Sebastian Klein

 4,9 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf

Sebastian Klein ist Psychologe, Unternehmer und Autor. Er gründete unter anderem Blinkist und Neue Narrative. Als er durch den Verkauf von Blinkist über Nacht zum Multimillionär wurde, entschied er, einen Großteil seines Vermögens aufzugeben und gemeinnützig zu widmen. Im Mai 2023 ging ein Beitrag dazu in den sozialen Medien viral und erreichte über zwei Millionen Menschen, es folgten zahlreiche Medienauftritte. Im Magazin Neue Narrative erscheint seit 2017 seine Kolumne »Milliarden vs. Milliardäre«, in der es um Vermögen und Ungleichheit geht.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Sebastian Klein

Cover des Buches Toxisch Reich (ISBN: 9783987261381)
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Rezension zu "Toxisch Reich" von Sebastian Klein

SternchenBlau
Kreditwürdig

Es gibt eine Schieflage in diesem Land und in dieser Welt, die eine große Gefahr darstellt – für unsere Demokratie und unsere Lebensgrundlagen.

„Mit großem Vermögen geht immer große Macht einher. Und zwar mehr Macht, als eine Demokratie verträgt. Ich spreche da aus Erfahrung: Weil ich vermögend bin, kann ich meine Meinung in großen Medien kundtun. Ich werde regelmäßig ins Fernsehen und zu Events mit Politiker:innen eingeladen.“

Und genau deswegen trägt Sebastian Klein seine Kritik mit so großer Überzeugungskraft. Klein ist im wahrsten Sinne des Wortes „bankable“, so kreditwürdig, dass man ihm zuhört, so kreditwürdig, dass er weiß, wovon er spricht, was es heißt Vermögen abzugeben. Als Blinkist-Gründer wurde er Millionär – und ist doch im Reigen der Reichen ein kleiner Fisch, wenn man ihn mit Milliardär*innen vergleicht. Eindrucksvoll legt er in „Toxisch Reich“ dar, warum es solche Vermögen nicht geben sollte: Einfluss auf die Politik, Klima- und Umweltzerstörung, Marginalisierung aller Menschen, die kaum oder gar nichts besitzen, Fortführung von Kolonialisierung und Rassismus und so weiter und so fort.

Kleins Argumente sind mir nicht neu, aber trotzdem habe ich sein Buch total gerne gelesen. Er argumentiert anschaulich und nachvollziehbar. Wie wäre z.B. das Vermögen verteilt, wenn Deutschland ein Dorf mit 1.000 Einwohnenden wäre?

„Insgesamt sind nur circa 3 Prozent des gesamten Dorfvermögens im Besitz dieser ärmeren 500 Menschen. (…) „Ganz am oberen Ende der Verteilung ist eine Person, die extrem reich ist: Ihr gehören über 20 Prozent des gesamten Dorfvermögens. Diese Person besitzt fast so viel wie die ganze Unter- und Mittelschicht zusammen, also 900 Personen. Sie besitzt sogar mehr als die zweit- bis neuntreichste Person zusammengenommen.“

Seine Interviewpartner*innen sind kompetent und gestalten das Buch lebendig. Zum Ende jedes Kapitels fasst er das „Take Away“ nochmal prägnant zusammen. Und Kleins persönliche Geschichte ist das Salz in der Suppe, zwischen den großen Blöcken Gestern - Heute - Morgen. So bietet Kleins Ausblick als Mehrfachgründer durchaus auch Impulse für Firmeninnovationen. Nur geht es bei ihm nicht mehr um Profitmaximierung, die, wie er darlegt echte Innovationen bremst, sondern um Gemeinwohl und regeneratives Wirtschaften. Ach ja, Vermögens- und Erbschaftssteuern kommen auch vor.

Gerade durch Kleins persönliche Geschichte liest sich das Buch richtig gut. 4,5 von 5 Sternen.

Cover des Buches Toxisch Reich (ISBN: 9783987261381)
E

Rezension zu "Toxisch Reich" von Sebastian Klein

Eva_Beimer
Empfehlung mit Kopf und Herz

SEBASTIAN KLEIN: TOXISCH REICH

 

INHALT:

»Extremer Reichtum ist eines der größten Übel unserer Zeit.« Sebastian Klein

 Sebastian Klein ist durch den Verkauf der App Blinkist über Nacht Multimillionär geworden – und hat daraufhin 90 Prozent seines Vermögens abgegeben. Denn er ist überzeugt, dass großer Reichtum unserer Gesellschaft schadet. In seinem Buch erklärt er, warum große Vermögen in den Händen von Einzelpersonen zutiefst undemokratisch sind, den Klimawandel befeuern und soziale Ungleichheit antreiben. Damit wirft er ein Schlaglicht auf ein Thema, das die Politik gerne in einen Mantel des Schweigens hüllt: die Superreichen und ihre Rolle in dieser Gesellschaft. Warum werden ausgerechnet diese Menschen von der Erbschaftssteuer befreit? Warum wird Arbeit höher besteuert als Vermögen? Und warum können manche Menschen mit dem Privatjet zu Taylor Swift jetten, während andere in Armut leben und ihre Heizrechnung nicht bezahlen können? Kleins Analysen sind nicht nur augenöffnend, sondern auch ein leidenschaftlicher Appell für mehr soziale Gerechtigkeit, für die er konkrete Ideen liefert.

 

MEINE MEINUNG:

Da ich schon ein tolles Buch über die „Überreichen“ gelesen habe, dachte ich, ich wüsste schon alles darüber. Aber Sebastian Klein hat als Insider einen etwas anderen Blick darauf, so daß ich hier noch viel Neues erfahren habe.

Ganz besonders beeindruckt haben mich seine Erklärungen zu „Vor dem Gesetz sind alle gleich“; aber auch viele andere Kapitel haben mich erschüttert, vor allem, weil eine Menge der Lösungen des Problems teilweise so einfach wären…. Die Politik müsste es nur wollen.

Dabei schreibt Sebastian Klein in einem spannenden Stil.

Ich empfehle dieses Buch mit Kopf und Herz.

Cover des Buches Toxisch Reich (ISBN: 9783987261381)
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Rezension zu "Toxisch Reich" von Sebastian Klein

Biblionatio
Ein Buch, dass zum Nachdenken anregt

Das Cover:

Das Buchcover ist eher schlicht und in einem neofarbenen Ton gehalten, was ihm einen modernen Eindruck verleiht. Es zeigt im Hintergrund ein großes „X“, auf dem der Titel steht. Die Kapitel- und Zwischenüberschriften sind ebenfalls in diesem Stil gestaltet, was insgesamt etwas einheitlich wirkt. Für meinen Geschmack hätte es vielleicht noch etwas abwechslungsreicher sein können, um das Cover noch ansprechender zu machen.

 

Meine Meinung und das Fazit:

Sebastian Klein ist selbst Millionär und hat dadurch einen sehr direkten Einblick in die Ungerechtigkeiten unseres Wirtschaftssystems. Zu Beginn erklärt er, warum diese Ungleichheiten bestehen, und zeigt dann die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft – etwa bei Bildungschancen, juristischen Fragen oder beim Vermögensaufbau. Dabei stützt er sich auf wissenschaftliche Artikel, Studien und Aussagen aus den Medien.

Was mir besonders gefallen hat, ist die offene und schonungslose Art, mit der er diese Ungleichheiten anspricht. Man fragt sich manchmal wirklich: Warum ist das alles so gekommen? Und er gibt sogar Antworten darauf. Außerdem zeigt er mögliche Lösungsvorschläge auf, die die Politik theoretisch umsetzen könnte.

Insgesamt fand ich das Buch sehr aufschlussreich und spannend, weil es einem die Augen öffnet und zum Nachdenken anregt. Es ist eine klare Empfehlung für alle, die sich für die Hintergründe unserer Gesellschaft und Wirtschaft interessieren.

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