubt das Meer zu lieben, gelesen haben sollte. Erst dann weiß er wirklich, wovon er redet. Sehr empfehlenswert!

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    • 5
  • Rezension zu "Der Sturm" von Sebastian Junger

    Der Sturm
    Babscha

    Babscha

    In seinem erstklassig recherchierten, umfassenden Bericht über den Jahrhundertsturm, der sich im Oktober 1991 vor der kanadischen Ostküste austobt und zum Verlust vieler Menschenleben auf hoher See führt, gewährt der Autor, damals selbst vor Ort, dem Leser gleichermaßen interessante wie emotionale Einblicke in die Welt der Hochseefischer und ihrer Familien, den immer lebensgefährlichen Knochenjob der Männer auf hoher See mit zwar guten Verdienstmöglichkeiten, aber wochenlanger Abwesenheit von zu Hause und ihre latente, permanente Angst vor dem ultimativen Sturm, der sie irgendwann für immer auf See behalten wird. Neben der Kernstory des Buches über die sechs Besatzungsmitglieder des Schwertfischtrawlers „Andrea Gail“, den genau dieses Schicksal ereilen wird, wird im Verlauf der packenden und plastischen Handlung sehr deutlich, wie hilflos selbst die hochtechnisierte und bestens ausgerüstete Seenotrettung mit ihren heroischen Männern solchen Naturgewalten gegenüber steht. Daneben liefert der Autor eine sehr fair und ausgewogen geschilderte Reportage über die rücksichtslose Ausbeutung der Meere unter bewusster Inkaufnahme eklatanter Sicherheitsmängel an Material und Schiffen, alles untergeordnet den handfesten wirtschaftlichen Interessen sämtlicher Beteiligter, vom Fischer bis zum Schiffseigner. Ein absolut lesenswertes, horizonterweiterndes Buch.

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    • 3
  • Rezension zu "Der Sturm" von Sebastian Junger

    Der Sturm
    wildfire

    wildfire

    29. December 2009 um 10:31

    ist kein roman,mehr eine zusammenfassung von berichten von freunden und familie von der besatzung der "andrea gail"die den jahrhundertsturm nicht überlebt haben.

  • Rezension zu "Der Sturm" von Sebastian Junger

    Der Sturm
    Frankfurter

    Frankfurter

    06. March 2009 um 13:16

    Non Fiction zu kritisieren finde ich schwierig, in diesem Fall allemal: Jungers Schreibe ist manchmal arg reißerisch und wenig originell, andererseits erfährt man hautnah und eindrucksvoll, wie die Atlantikfischer fern jeder Seeromantik ihr Leben riskieren. Am Ende gleitet das Buch in ein Küstenwachen-Helden-Epos ab, was den geneigten Leser angesichts der amerikanischen Uniformgeilheit nicht weiter wundert. Unterm Strich hat sich das Buch dann doch gelohnt.

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  • Rezension zu "Der Sturm" von Sebastian Junger

    Der Sturm
    Kaivai

    Kaivai

    26. March 2007 um 19:44

    "Gloucester,Mass.,1991....Ein sanfter Herbstregen rieselt durch die Bäume,und der Geruch des Ozeans ist so stark,daß man ihn fast auf der Zunge schmecken kann.Lastwagen rumpeln die Rogers Street entlang,und Männer die mit Fischblut bedeckte T-Shirts tragen,rufen einander von Boot zu Boot etwas zu." Plumps,bin ich in der Geschichte drin.Sebastian Junger ist Journalist.Bei seinem Buch "Der Sturm",mit dem er sich als Schriftsteller etablieren konnte,spür ich dies vom Anfang bis zum Ende.Denn er schreibt eine wahre Geschichte auf und dabei gelingt es ihm seine Beleuchtung dermaßen geschickt aufzubauen,daß ich beim Lesen gefesselt bin,bis zum bitteren Ende.Das Ende der Hauptpersonen in diesem Buch,der Besatzung des Fischerbootes "Andrea Gail",das in dem "Sturm" versank,liest sich so: "Die Männer der Besatzung der "Andrea Gail" haben entweder einen Laryngospasmus,oder ihre Lungen sind völlig mit Wasser gefüllt.Sie schweben,mit offenen Augen und ohne Bewußtsein,in den wassergefüllten Räumen des Schiffs.Die Dunkelheit ist absolut und das Boot ist vielleicht schon auf dem Weg zum Grund.Jetzt können die Männer nur noch durch eine massive Sauerstoffgabe gerettet werden. Gelitten haben sie höchstens ein oder zwei Minuten.Ihre Körper,die bislang immer drastischere Maßnahmen ergriffen haben,um funktionsfähig zu bleiben,haben endlich angefangen,alles abzuschalten." Die Nüchternheit,die der Journalist hier in seinen Stil bringt,ist paralysierend,denn einerseits ist es ganz schrecklich,das Ertrinken so sachlich beschrieben zu sehen,andererseits hab ich das Gefühl dem Orkan der Wahrheit ins Auge zu blicken und das tut gut.Junger beschreibt trotz aller Nüchternheit die Folgen dieses Sturms für die Fischer und deren Angehörigen und für noch andere Sturmopfer mit soviel Wärme und Menschlichkeit,daß ich das Buch nach dem Lesen zur Seite lege und denke,daß ich in dem Sturm war.Wahr war.

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