Sebastian Lehmann Kein Elch. Nirgends

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Inhaltsangabe zu „Kein Elch. Nirgends“ von Sebastian Lehmann

„Wenn wir die Katze zugrunde richten, dann fragt uns wenigstens keiner mehr, wann wir denn endlich Kinder kriegen“, sagt meine Freundin. Sebastian will weg. In Berlin sind alle so erwachsen geworden und langweilig. Aber egal, wohin er reist, überall das gleiche. Dabei versucht er doch einfach nur einen Elch zu finden – oder wenigstens den Sinn des Lebens. Zuhause sind alle so erwachsen geworden und langweilig. Da macht Sebastian nicht mit. Also raus aus Berlin und rein in die Welt. Er sucht das Unbekannte und eine Antwort darauf, wie man zwischen Biokiste und Ironic Wedding überleben soll. Aber findet zwischen Stockholm und New York immer nur die gleichen Probleme, mit denen er sich schon zu Hause nicht herumschlagen will. Trotzdem sucht er weiter. Weil er gerne mal irgendwo ankommen würde. Das scheint fast genauso schwer, wie einen Elch zu finden. Denn vielleicht gibt es gar keine Elche.

Reicht nicht an den Humor seiner Poetry Slams heran. Teilweise etwas anstrengend.

— katha_dbno
katha_dbno

Habe mir mehr von dem Buch erhofft. Leider nicht so unterhaltsam wie Lehmanns Kurzgeschichten in "Über Arbeiten und Fertigsein".

— missNaseweis
missNaseweis

Leider nicht so gut wie das "Beutelschema" Sammlungen von Lesebühnentexten wirken selten als Buch.

— ioreth
ioreth

Leider im Vergleich mit dem "Beutelschema" wenig

— DasLeseschaf
DasLeseschaf

Kurzweilig, lustig, gut.

— Orisha
Orisha

Man muss Sebastian Lehmanns Stimme im Ohr haben, & evtl. auch ein ähnl. Umfeld haben (oder genug Hipster/Nerds kennen) , dann gefällts :-)

— Flaemmle
Flaemmle

Ein Buch, das mich so gar nicht überzeugen konnte. Sarkasmus gepaart mit Witz und langer Weile, nicht mein Fall.

— ginnykatze
ginnykatze

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    Kein Elch. Nirgends
    katha_dbno

    katha_dbno

    06. May 2017 um 17:28

    Rezension auf Buntes TintenfässchenIch habe bereits diverse Male angemerkt, dass ich gerne wortgewandten, intelligenten Rednern zuhöre, soll heißen: Poetry Slammer. Speziell solche, die mich trotz eines philosophischen Tenors zum Lachen bringen können - und Sebastian Lehmann ist einer davon. Typisch für humoristische Texte von Poetry-Slammern wie ihn ist die überspitzte Darstellung der Ereignisse. Darauf war ich eigentlich auch gefasst, allerdings kam der Humor nur bedingt bei mir an. Das Übertriebene und Skurrile, das ich normalerweise mag, funktionierte in reiner Textform nicht in Gänze. Damit, dass Sebastians fiktives Alter Ego eng mit Vin Diesel befreundet ist und dass diverse Nebenfiguren Reinkarnationen von Philosophen (z.B. Nietzsche) darstellen, kam ich noch klar. Auch die Beschreibungen eines "typischen" überfreundlichen US-Amerikaners oder eines hyperintelligenten, gut aussehenden Schweden konnte ich gut verkraften. Diese Passagen konnten mir sogar das ein oder andere Schmunzeln entlocken. Mit dem Thema Tod als Running Gag hatte ich allerdings herbe Probleme. Gefühlt jede dritte seiner Kurzgeschichten endet mit seinem (grausamen) Ableben. Das war mir spätestens nach dem fünften Mal einfach zu viel. Aber immerhin ist er sich dessen bewusst und hat das selbstreflexiv an sich bzw. seinen Geschichten kritisiert. Jetzt beim Schreiben überlege ich außerdem, ob er vielleicht auch Kritik an dem heutigen "Trend" üben wollte, Geschichten (ob schriftlich, mündlich oder audiovisuell vermittelt) mit einem (tragischen) Tod enden zu lassen. Es ist lediglich eine Vermutung meinerseits, aber wenn ich es aus der Perspektive betrachte, würde meine Kritik bedeutend schwächer ausfallen. Wahrscheinlich wäre mir das permanente Sterben nicht so negativ auffallen, wenn ich längere Pausen bei der Lektüre gehabt und nur hin und wieder ein paar der sehr kurzen Kapitel gelesen hätte. Für mich als "Binge-Leser" war das jedoch oftmals anstrengend. Ich möchte jetzt nicht den Eindruck erwecken, ich hätte mich überhaupt nicht amüsiert, denn das stimmt nicht. Es gab durchaus lustige Passagen und an sich hat mir auch der lockere Ton zugesagt. Allgemein mag ich Sebastian Lehmann von seiner Art her (zumindest die, die er der Öffentlichkeit vermittelt - ich kenne ihn ja nicht persönlich), da ich mich mit einigen seiner Ansichten bzw. mit seiner Lebenseinstellung gut identifizieren kann, weshalb ich das Buch auch nicht abgebrochen habe. Ich schätze, im Endeffekt fehlte mir schlicht die auditive Komponente: Beim Vortragen kann man ganz andere Akzente setzten, den Sprechrythmus situativ anpassen, Pausen einbauen, um eine bessere Wirkung zu erzielen usw. Das entfaltet eine ganz andere Wirkung als ein "starrer" Text. Daher ziehe ich seine Auftritte in Zukunft vor, da er dort für mich angenehmer zu konsumieren ist.Fazit Die Texte können leider nicht die Wirkung eines Live-Vortrages entfalten und waren daher statt unterhaltsam eher anstrengend. Insofern man (im Gegensatz zu mir) die Kapitel in kleinen Portionen mit ausreichend großen Pausen rezipiert, könnte dieser negative Effekt jedoch abgemildert oder gänzlich umgangen werden.

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  • Rundumschlag auf die Stereotypen dieser Welt

    Kein Elch. Nirgends
    Orisha

    Orisha

    Sebastian will endlich ankommen. Irgendwo. Dabei sucht er sein Glück in den Metropolen der Welt. London, New York, Lissabon und in seiner Heimat Berlin. Er ist Schriftsteller - ein Kleinkünstler würde sein Kollege Marc-Uwe Kling ihn wohl nennen - und ein Beobachter. Sebastian Lehmann kenne ich von seiner Lesebühne "Lesedüne" mit Marc-Uwe Kling, Julius Fischer und Maik Martschinkowsky, die regelmäßig in Berlin-Kreuzberg stattfinden und in denen er Auszüge aus seinen beiden Werken vorträgt. Daher hatte ich bei der Lektüre dieses Büchleins wohl auch immer seine Stimme im Ohr. Das hat dem Lesevergnügen vermutlich auch eher geholfen als geschadet. Dieses Buch scheint umstritten,schaut man sich die Rezensionen und Bewertungen hier an. Dennoch meinen Humor hat es getroffen. Lehmann nimmt den alltäglichen Wahnsinn der Großstädte aufs Korn. Spielt mit Klischees und gibt so einige Seitenhiebe auf seine Kollegen Fischer und Kling - die man eben nur versteht, wenn man die Lesedüne kennt. Dass er dabei scheinbar manchmal über die Strenge schlägt und ein Witz auch mal unter die Gürtellinie geht (der Niedergang der fetten Katze), ist eben typisch Lehmann. Etwas zynisch und humoristisch spielt er mit den Stereotypen vom Hipster, dem Kleinkünstler oder der Ü-30-Generation, dem oberflächlichen Amerikaner, den depressiven Finnen oder dem immer-an-der-roten-Jack-Wolfskin-Jacke-zu-erkennenden deutschen Touristen. Dabei führt er "unsere" Macken und Marotten vor, die man eben nicht zu ernst nehmen darf und sollte. Fazit: Kurzweilige, humoristische Lektüre - auch wenn man sich ja bekanntlich gerade am Humor streiten kann.

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  • „Ein magischer Todesregen geht über Hogwarts nieder. Lord Vandalismus kriegt sie alle!“

    Kein Elch. Nirgends
    ginnykatze

    ginnykatze

    06. September 2014 um 21:09

    „Ein magischer Todesregen geht über Hogwarts nieder. Lord Vandalismus kriegt sie alle!“ Zum Inhalt: Mit Entsetzen stellt Sebastian fest, dass er nun bald zum alten Eisen gehört. Er wird 30 Jahre. So kann es doch nicht sein, immer nur das triste Dasein und nichts passiert. Er hat schon ein Buch geschrieben, aber nun fällt ihm irgendwie nichts mehr ein Also raus aus Berlin und die Welt erkunden. Finnland ist und bleibt sein Hauptziel. Er möchte gern einen Elch sehen. Aber kein Elch nirgends. Immer wieder landet er dann doch im Tierpark und schaut die Elche dort an. Oder aber in irgendwelchen Clubs tote Köpfe. Das kann es doch nicht sein! Seine Freundin, er nennt sie auch noch so, als er schon verheiratet ist, arbeitet den ganzen Tag. Als sie ihn fragt, wie er denn den Tag so verbringt, kann er es nicht mal erklären. Er kümmert sich um die fette Katze und ja, er schreibt. Ob New York Los Angeles, Kopenhagen, Lissabon, München, Freiburg oder zu Hause, Sebastian ist es immer langweilig. Nichts passiert wirklich und oft sind die Erlebnisse auch nur Träume. Auch die Väterwitze können ihn nicht aus seinem langweiligen Dasein reißen. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Lest selbst. Fazit: Der Autor Sebastian Lehmann beschreibt in seinem Buch sich selbst oder etwa nicht? Ich kann nicht einmal sagen, was genau er mir damit sagen will. Ich verstehe es einfach nicht und schleiche gelangweilt durch die Seiten. Nichts, aber auch gar nichts, kann mir gefallen. Die Witze, über die ich lachen kann, sind wirklich an einer Hand abzuzählen. Aber der wirkliche Sinn dieses Buches bleibt mir verborgen. Sarkasmus gepaart mit Witz und langer Weile können mich nicht begeistern. Nein, immer wieder bin ich gewillt, das Buch einfach abzubrechen, weil es mir so gar nicht gefallen kann. Auch die Charaktere sind nicht so, dass ich mich jetzt mit Irgendwem identifizieren kann. Am Schlimmsten allerdings fand ich die Beschreibungen der dicken Katze. Sie wurde hier mit Schokolade und Fischstäbchen und wer weiß nicht noch was gefüttert. Der Satz dann aber: „Wenn wir die Katze zugrunde richten, dann fragt uns wenigstens Keiner mehr, wann wir denn endlich Kinder kriegen“, fand ich nun völlig daneben. Vor allem stirbt die Katze dann auch und es klingt in meinen Ohren wie, nun endlich ist sie hin. Sowas kann ich nicht gutheißen und wenn das Jugendliche lesen, denn ich denke, dass das Buch auf dieses Zielgruppe hin geschrieben ist, könnte ich wirklich schreien und hoffe sehr, dass sie nicht versuchen, ihrer eigenen Katze sowas anzutun. So was geht gar nicht. Ich denke, dass ich nicht die richtige Zielperson bin, denn ich konnte mich mit diesem Buch so gar nicht anfreunden. Nein ich fand es wirklich nur langweilig und manches Mal schon sehr daneben. Hier kann ich nur 1 Stern vergeben, die Gründe habe ich ausgeführt. Eine Leseempfehlung kommt daher von mir nicht.

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